Sonntag, 25. September 2016

Kascha September 2016

 

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

kascha_september-2016

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

Johannes (22) aus Kiel fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich habe ein paar Pflanzen auf dem Balkon und die haben auch schon angefangen zu blühen. Bisher finde ich die Blüten aber eher spärlich – werden die noch größer? Ich dachte auch immer, dass man im Herbst erntet, kann ich jetzt aber theoretisch auch schon ernten oder ist da noch kein Wirkstoff drin?“

 

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Johannes,

 

da der Anbau von Cannabis ohne Genehmigung in Deutschland strafbar ist, darf ich dir keine Anleitung zu Anbau und Ernte geben. Ich kann dich allerdings allgemein darauf hinweisen, dass die Blüten in der Regel noch größer werden, das hängt natürlich auch ganz davon ab, welche Nährstoffe und wie viel Licht die Pflanzen zur Verfügung haben. Mit dem Kürzerwerden der Tage um diese Jahreszeit lenkt die innere Uhr der Pflanze zunehmend Energie ins Blütenwachstum und weniger ins Wachstum der Pflanze selbst: Die Stiele hören auf zu wachsen, dafür werden die Blüten immer dicker. Bis zum perfekten Erntezeitpunkt können ein paar Wochen vergehen, erfahrene Grower fangen nun schon langsam an, sich die Blüten genauer anzuschauen. Mit einer Lupe kann man am besten die Verfärbung der kleinen Blütenhaare erkennen: Anfangs sind sie noch fast durchsichtig und schimmern milchig weiß. Wenn die Farbe ein wenig ins gelbliche wechselt, ist der Erntezeitpunkt erreicht. Theoretisch kann man natürlich zu jedem Zeitpunkt ernten, der Wirkstoff THC ist in den Blüten auch jetzt schon enthalten. In voll ausgereiften Blüten ist aber in der Regel mehr Wirkstoff enthalten und außerdem sind die ausgereiften Blüten natürlich ein Stück größer – das verbessert natürlich den Ertrag im Vergleich dazu, sozusagen Blütenknospen zu ernten. Die meisten Grower, die Dünger zuführen, schränken ab dem Zeitpunkt, an dem sich die Blüten entwickeln, übrigens auch die Düngung stark ein, um zu vermeiden, dass sich bei eventueller Überdüngung die Düngemittel in den Blüten anreichern.“

 

 

Erik (20) aus Mönchengladbach möchte wissen:

 

„Hallo Kascha,

 

ich fahre demnächst in den Urlaub und weil wir wandern gehen, habe ich nicht viel Gepäck dabei. Ich würde aber gerne hin und wieder eine Bong rauchen und habe mir gedacht, dass es vielleicht mehr Sinn macht, mir vor Ort eine einfache Bong selbst zu bauen, als meine Glasbong immer im Rucksack dabei zu haben. Ich denke mal, dass ich mit Plastikflaschen schon etwas gebastelt kriege, weiß aber nicht was ich als Kopf nehme und für das Rohr, das ins Wasser ragt? Ich bin nicht unbedingt geschickt darin, etwas zu schnitzen.“

 

 

Kascha antwortet:

 

„High Erik,

 

im Grunde kannst du dafür alles verwenden, was die hohen Temperaturen einigermaßen mitmacht (Plastik würde zum Beispiel schmelzen) und von der Form her geeignet ist. Für den Kopf kann man Alufolie verwenden, die man dann auf das Rohr, das so genannte Chyllum, steckt. Wenn man den Alufoliekopf um irgendetwas spitzes, wie eine Kugelschreibermine oder etwas ähnliches, herum bastelt, und die Mine oder was auch immer man verwendet dann herauszieht, hat man auch gleich eine Öffnung für den Rauch. Wenn diese zu groß geraten ist, kann man noch einen kleinen Stein als Sieb einlegen. Für das Rohr sind Metallkugelschreiber oft ganz gut geeignet. Überhaupt kann man alle Röhrchen in passender Größe aus Metall oder Holz verwenden – von Plastik würde ich an dieser Stelle, wie gesagt, abraten, weil auch im Chyllum der Rauch noch heiß genug ist, um schädliche Stoffe zu lösen. Eine gute Variante, wenn auch etwas dick, sind die Metallhüllen, in denen manche Zigarren verkauft werden. Von diesen Metallhüllen kann man das geschlossene Ende mit einer Schere abschneiden – idealerweise, ohne dass man dabei die Hülle allzu sehr zerknickt. Wenn man nur aus Bequemlichkeit auf den Eigenbau umsteigt und nicht, um etwa an einem Grenzübergang kein stinkendes Rauchzubehör bei sich zu tragen, dann hat man wahrscheinlich die größten Rauchgenuss, wenn man einfach in den Headshop seines Vertrauens geht und ein Chyllum aus Metall und einen passenden Kopf kauft – das ist immer noch sehr handlich und lässt sich problemlos auch in kleinem Gepäck verstauen, kann in jede geeignete Flasche gesteckt werden (praktischerweise kann man gleich einen Dichtungsgummi dazukaufen) und erspart die langwierige Suche nach geeigneten Materialien. “

 

 

Maxi (25) aus Stuttgart fragt:

 

„Hallo Kascha,

 

ich war zwei Wochen in Spanien im Urlaub und habe dort auch ziemlich viel geraucht. An einem Abend, an dem es besonders krass mit Mücken war, habe ich mich mit meinen Freundinnen gefragt, ob die Mücken eigentlich high werden, wenn sie das Blut von jemandem saugen, der bekifft ist? Wir haben die Mücken auch manchmal mit dem Rauch angepustet aber wir waren uns nicht ganz sicher, ob das etwas bewirkt hat.“

 

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Maxi,

 

wenn Mücken von dem THC aus Kifferblut breit werden könnten, hätten Kiffer es wohl im Sommer nicht leicht. Tatsächlich können aber nur Wirbeltiere bekifft werden, und das hat einen ganz einfachen Grund. Im Gegensatz zu Alkohol, der im Wesentlichen durch eine Vergiftung des Nervensystems wirkt, sind beim Cannabis für die Wirkung verschiedene Wirkstoffe, darunter das THC, verantwortlich. THC ist gewissermaßen baugleich mit einem körpereigenen Botenstoff, der Anandamid genannt wird. Bei allen Tieren, die diesen Botenstoff produzieren, hat THC die gleiche Wirkung wie dieser Botenstoff. Das nach dem Sanskrit-Wort für Freude oder Glück benannte Anandamid übernimmt zahlreiche Funktionen im Körper, die entsprechenden Rezeptoren, an die es andockt, finden sich nicht nur im Gehirn sondern auch beispielsweise im Darm. Das alles zusammen wird als Endocannabioidsystem bezeichnet und findet sich, wie gesagt, nur bei Wirbeltieren: Eine Katze, die in einem vollgekifften Raum ist, wird auch passiv breit werden – ob es ihr angenehm ist, ist noch eine ganz andere Geschichte. Da sie ja nicht absichtlich kifft, wird sie sich womöglich krank oder ängstlich fühlen. Auch Vögel, Reptilien und Knochenfische haben ein Endocannabioidsystem – Mücken und andere Insekten allerdings nicht. Würde ein Kiffer von einem Vampir gebissen werden, dann wäre das noch einmal eine spannende Frage: Theoretisch hat ein Vampir zwar ein Endocannabioidsystem, da er aber eigentlich tot ist, können wir nicht sicher sein, dass es funktioniert.“

Eine Antwort auf „Kascha September 2016

  1. Jemand

    @Erik Mit dem sogenannten „Bongspear“ (im Prinzip einem angespitzen Chillum mit Schraubkopf) kann man aus jeder Plastikflasche einfach und schnell eine Bong zaubern! Das Teil lässt sich auch recht gut säubern ist sehr stabil und robust und passt eig in jede Tasche!

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