Sonntag, 17. Dezember 2017

Kascha Dezember 2017

 

Erste Hilfe für Kiffer – DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL 

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

Natalie (22) aus Berlin fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich habe mal eine Frage. Wie kommt es eigentlich, dass der Joint direkt nach dem Anzünden am besten schmeckt und kurz vor dem Filter meist schon etwas ranzig ist? Und meinst du, dass es helfen würde, einen noch längeren Joint zu bauen, damit es länger gut schmeckt?“

Kascha antwortet:

 

„Hi Natalie,

 

dafür gibt es verschiedene Gründe, die alle zusammen zu dem Ergebnis führen, dass der Joint immer weniger nach leckerem Gras und immer mehr irgendwie ranzig und leicht unangenehm schmeckt. Die erkläre ich dir erst einmal nacheinander, bevor ich dann zu deiner zweiten Frage komme. Vielleicht kannst du dir die ja dann sogar schon selbst beantworten.

Also zuerst ist es natürlich so, dass kühlerer Rauch die Mundschleimhaut weniger reizt und dadurch angenehmer schmeckt. Je kürzer der Joint wird, desto weniger wird der Rauch unterwegs gekühlt – das ist dir sicher auch schon mal aufgefallen. Das ist übrigens auch ein guter Grund, Joints nur vorne dick zu bauen und nicht hinten – weniger Glut bedeutet weniger Hitze und das raucht sich dann einfach besser. Der zweite Punkt ist das Kondensat. Denn während sich der Rauch auf dem Weg durch den Joint zum Filter und zum Mund abkühlt, kondensiert er am kühleren Gras oder Tabak-Gras-Gemisch, das er durchströmt. Wenn du dann weiter rauchst, verbrennt das Kondensat mit und am Endstück kondensieren immer mehr Teer und andere Substanzen. Das verändert natürlich auch den Geschmack: von frisch und blumig zu etwas ranzig.

Und dann gibt es noch einen dritten Grund: So, wie Weed, das du im Ofen trocknest, etwas kratzig und geschmacklos wird, weil viele Aromastoffe durch die warme Luft verdunsten, leidet auch das Gras in deinem Joint etwas an der warmen Luft. Die heiße Zugluft aus der Glut verdunstet Aromastoffe, die du vor allem mit den ersten Zügen zusätzlich einatmest. Danach lässt der Geschmack immer mehr nach.

Du verstehst also langsam: Ein längerer Joint ist nicht unbedingt die beste Lösung. Mit kurzen Joints hast du die wenigsten Probleme mit Verteerung. Dann inhalierst du allerdings auch nicht die zusätzlichen Aromastoffe bei den ersten Zügen – deshalb halte ich mittellange, leicht konische Joints tatsächlich für die beste Lösung. Konisch deshalb, weil dann das meiste Gras im „leckeren“ vorderen Teil enthalten ist. Außerdem ist es empfehlenswert, möglichst wenig Tabak zu verwenden: Der verursacht nur zusätzlichen Teer, ist aber für den Geschmack nicht hilfreich.“

 

Mustafa (20) aus Bremen fragt:

 

„Hallo Kascha,

 

ich fange in drei Wochen eine Ausbildung an, für die ich in der ersten Woche auch einen Drogentest machen muss. Dummerweise habe ich vor ein paar Tagen auf einer Party ein paar Mal an einem Joint gezogen. Ich hatte in dem Moment den Drogentest völlig vergessen gehabt. Dabei kiffe ich eigentlich gar nicht, ich rauche nur manchmal bei Freunden mit, wenn ich in der Stimmung bin. Ich habe auch wirklich nur zwei oder drei Mal gezogen. Ich habe übrigens sehr kurze Haare (ca. 5 mm), aber ich glaube, dass ich einen Bluttest machen muss.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Mustafa,

 

das ist natürlich ärgerlich, wenn man einen Test machen muss und vorher „aus Versehen“ kifft. Besonders ärgerlich ist es, weil THC und seine Abbauprodukte relativ lange nachweisbar sind. Da du aber ansonsten nicht kiffst und offenbar auch keinen ganzen Joint geraucht hast, sind die Mengen in deinem Körper sehr gering. Die gute Nachricht ist also: In drei Wochen ist das wahrscheinlich nicht mehr nachweisbar.

Aber kommen wir erst einmal zur Theorie: Das Blut kann auf zwei verschiedene Stoffe untersucht werden. Auf THC, also den Cannabis-Wirkstoff, und auf THC-COOH. Das ist ein Stoffwechselprodukt, das beim Abbau von THC entsteht. Wenn auf THC getestet wird, dann soll in der Regel festgestellt werden, ob du in diesem Moment bekifft bist. Solche Tests werden zum Beispiel eingesetzt, um festzustellen, ob jemand unter Cannabiseinfluss Auto gefahren ist. THC ist nach einem Joint etwa 3–27 Stunden im Blut nachweisbar, je nachdem, wie viel du geraucht hast. Mit dem Test auf THC-COOH wird festgestellt, ob du Nichtkiffer, gelegentlicher Kiffer oder Vielkiffer bist. Denn dieses Produkt wird nur sehr langsam abgebaut und reichert sich daher bei regelmäßigen Kiffern an: Es wird schneller zugeführt, als es abgebaut werden kann, wenn man jeden Tag kifft. Nach einem einzelnen Joint ist THC-COOH normalerweise nicht länger als eine Woche nachweisbar. Wer aber mehr raucht als einen Joint in der Woche, der erreicht oft deutlich höhere Werte. Diese weisen dann auf regelmäßigen Konsum hin – auch das ist für den Führerschein wichtig.

Für deine Ausbildung ist ein Wert von 0,0 ng/ml im Blut natürlich ideal. Denn du bist ja, wie du sagst, eigentlich kein Kiffer – und möchtest dir dann sicher die unangenehmen Fragen sparen. Mit drei Wochen Zeit solltest du aber auf der sicheren Seite sein. Vorsichtshalber kannst du auf ausreichend Bewegung achten und ein paar Tage lang viel Wasser trinken (2–3 l pro Tag), um den THC-COOH-Abbau zu beschleunigen. Das heißt natürlich nicht, dass du am Wochenende noch mal einen Rauchen kannst, weil ja noch so viel Zeit ist – denn der Abbau kann bei jedem Menschen unterschiedlich schnell vonstattengehen und du willst ja kein Risiko eingehen.“

 

Dennis (25) aus Berlin fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich habe mich schon immer gefragt, warum Joints eigentlich immer ausgehen, wenn man eine Minute nicht dran gezogen hat, und Zigaretten einfach weiter brennen, manchmal sogar bis zum Ende. Brennt Tabak anders als Gras? Mit gehen aber auch Joints mit sehr trockenem Gras aus, ich glaube nicht, dass es an der Feuchtigkeit liegt.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Dennis,

 

dafür gibt es mehrere Gründe. Dass Tabak anders abbrennt als Gras ist einer davon. Das liegt vor allem daran, wie der Tabak geschnitten ist: meist in länglichen Fasern, während das Gras eher krümelig ist. Pur-Joints muss man deshalb auch deutlich häufiger anzünden. Es liegt aber auch am Paper: Zigaretten sind oft mit dickerem Papier gerollt, das darauf ausgelegt ist, gleichmäßig und schnell abzubrennen. Durch diesen versteckten Trick rauchen vor allem Kettenraucher mehr Zigaretten pro Tag – ganz einfach, weil es schneller geht.

Joints werden wiederum häufig mit sehr dünnen Papers gedreht, die langsam brennen. Du kannst ja selbst einmal den Versuch machen und einen Joint mit einem stärkeren Paper drehen. Er wird fast so abbrennen wie eine Zigarette. Deshalb sind diese Papers wiederum für Pur-Joints mit relativ frischem, feuchtem Gras gut geeignet: Durch ihr Abbrennverhalten helfen sie dabei, dass der Joint überhaupt dauerhaft glüht. Da viele Menschen aber Joints nicht so schnell rauchen wie Zigaretten, ist das langsame Abbrennverhalten meist erwünscht. Vor allem bei Haschisch ist es sogar wichtig, damit das Hasch völlig verbrennen kann.“

2 Antworten auf „Kascha Dezember 2017

  1. Ewa

    Kommt mir immer mehr so vor als ob das eine Kinderkiffberatung ist…
    Das Alter ist bestimmt niedrigerbwie Angegeben der Fragesteller…
    Schonmal was von google gehört???
    Entweder haben die Fragesteller den IQ von einem Toastbrot oder des is ne einzige Verarschung…
    Mensch müsst ihr unser Kiffer Image noch weiter beschädigen???
    Wenn man so Fragen als Kiffer hat…
    Am besten einfach CDU wählen und nurnoch saufen… so Leute will ich nicht das sie unserem liebsten Hobby fröhnen… Wegen denen bleibt es illegal und deswegen hat Cannabis in D einen so schlechten Ruf…

  2. Witzbold

    Ewa ich gebe dir Recht.
    Allerdings ist deine Rechtschreibung auch nicht förderlich für ein positives Bild nach außen.
    Lg

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