Mittwoch, 18. Mai 2016

Trackmania Turbo

 

Stunt Car Racer

 

Bild: Ubisoft
Bild: Ubisoft

 

von: mze

 

Mit Trackmania Turbo wird von Ubisoft die Rennpiste unsicher gemacht. Da reguläre Straßenrennen überladen, Formel 1 zu trocken und Fun-Racer nur mit einem Aufgebot von Maskottchen funktionieren, widmete man sich der auf PC bereits äußerst beliebten Trackmania-Reihe und würfelte alle Genres für einen neuen Teil erneut ordentlich durcheinander.

 

Trackmania Turbo ist kein Rennspiel im üblichen Sinne und auch kein alltäglicher Geschicklichkeitstest, vermischt aber die Tugenden jener Spielgenres in einem pfeilschnellen Racing-Game miteinander.

Die Zeit ist der Gegner in Trackmania Turbo, dessen 200 eigenwillige Rennstrecken mit vier unterschiedlichen Fahrzeugklassen befahren werden müssen. So stehen neben Buggy-Varianten auch dem Formel-Rennsport ähnliche Automobile bereit, die sich in ihren Fahreigenschaften allesamt ordentlich voneinander zu unterscheiden wissen. Auch sind die Umgebungen oft unterschiedlicher Natur und bieten verschiedene Straßenbeläge während der Rennen, die sich mindestens ebenso stark auf die Kontrolle der Boliden auswirken.

 

In fünf Ligen ist die Single-Player-Kampagne von Trackmania Turbo unterteilt, die in stetig steigendem Schwierigkeitsgrad viel von dem angehenden Spitzenpiloten verlangt.

Da kein Kader von Gegnern bezwungen werden kann, dafür die jeweilige Strecke aber unter einer vorgegebenen Zeit beendet werden muss, ist Trackmania Turbo unbarmherzig wie die verwendete Rechenmaschine. Zwar wird dem Spieler ein transparentes Fahrzeug-Vorbild mit auf die Straße gesetzt, doch mehr als verunsichern wird einen diese bildlich dargestellte Stechuhr selten. Da die Streckenkonstruktionen jedoch oft eh an halsbrecherische Attraktionen eines Vergnügungsparks erinnern, müssen sich Trackmania-Turbo-Spieler sowieso meist erst an die zu meisternde Runde gewöhnen, bevor ernsthafte Bestzeiten auf dem befahrenen Kurs in Betracht gezogen werden können.

 

So ist es praktisch, dass ein Neustart nur ein Knopfdruck entfernt ist und keine Ladezeit benötigt. Auch ist die Zugänglichkeit durch ein minimalistisches Kontrollschema gewährleistet, welches die Fahrzeuge sogar alternativ über das digitale Steuerkreuz lenken lässt. Dafür ist das Optionsmenü ähnlich pragmatisch gestaltet, was gewisse Einstellungsmöglichkeiten schnell vermissen lässt. Helligkeit und Lautstärke werden vom Hersteller festgelegt. Ebenso ist ein Großteil des Inhaltes hinter Barrikaden verschanzt. Es ist zwingend erforderlich stets den bestmöglichen Rang in den Rennen zu erspielen, um spätere Ligen und deren Kurse freizuschalten. Hat man bei dem Kampf um Silbermedaillen schon zu viel zu knabbern, bleibt mehr als die Hälfte der individuell kreierten Strecken hinter Schloss und Riegel. Und Trackmania Turbo ist schwer.

Korkenzieherschrauben, die auf nassen Graslandschaften enden, 180° Grad Slides im Matsch und alles entscheidende Luftsprünge schenken Freude oder Frust im Sekundentakt.

 

Online darf man diese Gefühle mit bis zu 99 weiteren Fahrern teilen, meldet man sich über einen notwendigen Uplay-Account bei Ubisoft an. Hier bleibt das Spiel jedoch dasselbe Erlebnis, da erneut nur die Zeit entscheidet und keine direkte Platzierung erworben wird. Die gegnerischen Fahrzeuge fahren ohne Kollisionsabfrage um die schnellste Runde. Daheim rast man mit bis zu 15 Freunden.

Sollte aus den erworbenen Rennerfahrungen ein Kreativitätsschub resultieren, dürfen in einem Streckeneditor unendliche Kilometer Trackmania Turbo nach den eigenen Vorstellungen hergestellt und online geteilt werden. Auf dem PC werden sogar VR-Headsets unterstützt.

 

Kniffel für Bleifüße.

 

Trackmania-Turbo-Packshot

 

Trackmania Turbo

Fotos: Ubisoft

USK 0

Circa 40€

PS4 – ASIN: B017OTZYY6 / Xbox One – ASIN: B017OTZYYG / PC-DVD – ASIN: B017OTZY46

 

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