Dienstag, 4. Juli 2017

Und täglich grüßt der Verräter im Cannabis-Gewerbe

 

Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant

 

Bild: Freeimages / Christian Kitazume
Bild: Freeimages / Christian Kitazume

 

Sadhu van Hemp

 

Viel Arbeit hatten die Schnüffler der Bonner Polizei nicht, als sie vergangene Woche eine nicht geringe Menge Rauschgift sicherstellten und peu-à-peu mehrere mutmaßliche Dealer festnehmen konnten. Vorausgegangen war der Einsatz einer Polizeistreife, die am 26. Juni in Königswinter zur Schlichtung eines Streits zwischen einem 25- und einem 19-Jährigen gerufen worden war. Bei der Bändigung der Streithähne fanden die Beamten bei dem 25-Jährigen Marihuana und geringe Mengen Amphetamin und Ecstasy.

 

Anstatt das eigene Fehlverhalten zu verstehen und einzusehen, fiel dem ertappten Drogensünder jedoch nichts Besseres ein, als seinen Dealer ans Messer zu liefern. In dessen Bonner Wohnung konnten die Fahnder auch prompt ein Kilogramm Marihuana beschlagnahmen. Da durch die Aussage des Denunzianten der Verdacht als gegeben schien, dass der ebenfalls 25 Jahre alte Bonner schon länger der Tätigkeit als Drogendealer nachgeht, erließ das Amtsgericht einen Haftbefehl wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr.

 

Doch damit nicht genug: Das Singvögelchen wusste noch andere Lieder zu singen – zur Freude der Gesetzeshüter. Opfer des Verrats wurde nun ein Ehepaar aus dem Bonner Norden, das für einen Verwandten illegale psychoaktive Genussmittel „bunkern“ sollte. Bei der anschließend durchgeführten Hausdurchsuchung stießen die Drogenfahnder auf knapp ein Kilogramm Marihuana, 500 Gramm Haschisch und 200 Gramm Amphetamin, die im Keller des Hauses in einer Kühltruhe und einem Tresor versteckt waren. Die 48-jährige Bewohnerin des Hauses gab sich unschuldig, wusste aber, an wen sich die Herrschaften der Polizei zu wenden hatten, um den Besitzer der unerlaubten Handelsware dingfest zu machen.

 

Dieser Verrat führte die Gendarmen schließlich zu einer Wohnung im Rhein-Sieg-Kreis. Angetroffen wurde ein 60-Jähriger im Ruhestand, bei dem mehr als 5000 Euro mutmaßliches „Dealgeld“ gefunden wurde. Der Frührentner wurde zur „intensiven“ Befragung ins Polizeipräsidium nach Bonn verbracht. Dort wurde er mit den Aussagen der Geschäftspartner konfrontiert und legte wie gewünscht ein Teilgeständnis ab. Laut Polizei erwartet alle Beteiligten eine empfindliche Haftstrafe, wenn „man“ sich dann vor Gericht wiedersieht.

 

 

Opfer einer Denunziation wurde auch ein 34-jähriger Oranienburger, der in seiner Garage Cannabis angebaut haben soll. Den Braten gerochen hatte eine Nachbarin – und wie es sich für eine anständige Bürgerin der Mark Brandenburg gehört, hat die gute Frau unverzüglich und sofort am Sonntag gegen 18 Uhr die Polizei informiert. Als die Volkspolizisten anrückten und den Hanfgärtner in flagranti erwischen wollten, nahm dieser allerdings die Beine in die Hand – doch vergeblich. Auf einem Hinterhof wurde er aufgespürt und in Ketten gelegt. Auch der Versuch, einen Teil der Cannabis-Ernte „retten“ zu wollen, scheiterte. Die Polizei inspizierte den Fluchtweg und spürte schließlich die auf einem Bahngelände versteckten Kartons mit den getrockneten Pflanzen auf.

 

Die angeordnete Durchsuchung der Wohnung und der Garage des Mannes förderte weitere getrocknete Drogenpflanzen, Cannabissamen und eine Growanlage zutage. Der 34-Jährige leugnet den Vorwurf, dass er Cannabis für den gewerblichen Zweck illegal angebaut hat. Der Großteil der Ernte sei ausschließlich für den Eigenbedarf bestimmt. Wie lange der Beschuldigte den Verhören standzuhalten versucht und sich nicht mittels Verrat eine mildere Strafe ergaunern will, teilte die Polizei nicht mit.

 

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12 Kommentare
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Ralf
Ralf
4 Jahre zuvor

Leider sind die meisten von uns, ich auch schon, mehrmals Opfer solcher Denunziantenloser geworden. Es gibt nur eine halbwegs sichere Methode das zu vermeiden, und die ist, das man sich genau überlegt, ob derjenige dem man auch nur einen Krümel überläßt, genügend Eier und politische Überzeugung hat, um sein Maul zu halten, wenn die Schergen anfangen ihn oder sie zu erpressen und mit verlängertem Knast zu bedrohen. Das heißt, er muß sich darüber bewußt sein, daß die Schergen die Menschenrechte mit Füßen treten, und daher sie die Verbrecher sind und nicht er, und daß sie nicht das geringste Recht haben das zu tun was sie gerade tun, auch wenn sie noch so eine schnieke Uniform anhaben und mit ihrem dämlichen… Weiterlesen »

thomas thiele
thomas thiele
4 Jahre zuvor

zum heulen.die leute lernen nix dazu,ansonsten sehr guter kommentar von ralf

Robert Maestro
Robert Maestro
4 Jahre zuvor

Hallo Ralf.
Du sprichst mir aus der Seele.
Kann ich mit Dir irgendwie in Kontakt kommen?

Grüße, Robert.

Lars Rogg
Lars Rogg
4 Jahre zuvor

wie wahr…muss wegen so einem H…sohn auch vor den Kadi…an meinem Geburtstag hat er mich verpfiffen. Eine ekelhafte D…sau, die ihre Kinder schlägt (eins hat schon das Jugendamt kassiert), mit Waffen handelt und sein Lebtag noch keiner ehrlichen Arbeit nachgegangen ist. Aber der Staat braucht diese Sorte Charakterschweine. Wir werden eh immer eindeutiger ein Unrechts und Polizeistaat. Siehe Campräumumg in Hamburg die zunehmende Kifferverfolgung, etc. Selbst Satire Sendungen wie Extra 3 haben inzwischen eine Tendenz zur Staatshörigkeit…wo soll das noch hinführen, wenn nicht nur Tagesschau und co die gewünschten Nachrichten bringen, sondern auch „kritisch anmutende“ Satire in die selbe Bresche schlägt…arm, arm, arm….

R. Maestro
R. Maestro
4 Jahre zuvor

Hallo Ralf, und an alle Andere: Ich hatte einen sehr schweren Hinterwandinfarkt, den ich noch gerade so überlebt habe. Ursächlich war, dass ich Räuchermischungen konsumiert habe, um der Illegalität des Cannabiskonsums zu entgehen. Während die Ärzte alles versucht haben, mich durchzubringen, war es den Bu….. nur wichtig, meine Bude komplett zu zerlegen. Einem, der vermutlich sowieso verreckt. Ist das Ehre, Stolz? Aber Sterne verdienen, Karriere geht vor Menschlichkeit. Ich bin halbtot später zur Aussage gekommen. Der Wich… wollte Namen haben. Nein!!! Wie gesagt, halbtot, Fingerabdrücke, Fotos, Gewicht, Tattoos, Augenfarbe, einfach alles. Zum Glück wollten die zumindest nicht wissen, wie lang mein Schw… ist. Meine Drecks-Ex hat mich zwar wiederbelebt, aber anscheinend nur, um jemand zu denunzieren, um scheinbare Macht zu… Weiterlesen »

rainer sikora
rainer sikora
4 Jahre zuvor

Feigheit Neid und Dummheit,ein weit verbreitetes Phänomen.

Lars Rogg
Lars Rogg
4 Jahre zuvor

Ja, Maestro…Ralf ist cool…manchmal etwas krass, aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck und spricht mir meistens aus der Seele.
Grüße auch von mir… 🙂

Kraftprotz
Kraftprotz
4 Jahre zuvor

Gebt endlich das Hanf frei ansonsten wird unsere Geduld in Gewalt überschwenken! Wir sind viele! Legalize!

Lars Rogg
Lars Rogg
4 Jahre zuvor

Mit Gewalt ??? gegen wen ?? Die Staatsmacht, also bewaffnete Cops und Soldaten ?? Richter und SA ?? Guck mal nach Hamburg….sehr durchdacht !! Gegen die von den Medien und Regierung dumm gehaltene Massen an CDU/CSU und SPD, AfD oder FDP Wählern, kannst Du nix ausrichten. Ich hatte mich bei der „Satiresendung Extra 3“ darüber aufgeregt, dass sie von militanten Kiffern geredet haben. Jetzt weis ich wenigsten wer gemeint war…Echt jetzt, lieber rauch ich heimlich weiter, als gegen Verblendete und Waffen tragende gewaltsam vor zu gehen. Bisschen wenig kiffen schadet Dir wohl nicht !! Da würde ich eher in ein liberaleres Nachbarland ziehen, wo man als Kiffer oder Kleingrower nicht verfolgt wird. In einem Land wo Millionen von Bildzeitungslesern immer… Weiterlesen »

Ralf
Ralf
4 Jahre zuvor

@Kraftprotz Natürlich ist deine Reaktion verständlich und berechtigt, denn wir werden mit einer Gewalt und einem Hass verfolgt wie er nur einmal in der Geschichte gegen Juden geschürt wurde. Die hatten genauso wenig eine Chance gegen dieses gewalttätige Faschistenpack wie wir heute, denn Gewalt ist IHRE Religion nicht UNSERE deswegen werden sie darin auch immer stärker sein als wir. Die einzige Möglichkeit uns zu wehren findet in er Zukunft statt, dann nämlich wenn die Geschichte ihr eigenes Urteil fällt. Wir haben nur die Möglichkeit dafür zu sorgen ihnen die Maske der Humanität vom Gesicht zu reißen und dafür zu sorgen daß ihre Menschenrechtsverbrechen archiviert und für die Nachwelt aufgehoben werden, damit sie dann wenigstens eines Tages in der Schublade landen… Weiterlesen »

Ralf
Ralf
4 Jahre zuvor

Maestro
ganralf55@hotmail.de, mach dir aber klar, daß das Faschistenpack mich haßt wie die Pest, weil ich ihnen die Wahrheit ins Gesicht schleudere. Wenn die Schergen von mir weggehen, ich habe ihnen vorher in ihre braune Drecksvisage gesagt daß sie nichts weiter als dreckige Nazis sind, und ich bei ihnen gekündigt habe, weil ich das nicht sein wollte, verschwinden sie wie die geprügelten Hunde, und mehr sind sie auch nicht.

Kraftprotz
Kraftprotz
4 Jahre zuvor

Die Gewalt ist unser Widerstand, wir schießen mit Worten und das Herb ist unsere Munition! Wir sind viele! Frau Merkel wachen sie auf!