Donnerstag, 7. September 2017

Drogenfund im Berliner Yaam Club

 

22-jähriger Cannabisdealer verrät Hauptstadtpolizei Versteck.

 

Bild: nokomai/freeimages

 

Der bekannte Berliner Yaam Club dürfte ein Begriff sein. Schon viele offizielle Legalisierungsfeiern und gelungene Afterparties von Hanfdemonstrationen fanden in dem mehrfach umgezogenen Hauptstadt-Club statt. Dass dort neben afrikanischen Speisen und kalten berauschenden Getränken auch der eine oder andere Kräuterkolben konsumiert wird, fiel wohl jedem Gast schnell auf, der den pulsierenden Laden jemals besuchte. Nun gab es jedoch einen von vielen Tageszeitungen beachteten Drogenfund im Berliner Yaam Club, nachdem ein 22-jähriger Cannabisdealer bei seiner Festnahme der Polizei ein Geheimversteck verraten hatte.

 

Im Außenareal des Yaam Clubs hat eine Einsatzhundertschaft der Polizei am vergangenen Dienstagabend unterschiedliche Drogenfunde in nicht genannter Menge gemacht, die über Kokain, Ecstasy, Amphetamine und Hanfprodukte reichten. Ebenso wurden bisher unbekannte Substanzen in Friedrichshain-Kreuzberg sichergestellt, die erst noch im Labor nach einer Überprüfung ihre Bezeichnung erhalten werden. Während die Informationen über die auf dem Yaam Areal befindlichen Drogenbunker von dem im Görlitzer Park aufgefischten Kleinhändler stammten, habe die Berliner Polizei keinen eindeutigen Besitzer der vielen illegalen Konsumgüter ausfindig machen können, weshalb der singende Vogel und ein 31-jähriger Kompagnon aus dem Drogenmilieu zwischenzeitlich wieder auf freien Fuß gesetzt worden sein sollen. Beide Personen hielten sich unerlaubt in Deutschland auf. Neunzig Einsatzkräfte benötigten zweieinhalb Stunden, und ein Boot der Wasserschutzpolizei, um den Einsatz ohne nennenswerte Fährte wieder zu beenden.
Der Geschäftsführer des Yaam vermutet, dass die weiterhin stattfindenden verstärkten Drogenkontrollen im Görlitzer Park für eine Verschiebung des Schwarzmarkthandels gesorgt haben. Die Berliner Polizei hingegen vermutete diese kontraproduktiven Auswirkungen der im Görlitzer Park angewandten Null-Toleranz-Strategie dagegen wohl ebenso wenig, wie den nun selbst verursachten Werbeeffekt für den beliebten Laden, dessen aktuelle Adresse An der Schillingbrücke 3 in Friedrichshain lautet.

 

Musik, Party, Drogen – dafür kommen doch extra alle angereist.

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COSMO
4 Jahre zuvor

Ach Mist. Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis. Da werden sich die rechten Schweinehunde wieder das Maul zerreißen…

Paul Pinke
4 Jahre zuvor

Lügenkresse

Tobinho
Tobinho
4 Jahre zuvor

„never be a snitch…“

rainer sikora
rainer sikora
4 Jahre zuvor

Der Drogenkrieg verstärkt und verschlimmert sich zusehens.Das ist die einzige erkennbare Veränderung.Wenn ich das Gesicht von Gröhe betrachte, vergeht mir die Hoffnung auf Besserung.Nicht für Patienten und nicht für sogenannte Freizeitkonsumenten wird sich etwas auftun.Jetzt wo Merkel und Mortler sowieso Stellung bezogen haben, wird wieder härter durchgegriffen.Meine Meinung.

Heiko R.
Heiko R.
4 Jahre zuvor

Die Prohibition kommt mir langsam vor wie ein verwundetes, sterbendes Tier, welches im Todeskampf wild um sich schlägt. Ich habe das Gefühl, das die Hatz auf Konsumenten die vergangenen 3 Jahre zugenommen hat.
Hoffen wir, daß die Agonie nicht mehr zu lange dauert.

Noetiker

Lars Rogg
Lars Rogg
4 Jahre zuvor

Ach Rainer…deine Meinung in allen Ehren…Cannabis als Entspannungs-und Genussmittel wird in nächster Zeit nicht legalisiert werden. Nichts, aber auch gar nichts deutet darauf hin, dass unsere Rechtshüter (selten so gelacht) sich eines besseren besinnen werden. Die Lügen derer die es besser wissen müssten (Mortler, Gröhe und co) sind so allgegenwärtig, dass die Wahrheit keine Chance bekommen wird. Das wird sich, bei allem zu befürwortendem Bemühen von Wissenden (Grotenhermen, Müller, Schildower Kreis, etc), nicht ändern. Es wird gelogen und diffamiert (sehe Össiland und Deutschland) das sich die Balken biegen. Straflos und ohne Konsequenzen..!! Peinlich genug, dass sich ein zweifelhafter Rechtsstaat wie Ungarn da schon sehr viel weiter entwickelt hat. Geh in Deckung, bleib unauffällig und hoffe das der nächste punktegeile Büttel… Weiterlesen »

rainer sikora
rainer sikora
4 Jahre zuvor

@Lars Rogg Du hast die es verstanden.Man darf nicht verzweifeln und Kraut genießen können wir trotzdem auch.