Dienstag, 24. Mai 2016

Verfolgung von Cannabis-Konsumenten so hoch wie noch nie

 

Kriminalstatistik für das Jahr 2015 in Berlin vorgestellt

Bild: nokomai / freeimages
Bild: nokomai / freeimages

 

Gestern wurde die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2015 von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin vorgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Straftaten um 4,1 Prozent und damit auf 6,33 Mio. Delikte gestiegen. Die Zahl der aufgeklärten Fälle nahm ebenfalls zu und stieg um fast sieben Prozent auf 3,56 Mio. In der steigenden Anzahl der Straftaten inbegriffen ist auch ein Anstieg der so genannten „Rauschgiftdelikte“ auf 282.604 Fälle. Im Vergleich zum Jahr 2014 stieg die Anzahl der Fälle um 2,1 Prozent was 5.870 Fällen entspricht.

 

 

Während die Anzahl der Heroin-Delikte um 6,2 Prozent sank, war bei Cannabis ein Anstieg um 1,7 Prozent zu verzeichnen. Mit insgesamt 168.724 Fällen bleibt Cannabis, die am meisten konsumierte illegale Droge bzw. die Substanz, wegen der die meisten Menschen mit der Polizei und dem Gesetz in Konflikt geraten.  Die Zahl der sichergestellten Cannabispflanzen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 17,3 Prozent zu. Dabei stieg sowohl die Zahl der „Indoor-“ (+3,5 Prozent) als auch die Zahl der entdeckten „Ourdoorplantagen“ (+11,4 Prozent). Insgesamt sank jedoch die Menge des sichergestellten Marihuanas um 53,1 Prozent auf 3.852 kg. Grund dafür war vornehmlich das Ausbleiben so genannter Großsicherstellungen, wie sie 2014 stattfanden.

 

 

Delikte des unerlaubten Handels mit Cannabis und Zubereitungen stiegen um 3,6 Prozent (22.018 Fälle), der Schmuggel um 4,7 Prozent (8.397 Fälle), wohingegen Delikte der unerlaubten Einfuhr in nicht geringen Mengen von Cannabis und Zubereitungen um 14 Prozent auf 542 Fälle sanken. Die allgemeinen Verstöße gemäß § 29 BtMG mit Cannabis und Zubereitungen, die auch als konsumbezogene Delikte bezeichnet werden, stiegen um 1,2 Prozent auf 132.745 Fälle. Damit ist die Zahl so hoch wie noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik (die Zahlen werden seit 1993 für das gesamte Bundesgebiet erhoben).

 

 

 

 

 

12 Antworten auf „Verfolgung von Cannabis-Konsumenten so hoch wie noch nie

  1. https://diehanfinitiative.de/index.php/aktionen/41-menschenrechte-menschenrechte

    Alter Falter! Verdichtung: Der „Tiefe Staat“. Wir müssen das ausbaden. Der liebe H. J. und der gute R. M. – der Harry Jakob Anslinger und der Richard Milhous Nixon – haben uns das [System] eingebrockt. Die „Politik“ macht munter weiter und arbeitet dem zu. Diesem „0.003% Zeitgeist“ und den andauernden Tötungskreisläufen und Menschenverfolgungen, mit den ganzen Prohibitionsgewinnlern zusammen. Die Ära der [Aufstieg der] „OK-Kartelle“ und die Verflechtungen [des Staates] und Finanzierungen der Geheimdienste (und ihrer Machenschaften) durch diese „WoD-Überwachungs-und-Rohstoff-Kontroll-Kriege“ [Zentralbanken-Kriegsführungs-Investitions-Modell]. Diese andauernde Geldwäsche und Befeuerung der „Schattenfinanzen“. Offshore. Mit „Vernunft“ ist dem nicht beizukommen – siehe „UNGASS2016-Desaster“.

    Nur ein Aspekt: [… „Wir wussten, dass wir es nicht illegal machen konnten, gegen den Krieg oder schwarz zu sein, aber indem wir die Öffentlichkeit dazu brachten, die Hippies mit Marihuana und die Schwarzen mit Heroin zu assoziieren, und beides streng kriminalisierten, konnten wir diese Bevölkerungsgruppen schwächen. Wir konnten ihre Anführer festnehmen, Razzien in ihren Häusern durchführen, ihre Treffen auflösen, und sie Abend für Abend in den Nachrichten diffamieren. Wussten wir, dass wir logen, was die Drogen anging? Natürlich wussten wir das.“ – Zitat: John Ehrlichmann, ehemaliger Nixon-Berater. …]

    Weiteres hier: https://diehanfinitiative.de/index.php/aktionen/41-menschenrechte-menschenrechte more comming soon…

    Liebe Grüße – lasst EUCH nicht entmutigen oder einschüchtern – mehr Mut und Kreativität sind gefragt! 🙂 „Nichts ist von Dauer…“ – auch die Prohibition nicht.

  2. Ralf Med

    Servus Ihr Lieben,

    „Cannabis – Konsumenten werden verfolgt wie noch nie“ !!!

    Man könnte meinen dass dies irgendwie damit zu tun hat, dass der Erfolg der Polizei bei Einbruchsaufklärung ziemlich mies ist, knapp über 10 %!!! Irgendwie seltsam !!! Auch die Polizei brauch Erfolgserlebnisse, und bei den friedlichen Cannabis-Konsumenten holen sie ihre Lorbeeren, könnte man meinen !!!

  3. deHansl

    Es regt mich schon tierisch auf, wenn irgendwelche unterbelichteten Zeitungen und Zeitschriften von „Plantagen“ im Zusammenhang mit Cannabis schreiben. Ich weiß ja nicht, ob hier aus Ironie bzw. Sarkasmus ebendieser Begriff verwendet wird, aber es würde meiner Seele gut tun, wenn zumindest hier nicht von Plantage geschrieben wird 😉

    Eine Plantage ist nach Definition ein Anbau im sehr (sehr!) großen Maßstab. Selbst die bisher größten entdeckten Anlagen in Deutschland mit einigen tausend Pflanzen genügen nicht dem ursprünglichen Sinn…

  4. Ulfus Maximus

    …alles nur wegen unserer verlogenen und geschmierten Politik/Politikern, die seit 1994 Ihren Kopf nicht aus dem Arsch der Pharma/Alkohollobby bekommen und lieber unschuldige Bürger zu Verbrechern abstempeln!

    Und da wundern sich die Mainstream-Parteien, warum so viele Leute nicht wählen bzw. jetzt eher links/rechts/grün wählen.

    Wie kann es denn sein, dass vor paar Jahren noch gesagt wurde „wir wollen keine Konsumenten verfolgen, sondern die Hintermänner“ und heute haben wir mehr Konsum-Delikte? Na klar braucht die Polizei Ihre Erfolge um die Einbruchsdelikte „auszugleichen“, aber hier sehe ich ganz klar die Schuld bei unseren „Politikern“.

  5. greenness

    Wenn diese Politik wenigstens nur sinnlos wäre.

    Sie ist dazuhin auch noch kontraproduktiv, teuer und menschenfeindlich.

  6. hardo

    VÖLLIGER QUATSCH CANNABIS ZU KRIMINALIESIERN ,SOLLN SICH MAL LIEBER UM EINBRECHER VERGEWALTIGER TIERQUÄLER RÄUBER MÖRDER ec KÜMMERN ALS DAS HARMLOSE HANF ZU JAGEN, DAS GEHÖHRT NICHT IN DIE HEUTIGE ZEIT WO JEDER WEISS DAS CANNABIS EINE GUTE SACHE IST,LEGALIESIERT ES ANSTATT UNNÖTIG MILLIONEN´? STEUERGELDER FÜR SCHICKANEN AN HANFFREUNDEN ZU VERPRASSEN,DER STAAT SPINNT ,SOLL MAL LIEBER ALK VERBIETEN

  7. Habt Angst

    Es wird für sie immer schwieriger die Tendenz zum offenen Faschismus zu kaschieren.

  8. Die Redaktion Autor

    @ deHansl mit deinem Kommentar hast du völlig recht. Der Begriff „Plantage“ wurde in der Kriminalstatistik verwendet und von dort übernommen. Wir hätten ihn wohl besser gleich in Anführungszeichen gesetzt. Allgemein vermeiden wir es dieses Wort zu benutzen.

  9. Fred

    Na jetzt will man wohl doch beweisen, das man den Krieg gegen Drogen gewinnen kann. Alle Mann auf die Konsumenten… kein Wunder das eine Verhaftung und Verurteilung in Einbrecherkreisen schon als eine Art selten vorkommender Betriebsunfall angesehen wird.

  10. Jessica Gast

    2015 wurden 3.852 kg sichergestellt.

    Das sind etwa 396.148 Kilo, die nicht sichergestellt wurden.

    Na dann, herzlichen Glückwunsch! 🙂

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