Samstag, 26. August 2017

Sea of Green

 

 

Mr. X und sein Zimmergarten

 

 

Es gibt kaum eine Pflanze, die so vielfältig ist wie Cannabis. Während die Anzahl der Samenfirmen vor 20 Jahren eher überschaubar war, gibt es heutzutage über 10000 unterschiedliche Weedsorten. Da ist guter Rat manchmal teuer. Deswegen begab ich mich mal wieder auf die Suche nach verständnisvollen Gärtnern, die mir Rede und Antwort stehen. Den Gärtner den ich euch diesmal vorstelle möchte nicht genannt werden. Diesen Wunsch respektieren wir natürlich.

 

Der Zimmergarten

 

Mr. X beleuchtet ca. 1,5 Quadratmeter mit einer 600 Watt Lampe. In seiner Kammer stehen 25 Pflanzen in viereckigen 11 Liter Töpfen, die Töpfe stehen dicht an dicht, um Platz zu sparen. Diese Methode ist auch als Sea of Green (SOG) bekannt. Bei dieser Technik werden möglichst viele Pflanzen auf die ausgeleuchtete Fläche gestellt. 25 Pflanzen sind so der Durchschnitt auf 1,5 qm. Ich habe aber auch schon von 40-50 Pflanzen auf so einer Fläche gehört. Diese Pflänzchen sind meist Stecklinge und werden in 4-6 Liter Töpfe verpflanzt. Durch Die enorme Anzahl an Pflanzen ist das Wachstum bei einem SOG immer kürzer als bei anderen Methoden und dadurch äußerst effizient. Mr. X ist mit seinem System von 25 Pflanzen sehr zufrieden. Er meint, wenn die Töpfe zu klein sind muss man regelmäßig spülen, um Versalzungen zu verhindern. Diese Arbeit kann man sich zumindest bei seinen 11 L Töpfen bis zum Ende aufsparen.

 

Seine 25 Hanfdamen wässert der unbekannte alle 2 Tage mit etwa einem halben Liter Wasser. Mr. X ist es wichtig, dass er seinen pH-Wert immer unter 6 hält. Beim Dünger ist X schon eine Weile bei Canna. Hierbei gefällt ihm besonders gut, dass Canna auch Einzel-Nährstoffe anbietet. Denn gerade bei Mängeln ist es von Vorteil, individuell auf diese einzugehen. Hauptsächlich benutzt Mr. X Canna grow im Wachstum und Canna bloom in der Blüte. Natürlich gibt der Herr noch ab Tag 18 immer mal wieder Phosphor (P) und Kalium (K) als Einzelnährstoffe hinzu. P und K sind vor allem in der Blühphase wichtig. Da P und K die Blüten anregen dicker zu werden. Die Nährstoffe fügt Mr. X gemäß der Herstellerempfehlung hinzu. Dieses System hat sich bei X bewährt.

 

Die Sorten

 

Doch was für viele noch interessanter sein dürfte als der Garten von Mr. X sind seine Sorten. Aktuell hat er Strains von Royal Queen Seeds und von Pheno Finder Seeds. Beide Samenbanken sind in den Niederlanden ansässig. Bubble Kush und Northern Light hat er von Royal Queen Seeds. Lemon Bubble und Grapefruit Diesel sind von Phenofinder Seeds. Die Bubble Kush ist eine Kreuzung aus der berühmten Bubble Gum und OG Kush. Bubble Gum wurde von Serious Seeds kreiert, wobei sie wohl aus den USA zu Serious Seeds gelangte. Den ersten Preis gab es für die schöne 1995 beim High Times Cannabis Cup, was die Bubble Gum zu einem absoluten Evergreen macht.

 

Die OG Kush ist ebenfalls eine preisgekrönte Top Sorte, die vor allem in den USA überaus beliebt ist. Den Ursprung hat die Kush Genetik vermutlich in Afghanistan. Im Laufe der Zeit fand die OG Kush ihren Weg zu uns und ist mittlerweile auch in Europa sehr begehrt und hat hier schon viele Preise gewonnen. Bei der Grapefruit Diesel haben wir eine Kreuzung zwischen einer NYC Diesel und einer Grapefruit. NYC Diesel ist eine durchaus bekannte und beliebte Sorte, die bis heute in einigen Coffeeshops zu finden ist.

Die NYC Diesel von Soma hat im Jahr 2001 den Hightimes Cannabis Cup in Amsterdam gewonnen. Der Grapefruit Strain ist nur als Steckling verfügbar, was die Sorte so besonders und exklusiv macht. Vor allem bei Pheno Finder Seeds kommt ein überaus interessanter Genpool zusammen, da die Breeder aus den USA, Spanien und den Niederlanden stammen. Dadurch findet man bei Pheno Finder viele interessante Ami Genetik wie auch die Sunset Sherbet die momentan in USA sehr gefragt ist. Freundlicherweise konnte ich mir für euch die Grapefruit Diesel und die Bubble Kush etwas näher betrachten.

 

 

Der Test

 

Die Grapefruit Diesel ist eine Indica dominante hybride, mit einer Blütezeit von ungefähr neun Wochen. Diese Sorte ist vor allem für Diesel Fans sehr zu empfehlen. Ihr Geruch ist süß-sauer; Limone vereint mit Grapefruit. Allerdings ist die Grape süßer als sauer, aber die Diesel Genetik ist eindeutig wiedererkennbar. Momentan sind Diesel Sorten wieder sehr beliebt vor allem auch in den Niederlanden. Geraucht kommen bei diesem Exemplar wieder die Diesel Gene durch. Der Geschmack ist sehr vollmundig und voller reifer Zitronen und Grapefruits, die auch noch nach dem Rauchen im Mund bleiben. Die Grapefruit Diesel kann sehr gut bei Schmerzen hilfreich sein. Zudem könnte sie auch bei Krämpfen und anderen Symptomen Linderung verschaffen. Die Liste von Erkrankungen die Cannabis verbessern kann ist lang. Gerade Indica lastige Sorten haben eine stärkere Wirkung auf den Körper, was mit den speziellen Terpenen zusammenhängt, die überwiegend in Indica zu finden sind. Vor allem Myrcen und Pinen Terpene sind in Indica Sorten zu finden, aber auch Limonen. Dieses Terpen ist bestimmt auch in der Grapefruit Diesel enthalten.

 

 

Bei der Bubble Kush handelt es sich um einen Strain der zu 80% aus Indica besteht, die Blütezeit beträgt acht bis neun Wochen. Hier sind die Aromen eher würzig-fruchtig. Ein guter Schuss Moschus mit einem Hauch von fruchtigen Alpenkräutern. Der Geschmack bringt ganz klar die Würze zum Vorschein, die sofort für ein entspannendes Gefühl im Körper sorgt. Kush Sorten werden vor allem in der Medizin wegen ihrer kraftvollen und vielseitigen Wirkung geschätzt. Vor allem bei Übelkeit und Problemen im Magen kann Kush sehr hilfreich sein, aber auch bei Schmerzen und Bluthochdruck könnte sie eingesetzt werden. Jede Cannabis Sorte hat eine Vielzahl von therapeutischen Nutzen. Deswegen ist es wichtig dass wir diese Vielfalt nutzen.

 

 

Dieser Artikel dient nur zu Aufklärungs- und Informationszwecken, Cannabis ist in manchen Ländern verboten.

 

Alles Gute

Der Budler

 

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