Montag, 23. Oktober 2017

Wiener Polizei macht Ernst gegen Cannabis-Handel

 

Schwerpunktaktionen im gesamten Stadtgebiet

 

 

Cannabis
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Vor einer Woche sind die Österreicher politisch nach rechts gerückt, mit dem Wunsch, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Suchtmittelkonsumenten, Drogen- und Cannabisdealer und andere unerwünschte Personen aus dem öffentlichen Raum zu entfernen. Die neue Regierung ist noch nicht vereidigt, schon werden die Strafverfolgungsbehörden in vorauseilendem Gehorsam hyperaktiv und eröffnen die Jagdsaison.

 

Freitag und Samstag führte die Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei im gesamten Stadtgebiet eine 24-stündige Schwerpunktaktion gegen oben genanntes Klientel durch, die zeigen soll, dass sich künftig niemand mehr sicher fühlen kann, der einen Krümel Haschisch, ein Tütchen Cannabis oder andere verbotene Substanzen spazieren trägt. Gleiches gilt für Leute, die so aussehen, wie sie aussehen.

 

Die Bilanz der Wiener Polizei ist nicht die schlechteste: Insgesamt wurden 28 Personen festgenommen. Allein 15 Festnahmen erfolgten wegen des Verstoßes gegen das Suchtmittelgesetz. Dabei wurden 77 Cannabis-Tütchen sichergestellt, sowie fünf Kokainkugeln und zwei Rauchpieces Haschisch.

Zugleich gab es ordentlich Beifang, der den Befürwortern einer verschärften Drogen- und Ausländerpolitik unwiderlegbare Argumente liefert. So entfernte die Polizei auch sieben Personen, die nach den fremdenrechtlichen Bestimmungen nicht ins Stadtbild Wiens passen. Auch zwei zur Suche ausgeschriebene Minderjährige wurden aufgegriffen und in staatliche Obhut genommen. Zu guter Letzt konnte noch eine Festnahme nach dem Verwaltungsstrafgesetz und die Festnahme eines Tatverdächtigen, der ein gestohlenes Handy bei sich trug, verbucht werden. Durchgeführt wurde die Säuberungsaktion von zwölf Einsatzgruppen mit rund 60 Beamten über Tag, in der Nacht waren neun Gruppen mit rund 45 Beamten im Einsatz.

 

 

3 Antworten auf „Wiener Polizei macht Ernst gegen Cannabis-Handel

  1. rainer sikora

    Mehr als Ratlosigkeit hätten auch wir nicht dem bösen Treiben entgegenzusetzen.Auch in der sogenannten Demokratie werden Menschen wie Dreck behandelt.Und mehr sind sie für die Regierenden nicht.

  2. Thomas

    Eigentlich ist das jetzt der beste Zeitpunkt dafür Cannabis endgültig zu legalisieren. Denn welcher der Abgeordneten will sich mit dem rechten Flügel (AfD), der gegen jegliche Freigabe ist, gemein machen? Eben. Vielleicht ist die AfD wenigsten dafür nützlich.

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