Dienstag, 28. November 2017

Räuchermischungen & Co.

 

Die Cannabis-Prohibition der Bundesregierung auf dem Prüfstand!

Christian Rausch

 

Es rauschte überhaupt nicht gewaltig im Blätterwald, wie es ansonsten bei dergleichen Meldungen sonst immer tut. Dennoch war glasklar der Presse zu entnehmen, dass beinahe 100 Drogentote 2016 an den Folgen des Konsums sogenannter „Legal Highs“ starben. „Legal Highs“ sind allgemeinhin als Räuchermischungen oder Badesalze bekannt und bieten ein vermeintlich sicheres Schlupfloch für diejenigen Konsumenten, die Cannabis konsumieren.

 

Nun gibt es leider verschiedene stichhaltige Gründe, die grünen Pflanzen der Götter links liegen zu lassen. Die in Deutschland herrschende Gesetzgebung verbietet nämlich den Freizeitgenuss von Cannabis. Konsumenten bekommen dadurch Angst vor Sanktionen wie Polizeirepression, möglichem Führerscheinverlust, Stress mit dem Arbeitgeber, gesellschaftlichen Repressalien und Stigmatisierung im familiären und Bekannten-Umfeld. Manchmal fehlt den willigen THC-Konsumenten auch einfach die Gelegenheit, gutes Marihuana zu kaufen. Was tun? Konsumenten, die gerne high wären, aber Repressalien befürchten oder nicht in der Lage sind, sich Gras oder Hasch auf dem Schwarzmarkt zu besorgen, greifen gerne zu den „Legal Highs“. „Legal Highs“ können nämlich trotz zweifelhafter Versuche des Gesetzgebers das Problem in den Griff zu kriegen, weiter relativ problemlos über das Internet gekauft werden.

 

Kritiker der deutschen Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) kreiden deshalb dem Vernehmen nach die knapp 100 Toten, die im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit den „Legal Highs“ verstorben sind, ihrer verfehlten Cannabis-Politik an. Eigentlich wäre doch alles durch eine simple THC-Legalisierung einfach gelöst, wie etliche Beispiele eindrucksvoll zeigen (USA, Uruguay, Niederlande). Zentrale Argumente für eine Legalisierung sind z.B. 1. ein Plus an Jobs, 2. mehr Steuereinnahmen und 3. weniger von den Ärzten verschriebene Opioide. Als viertes, wichtigstes Plus käme hinzu: Es gäbe keine durch die Substanzen von Mutter Natur verursachten Toten, denn es ist noch kein einziger offiziell bestätigter Fall bekannt, in denen ein Drogentoter auf den reinen Cannabis-Genuss zurückgeführt werden konnte.

 

„Legal Highs“ – was ist das denn?

Das sind neue psychoaktive Substanzen! Die in „Legal Highs“ vorkommenden Stoffgruppen sind A) 2-Phenethylamin oder B) Cannabimimetika.

 

Wo gibt es „Legal Highs“ zu erwerben?

Sie werden im Internet, in Smartshops oder in Headshops verkauft.

 

Es ist zumeist eine veritable Wundertüte, was in den bunten, professionell aufbereiteten Päckchen für ein chemischer Cocktail enthalten ist. Die Namen „Infinity“, „AK 47“, „Gorby Mix“ oder „Bionic Spheres“ suggerieren Exotisches, beinahe Mystisches, aber zumindest einen heftigen Rausch und plötzlichen Knall in der Birne. Es gibt leider immer neue Substanzen und Stoffgruppen, die in den Ländern der EU noch nicht verboten sind, andere enthaltene Stoffe hingegen fallen bereits unter das Betäubungsmittelgesetz (BTMG). Diese Gemengelage führt zu dem Problem, dass der Konsument also weder weiß, was er sich reinzieht und wie stark er Leib und Leben dadurch gefährdet, noch ob er rechtlich auf der sicheren Seite ist. Die hohen gesundheitlichen und juristischen Risikofaktoren einer vermeintlich „sicheren Sache“ können an dieser Stelle gar nicht genug betont werden.

 

Hinzu kommt, dass am 26.11.2016 das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) in Kraft trat. Dies sollte die bis dato herrschende Gesetzeslücke zu schließen. $ 2 des NpSG besagt nämlich, dass ein neuer psychoaktiver Stoff „ein Stoff oder eine Zubereitung eines Stoffes eine[r] … genannten Stoffgruppen“ ist. Damit steht fest, im Gegensatz zum einzelstofflichen Ansatz des Betäubungsmittelgesetzes favorisiert das NpSG eine Stoffgruppenregelung, um der Verbreitung und der damit verbundenen Gefahr der Neuen psychoaktiven Stoffe besser begegnen zu können, welche die Produzenten der Räuchermischungen und Badesalze immer aufs Neue aus dem Ärmel schütteln. Die vom NPS aufgeführten Stoffgruppen sind Amphetamin verwandte Stoffe und synthetische Cannabinoide. Stoffe, die eine der beiden Stoffgruppen zuzurechnen sind, sind in Deutschland verboten und werden strafrechtlich verfolgt. Damit stehen sie juristisch auf einer Stufe mit Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, die durch THC-haltige Produkte hervorgerufen werden. Und vor allem Deutschlands süddeutsche Staatsanwaltschaften stehen laut Pressemeldungen in dem Ruf, beinahe grundsätzlich jegliche Käufe von Räuchermischungen und Badesalzen, deren sie durch die Beschlagnahmung von Dateien gebusteter Online- oder Headshops habhaft werden können, strafrechtlich zu ahnden.

 

Konkret heißt das, wenn ein „Legal High“-Konsument in einer Dateienliste identifiziert wird, die der Staatsmacht in die Hände fällt, ist mit einer Anzeige zu rechnen. Punkt. Insofern bieten „Legal Highs“ keinen Vorteil gegenüber Gras und Hasch und sind nicht legal. Es gibt unzählige schockierende Berichte im Netz, die voller Verbitterung über diese unnachgiebige strafrechtliche Verfolgung klagen, wo doch die Räuchermischungen vertreibenden Internet-Shops nicht müde werden zu betonen, dass alles 100% legal sei.

 

Trotz der recht habhaften Vorgehensweise gegen „Legal High“-Konsumenten und der ungewissen Gesetzeslage finden sich in der bunten Welt des World Wide Web mehr als genügend Shop, die ihre „Legal Highs“ bewerben und die scheinbaren Vorzüge deutlich herausstellen. Es finden sich Warnungen von „Legal High“-Usern, dass sie sich mit der Staatsmacht konfrontiert sahen. Das „Spiel“ geht eine Zeitlang gut und der User bestellt munter im Internet seine Räuchermischungen und pfeift sich im schlimmsten Fall allabendlich das Zeug rein. Doch irgendwann wird der Shop von der deutschen Polizei „hops genommen“. Und dann fallen den Gesetzeshütern alle notwendigen Daten in die Hände, um Strafverfahren gegen die in den Listen verzeichneten Konsumenten anzuregen. Da online bestellt und bezahlt wird, sind Namen, Lieferadresse und Zahlungsmodalitäten hinterlegt. Bald darauf flattert Post von der Staatsanwaltschaft ins Haus. Die Beweislage ist eindeutig.

 

Deshalb haben wir uns in der Schattenwelt umgehört und erfahren, dass es Räuchermischungen in manchen großen Städten auch unter dem Ladentisch gibt. Manche der Headshops machen auch mehr oder weniger offen Werbung dafür, immer mit der Gefahr im Nacken, bald von der Staatsmacht einkassiert zu werden. Also erwerben wir unter der Ladentheke vier Päckchen Räuchermischungen, die Namen wie „“Infinity“, Gorby Mix“, „Bionic Spheres“ oder „AK 47“ tragen. Die Verpackungen sind bunt, leuchten wie ein Weihnachtsbaum und tragen exotische Namen. Die Räuchermischungen enthalten Warnhinweise wie, das Zeug soll für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden und sei auf keinen Fall für den menschlichen Konsum vorgesehen. Das gilt auch für Anwendungen am tierischen Körper. Die Betreiber der Online-Shops sind in diesem Punkt ehrlich. Niemand unter 18 Jahren darf die Produkte erwerben.

 

Im Netz findet sich entgegen der Warnhinweise ein wahrer Hype an Blogs und Foren, welche die Wirkung von Räuchermischungen beschreiben. Entsprechend den Warnhinweisen werden simple Codierungen benutzt. Die Bedeutung von Aussagen wie „Ich verräucherte zwei „Züge“ am Stäbchen und der Raum war voll von einem intensiven Duft“, dürfte klar sein. Und wenn von einem Köpfchen die Rede ist, das ein sehr starkes Aroma entfaltet, dann gibt es wohl keine Zweifel, was gemeint ist. Das Zeug ist – entgegen menschlicher Vernunft – zum Rauchen gedacht. Hier sei noch einmal an die knapp 100 Toten erinnert, die 2016 an diesem Dreck gestorben sind. Presseberichte sind voll von Horrorszenarien, wie Menschen, die Räuchermischungen und/oder Badesalze konsumiert haben, sich aus der Welt schafften, z.B. Amok laufende Typen, die sich zuerst in der Badewanne die Kehle durchzuschneiden versuchen, um sich im Anschluss zwei Kugeln in den Kopf zu jagen. So etwas würde keinem normalen „THC-Konsumenten“ einfallen. In einem bekannten Headshop in einer deutschen Großstadt erwerben wir vier Päckchen Räuchermischungen. Denn eine Packung kostet 30 € – zwei gibt es für 50 €.

 

Was hat unser „Test“ ergeben?

 

Heftig, heftig, heftig und bitte auf keinen Fall nachahmen! Alle Räuchermischungen haben mich in einen Zustand des sinnlosen Nirwanas katapultiert. Manchmal reichten schon zwei kleine Fingerspitzen der Räuchermischung und zwei Züge von der Tüte, um beinahe für einen Blackout zu sorgen. „AK 47“ war in dieser Hinsicht das heftigste Beispiel. Nach wenigen Zügen war ich orientierungslos und verfiel in einen minutenlangen Schlaf. Das scheint ein untrügliches Indiz dafür zu sein, dass der Räuchermischung ein Anästhetikum beigemischt worden ist. Nach dem Konsum von „Gorby Mix“ überfiel mich ein unsäglicher Durst, aber kein THC-gewohnter Trink-Flash, sondern ein durch pure Chemie induziertes Verlangen nach Wasser, das sofort gestillt werden musste, da ich sonst zu sterben glaubte. „Bionic Spheres“ evozierte Illusionen, sodass sich Küchengeräte auf einmal – je nach Wirkung und Menge – in Gesprächspartner verwandelten oder der Mischhahn im Waschbecken mitunter ein Eigenleben entwickelte, das nur schwer zu bändigen war. Am ehesten einem hochgezüchteten Ideal ähnlich war noch „Infinity“. Dafür schmeckte „Infinity“ so chemisch, dass es sicherlich auch keinen Unterschied macht, wenn man bei der Anlagestelle BASF Ludwigshafen einen Schluck Rheinwasser zu sich nimmt. Und alle Räuchermischungen evozierten unglaubliche, sehr unangenehme Nebenwirkungen.

 

Meistens waren spätestens am nächsten Tag heftige, katerähnliche Kopfschmerzen die Folge. Außerdem fühlte sich der Organismus verbraucht und „ausgelutscht“ an. Wer keine psychische und physische Rossnatur besitzt, wird an den Folgen des Räuchermischungskonsums am nächsten Tag aller Wahrscheinlichkeit heftig zu knabbern haben. Kurzum, das Zeug ist der letzte Mist und bringt keine erwünschten Effekte – von nicht kontrollierbaren, völlig sinnlosen Fressattacken vielleicht einmal abgesehen. Wer Räuchermischungen benutzt, der hat entweder sehr viel Angst oder er weiß es nicht besser.

 

Fazit: Nicht kaufen, nicht konsumieren

 

Für alle getesteten Räuchermischungen gilt mein klares Fazit: Nicht kaufen, nicht konsumieren, das ist ein Spiel auf Leben und Tod! Das ist russisches Roulette! Man weiß nämlich nie, wann die Kugel in der Kammer steckt und es einen erwischt! Vielleicht nicht sofort, vielleicht auch nicht morgen, aber irgendwann werden einen spätestens die Langzeitfolgen dieser synthetisch-chemischen Teufelsdrogen einholen.

 

Was bleibt? Es spielt keine Rolle, wie das Individuum den Konsum von „Legal Highs“ wahrnimmt. Es mag im Einzelfall zutreffen, dass das Spaß macht, eine gute Zeit beschert und hilft, das Grau des Alltags zu vergessen, was ich mir bei den getesteten Produkten allerdings auf keinen Fall vorstellen kann. Trotz der Bemühungen des Gesetzgebers inklusive Stoffgruppenverbote konnte er die Problematik nicht in den Griff kriegen. Der Profit, den „Legal Highs“ abwerfen, ist zu hoch, als das Hersteller und Zwischenhändler die Finger davon lassen. Der Kauf von jedem Päckchen „Legal High“ ist ein Wagnis, denn die chemische Zusammensetzung kann unterschiedlich ausfallen. Dies kann juristische Gründe haben. Sobald ein Stoff oder eine Stoffgruppe vom Gesetzgeber verboten ist, machen sich die Hersteller auf die Suche nach einem Stoff, der nicht unter die Stoffgruppe fällt. Wie der Stoff auf den Menschen wirkt, welche Auswirkungen er auf die Psyche besitzt, ist den Produzenten egal, denn Hauptsache die Kasse klingelt. Alle Versuche der Gesetzgeber des Problems Herr zu werden scheitern offensichtlich. Und Blogs, die für „Legal High“-Konsumenten eingerichtet wurden, triefen vor Hohn gegenüber dem Gesetzgeber, dass dieser nicht in der Lage ist, den Spaß mit dem Zeug zu verderben.

 

Es ist höchste Zeit für ein Umdenken und einen Wandel der Cannabis-Politik in Deutschland. Von einem Verbot und der Kriminalisierung von Verkäufern und Konsumenten müsste der Trend wie in zahlreichen anderen Ländern auch hin zur Legalisierung gehen. Daran wird sich vermutlich leider auch nach der Bundestagswahl vermutlich wenig ändern. Schade, denn wenn Cannabis erst einmal legalisiert wäre, würde der Markt für „Legal Highs“ in Deutschland mehr oder weniger auf einen Schlag wegbrechen. Wie gesagt, es würden Jobs und Steuereinnahmen in Millionenhöhe entstehen und die Ent-Stigmatisierung und Ent-Kriminalisierung von Hunderttausenden deutscher Marihuana-Konsumenten wären wichtige Meilensteine für eine progressive und das Selbstbestimmungsrecht der Menschen ernst nehmende Politik. Und dann wäre auch Schluss mit dem möglicherweise tödlich endenden russischen Roulette der Legal Highs.

8 Antworten auf „Räuchermischungen & Co.

  1. Lotus

    Schade das wir uns 2017 noch an diesem Punkt befinden…
    Wie bereits im Bericht erwähnt ,denke ich auch das es solch einen Markt eigentlich nicht geben würde,
    wenn Cannabis Legal zugänglich wäre.
    Ich habe meine Erfahrung auch vor Jahren mit diesem Zeug gemacht,
    weil ich dachte „yeah die legale Alternative,endlich frei“
    aber kann wirklich nur davon abraten,
    sehr merkwürdiger Zombieartiger Rausch,weder schön oder angenehm noch Gesund,
    kommt nicht im geringsten an die Wirkung von echtem gutem Cannabis ran,
    ist höchstens ein „billiger „,gefährlicher Ersatz…
    und ein absoluter Beweis dafür wie weit gesetliches Versagen gehen kann…
    soweit ich weiß ,wird dafür aber jeder Legal High Konsument der im Krankenhaus etc. landet,
    als Cannabisintoxikation gewertet in der Statistik.
    Somit schadet man gleichzeitig noch dem image des Originals,
    und das Legal High Geschäft brummt weiter…
    Fakt ist,die Legalisierung von Cannabis kann Leben retten.

    Legalize it !!!

  2. Ewa

    Ich war nach 17 Tagen konsum ein völliges Wrack… ich war 5 tage stationär im Krankenhaus und es wurde der Verdacht von Sarkoidose nach einer Lungenbronchoskopie festgestellt.
    War “nur“ eine Reizung der Lunge aufgrund des 17 tägigen Cannabinoid Konsums…
    Ich war so fertig tagelang nichts gegessen wenig getrunken…
    Ich hab im Krankenhaus 2 große NacL Tropf bekommen und hab immer Orange gepinkelt max 200 ml am Tag. Und das aller schlimmste war Schluckbeschwerden und Erektionsprobleme…. Nach 17 Tagen Konsum! Am ersten Tag reichte mir 0,1 den ganzen Tag ein Joint 2 ma dran gezogen vorbeiiii…
    Am 17 Tag habe ich des Zeig pur geraucht 5 Gramm am Tag…
    Mit mir ging es so schnell Bergab… Nichtmal Leute auf Crack oder Heroin haben so schnell einen körperlichen Absturz… von gesund zum Wrack Junkie in 17 Tagen…
    Und alles nur weil ich Drogentests wegen einer Arbeit abgeben musste…
    Zum Glück bin ich heutzutage Cannabis Patient!

  3. Arno Nym

    Wäre mal nett wenn das Hanfjournal über die Pflanze Kratom berichten würde.
    Ist zum Glück keine künstliche Substanz aber sehr gut für Leute die mit Drogen Probleme haben oder unter: PTBS, Schmerzen, Depressionen, Sucht allgemein und Phobien leiden.

    Diese Pflanze sollte legal bleiben und sie zeigt auf, wie es wäre wenn Cannabis legal wäre. Es passiert nichts viele erfreuen sich daran und es gibt eine Minderheit von Leuten, die halt damit nicht umgehen kann.

    Wären alle pflanzlichen Drogen legal würde es kein Drogenproblem geben.
    Die Sucht wäre nicht so ausgeprägt weil es keine konzentrierten oder isolierten Inhaltsstoffe geben würde.

    Bei legalem Mohn wäre der Opiatmarkt geschwächt.
    Bei legalem Khat wäre der Amphetaminmarkt geschwächt.
    Bei legalem Coca keine Ahnung was dann passieren würde.

    Und ganz sicher wäre bei legalem Cannabis jeder Drogenmarkt geschwächt.

    Legalisiert alle pflanzlichen Drogen. Besitz, Anbau und Verkauf.
    Dann gibt es keine Bahnhofsszene, keine Straßenhändler und weniger Drogentote.

  4. Ralf

    @Lotus
    Fakt ist,die Legalisierung von Cannabis kann Leben retten.
    Das heißt doch in der logischen Konsequenz nichts anderes als PROHIBITIONISTEN sind MORDLER.

  5. Ralf

    @Arno Nym
    Es gibt tatsächlich auch noch welche die durchblicken. Danke daß ich das mal nicht schreiben muß. Freigabe oder Legalisierung heißt nicht Einschränkung oder Regulierung wie das der doofe Hanfverband immer wieder will. Das wird nur neue ähnliche Probleme erzeugen.

  6. Hot Water

    Es gibt vielleicht eine Gruppe, die seit Anfang 2016 Kundendaten von „nicht https“ gesicherten Shops, automatisiert abfängt. Die Anzahl der beobachteten Shops beträgt 32. Im Januar 2018 liegen über 120.000 Kundendaten vor. Diese werden im März an die entsprechenden Behörden gesendet. Weiterhin werden die Daten in einschlägigen Foren und Blogs veröffentlicht, und an verschiedene Verlage gesendet.
    Diese Maßnahme sehen wir als gerechtfertigt an, da ein enger Freund der Familie an diesem Zeug gestorben ist. Sicherlich gibt es noch weitere „Überraschungen“, die wir hier nicht bemerken möchten, da sie wirklich heftig sind.
    So wurde uns das übermittelt. Ob das stimmt wissen wir nicht. 😉

  7. Daniel

    Ich habe absolutes Verständnis dafür, dass vor den Legal Highs scharf gewarnt wird. Schon nur deshalb, weil es eben tatsächlich eine Art Russisch Roulette sein kann. Trotzdem ist mir der Artikel hier zu einseitig und vor allem etwas zu alarmistisch. Ich habe in einem Selbstversuch, weil ich auch neugierig war, jetzt eine Woche lang eine spezielle RM-Sorte ausprobiert. Und vllt ist es Glück, aber ich habe eine RM erwischt, die ultravorsichtig dosiert (ich hab mit dem Krümel eines Krümels angefangen) zu 80% der Wirkung von echtem Cannabis entspricht. Der große Unterschied war der, dass das körperliche Stoned bei echtem Gras spürbar ausgeprägter ist, diese RMs also wirktechnisch eher kopflastig zu sein scheinen. Davon abgesehen hatte ich aber aber keine bösen Nebenwirkungen, keine Schmerzen, keine Übelkeit, kein dusseligen Kopf am nächsten Tag oder was man teilweise noch so schlimmes liest. Auch nach einer Woche Dauerkonsum und jetzt bin ich seit 2 Tagen weg davon, merke ich keinen Unterschied im Nachklang zu echtem Gras. Auch die Toleranzentwicklung entspricht im Verlauf in etwa dem, was man von echtem Gras gewohnt ist.

    Das Problem fängt da an, wo ich als Konsument mich eben nicht darauf verlassen kann, dass ich genau diese RM in der Zusammensetzung nochmal iwo bekomme. Wenn’s blöd läuft ist ’ne neue Chemikalie drin, die schwerer ins Kontor haut. Und du weißt es einfach nicht! Das ist ganz klar übel.

    Wollte den Punkt hier nur mal machen und meine jüngste Erfahrung teilen. Und die Politik sollte endlich mal in die Puschen kommen und Gras legalisieren, dann bräuchten wir über fragwüdige Chemie-RMs gar nicht reden! Legalize it!

  8. Knut Peter

    Ich kommentiere hier ebenfalls aufgrund der Einseitigkeit des Berichts. Erstmal vorweg: Ja RMs sind mehr als gefährlich, gerade in den letzten Jahren mit der Veränderung der Gesetze und dem Stoffgruppenverbot haben sich die Inhaltsstoffe stark verändert. Die Drogentoten durch RMs haben aber neben den Zusammensetzungen noch ganz andere Gründe. Der Konsument erwirbt RMs als vermeintlichen Cannabis Ersatz. Diese Mischen wirken aber meist nicht so. Sie weisen Ähnlichkeiten auf, das wars! Der derzeit verwendete Inhaltsstoff 5f-151 blabla ist der derzeit einzig legal verwendbare. Es gibt Produzenten, die zuverlässig konzentrierte Mischungen vertreiben. Rauchgeist ist hier gemeint. Das Problem ist und bleibt aber einfach die Unwissenheit der Konsumenten. Es wird idR immer zu hoch dosiert, Bong und Pfeife geraucht, nicht gewartet etc. Wer sich in die Thematik einliest, stolpert über den Fakt, dass Dauerkonsumenten keinen bock auf einen Cannabis-turn haben, sondern dieses extreme verballert-sein suchen und selbst bei Wahlmöglichkeit lieber zur RM greifen. Es ist eine eigenständige Szene geworden, die selber herstellt. Die Toten sind oft unerfahrene, die glauben sie hätten eine legale Alternative zu Cannabis gefunden. RMs wirbeln den Kopf durcheinander. Dosierungen sollten wie Andreas schreibt mit Krümeln beginnen. Ich selber rauche sie gelegentlich, habe eine derzeit legale RM zuhause, aber die wird nicht dauerhaft konsumiert. Mal wenn ich frei habe spät abends kleine Krümel. Der turn ist fast wie Cannabis, wobei ich dann ins Bett gehe oder noch ein wenig chille. Es ist angenehm, es ist was Besonderes. Wer täglich, auch wenns kleine Mengen sind konsumiert-hat schnell ein Problem. ICh bevorzuge Original IMMER, aber gerade in Bayern ist gerade durch die Strafverfolgung der Markt total am Boden und wer will schon für ein bisschen chillen diese Strafen über sich ergehen lassen?

    Fakt ist: RMs können bei wenigem Gebrauch durchaus eine Alternative darstellen.
    Fakt ist: RMs sind schwer zu dosieren
    Fakt ist: RMs wirken auf alle Rezeptoren
    Fakt ist: RMs sind gefährlich für Unerfahrene und selbst für Erfahrene Konsumenten!
    Fakt ist: RMs dürfen nicht regelmäßig konsumiert werden. Wer gerne mal 3 Tage durchkifft wird, sofern dies mit RMs geschieht wahrscheinlich starke Nachwirkungen haben.
    Fakt ist: Durch unsere Politik verschlimmert sich der Markt der RMs, gerade in den letzten Jahren waren Chimanca und wie sie alle hießen extrem potent und unkalkulierbar.

    Das Thema ist sehr vielseitig….unterm Strich sind RMs gefährlich für Menschen, die es wie Cannabis regelmäßig konsumieren (Dauerkiffer)- für Gelegenheitsraucher mit ein wenig Verstand, die auf Bong verzichten und sich in die Materie einarbeiten und micro-dosing betreiben die beste Alternative zu Cannabis.

    Meine Meinung ist trotzdem, dass der Markt dafür abgeschafft gehört, da es weder Aufklärung, noch Garantien gibt. Das russische Roulette besteht weiterhin! Ich rate: Finger weg! Die Tatsache, dass ich selber gelegentlich RM konsumiere ist meine eigene Sache, sollte aber nicht nachgeahmt werden.

    Ich selber gehöre nicht zu den Menschen, die RM Cannabis vorziehen!!! Aber es gab eine Zeit, in der ich viel RM konsumiert habe und ebenfalls Cannabis abgelehnt hätte. Wer sich aber regelmäßig so abschießt verliert Job,Kontakte und seinen Verstand. Das starke Craving und Suchtpotenzial dieser Stoffe ist enorm!

    Btw: Kratom wie bereits erwähnt ist wirklich super 🙂

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