Dienstag, 4. April 2017

Keine Legalisierung von Cannabis mit CDU/CSU

 

Bundesdrogenbeauftragte macht Wahlkampf für Martin Schulz

 

 

Ein Kommentar von Sadhu van Hemp

 

Am 24. September sind rund 62 Millionen Bundesbürger aufgerufen, den 19. Deutschen Bundestag zu wählen. Die Parteien sind bereits im Wahlkampfmodus und das Buhlen um die Wählerstimmen ist in vollem Gange. Nun heißt es für die Politiker Position beziehen, damit das Wahlvolk weiß, wem es zu folgen hat.

 

Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung will es auf ihre alten Tage noch einmal wissen. Die Delegierten der Landkreise Nürnberger Land und Roth kürten die 61-jährige CSU-Parteisoldatin mit 151 von 152 gültigen Stimmen zur Bundestagskandidatin.

So eine Zustimmung kann durchaus schwindelig machen und im Extremfall dazu führen, die Bodenhaftung zu verlieren. Vor allem dann, wenn Selbstüberschätzung und Hochmut zu Realitätsverlust führen. Berauscht von sich selbst driftet der oder die Betroffene in den Zustand der Unzurechnungsfähigkeit gepaart mit einer ausgeprägten Persönlichkeitsstörung. Therapeuten nennen diese Form der Geisteskrankheit „Trumpismus“.

 

Nun – wir wissen nicht, inwieweit Marlene Mortler vor dieser Krankheit gefeit ist. Noch zeigt die Provinzpolitikerin keine Symptome, die auf schweren „Trumpismus“ hindeuten. Wie gehabt sitzt die Drogenbeauftragte artig auf verlorenem Posten unter dem Dach des Bundesgesundheitsministeriums – immer Gewehr bei Fuß, um den Deutschen all das auszutreiben, was Spaß macht. Knapp vier Jahre hat das Flintenweib seinen Mann gestanden, mit Kanonen auf Spatzen geschossen und tüchtig Öl ins Feuer des Anti-Hanf-Krieges gegossen. Bis zum heutigen Tag ist ihr eine Herzensangelegenheit, den kiffenden Bürgern das Leben zu vermiesen. Und das Ergebnis der Mortlerschen Kriegsstrategie lässt sich sehen: Nie zuvor wurde in Deutschland mehr Cannabis konsumiert.

 

Dass die Bilanz irgendwie keine gute ist, will die Mortlerin nicht sehen. Auf die Idee, sich mal zu fragen, ob der Anti-Hanf-Krieg vielleicht doch schon verloren ist, kommt der aus der Zeit gefallenen Landfrau nicht. Nein, jetzt erst recht, so kurz vor der Bundestagswahl! Nahezu täglich bläst die passionierte Legalisierungsgegnerin ins Horn im Überlebungskampf der Deutschen gegen die bösen Genusskiffer. Und das in bester Trump’scher Manier mit alternativen Wahrheiten, um den Verdummten dieses Landes den Bauch zu pinseln.

Kein Wunder also, dass Marlene Mortler zu Hochform aufläuft und keine Peinlichkeit mehr auslässt. Wie Trump blendet sie alles aus, was sie wie ein bockiges Kind nicht wahrhaben und einsehen will.

„Facebook und Twitter habe ich in meiner Funktion als Drogenbeauftragte erst mal aufgegeben, weil ich keine Lust mehr hatte, pausenlos einem Shitstorm der Cannabislobby ausgesetzt zu sein“. Schau einer, guck! Kritik aus der kriminalisierten Hanfcommunity an der Arbeit „unserer“ Drogenbeauftragten ist per se also ein Scheißesturm.

 

Marlene hat die Hanffreunde kurzerhand auf die Ignore-Liste gesetzt. Statt zu diskutieren, beschränkt sich die Dame nur noch darauf, über die Medien Anti-Hanf-Propaganda abzusondern und ausschließlich mit ihresgleichen zu sprechen. Mortler ist mit ihrer Geduld am Ende –  jetzt wird nur noch abgewatscht.

„Der Spass hört da auf, wo Drogen gezielt verharmlost werden“, echauffierte sich die Volksvertreterin aus dem Freistaat Bayern über den in Würzburg spielenden Film „Lommbock“. „Es kann nicht sein, dass sich Eltern und Lehrer sieben Tage in der Woche bemühen, Jugendlichen zu vermitteln, dass man auch ohne zu kiffen, zu saufen und zu rauchen Spaß haben kann, und unsere Bildschirmhelden machen diese Bemühungen des bloßen Profits wegen mit einem Federstich zunichte … Mir ist wichtig, dass wir denen, die in ihrer Clique zum Kiffen oder zum hemmungslosen Saufen Nein sagen, den Rücken stärken. Bleibtreu und Co. hingegen fallen ihnen mit solchen Aussagen in den Rücken.“

 

Aber nicht nur mit Künstlern legt sich die Hanfprohibitionistin an. In einem Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung holt die amtliche bestellte Spaßbremse die ganz große Keule heraus, um allen, die auch nur ansatzweise von einer Legalisierung träumen, vor den Latz zu hauen: „Anders als Grünen und Linken leuchtet mir nicht ein, warum man, wo wir mit den Volksdrogen Alkohol und Tabak schon genug Schwierigkeiten haben, auch noch beim Cannabis die Schleusen öffnen sollte. Mir geht es um die Gesundheit, nicht um Lifestyle.“

 

Alles klar! Grüne, Linke und alle anderen Befürworter der Legalisierung sind böse Lifestyle-Junkies, die was gegen die Gesundheit des Volkes haben. Das sind ehrliche Worte einer Frau, die offenbar „auf die falschen Partys geht“ und sich in ihrer eigenen rosaroten Welt verloren hat. Sie kann die vielen volljährigen Bürger, die gelegentlich einen Gute-Nacht-Joint rauchen und trotzdem einen gesunden Lebensstil pflegen, nicht sehen. Ja, sie darf diese Menschen nicht sehen – nicht jetzt, wo es darum geht, die CSU rechts der Höckepartei zu positionieren. Mortler erteilt den Hanffreunden eine klare Absage: „Mit der Union wird es keine pauschale Legalisierung von Cannabis zum Freizeitkonsum geben.“

 

Danke für die Auskunft, Frau Mortler. Nun weiß auch der letzte Hanffreund, dass mit der Wiederwahl von Angela Merkel Stillstand für weitere vier Jahre angesagt ist. Bleibt der Community nur noch, den „Schulzzug“ der Sozialdemokraten zu nehmen – in der Hoffnung, dass der Lokführer in die richtige Richtung fährt.

24 Antworten auf „Keine Legalisierung von Cannabis mit CDU/CSU

  1. Frank

    dem roten Lokomotivführer, wäre mit Sicherheit so n rot – rot, na vielleicht auch n Tächtelmächtel mit der Grünentus… naja rot-rot-Grün vielleicht auch möglich… ? MööPP ?
    P.S. Alles Lüge !

  2. JohannM

    „Schulzzug?“

    Solange sich die SPD nicht klar zum Thema Cannabis positioniert, ist die Stimme dort leider auch verschenkt.
    Hoffen alleine ist mir da zuwenig.

  3. W. White

    Tja wenn die Hopfenbrause finanziell in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, muss mann halt alles dagegen tun als ambitionierter Hopfenhals .

  4. Hans Furth

    Es gibt noch keine Ausschreibungen, aber eine Dame in Bayern weiss schon jetzt: Bauamtsleiterin Petra Bloch ergänzte, dass die staatliche „Cannabis-Agentur“ die Genehmigung erteilen werde. Hat wohl gute Beziehungen die Alte…Scheiss Vetternwirtschaft. Alle vor den Richter, verdammt! Gibts schon wieder absprachen, am Volk vorbei? http://www.pnp.de/lokales/landkreis_rottal_inn/eggenfelden/2460292_Fuer-pharmazeutische-Zwecke-Gruenes-Licht-fuer-Cannabis-Anbau.html Ich habs euch schon lange gesagt, die in Bayern wolln das Monopol! Hat denn auch mal Irgendjemand was von der angeblichen Anzeige, bzw. Klage von Bionorica gegen das Bfarm gehört? Gabs wohl keine, denn die unsinnige Ablehnung war wohl auch abgesprochen, somit konnten die weiter Ihr dronabinol für teuer Geld verkaufen. Denn Generika ist im schnitt bis zu 60% billiger.

  5. Sami

    Ein super Beitrag !

    Dem Schulzzug zu folgen wäre die einzigste erdänkliche möglichkeit für eine Legalisierung oder zumindest eine entkriminalisierung. Wenn die Union siegt dann ist es zu 1000% sicher das sich da nichts bewegen wird, kein stück. Doch in der SPD schauts anders aus, die Berliner Regierung ist dabei ein modellprojekt zu planen und dementsprechend vor zu führen. Rot und Grün ja, SPD in teilen ja. Nun sollte das ganze nur noch weiter verbreitet werden über social networks, so das auch der letzte hanffreund ne ahnung davon hat und auch wählen geht, für die SPD, denn sie ist grade die stärkste unter rot rot grün, ich bin mir sicher das die anderen zwei parteien die spd umwickeln werden mit der legalisierung.

  6. Martin Schulz

    Cannabis Politik gleich SPD wählen? Das ist das Fazit von dem Beitrag? Zu viel Martin Schulz geguckt oder was? Doch nicht euer ernst.

  7. JohannM

    Die SPD ist auf Bundesebene NICHT für die Legalisierung von Cannabis. Warum wird hier so etwas behauptet?

  8. Paul aus Neukölln

    @ Martin Schulz
    Ein bisschen nachdenken wäre hilfreich.
    Und wie du dein Fazit ziehst zeigt, dass du anscheinend nur den letzten Satz gelesen hast… Keine Ahnung wie man einen Beitrag, der 95% dem Realitätsverlust von Fr. Mortler gewidmet ist als Plädoyer für die SPD auslegen kann.
    Richtig, im letzten Satz steht was von „auf den Schulzzug“ aufspringen. Da bei der kommenden Bundestagswahl realistisch entweder CDU oder SPD die meisten Stimmen bekommt, die CDU aber wie im Beitrag ausführlich erläutert unwählbar ist, bleibt nur die SPD auf ihre Wählbarkeit hin zu untersuchen.
    „SPD? Legalisierung geht nur über Die Grünen oder Die Linke “ sagt sich der ein oer andere sicherlich.
    Aber vergiss nicht: Bei der Regierungsbildung wird es ohne eine Koalition keine Mehrheit für eine einzelne Partei geben. Mit wem würde die SPD das tun? Richtig! Grüne bzw. Die Linke sind ernsthafte Kandidaten.
    Das wird aber nur passieren, wenn die SPD die meisten Stimmen bekommt und die Koalition bilden darf. Daher „auf den Schulzzug“ aufspringen.
    Wer immer noch Kopf schüttelnd das Fazit des Beitrags hinterfragt, sei folgendes empfohlen:
    „Von Repression zu Regulierung: Eckpunkte einer sozialdemokratischen Drogenpolitik“ http://library.fes.de/pdf-files/iez/11582.pdf

    viele Grüße

  9. Okko tom Brok

    Hanf ist eine Pflanze, keine Weltanschauung. Die aktuellen politischen Positionen zum Thema Cannabis sind eher zufällig und letztlich bedeutungslos. Stramm rechte (Arabien, Türkei) und linke Staaten (Kuba, Venezuela, Nordkorea) sind übrigens gleichermaßen gegen Cannabis. Hört auf zu träumen und fangt an, realistische Bündnisse pro Cannabis in allen Lagern zu schmieden.

  10. Frank

    RECHT haste !!! HANF is ene Pflanze !!! UN außerdem, de jeilste von de Welt !!!
    Noch irjend jemanden, irjend wat unklar ? Peace & legalize

  11. Fred

    Ich habe mir das Positionspapier angesehen. Passt ziemlich gut zur Position der Linken. Aktuell beim Hanfverband nachzulesen.

    Das SPD Papier stammt allerdings aus dem Jahr 2015. So richtig angekommen scheint das ganze ja nun wohl nicht in der aktuellen Politik.

    Ich erwarte ebenfalls eine klare Aussage von z.b Herrn Schulz. Hier geht es nicht einfach nur um einen Feierabendjoint. Die Latte liegt höher. Hier geht es um Reformunfähigkeit , um Politikversagen. Wie kann man 50 Jahre ein System verfolgen, das Jahr für Jahr ein negatives Ergebnis erzeugt. Der Drogenkonsum steigt, die Profite der illegalen Anbieter steigen. Das Elend der Betroffenen steigt.

    Auch dem dümmsten Menschen auf der Welt wird schnell klar, das er eine Tür zuerst öffnen sollte, bevor er ins Freie tritt. Die deutsche Politik rennt aber scheinbar weiter gegen die geschlossene Tür und wundert sich das es schon wieder eine Beule gibt.

    Dieses Versagen spiegelt sich übrigens nicht nur in der Drogenpolitik wieder. Das Klima kippt, seit Jahren hört man nur Ankündigungen, den CO2 Ausstoss auf das Niveau von 1990 rückführen zu wollen. Erreicht hat man nichts. Im Gegenteil, der Ausstoss ist schon wieder gestiegen.

    Die Rentenversicherung könnte man noch erwähnen. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis sich die ersten Armutsrentner um die letzte Pfandflasche balgen. Ein völlig marodes System wird auf Kosten der Bürger einfach weitergeführt. Frei nach dem Motto…. wird schon werden.

    Es wird Zeit für einen Politikwechsel. In der Drogenpolitik und vielen anderen Feldern. Wer den hinkriegt…. keine Ahnung. Es sticht keine Partei besonders ins Auge. Für Argumente bin ich allerdings offen.

  12. A.B.

    Um es einmal mit den den Abschlussworten des SPD Mannes „Burkhard Blienert“ , ausgesprochen bei der „Bundestagsdebatte zur Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten“ aus der letzten Woche zu formulieren :

    „In der deutschen Politik geschieht das Vernünftige nicht, weil es vernünftig ist. Sondern weil irgendwann gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als das Vernünftige zu tun. In diesem Sinne, vielen Dank!“

    Ob diese mehr als wahre Erkenntnis nun Hoffnung macht oder eher doch nicht , das muss jeder alleine beurteilen !!! 😉

  13. Rainer Sikora

    Schön wäre es ,wennZb. die Linken klare Positionen in ihrem Walprogramm hätten. Cannabis und Führerschein.Es wird sonst wenig erwähnt welche Partei ernsthaft an einer Entkrimminalisierung von nichtkrimminellen Konsumenten arbeitetDie fdp wollte vor einiger Zeit mal das Hanf freigeben. aber heute auch noch und wie ernst war es denen.In wie weit die anderen dafür kämpfen und das Thema ungeniert durch die Medienkanäle trompeten habe ich noch nicht ermittelt.Mein Eindruck ist aber das die Politiker sich wegen ihres Rufes nicht trauen Legalisierung zu versprechen.

  14. Frank

    Hallo…. An Alle nai… Hanfis da draussen !!!!! Hört mal auf von der verkackten Politik,
    auf Den Hanf zu kommen !! Echt, daß eine hat mit dem anderen ÜBERHAUPT NIX zu tun !!
    Man sieht ja aktuell am sogenannten Cannabis als Medizin – Gesetz , was dabei rum kommt, wenn die Politik
    bei Cannabis die Finger mit im Spiel hat. Fast alle Apotheker wittern das Riesengeschäft, öffnen Originalverpackungsdosen zu 5 gr. aus Holland , vom Hersteller, fangen an die Cannabisblüten zu zermahlen, haben dann die Frechheit die zermahlennen Blüten zu sieben, um Sie dann, unverschämtester Art & Weise auch noch zu ca. 2,5 gr. Pillen abzufüllen. Ist dann natürlich berechtigt, sich Zu und Aufschläge in die Hunderte gehend…
    ….zu berechnen. Ist das ein schmutziges Geschäft ???? Aber , so sieht Sie aus, die wirkliche Scheiß Realität !!

    Heute sind se aufgrund eines Richterspruchs genötigt so ein VERKACKTES
    SCHMUDDEL GESETZ CANABISFUNKTIONIERRTJASOWIESONICHTGESETZ auf die Beine zu stellen. Da hätten Sie gleich mal besser 5 Pflanzen zum EIGENABAU freigegeben, diese VERKACKTEN POLITIKER !!!

  15. JohannM

    @Paul aus Neukölln

    „Das wird aber nur passieren, wenn die SPD die meisten Stimmen bekommt und die Koalition bilden darf. Daher “auf den Schulzzug” aufspringen.“

    Jein. Entweder es gibt eine große Koalition – das bedeutet Stillstand, egal ob ob CDU/CSU oder SPD den Kanzler stellt.

    Oder es gibt eine Koalition mit den kleineren Partnern. Während CDU/CSU und FDP rechnerisch und mit Linke/Grüne idelogisch kaum möglich sein werden, bleibt tatsächlich noch eine Koalition unter SPD-Führung. Hier werden die kleinen Parteien – also die Befürworter FDP, Grüne, Linke – den Ausschlag geben. Das war auch in Berlin so, die SPD hätte ohne Druck nichts verändert.

    Von daher bleibt meine Aussage: Solange sich die SPD nicht selbst klar positioniert, braucht man sie nicht zu wählen. Jedenfalls nicht wegen einer Cannabis-Legalisierung…

  16. Lisa

    Das ist doch alles zum kotzen!!!!! Kann man nicht einfach ein neutrales gesetzt erschaffen, in dem Konsumenten und gewerbebetreibene im Schutz vor illegalen Machenschaften sind ?

  17. ADHSPatient

    @JohannM
    Korrekt!

    Deswegen habe ich mir überlegt dieses mal taktisch zu wählen, aber das bedeutet auch ich werde eine Partei wählen bei der ich längst nicht bei allen Themen gleicher Meinung bin und die mich zuweilen mit ihrer Politik genervt hat. Die mich insbesondere beim Thema Legalisierung in BaWü bereits durch ihre lasche Haltung enttäuscht und geärgert hat.

    Die taktische Wahl macht Sinn, weil die Grünen in beiden möglichen SPD-Koalitionen drin wäre. Also Rot-Rot-Grün und Rot-Gelb-Grün.

    Wähle ich die Linkspartei und es reicht nicht für Rot-Rot-Grün, könnte
    es unter Umständen trotzdem noch für Rot-Gelb-Grün reichen falls die
    FPD mehr stimmen als die Linkspartei bekommt und umgekehrt.
    Sicher ist Linkspartei und FDP koalieren niemals.

    Außerdem müssen die Grünen für beide Konstellationen die 5-Prozent-Hürde überspringen, um sie zu ermöglichen.

    Die Linken sind stabil genug in den Umfragen, dass sie sicher einziehen dürften.

    Die FDP könnte unter die 5 Prozent fallen, was durch die prozentuale Umverteilung allen anderen Parteien gleichmäßig „hilft“.

    Andererseits kann die FDP auch wieder in den Bundestag einziehen und dann werden Koalitionsgespräche laut Aussagen der SPD zuerst mit ihr und den Grünen geführt.

    Letzten Endes wird es die Legalisierung ohne eine Koalition mit den Grünen so oder so nicht geben.

    Eine von FDP und Linkspartei wird bei einer Schulzkoalition definitiv nicht dabei sein.

    Außerdem muss diese Schulzkoalition auch erstmal die 50% im Bundestag knacken.

    Außer der SPD sind die Grünen die einzige Partei die mit Sicherheit dazu beitragen kann.

    Die SPD ist immer noch in der Hand von Prohibitionisten (auch wenn es vereinzelte Stimmen und Landesverbände gibt, die sich gedreht haben). Sie zu wählen wäre darum ein Fehler. Martin Schulz hat nicht Position bezogen und als trockener Alkoholiker kann ich mir vorstellen, dass er auf dem Keine-Macht-Den-Drogen-Zug ist genau wie unsere geliebte Marlene. Wobei ich es nicht weiß. Zum aller Mindesten sollte er vor der Wahl klipp und klar Stellung zum Thema beziehen, wenn er uns dann positiv überraschen sollte und wirklich nur dann, könnte man dieses mal auch die SPD wählen.

    Ich mit mir zu 99% sicher, dass auch mit Martin die SPD in einer Bundeskoalition immer noch auf die Bremse treten wird.

    Die Grünen würden wenigstens diesen Punkt ihres Programmes sicher beim Thema Drogenpolitik ansprechen und dann kommt es darauf an wie stark sie bei der Wahl abgeschnitten haben.

    Wenn die Grünen gerade mal bei 6% sind und damit als bloße Steigbügelhalter auftreten, werden sie wenn überhaupt nur minimales am Verhandlungstisch durchsetzen können.

    Wenn sie aber in Richtung von 9% bis vielleicht sogar 12% rücken würden, dann müsste es ihnen schon möglich sein bei den ein oder anderen Themen das eigene Programm in den Koalitionsvertrag einfließen zu lassen.

    Vielleicht wäre die oder der nächste Drogenbeauftragte von den Grünen und da wäre ich mir sicher wir würden einen völlig neuen Ton hören.

    Bei den Linken sehe ich auch gute Legalisierungsbefürworter und ihr Programm dazu ist gut, insbesondere Frank Tempel hat viel Gutes in dieser Richtung getan und meinen vollen Respekt.

    Die Linken wären nur leider kein sicherer Teil einer SPD-Koalition genau so wenig wie die FDP.

    Die FDP, auch wenn ich die Kehrtwende astrein finde, ist man mir zu halbherzig bei dem Thema, und ich glaube nie im Leben, dass diese Partei, welche aller Wahrscheinlichkeit nach glücklich sein wird wieder im Bundestag zu sein und erst Recht in der Regierung, ausgerechnet beim Thema Cannabis Härte am Verhandlungstisch zeigen würde, obwohl ich mich ausnahmsweise mal täuschen könnte, man weiß ja nie.

    Und die FDP hat das gleiche Problem wie die Linken, man weiß nicht ob sie in einer Schulzkoalition wäre, oder ob es doch Rot-Rot-Grün wird.

    Demnach ist die logische Wahl für einen Wähler der primär für einen Wandel beim Thema Hanf wählen geht die Partei mit der Farbe als Namen.

    Nebenbei ist es auch die Partei, welche es auch gleichen Gründen am wahrscheinlichsten macht, dass eine irgendwie geartete Schulzkoalition überhaupt erst rechnerisch möglich wird und damit ein Wechsel weg von Merkel.

    Sowohl Antimerkel als auch Prohanf wähler müssten rein taktisch betrachtet also ihr Kreuz an der selben Stelle machen.

  18. Fred

    @ADHSPatient

    Gute Darstellung. Auch ich werde dieses Jahr erstmalig taktisch wählen. Wer den Hanf freigibt oder zumindest entkriminalisiert, bekommt meine Stimme. Denn, wer das hinkriegt, zeigt Reformfähigkeit. Und diese Fähigkeit braucht es um die anderen Probleme im Land hinzukriegen.

    Ich warte also auf eine klare Aussage. Und sollte diese Aussage nach der Wahl nicht verfolgt werden, werde ich höchstselbst nach Berlin pilgern und solange grüne Blätter an die Parteitür nageln, bis es umgesetzt wird.

  19. Robert M.

    Mir geht es um die Gesundheit, nicht um Lifestyle.

    Aha. Man möchte es kaum glauben, was diese Person lügt und sich verkaufen lässt.
    Jeder halbwegs normale Mensch würde sich in Grund und Boden schämen, bei solch beeinflusster, vermutlich gekaufter, zumindest verlogener, fadenscheiniger Argumentation.
    Einer der, vermutlich (sicherlich), großen Gründe ist doch die Hirarchie.
    Wir alle und auch die Regierenden, trinken zwar gerne Alkohol, aaaber, da gibt es ja ganz schlimme, die sogar kiffen.
    Beides eine psychoaktive Substanz, die Gefährlichkeit wird einfach falsch dargestellt.
    Wir Besseren (die regierenden) trinken ja nur Alkohol, definitiv ein Rauschgift, weil toxisch.
    Cannabis dagegen ist ein Rauschmittel und nicht toxisch.
    Es sind solch abwertende Argumente. Ohne Sinn und Vernunft.
    Seit meiner Kindergartenzeit (über 40 Jahre her) gibt es Menschen, die verhungern.
    Man hat es bis heute nicht geschafft, etwas daran zu ändern?
    In über 40 Jahren nicht?
    Wo ein Wille, da ist auch ein Weg.
    Wenn man wirklich will. Aber damit wäre ja auch die Hirarchie weg.
    Wir reichen sind besser als die armen Länder?! (traurig).
    Aber mit (ver)Hunger(n) lassen sich die Menschen noch am besten kontrollieren.

    Man muss schon sehr gut dafür bezahlt werden, um sich in diesem Maße in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen.
    Ich bin so froh, keines ihrer Kinder zu sein.
    Ich würde mich nicht mehr aus dem Haus trauen.

  20. Dominic Turi

    Die Menschen werden weiterhin Cannabis konsumieren das Gesetz wird daran nichts ändern teils konsumieren Menschen mitten in der Öffentlichkeit der größte Schwachsinn das zu verbieten der Staat kann rein gar nichts machen die Leute lassen es sich einfach nicht verbieten Schluss aus

    Legalize It

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