Sonntag, 20. November 2016

Wochenendstimmung in Bavaria

 

Engagierte Drogenfänger im Erfolgsrausch.

 

gieriger-bulle-polizist

 

Wenn auch sonst nicht viel Berichtenswertes in der Welt der Cannabisnachrichten über das Wochenende stattzufinden schien, so darf man sich auf eine in Stein gemeißelte Gesetzgebung doch immer verlassen. In Bayern werden ständig friedliche Marihuanakonsumenten grundlos festgenommen und wie ausgestopfte Jagdtrophäen an die Wand gehängt – immer. Wochenendstimmung in Bavaria versetzt Drogenfänger in einen nie endenden Erfolgsrausch und die Schicht schiebenden lokalen Zeitungsredakteure haben auch immer etwas Sinnvolles zu tun.

 

Schon am Donnerstag durften daher Beamte der Polizeiinspektion Eggenfelden im Landkreis Rottal am Inn in prachtvollste Heldenhosen schlüpfen, als sie der Aufforderung einer verzweifelten Ehefrau Folge leisteten und ihren vermissten Mann publikumswirksam aufspürten. Zweimal versuchte sich dieser zuvor den mit mehreren Streifenwagen und sogar Polizeihubschraubern angerückten Beamten zu entziehen, als man ihn an einer alternativen Adresse vermutete. Während der erste Anlauf erfolgreich verlief, wurde der 44-jährige Mann beim zweiten Besuch während der Flucht von der angerückten Schar im angrenzenden Siedlungsgebiet aufgehalten. Zwischenzeitlich stellten die strahlenden Helden in der betreffenden Wohnung 70 Gramm Marihuana sicher, welches der vermisst gemeldeten und vor der Polizei flüchtenden Person gehört haben soll. Nachdem der Wiedergefundene in ein Krankenhaus zur Behandlung gebracht wurde – warum auch immer – stellte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss für dessen eigene Wohnadresse. Dort fand man eine abgeerntete Cannabisplantage, die die gesamte Menge an beschlagnahmter Kräuterware auf über drei Kilogramm angehoben haben soll. Ob die bangende Ehefrau den vermissten Gatten somit noch einmal zu Gesicht bekam, bleibt in dem Bericht des Rottaler Anzeigers daher wohl lieber aus gutem Grund ganz unerwähnt.

 

In Lindau wurde dafür am Freitag auch schon wieder eine kleine kriminalistische Erfolgsgeschichte geschrieben, als man – wie üblich – mit Schleierfahndern einen Konzertgänger von den Bahngleisen fischte. Nachdem man den unscheinbaren Fahrgast bis auf die Unterhosen entkleidete – obwohl er angab, weder Drogen noch verbotene Gegenstände mitzuführen – fanden die schlauen Schleierfahnder dennoch etwas Cannabis und Amphetamine in dessen Intimbereich. Während der folgenden Vernehmung gestand der 22-jährige Bahnnutzer dann noch, dass er daheim auch weitere Substanzen besäße, die gegen das Betäubungsmittelgesetz verstießen. Diese wurden daraufhin natürlich sichergestellt, um dem baldigen Angeklagten während des kommenden Strafverfolgungsprozesses zur Last gelegt zu werden.

 

Engagierte Menschenfänger im Erfolgsrausch – astreine Wochenendstimmung in Bavaria!

8 Antworten auf „Wochenendstimmung in Bavaria

  1. Dampfi

    Das ist alles nur möglich, weil die Presse es zulässt. Genau wie der Krieg gegen den Irak, ohne die breite Unterstützung der Presse, hätte der nie stattgefunden.

  2. steve

    doppelmoralisten bleiben heuchler! bayern kann saufen und drogen vom arzt nutzen, doch nicht gewaltätige menschen werden als bauernopfer für deren karrieren hergenommen! hoffentlich bekommen sie ihr ungerechtes verhalten eines tages bestraft! cannabiskonsumenten sind aufgrund des konsums keine verbrecher! cannabis ist medizin und hilft zum entspannen! cannabis ist keine gewaltdroge, sowie alkohol! cannabis tötet auch nicht und das ist seit tausenden jahren bewiesen! die prohibition verstößt gegen jedes menschenrecht, dass auf den schutz der würde aufbaut bzw einer gesellschaft mit moralischen werten! in bayern wird doppelmoral groß geschrieben!

  3. R. Rasch

    Es ist nur noch traurig. Kein Wunder, daß viele Polizisten das Verbot befürworten.
    Kiffer wehren sich kaum. Und jeder Aufgegriff ist eine aufgedeckte Straftat.
    Betrunkene aber wehren sich sehr wohl.
    Ich möchte lieber wirkliche Sicherheit haben, als karrieregeile Cops.
    Aber wirkliche Verbrecher zu jagen, ist denen das zu gefährlich?
    Dann haben die meisten derer ihren Job verfehlt.
    Harmlose Konsumenten zu jagen. Prima, Applaus. Wenn wir die nicht hätten. Dann hätten wir vielleicht Bessere.
    Ich bin so froh, daß ich mich für einen vernünftigen Beruf entschieden habe.

  4. Ralf

    @R. Rasch
    Schlimm dabei ist, daß Menschen die sich wehren, auch hier teilweise noch von Cannbiskonsumenten als agressive „Egopisser“ niedergemacht werden, und die Schuld dafür in die Schuhe geschoben bekommen, daß Cannabiskonsumenten nach wie vor gejagt werden. Seit Jahren kämpfe ich erfolglos gegen diese Heuchler in den eigenen Reihen, und werde deswegen immer wieder als agressiv und verbittert bezeichnet. Ja, verbittert kann man nach 45 Jahren in dieser beschissenen Prohibitionshölle in der sich die Diskriminierten, auf Wunsch der Prohibitionsverbrecher, auch noch in die eigene Visage spucken, wirklich werden !

  5. Ralf

    @R. Rasch
    „Ich möchte lieber wirkliche Sicherheit haben, als karrieregeile Cops.
    Aber wirkliche Verbrecher zu jagen, ist denen das zu gefährlich?
    Dann haben die meisten derer ihren Job verfehlt.
    Harmlose Konsumenten zu jagen. Prima, Applaus. Wenn wir die nicht hätten. Dann hätten wir vielleicht Bessere.
    Ich bin so froh, daß ich mich für einen vernünftigen Beruf entschieden habe“.

    Mein Rede, diese unqualifizierten Vollpfosten gehören ALLE ohne Pensionsbezüge rausgeworfen, denn sie sind fachlich und moralisch so ungeeigenet für ihern Job, wie damals Hitler`s Polizei ! Die hat allerdings nach 1945 auch keiner entfernt, weswegen wir heute die Nazi-Nachfolge-Polizei haben die wir eben haben !

    Ich bin übrigens auch froh und habe nie bereut, einen anständigen Beruf gelernt zu haben (ich habe Geologie studiert, habe aber faktisch wegen meinem Cannabiskonsum und des Raubes meiner Fahrerlaubnis Berufsverbot, da ich ja nicht in den Staatsdienst , z.B. geologisches Landesamt usw., und auch keine geologischen Gutachten schreiben darf ) und nicht in meiner Jugend bei den Dummbullen geblieben zu sein, zu denen mich mein Nazivater für fast ein halbes Jahr gezwungen hatte,und bei denen ich meine Freunde hätte verhaften müssen !Cannabis und davon erweitertem Bewußtsein sei Dank !

  6. Rainer Sikora

    Wegen dem Psychoterror Angst vor Verfolgung kommt leicht der Gedanke an Ausreise auf.Politisch verfolgter Flüchtling.Wird schwierig wenn man Anhang hat,hat was von im Stich lassen.Weil ich so was besser alleine oder mit Gleichgesinnten durchziehen müsste.

  7. underground-grower

    Und ich dachte noch man sollte die Blaulichter alle auf E-Bikes umsteigen lassen, damit sie auch Taschendieben oder auch mal einen Bus verfolgen könnten indem ein Grabscher einer Sorte wie „Donald Trump“ sitzt.
    Weit daneben und zu Gutmütig ich bin.
    B.R.D Gmbh
    Drogen-Verkehrs-Berufs-Medizin-Armut+Arbeitsmarkt-Politisch eine Sechs.= Ungenügend.
    Solange Cannabis nicht entkriminalisiert wird und die Gesetzgeber es immer noch nicht verstanden haben, das sie die Existenzen vieler schon geplättet habt. Berufsverbot, Führerscheinverbot, Freundeverbot vielleicht kommt ja bald ein Leseverbot, Denkverbot, Sexverbot?
    Sagt doch nicht, ihr Oberen 10.000 hättet nicht eine Prostituierte, die auf Gras war, gevögelt.
    Tzz ich weiß alles Unterstellung.

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