Sonntag, 28. Februar 2016

Weshalb der Eigenanbau von Patienten boomt

 

 

„Noch bekomm ich gar nix“

 

Autor: KIMO

 

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Torben ist Cannabispatient und im Besitz einer Ausnahmegenehmigung der Bundesopiumstelle. Allerdings belaufen sich die monatlichen Kosten seiner Medizin auf weit über 1.000 Euro, die er eigentlich selbst aufbringen muss. Über seine Krankheit an sich redet er nicht gerne, das sei seine Privatsache erzählt er mir bei meinem zweiten Besuch innerhalb von zwei Jahren.

 

Hatte er beim letzten Mal noch „Blueberry“- und „Lemon-Haze“ in seiner selbst gebauten Box stehen, sind es dieses Mal vorwiegend „Jack Herer“ sowie ein paar andere Leckerchen, zu denen wir später kommen. Waren es bei der letzten Stippvisite noch zwei Homeboxen im Keller des Hauses, so werde ich dieses Mal im gleichen Abstellraum in eine Art selbst gebauten Wandschrank geführt, den Torben neu für seine illegalen Untermieterinnen gezimmert hat.

Schon beim Betreten sehe ich, dass er weder Kosten noch Mühen bei der Ausstattung der neuen Box gescheut hat. Der gesamte Raum ist am Boden ordentlich mit Teich- sowie an den Wänden mit schwarz/weißer Folie versehen. Die beiden im Zimmerchen stehenden Tische sind von allen Seiten begehbar. Für Dünger und sonstiges Zubehör gibt es auch eine extra Regalecke. Kurzum, Torben arbeitet sauber und seine Ladys sehen auf den ersten Blick kerngesund aus. Bevor wir uns ganz der Damenwelt widmen, bewundere ich noch kurz das edle Set-Up des Selbsthelfers.

 

Am „Motherboard“ hängen eine Lüftungssteuerung zur Kontrolle von Luftfeuchtigkeit und Temperatur sowie zwei elektronische 600 Watt Vorschaltgeräte mit Super Lumen Stufe, die aber mit einem 750 Watt Leuchtmittel betrieben werden. „Weil die Super-Lumen Stufe 660 Watt hergibt. Das sind 10 Prozent mehr als die Last, für die das Leuchtmittel ausgelegt ist. Ich halte es deshalb für besser, eine 750 Watt Leuchte auf ungefähr 90% Leistung laufen zu lassen, als eine 600 auf 110% Leistung. Alle technischen Geräte leiden unter Überlastung, wieso sollten Natrium-Dampf Leuchtmittel da eine Ausnahme bilden?“ erklärt Torben mir diese ungewöhnliche Kombination. Über der Anbaufläche von knapp drei Quadratmetern hängen zwei Adjust-a-Wings Reflektoren (ohne Spreader). Außerdem zwei große und vier kleine Clip-Ventilatoren, ein Thermo-Hygrometer und Gelb- sowie Blautafeln gegen Schädlinge. Die Ladys stehen in sieben Liter-Töpfen auf Kokossubstrat, als Gestell dienen zwei Duma-Tische auf hölzernen Klapp-Böcken.

 

40 Watt pro Pflanze

 

Bei den 30 Damen handelt es sich um eine bunte Mischung aus „Jack Herer“, einer „White K.C“, zwei „Original Cheese“ und ein paar verstreuten „Extrema“, wie mir Torben stolz berichtet. „Ich habe jetzt ungefähr 40 Watt pro Pflanze zur Verfügung, was eigentlich schon ein wenig viel ist. Bei einem Sea of Green sind es höchstens 20 pro Pflanze und auch wenn sie ein wenig Platz haben, rechne ich normalerweise höchstens 35 Watt pro Pflanze.“

 

Mein Gastgeber ist der Meinung, seine Anbaufläche sei nicht ausgelastet, denn die gut 30 Pflanzen nutzen das Potential seiner Edel-Box nicht ganz aus. Eigentlich wären 40 Pflanzen optimal gewesen, aber Torben hatte zwei der insgesamt vier Sorten noch nie angebaut und war sich ob der Eigenschaften seiner Damen nicht sicher: Wie hoch werden sie am Ende? Wie stark verzweigen sie? Brauchen sie eher viel oder wenig Platz und Dünger? Jetzt, kurz vor der Ernte, weiß er, dass es beim nächsten Durchgang 40 Pflanzen werden sollten, wenn er die Sorten wieder ähnlich kombiniert und sie dann, so wie bei diesem Versuch, bei einer Höhe von 25 Zentimetern dem Blüte-Lichtrhythmus aussetzt. Jetzt will ich noch wissen, ob Torben seine fast fertigen Buds ursprünglich aus Samen oder Stecklingen gezogen hat.

 

„Wie Du an den parallelen angeordneten Internodien siehst: Aus Stecklingen. Wer sein Hobby effektiv betreiben möchte, sollte sich zuerst einmal um die Verfügbarkeit von Stecklingen kümmern. Sämlinge brauchen ein paar Wochen länger als Stecklinge, bis sie in die Blüte geschickt werden können und kosten auch mehr. Beim allerersten Durchgang geht es natürlich nicht ohne Samen, es sei denn, ein/e Freund/in hat zufällig Stecklinge übrig. Die Genetik meiner Strains stammt angeblich von einem Wiener Stecklingszüchter. Ein paar Wiener Damen haben es im Laufe der Jahre wohl auf verschlungenen Pfaden ein paar hundert Kilometer nach Nordwesten geschafft. Die „Cheese“ und die „Jack Herer“ sind aus meiner vegetativen Kammer, die anderen beiden habe ich bei einem befreundeten Gärtner gegen meine eigene Genetik getauscht, damit ich ein wenig mehr Abwechslung habe.“

 

Ich möchte von Torben wissen, ob das mit 750 Watt, statt ein 600 Watt Leuchtmittel mit einem 600 Watt Vorschaltgerät, denn so klappt, wie es ihm im Growshop empfohlen wurde. „Technisch klappt das einwandfrei und mit dem Ertrag war ich bislang auch immer zufrieden. Ob das Lichtspektrum dadurch irgendwie beeinflusst wird, weiß ich nicht ganz genau. Aber sollte das der Fall sein, wirkt es sich wenigstens bei mir nicht negativ auf das Ergebnis aus. Ich habe immer ein wenig mehr als zuvor, als ich noch mit einem herkömmlichem Gerät ohne Super Lumen Stufe gegrowt habe.“

 

Die Pflanzen lesen lernen

 

Torben hatte gleich seinen ersten Grow genutzt, um zwei kleine Mutterpflanzen mit guten Eigenschaften zu selektieren. Weil Stecklinge und deren Mutterpflanzen mehr Feuchtigkeit und sechs Stunden mehr Licht brauchen, hat Torben hierfür eine getrennte Räumlichkeit eingeplant. Für Selbstversorger wie Torben reichen im Normalfalle ein oder zwei Mutterpflanzen, für die er nur 30x30cm Grundfläche und 1,20 Meter Höhe benötigt. Das hat seine Unabhängigkeit von Apotheke und Kostenübernahme anfangs ein wenig teurer und zeitintensiver gemacht, aber:

 

Wer eine Pflanze schon als Mutter und Steckling kennt, entwickelt ein besseres Gefühl dafür, was sie wann braucht und erkennt Probleme oft, bevor sie entstehen.

– Dritte wie Samenhändler, der Postbote oder auch die Clon-Connection müssen vom neuen Hobby nichts erfahren.

– Stecklinge sind auf Dauer billiger als Samen.

– Eine gute Mutterpflanze garantiert über lange Zeit gleichmäßige, verlässliche Ernte.“

 

Zur Zeit meines Besuchs sind die beiden „Cheese“ nach 60 Blütetagen gerade geerntet, die „White K.C.“ und die „Extrema“ sollen in fünf Tagen folgen, so dass sie neun Wochen Reifezeit genießen konnten. Die Jack Herer, von denen Torben die meisten Pflanzen gesetzt hat, sollen der Schere erst nach 75 Tagen zum Opfer fallen. Die Internodien waren mit Ausnahme der „Jack Herer“ trotz der sativa-lastigen Genetik ziemlich kurz und so sollten „Cheese“, „Extrema“ und „White K.C.“ mit knapp einem Meter ein wenig kleiner als die gut 120cm hohen Jack Herer bleiben. Torben steht nicht mehr so auf kleine Pflanzen und ganz kurze Blühzyklen. „Früher habe ich am liebsten Kurzblüher wie die „Top44“ oder die „AK47“ direkt nach der Bewurzelung auf Easy Plugs bei einer Größe von nur zehn Zentimetern auf 12 Stunden Beleuchtungszeit umgestellt. Da habe ich aber bei der gleichen Fläche das Doppelte an Pflanzen gebraucht. Die Ernten waren aber nicht besser als meine jetzigen. Denn wenn ich pro Quadratmeter 30 Pflanzen gestellt habe, waren immer ein paar dabei, die nicht gut mitkamen. So hatte ich immer bis zu 15 Prozent Ausschuss. Seit ich nur noch die Hälfte stelle und die dafür erst bei einer Mindestgröße von 25 Zentimetern in die Blüte schicke, habe ich kaum noch individuelle Ausfälle und somit immer einen gleichmäßig guten Ertrag. Bei nur 16 Pflanzen pro Lampe hätte ich mit der Blüte hier ruhig noch ein paar Tage mit der Blüte warten können, aber ich dachte, die beiden Sorten, die ich vorher nie angebaut hatte, wachsen aufgrund ihrer Haze-Genetik viel höher, verzweigter und bilden größere Internodien.“

 

Natürlich sind die Damen in der Blüte ihres Lebens von Torben mit bester Nahrung versorgt worden, als Grunddünger wurde ein Zwei Komponenten Kokos-Dünger genutzt, außerdem gab es Wurzelstimulator, Enzyme sowie Blühbooster vom Marktführer aus den Niederlanden. Gegossen wurde alle drei Tage mit 1,25 Liter Nährlösung/Pflanze, was mein Gastgeber für zu selten hält, weil das Medium dann antrockne, was wiederum den pH-Wert negativ beeinflusse. Er habe aber einfach zu wenig Zeit gehabt, um die Mädels, wie es optimal sei, alle zwei Tage, dafür aber ein bisschen weniger, zu gießen. Trotzdem steht mein Freund bei seinen Hobby-Grows nicht auf Bewässerungssysteme.

 

Extrema in der siebten Woche
Extrema in der siebten Woche

 

„Nur mein direkter Kontakt zu den Mädels lässt den „Grünen Daumen“ sprießen.“ Torben gibt unumwunden zu, dass er diesbezüglich kein Naturtalent ist. Zimmerpflanzen, die er sich vor dem Dasein als Hobbygrower zugelegt hatte, haben selten die ersten Wochen überlebt. „Das frühzeitige Erkennen von Mängeln oder gar Schädlingen,“ erklärt mein Gastgeber „sowie der richtige Gießzeitpunkt und die richtige Menge sind die Hauptfaktoren für eine erfolgreiche Zucht“. Hierbei spielen jedoch so viele Faktoren eine Rolle, dass es unmöglich ist, ein „Patentrezept“ zu präsentieren. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sorte, Topfgröße, Wurzelentwicklung sind nur einige Dinge, die über den Nährstoffbedarf einer Pflanze entscheiden. Wer seine Pflanze mit der Hand gießt, entwickelt hierfür ein viel besseres Händchen, als die/derjenige, die/der das von Anfang an einer Maschine überlässt. Sind die ersten Ernten erfolgreich eingebracht, kann eine automatisierte Bewässerung nachträglich leicht installiert werden.

 

Extrema in der achten Woche
Extrema in der achten Woche

 

Zu Anfang der Blütephase lag der Ec-Wert bei 1,0mS/cm² und wurde sukzessive auf 2,2mS gesteigert, wobei Torben pures Osmosewasser mit einem Ec-Wert von 0,0mS zum Anmischen der Nährlösung verwendet hat. Im Nachhinein würde Torben aufgrund der sehr langen Blütephase nicht mehr als 2,0mS geben, denn bei den „Extrema“ sieht man schon erste Salzablagerungen auf dem Medium, ohne dass die Mädels jedoch Zeichen von Überdüngung aufweisen. Bei einer neuen Sorte muss man sich eben immer langsam an die optimalen Parameter heran tasten. Der pH-Wert lag während des gesamten Durchgangs auf 5,5, zehn Tage vor der Ernte hat Torben aufgehört die jeweilige Sorte zu düngen, um die verbleibenden Nährstoffe komplett aus den Pflanzen und dem Medium zu spülen.

 

Nach der Ernte hängt Torben die Damen erst einmal kopfüber in die Box, ohne sie zu maniküren. Die Scheren-Pflege folgt dann nach zwei bis drei Tagen Vortrocknen. Meinen Einwurf, das sei doch viel mehr Arbeit als die direkte Maniküre kontert Torben: „Nicht bei meiner Technik“. Ich frage lieber nicht genauer nach, denn man kann nicht in allen Belangen einer Meinung sein.

Danach hängen sie so lange in der Box, bis die großen Stiele beim Durchbrechen knacken, um schlussendlich noch ein paar Tage in einer Tupperbox bei halb geöffnetem Deckel fertig zu trocken. „Wie hoch der Ertrag ist, weiß ich natürlich jetzt noch nicht, aber ich bin ganz gut im Schätzen. Ich denke, ich bewege mich insgesamt so bei 2 x 350 Gramm. Die erste Fuhre mit den drei schnelleren Sorten sowie der Rest „Jack Herer“, der in knapp 10 Tagen dran ist, werden ungefähr gleich ertragreich sein, schätze ich. War ja letztendlich auch je ein qm. Die Buds sind alle kompakt und auch sehr fest, aber die Ladys sind trotz des Sativa-Anteils und ausreichend Platz kaum verzweigt, sondern eher kerzenartig gewachsen. Ich denke mit 20-25 Pflanzen beim nächsten Durchgang könnte ich mich dem annähern, wovon man immer liest: 1 Gramm pro Watt. Aber mir sind Geschmack und Qualität sowieso wichtiger als die Ertragsmenge. Das meiste rauche ich mit meinem Freund sowieso selbst, ein wenig gebe ich an andere Patienten ab, um die hohen Stromkosten halbwegs zu kompensieren. Und wenn ich eine echt fette Ernte habe, rauche ich auch automatisch mehr. Ich wiege die Ernte nicht mal mehr nach dem Trocknen.“

 

Leider sind die bereits geernteten „Käseblüten“ noch nicht konsumfertig, aber ich darf mich auf ein anderes Leckerchen freuen, das Torben zur Feier des Tages für uns vorbereitet hat. Im Raucherzimmer wartet nachgereinigtes Butan Extrakt oder auch BHO, das er bereits aus den Ernteresten der „Cheese“ gewonnen hat, darauf, von uns verdampft zu werden. Doch bevor wir uns dem angenehmsten Teil unseres Treffens widmen, bitte ich Torben, kurz zu erläutern, wie er das BHO denn hinbekommen habe.

 

Outdoor-Extraktion:

 

„Bevor ich irgendetwas zur Öl-Extraktion erzähle, möchte ich Eure Leser davor warnen, in geschlossenen Räumen mit Butan zu hantieren. In den USA oder Spanien und mittlerweile leider auch bei uns sprengen sich regelmäßig Hanfgärtner selbst in die Luft und gefährden so sich, andere sowie den Ruf einer ganzen Gilde. Selbst an der frischen Luft können sich die verdampfenden Gase bei unsachgemäßer Handhabung noch entzünden, in der Wohnung kann schon ein Funken beim Anschalten des Lichts oder beim Öffnen des Kühlschranks die Initialzündung auslösen. Auch draußen sollte man während der Extraktion nicht rauchen oder elektrische Geräte in der Nähe der Auffangschale betreiben.

Ich habe diesmal ein neues, extra reines Spezialgas benutzt, das besonders sauber und deshalb bestens zur Öl-Extraktion geeignet sein soll, was ich im Nachhinein nur bestätigen kann. Dann habe ich mir einen großen Extraktor, wie es sie seit einer Zeit im Growshop gibt, genommen. Durch dessen prall gefüllte Kräuterkammer habe ich über einer Schüssel eine Kiste, also sechs Flaschen, Butangas gejagt, genau gesagt zwei Flaschen pro Füllung. Beim Extrahieren habe ich einen dicken Skihandschuh verwendet, weil einem ohne Kälteschutz spätestens beim Durchdrücken der zweiten Flasche die Finger abfrieren. Das Ergebnis, ein Gas-Harz Gemisch, habe ich in einer Schale aufgefangen und dann fast eine Stunde lang auf dem Balkon im Schatten ausgasen lassen, bis eine flüssige, bernsteinfarbene Masse in der Schale übrig war. Dann habe ich das Schüsselchen noch eine knappe halbe Stunde in ein 60 Grad warmes Wasserbad gestellt, damit auch verbleibende Gas- oder Kondenswasserreste, die von der nassen Außenseite der kalten Butanflasche in den Extraktor gelangen, ausdampfen. Dadurch wird das Extrakt zähflüssiger und noch stärker. Leider habe ich bisher weder Vakuumpumpe noch Magnetkocher, um mein Extrakt, so wie die Spanier oder die Amis, noch weiter zu veredeln. Dafür habe ich aber schon Silikonmatten- und Schüsseln, an denen die Extrakte nicht fest kleben. An denen pappt das Öl überhaupt nicht, man spart sich das Herauskratzen der Reste, weil man sie einfach abrollen kann. Das Phänomen nennt sich Lotusblatt-Effekt und hält gerade erst in hiesigen Grower-Kreisen Einzug. Insgesamt sind bei 40 Gramm Schnittresten fast vier Gramm Öl heraus gesprungen, was eine Ausbeute von knapp 10 Prozent bedeutet. Das ist ein super Ergebnis finde ich.“

 

Nach Torbens ausführlicher Einführung begeben wir uns endlich Richtung Dabbing-Pfeife, die mein Gastgeber in Erwartung meines Besuchs frisch gesäubert und mit Wasser gefüllt hat. Torben streicht einen Tropfen des sortenreinen „Cheese“-Extrakts auf einen Mini-Spachtel und nimmt die Abdeckung der Pfeife ab. Dann heizt er den Titankopf mit einem Camping-Brenner an, bis der glüht. Nach 15 Sekunden des Wartens wird der Nagel mit dem Extrakt in den heißen Titankopf gehalten, so dass das „Shatter“ sofort anfängt zu verdampfen. Damit sich das wertvolle Konzentrat nicht zu schnell in Luft auflöst, wird das Köpfchen nach dem Anfeuern sofort mit einer Glashaube, dem Dom, abgedeckt. Da kann sich der Dampf sammeln, um dann inhaliert zu werden. Klingt kompliziert, ist aber auch nicht viel schwieriger, als eine Bong zu rauchen.

 

Der Effekt ist ein extrem starkes, aber klares High, das man vom Rauchen eigentlich so nicht kennt, weil man bei der ungesundesten aller Applikationsformen gar nicht so viele Wirkstoffe auf einmal aufnehmen kann, ohne die Vergiftungserscheinungen des Verbrennungsprozesses in Kauf nehmen zu müssen. Ich stelle mich aufgrund zahlreicher Übungseinheiten in spanischen Cannabis Social Clubs Spanien beim Hantieren ganz geschickt an und schmecke das indica-käsige Aroma schon am Gaumen, bevor der Dampf meine Lungen erreicht. BHO schmeckt, sofern es sortenrein ist, noch viel stärker nach den spezifischen Aromen einer Sorte als das Gras selbst. Auch die Wirkung ist der „Cheese“ Begrüßungs-Tüte vom Vormittag sehr ähnlich, wenn auch viel stärker. Trotz des sehr intensiven Highs fühle ich mich nicht „Couch-locked“, der Törn ist eher körperlich. Ich spüre jede Nervenzelle in den Extremitäten und nehme meine Umwelt immer noch sehr aufmerksam wahr. Eigentlich merke ich nur, dass ich high bin, weil meine Gedanken immer wieder Richtung der Schokolade abschweifen, die Torben in weiser Voraussicht bereit gelegt hat. Nach einem weiteren Köpfchen und einer halben Tafel Schokolade muss Torben wieder an die Arbeit, denn die nächsten 30 Untermieterinnen warten bereits darauf, umgetopft zu werden. Ich drücke mich wieder mal erfolgreich davor, einem alten Freund beim Hanfanbau zu helfen, weil ich heute Abend noch den Flieger nach Barcelona zur Spannabis erreichen muss.

 

„Wenn das hier so weiter geht, nehme ich meine Lampen und komme mit Dir. Dann bleib ich aber für immer da unten. Guten Flug, Grüße an die Hanf Journal Leser/innen.“

 

* Name von der Redaktion geändert

 

 

 

 

Der Anbau von Hanf oder auch nur die Aufforderung zum Anbau sind eine Straftat, weshalb wir Euch dringend warnen müssen, es dem Patienten Torben gleich zu tun. Bei uns gilt: Nur anschauen, nicht nachmachen.

 

 

 

 

 

 

3 Antworten auf „Weshalb der Eigenanbau von Patienten boomt

  1. Franc L.H.

    Zitat „Gas-Harz Gemisch, habe ich in einer Schale aufgefangen und dann fast eine Stunde lang auf dem Balkon im Schatten ausgasen lassen“

    schon klar, vor dem Extrahieren in der Wohnung warnen dann aber 6 Flaschen Butangas auf dem Balkon rauslassen, das Gesicht vom Nachbarn, welcher sich gerade eine Kippe anbrennt = Gold wert

    @HJ, es gibt genügend Naivlinge welche solche Anleitungen nachmachen, bißchen mehr Verantwortung eurerseits wäre absolut angebracht!

  2. "Am 10. Februar hat das Amtsgericht Langen es abgelehnt, ein Strafverfahren gegen Frank Josef Ackerman wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz einzuleiten. Das Amtsgericht begründete seine Entscheidung damit, dass ein entschuldigender Notstan

    Schöner Artikel. Wenn schon nachmachen, dann bitte wie:

    „Herr Ackerman hatte der Staatsanwaltschaft am 19. Oktober 2013″ durch seinen behandelnden Arzt Dr. Franjo Grotenhermen mitteilen lassen, dass er eine Ausnahmeerlaubnis zur Verwendung von Cannabisblüten besitze, sich diese jedoch aus finanziellen Gründen nicht leisten könne und daher Cannabispflanzen anbaue, um seine chronischen Schmerzen und seine posttraumatische Belastungsstörung zu behandeln.“

    Ich feiere mit mit EUCH. Danke lieber Frank Josef Ackerman. 🙂

    Danke an diese mutigen und tatkräftigen Hanffreundinnen und Hanffreunde. Mit EUCH habe ich nie das Gefühl alleine da zu stehen! 🙂 Zusammen sind wir stark. Gemeinsam schaffen wir es.

    PS Ich liebe EUCH 🙂 🙂 🙂

    Weiter geht’s! Freiheit und Gesundheit für Hanfpatient_Innen und Hanffreund_Innen 🙂

  3. Phenyl

    Der Artikel heißt „Weshalb der Eigenanbau von Patienten boomt“
    Ich will auch Patienten anbauen, warum ist der Artikel thematisch so weit davon entfernt?
    Alle bauen sie Patienten an, nur ich nicht.

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