Montag, 23. Mai 2016

Jamaika: Regierung will Industrie für medizinisches Cannabis

 

Nach Entkriminalisierung soll Cannabis medizinisch genutzt werden

Die Drogenschule

 

Vergangene Woche hat der Minister für Wissenschaft, Energie und Technologie Dr. Andrew Wheatley bekannt gegeben, die jamaikanische Regierung wolle eine vollumfängliche Industrie für medizinisches Marihuana auf der Insel etablieren. Mit dem neuen Zusatz im „Dangerous Drugs Act“, der die Verwendung von Marihuana zu wissenschaftlichen, medizinischen und Therapeutischen Zwecken, sowie den Anbau und den Import für Forschungs- und Entwicklungszwecke zulässt, hat sich Jamaika den Ländern angeschlossen, die Cannabis entkriminalisiert haben, so Wheatley. „Wir werden geeignete Regulierungen entwickeln, um entsprechende Richtlinien für die Industrie vorzugeben.“ verkündete der Minister.

 

 

Laut Wheatley soll ein Lizenzierungsverfahren erarbeitet werden, welches fünf Lizenztypen umfasst und 11 Kategorien sowie eine Gebührenordnung und ein Sicherheits- und Überwachungsverfahren. Diese sollen für jeden Lizenztyp speziell abgestimmt werden. Das Ministerium überprüft derzeit auch die Möglichkeit Import und Export Lizenzen einzuführen.

 

 

Die Technische Universität Jamaikas UTech war die erste Institution, die eine Lizenz zur wissenschaftlichen Untersuchung von medizinischem Cannabis erhielt. Die Universität hat einen 25-jährigen Nutzungsvertrag mit dem Chemist Department der Regierung abgeschlossen und stellt Laborflächen für die Wissenschaftler zur Verfügung. Der Präsident der Technischen Universität Prof. Colin Gyles bekräftigte, dass das Hauptinteresse weiterhin auf den medizinischen und wissenschaftlichen Aspekten der Pflanze liegen werden. Die Forscher werden sich mit der Entwicklung von pharmazeutischen Produkten beschäftigen und den Ausbau von Kooperationen mit örtlichen Bauern intensivieren.

Eine Antwort auf „Jamaika: Regierung will Industrie für medizinisches Cannabis

  1. https://diehanfinitiative.de/index.php/rohstoff

    Das hört sich interessant an. Hanf kann gerade für wirtschaftlich schwache und rohstoffarme Staaten einen Chance sein. Selbst Rohstoffe und Grundstoffe, Nahrung und Medizin mit Hanf erzeugen und lokal weiterverarbeiten. Global verkaufen. Griechenland wo bleibst DU? 🙂 Nur aufpassen, dass die Oligarchien oder Großkartell-Konzerne sich nicht alles krallen („Monsanto-Bayer“ als Reminder). Viel Glück Jamaika 🙂

    Der ultimative Lösungsansatz (nicht nur) für Devisen- und Rohstoffarme Staaten: https://diehanfinitiative.de/index.php/rohstoff Global denken – lokal handeln! Wertschöpfungskette komplett vor Ort – Handel international. Weg von der fossilen Schiene. Raus aus der Ölabhängigkeit. Gesunde Umwelt inklusive.

    LG

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