Samstag, 9. Juli 2016

Rentner sind in Japan für Hanf

 

Vorschlag der Shintō Kaikaku mit Begeisterung aufgegriffen.

 

Cannabis aus der Apotheke
Foto: marker

 

Eine kleinere Partei in Japan spricht sich erstmalig für die medizinische Verwendung von Cannbis aus.
Besonders Rentner sind in Japan für Hanf.
Die durch ein ehemaliges Mitglied der Regierungspartei Sinzo Abes gegründete New Renaissance Partei fordert die Legalisierung von Marihuana für medizinische Anwendungen.
Da auf der japanischen Inselgruppe bisher eine äußerst geringe Toleranz gegen Drogen herrschte, ist diese Forderung als echter Durchbruch zu werten.
Die vor allem von Rentnern unterstütze Shintō Kaikaku wagt sich damit auf ein bisher eher tabuisiertes Thema, da selbst die medizinische Anwendung von Cannabis unter das Strafrecht fällt.
Im Gegensatz zu vielen anderen hoch entwickelten Ländern ist sogar die wissenschaftliche Untersuchung von Hanf nicht erlaubt, was die New Renaissance Partei nun endlich ändern möchte.
Der am Sonntag zur Wahl für das Oberhaus im Parlament antretende Saya Takagi möchte einen Vorschlag zur Beendigung des Verbotes einbringen, damit die Wahrheit über den möglichen Nutzen von Hanf herausgefunden werden kann. Schnellstmöglich sollte leidenden Menschen geholfen werden und die vielen Zweifel über Cannabis in der Bevölkerung begraben.
Bisher hält die Regierung die Überlegung aus dem Grund übereilt, da man nichts über die tatsächlichen Eigenschaften des natürlichen Rauschmittels wissen würde. Selbst die Weltgesundheitsorganisation WHO hätte noch keine Belege über den genauen medizinischen Nutzen von Marihuana, fügt ein anonym bleibender Mitarbeiter des japanischen Gesundheitsministeriums zu diesem dort recht heikel betrachteten Thema an.

 

Dass sich nun ausgerechnet die ältere Bevölkerung Japans hinter eine Veränderung dieser prohibitionistischen Situation stellt – die circa ein Viertel der 127-Millionen-Bevölkerung des Landes ausmacht – gibt der neu entfachten Diskussion einen überraschend festen Halt.
Der Chef der neuen akademischen Institution für medizinische Nutzung von Hanf Minoru Arakaki hat somit etwas Rückendeckung, wenn er den Nutzen gegen die Gefahren ausloten möchte und den Einsatz als medizinisches Kraut bereits jetzt befürwortet, sollten die positiven Aspekte in den wissenschaftlichen Ergebnissen überwiegen.

 

„All we are saying is, let’s conduct research to see what harm and benefit it can bring, and let’s use it if it turns out to be useful.“

 

Eigentlich ganz logisch …

Eine Antwort auf „Rentner sind in Japan für Hanf

  1. Harmonie und Liebe als ein Mittel, die Menschen der Welt zu vereinen

    Ich mag die „japanische Seele“, wenn es denn so etwas gibt, wie einen Seelenverbund, der an einen Ort gebunden ist. Ich habe mich viel mit der japanischen Historie, der jahrhunderte andauernden Isolation, beschäftigt. Den Samurai, den Shoguns und auch mit der jüngeren Geschichte, bis hin zu Hiroshima und der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung durch die großen japanischen Konzerne. Heute herrscht vielfach Stagnation. Auch in Japan ist die OK sehr mächtig. Und auch in Japan gibt es eine „Atommafia“. Vor allem aber hat mich persönlich ein Mann, seine Geschichte und seine Philosophie geprägt, 翁先生 Ueshiba Morihei. Unwillkürlich verneige ich mich 🙂

    Fukushima und seine Folgen sind allen Menschen heute ein Synonym für die Gefahren der Nukleartechnik. Vor kurzem habe ich einen Bericht über die Vergiftung von weiten Bevölkerungsteilen durch Pestizide – Neonikotinoide – gesehen. Das fand ich sehr schlimm. Aufbegehren und Protestieren sind keine primären japanischen Tugenden.

    Deshalb drücke ich Herrn Minoru Arakaki ganz fest die Daumen und verneige mich tief und wünsche ihm und der Bewegung viel Erfolg bei der medizinischen Nutzung der Heilpflanze Hanf. Ohne das jemand sein Gesicht verlieren muß. Mögen Harmonie und Liebe einkehren und die Menschen vereinen. Die Heilpflanze könnte dabei vielleicht behilflich sein.

    Ganz liebe Grüße tiefe Verneigung und gute Wünsche an Shintō Kaikaku und Saya Takagi und alle UnterstützerInnen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.