Mittwoch, 5. Oktober 2016

Kein Platz für beschlagnahmtes Cannabis mehr

 

Denvers Polizei will zusätzliche Räume anmieten

AAAAAAAHHHH
Grafik: Schmiddie

 

Vor knapp vier Jahren hat die Bevölkerung des US-Bundesstaates Colorado entschieden Cannabis als Genussmittel zu legalisieren und für alle über 21 zugänglich zu machen. Vor zwei Jahren eröffneten die ersten Dispensaries. Die Stadt Denver entwickelte sich in dem Zug zu einem der zentralen Punkte, sowohl der Cannabisindustrie als auch für Besucher und Konsumenten. Man sollte meinen, dass mit der Legalisierung auch ein Rückgang der Polizeikontrollen und der Beschlagnahmung von Cannabis einherging. Tatsächlich ist jedoch das Gegenteil der Fall.

 

Nachdem das Amendment 64 verabschiedet wurde, ist die Zahl der Cannabispflanzen, welche von der Polizei konfisziert wurden sprunghaft angestiegen. Das Ganze geht soweit, dass das Denver Police Department inzwischen kaum noch Platz hat, die Pflanzen unterzubringen. Der Anstieg wird vor allem damit erklärt, dass durch die Legalisierung wesentlich mehr Menschen Cannabis züchten als vorher. Auch ist die Anzahl der Pflanzen und der getrockneten Blüten, die bei den einzelnen Growern gefunden werden, gestiegen. „Vor der Legalisierung durch Amendment 64 gingen kleine Mengen Marihuana bei uns ein, ein paar Unzen oder ein Pfund“ so Lt. Cliff Carney, der Polizeibeamte, der für die Asservatenkammer der Polizei zuständig ist. „Nach 64 sind die Mengen wesentlich größer. Manchmal bekommen wir 300 bis 400 Kisten mit Marihuana auf einmal.“

 

Carney erklärt den Umstand, dass die Polizei mehr Cannabis beschlagnahmt, obwohl es jetzt legal ist damit, dass viele Leute die Legalisierung als Vorwand nutzen, um die gestatteten Mengen, die sie besitzen und anbauen dürfen, zu überschreiten. Heutzutage bestehen Growanlagen nicht selten aus hunderten bis tausenden Pflanzen. Daher will die Polizei weiter aufrüsten und gegen nicht lizenziertes Cannabis vorgehen. 125.000 Dollar wurden bereits für mehr Personal und Lagermöglichkeiten angefordert. Bevor das beschlagnahmte Cannabis kompostiert werden kann, braucht die Polizei das OK des Gerichts. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Da es auch vorkommen kann, dass die Pflanzen an den Besitzer zurückgegeben werden müssen, müssen diese bis zur Entscheidung aufbewahrt werden.

 

6 Antworten auf „Kein Platz für beschlagnahmtes Cannabis mehr

  1. Lars Rogg

    So ein Unsinn !!!
    Die sollen sich bei mir melden. Ich lagere und vernichte das Zeug schon irgendwie… 🙂
    Die dürfen mir unbegrenzt alles schicken, dass sie nicht lagern können. 🙂
    Verkompostieren ??? Wie dumm !!!

  2. Huabameier

    Die sollen endlich weltweit legalisieren dann müssen nicht alle umliegenden Staaten mitversorgt werden. Free your Mind!

  3. Sebastian

    Prohibition 2.0
    Kein Wunder das Marc Emery auf die Barrikaden geht, Kanada droht schließlich ähnliches.

  4. Sebastian

    Aber dennnoch besser als unser Status Quo.
    Wenn bei einer Legalisierung mehr Polizisten eingestellt werden, dann sprechen sich die Zuständigen bei uns bestimmt auch bald dafür aus.

  5. Rainer

    Auch ich bin polizeitraumatisiert und versuche nicht vom Hass zerfressen zu werden.Die Frage ob die dumm oder bösartig sind hilft mir ein bisschen.

  6. Helge

    Bedauernswert!
    Hier in D wird noch verzweifelt gesucht, wie man die Kuh am besten Melken kann ohne die anderen Kühe nicht zu Beleidigen…
    Und drum macht sich Cowgirl N°1, Frau #Mortler regelmäßig für alle zum Affen!

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