Donnerstag, 31. August 2017

Kascha August 2017

 

 

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

Eric (24) aus Berlin fragt:

 

„Hi Kascha,

ich kiffe schon eine ganze Weile und würde gerne aus Geldgründen meinen Konsum von 4g am Tag auf 2g halbieren. Ich überlege aber immer noch, was dafür die richtige Strategie sein könnte. Entweder baue ich einfach „weniger grüne“ Joints und rauche genauso viele wie immer, oder ich baue mir einfach zwei richtig dicke Tüten am Tag und die müssen dann reichen. Was sagst du, was funktioniert auf lange Sicht besser?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Eric,

auf den ersten Blick würde man denken, beide Strategien laufen auf das Gleiche hinaus. Tatsächlich würde ich dir aber zu der Strategie mit den dicken Tüten raten, dafür gibt es sogar verschiedene Gründe. Der erste Grund ist, dass du bei Joints mit weniger Grün drin und dabei täglich gleicher Anzahl eine stärkere Nikotintoleranz entwickeln würdest. Damit würde dein Rauchverlangen mit der Zeit steigen und du würdest zwar weniger Gras, aber vielleicht insgesamt mehr Tabak rauchen. Auch kostet dich das Geld, das du eigentlich sparen wolltest. Außerdem wirst du von einem schwachen Joint nicht mehr so high wie von denen, die du vorher geraucht hast. Also hast du schneller das Bedürfnis, dir wieder einen anzuzünden. Wenn du aber pro Tag zwei Joints mit je 1 g Gras rauchst, dann werden die jeweils ordentlich reinhauen. Mit der Zeit wirst du vielleicht sogar merken, dass du immer länger an ihnen rauchst – einfach, weil deine Rauchgewöhnung insgesamt abgenommen hat. Außerdem – das ist für viele gewohnheitsmäßige stärkere Konsumenten wichtig – hat dein Gute-Nacht-Joint oder Feierabendjoint dann immer noch die gleiche, überzeugende Wirkung. So dürfte der Teil, der das Reduzieren oder Aufhören oft am schwersten macht, kein Problem sein.

Du wirst zwar am Anfang oft das Gefühl vermissen, einen Joint in der Hand zu halten – mit der Zeit stellen sich aber deine Gewohnheiten um und du wirst dich vielleicht sogar auf deine zwei fetten Joints des Tages freuen, statt wie bisher aus Routine einen nach dem anderen geraucht zu haben.“

 

 

Janina (19) aus Marburg fragt:

 

„Hallo Kascha,

ich hatte neulich eine Diskussion mit einer Freundin, die mir gesagt hat, dass ich mein Gras nicht in der Sonne liegen lassen soll, weil dann Wirkstoff verloren geht. Ich dachte immer, das ist wie bei Obst, das in der Sonne nachreift? Die Pflanzen wachsen doch auch in der Sonne, geht dann nicht auch Wirkstoff verloren, wenn der lichtempfindlich ist?“

 

Kascha antwortet:

 

„High Janina,

das mit dem Nachreifen ist ein interessanter Gedanke. Leider ist es bei Gras nicht ganz so einfach. So lange das Gras noch an der lebendigen Pflanze ist, ist Sonne gut und führt dazu, dass mehr THC, also der wichtigste Wirkstoff, enthalten ist. Wenn das Gras allerdings geerntet ist dann solltest du es möglichst vor Sonne schützen. Ich kann dir auch erklären, woran das liegt: Die Pflanze gewinnt ihre Energie durch Photosynthese, so lange sie am Leben ist. Dafür benötigt sie Sonnenlicht, und je mehr Sonnenlicht die Pflanze abbekommt, desto mehr Energie hat sie, um Wirkstoffe zu produzieren. Wenn die Pflanze allerdings geerntet wurde, wird sie nicht mehr von den Blättern mit Energie versorgt – die sind ja von den Blüten getrennt. Das Sonnenlicht, das auf die Blüte trifft, erwärmt sie aber. Und durch die Wärme wird das THC in ein Zwischenprodukt umgewandelt, das zwar beim Konsum eigentlich erwünscht ist: Nur durch Wärme wird THC für uns wirksam. Andererseits ist dieses Zwischenprodukt aber auch sehr flüchtig, das heißt es löst sich aus dem Gras und verdunstet und geht uns damit verloren. Wenn das Gras beim Rauchen erhitzt ist, stört uns das nicht – wir inhalieren es, bevor der Wirkstoff sich verflüchtigen kann. Beim Lagern von Gras stört es uns aber schon, weil der THC-Gehalt bei zu viel Wärme schneller abnimmt, als uns lieb ist. Deshalb raten auch viele erfahrene Kiffer dazu, das Gras kühl und dunkel zu lagern, damit es lange frisch und potent bleibt.

Ich muss dich also enttäuschen: Leider reift einmal geerntetes Gras nicht wie eine Banane oder eine Mango nach.“

 

 

Phil (18) aus München fragt:

 

„Hi Kascha,

ich rauche ganz gerne mal eine Bong, weil ich immer der Meinung bin, dass ich damit das meiste aus meinem Weed raus hole. Ein Freund meinte aber neulich, dass er mal gelesen hat, Joint und Purpfeife sind die effektivsten Methoden, bei denen am meisten raus kommt. Ich werde aber von einem Joint einfach nicht so breit, wie kommt das?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Phil,

in gewisser Weise habt ihr beide damit Recht. Eine Bong trägt ihren Namen nicht zum Spaß, nur wenige andere Rauchtechniken machen so schnell und intensiv high. Das liegt daran, wie viel verbrannte Pflanzensubstanz damit gleichzeitig inhaliert werden kann – bei Kühlung und einem Rohr mit großem Durchmesser bringen einige Bongs da ein Rauchvolumen, das nur erfahrene Bongraucher überhaupt inhaliert kriegen. Und weil viel THC gleichzeitig die Lunge erreicht, wirkt es auch intensiver. Du kannst dir ja mal den Spaß machen, und um eine Mische, die du dir normalerweise so in einen Kopf streust, ein Paper wickeln. Dann wirst du sehen, dass du daraus oft auch mindestens einen halben Joint hättest drehen können – den sich dann vielleicht noch drei Leute geteilt hätten. Klar, dass das dann weniger intensiv wirkt, zumal du selbst alleine einen halben Joint in mindestens drei oder vier Zügen rauchst, also deutlich weniger intensiv THC in deiner Lunge konzentrierst. Die Wirkung ist daher erst einmal stärker, hält aber auch nicht so lange an wie bei einem gleichmäßig gerauchten Joint. Dafür geht bei der Bong unterwegs im Chyllum, im Wasser und in der schieren Größe der Rauchwolke ein gewisser Prozentsatz des Wirkstoffs verloren, während beim Joint oder der Purpfeife normalerweise in kleinen Zügen geraucht und deutlich mehr Wirkstoff absorbiert wird. Da es verschiedene Methoden gibt, Bongs und Joints zu rauchen, scheiden sich bei dieser Frage natürlich die Geister. Es ist völlig unstrittig, dass die Bong die deutlich intensivere Rauchtechnik darstellt. Gerade an kleinen Mengen hat man aber möglicherweise im Joint länger Freude, während man bei der Bong oft schon nach 15 Minuten oder einer halben Stunde das Bedürfnis verspürt, noch einen Kopf zu streuen.“

Eine Antwort auf „Kascha August 2017

  1. Nönö

    So ein Quatsch. THC verdunstet nicht, es wandelt sich unter Licht und Sauersoff um. Lesen bildet, traurig das gerade ihr falsche fakten verbreitet.

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