Montag, 4. April 2016

Berliner AfD will keine Legalisierung von Cannabis

 

Beim zweiten Teil des Parteitags waren 59 zu 55 Stimmen gegen eine Gesetzesänderung

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Von der Polizei abgeschirmt, hat die Berliner Alternative für Deutschland (AfD) gestern ihren Parteitag fortgesetzt. Rund 150 Delegierte hatten sich nach Angaben der Tagungsleitung versammelt, um über das Wahlprogramm für die Abgeordnetenhauswahl am 18. September abzustimmen. Neben der Kürzung der Förderungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, fordert die AfD nun auch den Pressekodex dahingehend zu ändern, dass bei Kriminalitätsberichterstattungen künftig auch die Nationalität der Täter genannt werden soll. Die AfD war zuvor immer wieder wegen ihrer rechtspopulistischen Forderungen in die öffentliche Kritik geraten, konnte jedoch kürzlich bei mehreren Landtagswahlen zweistellige Prozentzahlen der Wählerstimme  (in Sachsen-Anhalt waren es sogar über 24 Prozent) gewinnen.

 

Mit knapper Mehrheit sprach sich die Berliner Partei jetzt gegen die Legalisierung von Cannabis aus. Über das Thema war zuvor heftig diskutiert worden. Zuvor gab es keine offizielle Position der Partei zu dem Thema. Mehrere Redner hatten sich dafür ausgesprochen das Thema nicht im Wahlprogramm zu berücksichtigen aus Sorge dadurch Wähler zu verprellen. Ein anderer Redner sprach sich dagegen für die Legalisierung aus: «Wir sind doch auch eine liberale Partei. (…) Es gibt auch so etwas wie das Recht auf Rausch.», wie die Welt am Sonntag berichtete. Thorsten Weiß, der Chef der Jugendorganisation Junge Alternative (JA) erläuterte hingegen, dass die Wähler von einer konservativen Partei erwarten würden, dass sie sich gegen Gesellschaftsexperimente ausspreche.

 

Die Legalisierung wurde durch die Berliner AfD abgelehnt. Somit hatte der Deutsche Hanfverband mit seiner Einschätzung recht behalten: „Angesichts der konservativen bis rechtspopulistischen Ausrichtung der Partei glauben wir nicht, dass es hier noch hanffreundliche Impulse geben wird“. Bleibt zu hoffen, dass das Wahlergebnis in Berlin für die AfD wesentlich schlechter ausfallen wird, als in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, nicht nur wegen der ablehnenden Haltung der Partei gegenüber der Cannabis-Legalisierung.

 

 

 

 

12 Antworten auf „Berliner AfD will keine Legalisierung von Cannabis

  1. Dieter Blette

    „Angesichts der konservativen bis rechtspopulistischen Ausrichtung der Partei glauben wir nicht, dass es hier noch hanffreundliche Impulse geben wird“

    selbst wenn diese Ratten Fänger Partei etwas Hanffreundlichen im Programm hätte wäre es nicht im geringsten eine Alternative.

  2. patrick

    Zitat:“Noch ein Grund mehr, diese Partei nicht zu wählen.“

    Subjektive Meinung OK ;), aber eine objektive Betrachtung/Bewertung wäre sicher dienlicher!

    Eine Wertung der AfD werde ich hier nicht in Betracht ziehen! Allerdings muss ich gestehen wäre ich wählen gegangen hätte ich diese aus Protest gewählt, denn mal Butter bei die Fische bei dieser Frage Entscheiden viele andere Parteien sicher mit hoher Mehrheit gegen eine Gesetzesänderung!

    Und zudem erwarte ich mit meinen 36 Lenzen von keiner Partei mehr irgendeine Änderung zu positiven 😉 von daher ist es auch so ziemlich egal was man wählt m.E.!

    PANAMA PAPERS 😉 !

    Also Objektiv bleiben! Denn Argumente ala „doofe AfD blabla weil doof“, ist genauso stupide wie Hanf ist eine Droge und illegal weils eine Droge ist!

    Allerdings B2T:
    „59 zu 55 Stimmen gegen eine Gesetzesänderung“; „knappe Mehrheit“ …..

    Wie würden denn andere Parteien abschneiden bei dieser Frage? Gibt es da eine übersichtliche Tabelle, wenn ja vllt. hat ja mal jemand freundlicherweise n Link parat!?

    Was mich allerdings n bisl (sehr) sauer macht ….

    Zitat :“Somit hatte der Deutsche Hanfverband mit seiner Einschätzung recht behalten: „Angesichts der konservativen bis [b]rechtspopulistischen Ausrichtung[/b] der Partei glauben wir nicht, dass es hier noch hanffreundliche Impulse geben wird“.“

    Erstmal heisst das nichts weiter als KONSERVATIV, und zweitens haben wir den GRÜNEN (welchen Georg Wurth vom DHV angehört!) das Hanfsamenverbot zu verdanken! Daher finde ich das schon ein wenig polemisch!

    !! Ansonsten nichts gegen Herrn Wurth und den DHV! Ich finde der DHV macht soweit möglich wirklich gute Arbeit für unsere Sache !!

    Da [b]wäre[/b] mir ne ehrliche rechtspopulistische „AfD“/Partei lieber als so ein verlogener pädophiler Sauhaufen wie die Grünen!

    Mal ganz davon ab das die andere „Angelegeheit“ wohl mehr Gewichtung hat, bleiben wir an dieser Stelle doch beim Thema!

    z.B.:
    http://hanf-aktivisten.de/?p=5500
    Oder einfach mal googln, „Grüne und Hanfsamenverbot“!

    mfg.

    PS: rein präventiv ;), bin weder politisch orientiert noch gehöre ich einer Partei an!

  3. Ralf

    Dazu kann ich nur sagen: Nur die aller dümmsten Kälber wählen sich ihre AfD-Metzger selber !

  4. Cosmo

    Ich will keine AFD. Aber liebe AFD, man bekommt nicht immer was man will. Legale und kontrollierte Abgabe berauschender Substanzen wird kommen. 50+ Jahre der Prohibition wird Enden.

  5. Doitscher Kiffer

    Abwarten! Der Landesverband Berlin ist nicht die Bundespartei. Und die fordert nach wie vor eine totale Freigabe ALLER Drogen.

  6. parteilos aberr ealist

    Ok,fassen wir mal zusammen:
    Bei der CDU/CSU sind 99,9% gegen eine Entkriminalisierung,geschweige denn erst gegen eine Legalisierung.Und das wird sich in 100 Jahren nicht ändern.
    SPD:80%gegen Legalisierung,die Partei wird immer irrelevanter,vllt.ändert sich das dadurch
    FDP:60% für Legalisierung,Partei ist irrelevant geworden
    Grüne:80-90%für eine Legalisierung,tut aber nichts dafür,hat wenig Stimmen,haben wenig zu sagen.
    Linke:90%für eine Legalisierung,Partei tut aber meist wenig dafür,langsam sinkende Stimmenzahlen bzw.stabile.Haben wenig zu sagen.

    Bei der AFD hingegen sieht es bis jetzt so aus,dass zumindestens bis jetzt über ein Drittel bis 45% für eine Legalisierung ist.Dazu ist sie eine aufstrebende Partei,die der CDU viele Stimmen wegnimmt.Die einzigste Partei,die vielleicht einmal die größte Partei der BRD werden kann.Man muss also DIESE Partei von einer Legalisierung überzeugen.Ob uns der Rest der Partei gefällt oder nicht.

    Die CDU werdet ihr sowieso nie von der Legalisierung überzeugen.Und die anderen Parteien haben eh nichts zu sagen bzw.verzeichnen großen Minus.

  7. www.diehanfinitiative.de

    @patrick was Du zu den „PANAMA-Papers“ anmerkst, scheint mir sehr relevant zu sein! https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/19-1984

    Uns erscheint das nur die Spitze eines „Eisberges“ zu sein … des System „Prohibiton“, wie wir das schon 2012 genannt haben. Es wird noch viel mehr herauskommen. Das Hanfverbot scheint nur ein kleiner, wenn auch nicht unbedeutender, Splitter dieses Systems.

    Meine persönliche Meinung: Die AfD ist eine faschistische Partei und ich persönlich lehne sie ab. Egal, ob die für oder gegen Cannabis sind!

    Aber was ist, aus der Sicht von „HanfreundInnen“ und „HanfpatientInnen“ eine echte „Alternative“. Mir erscheint es so, als ob alle, die an „die Macht“ kommen, in das „System Prohibition“ verstrickt werden (oder es schon sind) und dann, entgegen ihrer vorherigen Aussagen oder Versprechen, eben „systemkonform“ handeln.

    Ich bin gespannt wie es weitergeht. Es bleibt spannend! Die, die wirklich die Macht haben, geraten jetzt unter Zugzwang, weil ihr „System“ zunehmend offen gelegt wird. Was können WIR tun, damit wir erfolgreich den Hanf aus diesem paradoxen System herauslösen, so dass alle Menschen davon einen Nutzen haben können?

    Ein Schlüssel wäre wohl der „Skandal“ um GW-Pharm, wenn wir das Schloss dazu finden. Es geht um hohe Multi-Milliarden-Geschäfte, ob offshore oder nicht!

    „Oh wie schön ist Panama?“ Dazu gibt es eine „Hausarbeit“, zum „System Prohibition“, die den „Hanfrebellen“ vorliegen dürfte.

    Liebe Grüße 🙂 🙂 🙂

  8. underground-grower

    25 Jahre ists her, das ihr aus den Fängen der UDSSR befreit wurdet, doch die Freiheit und Offenheit der Demokratie tretet ihr mit Springerstiefeln und Hass.
    Parolen aus dem dritten Reich, machten es dem Hitler gleich.
    Ich lebte mal eine Weile im Osten, die Hälfte von den Menschen waren Alkoholiker und Vollpfosten.
    Sie begegneten mir mit Misstrauen, die andere Hälfte hatte zu mir Vertrauen.
    Drüben war ich weder Kriminell oder Homosexuell, betrachtet und abgeurteilt doch sehr schnell.
    Blühende Landschaften sah ich nicht, vielmehr sah ich kaputte Menschen und Straßen, mit wenig Licht.
    Am Ende wieder im Westen angekommen, Freunde begrüßten mich und sagten:
    „Herzlich Willkommen“.
    Das Leben geht weiter, wie auch immer, ich growe für mich weiter, das ist sicher.
    Mfg an die Cannabisgemeinde.
    Es Lebe das Hanf.

  9. parteilosaberrealist

    Trotzdem stehen die Chancen auf eine Legalisierung besser,wenn die CDU geschwächt ist.Egal durch welche Partei.Man kann sich nur freuen,wenn die CDU und SPD geschwächt sind.Die größten Legalisierungsverhinderer schlechthin.

    Wenn jemanden die AfD nicht passt,muss man die Partei so machen,dass sie einem passt.Die Partei kann im Gegensatz zur CDU,SPD usw,noch was lernen und ist aufnahmefähig.Die jetztige AfD ist nicht die,die es in 5 Jahren wird.Die Scheiß CDU und SPD haben nur noch etwa 50% der Stimmen.Bei der letzten Wahl hatten sie noch fast 70%.Weiter so.

  10. Ralf

    Ich bezweifle daß die AfD genügent Potenzial hat um das Wesentliche zu begreifen, sonst wäre sie nicht so von Grund auf xenophob. Solch eine künstlich erzeugte, kollektive, irrationale Angst läßt sich nur schwer wieder aus den Köpfen dieser Leute schaffen. Sie ist die Triebfeder ihres Handelns.

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