Freitag, 8. April 2016

Soldat baut Cannabis in Kaserne an

 

13 Pflanzen standen kurz vor der Ernte

gaertner_aufGrün

 

Ein Bundeswehr-Soldat der Scharnhorst-Kaserne in Huckelriede hat auf dem Gelände seines Arbeitgebers Cannabis-Pflanzen angebaut, wie die Sprecherin des Landeskommandos Bremen, Stefanie Kullick, gegenüber dem WESER-KURIER bestätigte.  „Es handelt sich um 13 Pflanzen und dementsprechend um einen Kleinstumfang“, so Kullick.  Obwohl die gesamte Kaserne überwacht wird, blieb die Pflanzenzucht längere Zeit unentdeckt. Erst eine Woche vor Ostern sind die Pflanzen bei Umbauarbeiten im gleichen Gebäudeteil der Kaserne entdeckt worden. Der Fall wurde nach Entdeckung der Polizei gemeldet und die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hat der Soldat die Anlage mindestens rund drei Monate betrieben ohne entdeckt worden zu sein. „Die Pflanzen standen kurz vor der Ernte, man geht von einem Wachstumszyklus von rund zwölf Wochen aus“, so Petra Meyer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Doch die Anlage könne auch durchaus länger in Betrieb gewesen sein. Bisher wisse man nicht, ob es sich um den ersten Durchgang handelte oder ob der Verdächtige bereits zuvor einen erfolgreichen Grow in der Kaserne durchgeführt hat.

 

Das Treiben des jungen Mannes flog auf, weil ein Feldwebel feststellte, dass der Schlüssel zum Raum mit dem Pflanzen nicht mehr passte. „Er hat das überprüft und es hat sich herausgestellt, dass der Beschuldigte das Schloss ausgewechselt hat und somit nur noch er über einen Schlüssel zu dem Raum mit den Cannabis-Pflanzen verfügte“ berichtete Meyer. Derzeit gibt es nur einen einzigen Verdächtigen. Es wird jedoch versucht zu ermitteln, ob noch weitere Soldaten beteiligt waren. Auch wisse man nicht, ob der Soldat ausschließlich für den Eigenbedarf anbaue oder seine Ernte später verkaufen wollte. „Fest steht jedoch, dass es sich nach dem Betäubungsmittelgesetz um eine nicht-geringe Menge handelt“ so Meyer weiter. Die genaue THC-Menge konnte bisher jedoch noch nicht bestimmt werden, da die Pflanzen vorerst getrocknet werden müssen. „Angesichts einer nicht-geringen Menge kann man aber von einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr ausgehen“ so Meyers Fazit.

 

 

 

11 Antworten auf „Soldat baut Cannabis in Kaserne an

  1. Gasterl

    „Es handelt sich um 13 Pflanzen und dementsprechend um einen Kleinstumfang“
    „Angesichts einer nicht-geringen Menge kann man aber von einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr ausgehen“

    Kleinstumfang und nicht-geringe Menge passen irgendwie nicht zusammen.

  2. patrick

    Zitat:“Kleinstumfang und nicht-geringe Menge passen irgendwie nicht zusammen.“

    Im Gegensatz zu 1300 Pflanzen sind 13 „Kleinstumfang“, und 13 Pflanzen können trotzdem die geringe Menge übersteigen, und schon passt es!

    E=…… und so weiter und so fort 😉 allet relativ !

  3. www.diehanfinitiative.de

    Das „Ganze“ einmal aus eine „Hubschrauberperspektive“ betrachtet:

    Für uns ist dieses Spiel, welches mit den „schrecklichen“ Menschen getrieben wird, die „Drogen“ anbauen und so Schaden an den „Kindern“ verursachen – „aber die Kinder … ABER die Kinder … oweh!“ – nur noch eine einzige Farce.

    Bei allem, was wir recherchiert haben, zu dem Verbot von Hanf, hat sich herausgestellt, dass es wohl nur um verschiedene „Interessen“ geht. Was diese „Interessen“, im Einzelnen sind, haben wir versucht darzustellen. http://www.diehanfinitiative.de

    Es sind gewisse Systeme entstanden – zum Beispiel: Gesundheitssystem, WHO, TTIP, Zentralbanken-Kriegsführungs-Investitions-Modell, usw., usw. – die von denen, die Vorteile davon haben, weiter betrieben, beschützt und ausgebaut werden. Das hat zunächst nichts mit „Gut oder Böse“ zu tun. Es sind einfach Systeme die entstanden sind. Siehe auch die neuesten Erkenntnisse zu den „PANAMA-Papers“.

    Die Frage ist, wem nutzen diese Systeme und sind sie von Vorteil für Alle oder nur für Einige (und zwar für eine immer kleiner werdende Gruppe)? Dienen diese Systeme dem Allgemeinwohl oder fangen sie an zu „pervertieren“? Dienen sie nur dem Wohl weniger? Sind wir „Untertanen“ oder „Menschen“ mit „Menschenrechten“?

    Wir sehen das gerade wieder, an der Diskussion um die Drogenbeauftragte der Bundesregierung „Krieg gegen Marlene Mortler durch die ‚Kifffer'“, wie das Verlagshaus des „Stern“ getitelt hat. Eigentlich erwarte ich von Journalismus, dass er die Dinge hinterfragt. Aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Auch konkret Minderheiten vertritt und unbequem ist und nicht locker lässt, wenn es keine oder unbefriedigende Antworten gibt.

    Doch worum geht es wirklich bei „diesen“ Meldungen? „Plantage aufgeflogen“!!! Geht es um das „Gemeinwohl“ oder geht es darum, die Menschen in Gruppen zu teilen und aufeinander zu hetzen? Für uns hat Frau Mortler eigentlich nur eine Funktion und die ist: diese unangenehmen Fragen von der Bundesregierung fern zu halten und als „Puffer“ zu fungieren. Als Projektionsfläche für die Wut und Ent-„täuschung“, die wohl auch entsteht, wenn man sich ungerecht behandelt und getäuscht fühlt.

    Warum bedient unser Journalismus solche systemischen „Ideologien“? Das ist die Frage, die wir uns stellen sollten, anstatt uns aufhetzen zu lassen.

    Was meint IHR zu diesen Gedankengängen?

    Liebe Grüße 🙂 🙂 🙂

  4. greenness

    „Soldat baut Cannabis in Kaserne an“

    Ich frage mich, was die Aufregung soll. In Italien tun das Hunderte.

  5. Surak

    Schlösser sind dem Gartenbau physikalisch logisch nachgeordnet. Von Schußwaffen wollen wir in dem Kontext hier erstmal vorsorglich gar nicht reden…. Oder hab ich in Physik beim Herrn Köchling irgendwann mal nicht hinreichend aufgepasst? 😕 Das wäre schade!

  6. underground-grower

    Wie ich richtig gelesen habe, ist das auf einer Kaserne passiert.
    Ist da nicht die Militärpolizei (hier warscheinlich Feldjäger oder wie)? und das Militärgericht zuständig und nicht Polizei-Blau-Licht und Staatsanwaltschaft?
    Hatte mein Wehrdienst im ehemaligen Jugoslawien absolviert 1985.
    War auf Totenwache abgestellt. 12 Std. Schicht. Wo ich ein Tag in der Woche frei bekam, sah ich beim Spazieren gehen ein VW-Käfer und der hatte zu der Zeit-, ein Blaupunkt Nashville,- wert auf dem Schwartzmarkt von ca. 500DM im Jugoland. Da wir eine bescheidene Besoldung hatten, nahm ich Stellung, nahm mein Klappspaten, die Bügel lagen im Handschuhfach und schwupp wars meins. Kumpel erzählt der Kontakte in der Stadt hatte, verkaufen konnte. <<wurde von Ihm verraten, Mp`s sackten mich ein, verhör von MP und unehrenhaft entlassen. Zivilrechtlich hatte der Rechtsanwalt, den ich damals beklaut hatte, keine Chance.
    Bescheidene Welt halt…in der wir leben…Die Großen mit fettem Konto kommen da unschuldig wieder raus und das Hemd ist Chemisch gereinigt.
    Peace junger Soldat.

  7. X-KIFFER

    @underground-grower
    Da hast Du aber Glück gehabt. Es gibt nämlich das Problem der Doppelbestrafung bei Militärangehörigen. Erst kommst Du als Soldat vors Militärgericht und in den Militärknast. Wenn Du dann die Strafe abgesessen hast wirst Du unehrenhaft entlassen. Dann nimmt sich die Staatsanwaltschaft der Sache an und zerrt Dich vor ein Zivilgericht welches Dich dann nochmals nach dem zivilen Strafrecht verurteilt und einkerkert. Tja so ist das im gründlichen Deutschland, die Deutschen setzen eben nicht nur im Maschinenbau alle Schrauben doppelt sondern auch im Strafrecht, doppelt gemoppelt hält besser!

    @hanfinitiative
    „Warum bedient unser Journalismus solche systemischen „Ideologien“? Das ist die Frage, die wir uns stellen sollten, anstatt uns aufhetzen zu lassen.“
    Antwort:
    Weil es Lügenpresse ist ! Progandaschleudern ! Goebbels würde staunen wie Deutschland es geschafft hat die Medien ganz ohne Zwang gleichzuschalten um das Volk blöd zu halten.

  8. underground-grower

    @X-Kiffer
    Da gebe ich dir absolut Recht !
    Damit war die Story aber noch nicht für mich zu Ende. >Als Westdeutschland und ihre Verbündete den Sowjet-Kommunismus in die Knie zwangen, brach auch Jugoslawien in sich zusammen wie ein Kartenhaus.
    Der Rechtsanwalt hat es Jahre später irgendwie geschafft meine Adresse in Deutschland herauszufinden.
    Als ich von der Arbeit nach Hause kam, saß ein Mann in Anzug und Krawatte im Wohnzimmer meiner Eltern und verlangte 1000DM entschädigung.
    Der wollte wahrscheinlich auch doppelt abkassieren m.M.n.
    Zu der Zeit hatte ich extreme Kontakte, die jeder Zeit mit Geld flüssig waren und wollten nur Wissen wann sie das geliehene Geld zurückbekommen würden. Als ich meine Story erzählte wofür ich den Tausender brauche, meinten die zu mir: „Wenn du willst dann wird er einbetoniert und belästigt dich nie wieder“.
    Das ging mir aber doch zu weit und ich lehnte das Geld, aber auch den Gefallen den sie mir umsonst getan hätten ab!!!!
    Der Rechtsanwalt wollte mich verklagen und ich ließ es darauf ankommen.
    Vom Winde verweht. Viel Rauch um nichts.
    Mfg.

  9. underground-grower

    Seit über 22Jahren habe ich keine Kontakte mehr zum Millieu und das ist für mich auch gut so.
    Seit über 7Jahren keinen Führerschein mehr.
    Wegen 5gramm an der Grenze zu Holland erwischt worden.
    Brauche keine Fahr-Lizenz mehr.
    10Jahre noch und die Autos sind die Lenker im Verkehr.
    Ausserdem nutze ich die Öffentlichen Verkehrsmittel und fahre wenns schön ist Fahrrad.
    Mal sehen wie die Versicherungen, Idiotentests, Fahrschulen etc. damit klar kommen.
    Mfg

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