Freitag, 30. September 2016

Erste Hanfapotheke in der Schweiz eröffnet

 

Connecticut erlaubt Verschreibungen für Kids.

 

Schweiz

 

Heute öffnete die erste Hanfapotheke in der Schweiz ihre Pforten.
Nach über fünfzig Jahren erhält die verjagte Heilpflanze erneut einen Platz im Land, dessen Comeback mit der Eröffnung einer zweiten Hanfapotheke in wenigen Tagen auf eine nächste Stufe zu rücken scheint. Während seit heute in Bern gestöbert werden kann, welche legalen Produkte mit den Cannabiswirkstoffen erworben werden dürfen, findet in Basel am 04.Oktober der zweite Umschlagplatz für Marihuanamedizin einen Platz in der Schweiz.

 

Reine Hanfarznei wäre unter der derzeitigen Situation noch nicht im Verkauf, doch alle legalen Wirkstoffe der Pflanze, Hanfextrakte, Lebensmittel und Kosmetika können in dem nun begehbaren Ladengeschäft erworben werden. In der Hoffnung, dass sich der gesamte Markt in Zukunft noch mehr öffne – Patienten weit weniger Hürden überspringen müssen – blickt der Geschäftsinhaber und Apotheker Samuel Büechi positiv in die Zukunft. Bald dürften auch in seinen Geschäftsräumen Cannabisknospen für Patienten erhältlich sein, die sich bei ihm aktuell noch mit THC freien Hanfernten zufriedengeben müssten. Nur zwei reguläre Apotheken hätten landesweit aktuell die Erlaubnis medizinisches Cannabis auszugeben. Das langjährige Verbot habe den nun entstandenen Boom erst entfacht und für den gewaltigen Preisanstieg des nachwachsenden Rohstoffs gesorgt.
Da man in den USA schon wesentlich weiter ist, und den Nutzen der natürlichen Medizin stärker anerkennt, wird nach reiflicher Überlegung in den nächsten vier Jahren auch Minderjährigen der Zugang zu Medizinalhanf in Connecticut erlaubt. Sollte eine Verschreibung seitens des behandelnden Arztes vorliegen, dürften Heranwachsende nun mit Produkten der Cannabispflanze ihre Leiden mindern. Einzige Einschränkung wäre der Zugang zu rauchbarem Marihuana, um reguläres „Kiffen“ unter Kinden zu verhindern. Edibles und Extrakte seien jedoch ab kommenden Samstag – dem 01. Oktober 2016 – auch für minderjährige Patienten im US-Bundesstaat Connecticut eine Wahl.

 

Letzte Entscheidung dürfte auch dem Hersteller von Dronabinol – Insys Therapeutics Inc – gefallen, von dem auf der State-of-Marijuana-Konferenz bekannt wurde, dass ausgerechnet dieser Anbieter von extrahierten Cannabiswirkstoffen bereits eine halbe Millionen Dollar gegen die Legalisierung von Hanf in Arizona spendete – einzig für die eigene Gesundheit.

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