Sonntag, 25. Juni 2017

Kascha Juni 2017

 

 

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Malte (22, aus Hamburg) fragt:

 

„Hi Kascha,

ich habe zehn Pflanzen auf dem Balkon und möchte gerne frühzeitig die Männchen entfernen, um nicht so viele Samen zu haben. Ich hoffe natürlich, dass möglichst wenige Männchen dabei sind. Bisher kann ich allerdings noch nicht viel erkennen: Die Pflanzen sind zwar schon bestimmt einen halben Meter hoch, aber es wachsen nur Blätter und alle sehen ähnlich aus. Woran kann ich am schnellsten erkennen, welche Pflanzen weiblich und welche männlich sind?“

 

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Malte,

das ist ein durchaus verständlicher Wunsch. Du solltest dir aber bewusst sein, dass bei zehn Pflanzen auf dem Balkon sehr wahrscheinlich fünf weiblich sind – die Erntemenge dich also rechtlich durchaus in Schwierigkeiten bringen könnte. Ich darf dich auch nicht zum illegalen Anbau von Cannabis beraten, kann dir aber einige allgemeine Informationen geben.

Es gibt zwei Arten, wie Grower das Geschlecht ihrer Pflanzen bestimmen. Die eine Methode ist zwar recht aufwändig, kann aber schon sehr früh durchgeführt werden und ist äußerst genau. Hierfür wird, sobald die Pflanze groß genug dafür ist, die Spitze abgeschnitten und mit künstlicher Beleuchtung zum Wurzeln und dann zum Blühen gebracht. So zeigt sich dann, ob sie männlich oder weiblich ist. Für dich ist diese Methode eventuell nicht so gut geeignet, da du bereits einige Pflanzen hast und jede einzelne testen müsstest. Wenn man allerdings vorhat, von einer weiblichen Pflanze Stecklinge anzufertigen und diese dann wieder als Stecklinge zu vermehren, dann macht diese Methode durchaus Sinn.

Bei der zweiten Methode beobachten Grower genau die Stellen, an denen die Blätter vom Stiel abgehen. Hilfreich kann dabei auch eine Lupe oder eine hochauflösende Handykamera sein. Denn sobald sich hier eine Entwicklung zeigt, lässt sich das Geschlecht ebenfalls bestimmen. Bei weiblichen Pflanzen wächst eine weiße Spitze aus dem Knotenpunkt heraus, während bei männlichen Pflanzen kleine Pollensäcke erkennbar werden. Sobald die weiße Spitze zu erkennen ist, kann man also in der Regel Entwarnung geben – sollte aber dennoch weiter beobachten, denn es ist auch eine Verzwitterung möglich, bei der sich zusätzlich noch Pollensäcke ausbilden. Diese Pflanzen können dann sich selbst und weibliche Pflanzen bestäuben und so die Ernte ruinieren.“

 

 

Sarah (19) aus Berlin fragt:

 

„Hallo Kascha,

ich habe mir, weil ich ungerne rauche, einen Vaporizer gekauft. Der hat eine Temperaturregelung von 180 bis 220 Grad Celsius und ich lasse den immer auf volles Rohr laufen, weil ich denke, dass das dann am meisten raus holt. Eine Freundin hat mir aber jetzt erzählt, dass das dazu ist, die Wirkung einzustellen. Geht sowas? Ich dachte immer, das hängt von der Grassorte ab?“

 

Kascha antwortet:

 

„High Sarah,

da hat deine Freundin tatsächlich recht. THC ist ja nur ein Wirkstoff der Cannabispflanze, es gibt noch zahlreiche weitere Wirkstoffe, darunter Cannabinoide und Terpene. All diese Wirkstoffe haben eine unterschiedliche Verdunstungstemperatur, lösen sich also bei unterschiedlichen Temperaturen aus dem Gras. Einen Unterschied macht also wirklich die Grassorte: Je nach Züchtung und Anbaumethoden sind die verschiedenen Stoffe in verschiedenen Konzentrationen enthalten. Deshalb macht manches Gras mehr high und manches mehr stoned. Wegen den verschiedenen Verdunstungstemperaturen kann man allerdings auch gezielt bestimmte Wirkstoffe mit verdampfen oder eben nicht mit verdampfen – Tabellen mit den jeweiligen Temperaturen kannst du im Internet finden.

Die Regel „mehr hilft mehr“ stimmt also bei der Temperaturregelung nur insofern, als dass mehr Wirkstoffe mit inhaliert werden. Für ein für dich optimales Ergebnis kann aber auch eine andere Temperatur richtig sein. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine geringere Hitze ein eher kopfbetontes High unterstützt, während man bei höherer Hitze eher körperlich stoned wird. Die Grenze liegt dabei etwa bei 190°C. Temperaturen über 210°C sind für Cannabis in der Regel eher ungeeignet. Da man mit dem Vaporizer ohnehin meist mehrere Durchgänge mit einer Ladung macht, ist die Ausbeute bei den erwünschten Wirkstoffen übrigens am Ende auch bei niedrigeren Temperaturen von z.B. 185°C genauso gut, wie wenn man auf volle Hitze stellt.“

 

 

Nico (23) aus Gelsenkirchen fragt:

 

„Hi Kascha,

ich habe vor einer Weile aus Führerscheingründen eine Pause mit Kiffen gemacht und dabei ist mir etwas seltsames aufgefallen. Seit ich mit ca. 15 Jahren angefangen habe zu kiffen, habe ich fast gar nicht mehr geträumt, wenn ich nachts geschlafen habe. Als ich die Pause gemacht habe, habe ich aber wieder damit angefangen. Wenn ich jetzt manchmal wieder einen rauche, fällt mir auch auf, dass ich danach nachts nicht träume. Wenn ich Alkohol trinke ist das wiederum ganz anders – dann träume ich sehr viel. Wie kommt das, dass man wenn man kifft nicht träumt?“

 

Kascha antwortet:

 

„High Nico,

das ist eine Beobachtung, die viele Cannabiskonsumenten machen – aber längst nicht alle. Tatsächlich führt Kiffen nicht dazu, dass man nicht mehr träumt, sondern dazu, dass man sich nicht daran erinnert. Um das zu erklären, muss ich allerdings etwas weiter ausholen.

Grundsätzlich träumt jeder Mensch jede Nacht in den entsprechenden Schlafphasen. Erinnern können wir uns allerdings nur an das, was wir kurz vor dem Aufwachen geträumt haben. Deshalb sind wilde Träume auch für einen unruhigen Schlaf typisch: Wenn wir nachts öfter aufwachen, dann haben wir auch das Gefühl, mehr geträumt zu haben. An dieser Stelle kommt das Kiffen ins Spiel, denn im Gras sind mehrere Wirkstoffe enthalten, die beim Durchschlafen helfen können. Neben THC gehört auch CBD, kurz für Cannabidiol, dazu. Wer also nach dem Kiffen deutlich weniger träumt, der hat wahrscheinlich einfach nur tiefer und mit weniger Unterbrechungen geschlafen. Alkohol hingegen führt zu einem leichteren Schlaf – aus dem man entsprechend auch leichter aufwacht. Daher kommt der Eindruck, nach einem alkoholreichen Abend traumreicher zu schlafen. Viele Cannabiskonsumenten wachen aber dennoch manchmal nachts auf – die Gründe hierfür können von Schlafapnoe über Blasen- oder Verdauungsprobleme und Rückenschmerzen bis zum individuellen Schlafrhythmus, allgemein leichtem Schlaf oder lauten Nachbarn sehr vielfältig sein – und diese Kiffer können sich dementsprechend dann auch an ihre Träume erinnern.“

Eine Antwort auf „Kascha Juni 2017

  1. Eienr

    Liest sich zwar nett aber wie wärs denn mit Fragen die man nicht mal eben googlen kann?

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