Mittwoch, 2. März 2016

Schlafmangel löst die Munchies aus

 

Zu wenig Schlaft soll ähnlich wie Cannabis auf Hungergefühl wirken

Grafik Lukas Tkoz
Grafik Lukas Tkoz

 

 

 

 

 

Forscher der University of Chicago haben in einer Studie herausgefunden, dass Schlafmangel sich ähnlich wie Cannabis auf das Hungergefühl auswirken kann. „Schlafmangel scheint das gleiche Endocannabinoidsystem anzuregen, welches auch durch die aktiven Inhaltsstoffe von Marihuana angesteuert wird, um das Verlangen nach Nahrungsaufnahme zu verstärken.“ berichtete die wissenschaftliche Mitarbeiterin Erin Hanlon.

 

Zur Durchführung der Studie wurden 14 Testpersonen für zwei viertägige Aufenthalte in die Universität gebeten. Während sie beim ersten Durchlauf rund 7,5 Stunden pro Nacht schliefen wurde die Zeit beim zweiten Aufenthalt auf rund 4,2 Stunden verkürzt. Während beider Versuche erhielten die Probanden 3 Mahlzeiten am Tag. Zusätzlich wurde ihnen nach der vierten Nacht eine Auswahl an verschiedenen Snacks angeboten.

 

Während der Tests wurden neben den Werten der Hormone Ghrelin und Leptin, die in der Vergangenheit mit Schlafmangel und erhöhtem Appetit in Verbindung gebracht wurden, auch das Vorkommen des Endocannabinoids 2-Arachidonoylglycerol (2-AG) gemessen. Dieses ist gewöhnlich während der Nacht gering und steigt dann im Laufe des Tages an. Die Untersuchungen ergaben, dass der 2-AG-Spiegel um 33% bei Schlafmangel zunahm, dabei um ca. 14 Uhr seinen Höhepunkt erreichte und bis um 21 Uhr hoch blieb (zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit).

 

Die Probanden beschrieben während dieser Zeit ein verstärktes Hungergefühl und nahmen folglich wesentlich mehr der Snacks zu sich, als nach den vier Nächsten mit ausreichendem Schlaf. „…wenn man einen Snickers Riegel hat und genug Schlaf hatte, kann man sein natürliches Verlangen kontrollieren. Aber wenn einem der Schlaf entzogen wurde, verstärkt sich das Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln und die Fähigkeit diesem zu widerstehen kann beeinträchtigt sein. Daher ist man eher dazu geneigt ihn zu essen. Wenn man dies wieder und wieder tut, wird man ordentlich Gewicht zulegen.“ lautete Hanlons Fazit.

 

 

 

 

 

2 Antworten auf „Schlafmangel löst die Munchies aus

  1. Ralf

    Aha, da soll also den Menschen wahrscheinlich jetzt weisgemacht werden, daß man dem Körper besser den absolut zu gesunderhaltung notwendigen Schlaf entzieht, statt Cannabis einzunehmen um den Hunger anzuregen. Wer bezahlt solchen Mist an Studien eigentlich? Für die wirklich wichtige Forschung ist dann kein Geld mehr da !

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