Samstag, 20. Februar 2016

Tatsachenbericht eines Vereinsmitglieds des CSC Salzburg

Patienten versorgen sich selbst mit Ihrer Medizin und sollen dafür bestraft werden.

 

„Ein unglaublich kranker Fund“

 

Von Mario Danne

 

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Dies ist ein Tatsachenbericht des Vereinsmitgliedes und Patienten Dominik, welcher sich als Helfer für den Verein Cannabis Social Club Salzburg und seine kranken Menschen einsetzt:

 

Vor kurzem aus dem Krankenhaus entlassen, sorgten der Berufsunfall-Rentner und austherapierter Schmerzpatient Dominik D. und ein Helfer gerade für die Herstellung von natürlicher Hanfmedizin, für ein paar eingetragene Patienten des Cannabis Social Club Salzburg. „Plötzlich stand früh morgens ein Kripobeamter in meinem Garten, dieser forderte eine sofortige Hausdurchsuchung.“ berichtete Dominik. Am 24.11.2015 um 10:00 Uhr „wurde in der Wohnung meiner Mutter, die ich betreue, eine Hausdurchsuchung ohne Vorlage des entsprechenden Durchsuchungsbefehls durchgeführt. Meine Mutter ist selbst Clubmitglied und schwerst erkrankt, ein Pflegefall.“ so Dominik D. weiter. „Wer selbst unter Schmerzen leidet, weiß wie schwer es ist und so schloss ich mich dem Cannabis Social Club Salzburg an. Für Patienten, die selbst nicht in der Lage sind, ihre Medizin selbst herzustellen wurde ich gebeten dies zu übernehmen. Es wurden ausschließlich für 6 Patienten des CSC Salzburg Pflanzen herangezogen, insgesamt handelte es sich also um 50 Pflanzen.“

 

Die Beamten haben trotz der Information alles beschlagnahmt: die frisch geernteten Pflanzen, nasse Blütenteile samt Stiel, Blatt- sowie Wurzelabfälle. Einige Tage später berichtete die Kronen-Zeitung es handelte sich um 4,8 kg getrocknetes Blütenmaterial und eine sogenannte Hanfplantage. Tatsächlich bestand diese sogenannte Plantage genau aus vier Homeboxen. Wir vom Club und als Patienten mit grünem Daumen wissen natürlich, dass an einer Pflanze nicht mehr als 20-30 Gramm wachsen, was insgesamt höchstens ein Kilogramm Cannabis ausmachen würde, doch einige Medien puschen es gerne. Es ist unmöglich, so eine enorme Menge an getrockneten Hanfblüten in vier Growboxen zu produzieren.

 

 

Die Cannabis-Social-Clubs in Österreich versuchen Menschen zu helfen, die sich in einem medizinischen Notstand befinden, da bei ihnen die Schulmedizin versagt hat. Ein Teil der beschlagnahmten Ernte sollte eigentlich schnell einem schwerstkranken Krebspatienten im Endstadium zur Verfügung gestellt werden, welchem die Ärzte noch sechs Monate zum Leben gegeben haben. Der Staat lässt diese Menschen im Stich, weshalb sich der Club dazu entschlossen hat einzuschreiten.

 

Wir haben nicht mehr lange zu leben, jetzt wehren wir uns!

 

 

Robert mit Pflanze
Robert mit Pflanze

Inzwischen organisieren sich Patienten aus ganz Österreich und wollen nun Gesicht zeigen, denn mit Gesundheit oder Gerechtigkeit hat diese Vorgehensweise nichts mehr zu tun. Die Originalaufnahmen kann man dann bei „CIA-TV“ im YouTube Kanal anschauen. Von dem Vorfall sind neben Dominik D. auch die Patienten Robert Z. (schweres Nervenleiden, körperliche Behinderungen, multipler Schmerzpatient), Martin W. (Krebspatient im Endstadium mit zusätzlichen schwerwiegenden diagnostizierten Krankheitsbildern), Gaby S. (Asthmatikerin), Wilhelm W. (austherapierter schwerster Schmerzpatient) und Monika D. (Rheuma, schwere Schmerzen aufgrund Wirbelsäulenerkrankung, Schlaganfallpatientin und Herzinfarktpatientin mit massiven neuralen Komplikationen) betroffen. Der Großteil der gezüchteten Pflanzen war ausschließlich für die Trocknung bestimmt, um daraus medizinische Produkte  wie Hanfbutter, Cannabis-Öl oder  Cannabis-Cookies herzustellen, denn jeder Patient braucht seine eigene Dosierung und Art der Anwendung. Der kleinere Anteil war zur Oralmedikation in Form von Tees und Tinkturen bestimmt, das hilft gerade unseren Krebspatienten.

 

 

Die Polizei wurde bei der Hausdurchsuchung sofort informiert, aus welchem Grund und zu welchem Zweck sich das Cannabis in dieser Wohnung befindet. Dies konnte eine Beschlagnahmung jedoch nicht verhindern.

 

Alle oben angeführten Patienten sind ordentlich eingetragene Mitglieder des Cannabis Social Club Salzburg. Der Club ist dem „Dachverband der Cannabis Social Clubs in Österreich“ angeschlossen. „Wir lassen uns Natur nicht länger verbieten“ so der Obmann des Dachverbandes Mario Danne.

 

 

Der Leidensweg der Patienten wird zusätzlich massiv erschwert, da die hilfreiche, schmerzlindernde Ernte der Naturmedizin beschlagnahmt wurde. Anträge auf Ausnahmegenehmigungen werden von zuständigen Ämtern nicht beantwortet oder ignoriert. Die Patienten haben jedoch keine Zeit auf lebensnotwendige Antworten zu warten.

 

Obmann Willi Wallner, vom Cannabis-Social-Club Salzburg weist ausdrücklich darauf hin, dass der gemeinnützige Verein ausnahmslos nur Cannabis-Patienten sowie Menschen in medizinischem Notstand unterstützt. Der Verein hat für den Anbau von Cannabispflanzen und die Cannabis-Blütenbearbeitung bei mehreren staatlichen Behörden eine Genehmigung beantragt, gemäß seiner behördlich genehmigten statutarischen Verpflichtung. Die Ansuchen wurden an Wilfried Haslauer, dem Landeshauptmann und dem stellvertretenden Landeshauptmann mit Weiterverweisung an Ministerin Sabine Oberhauser des Gesundheitsministeriums in Wien gestellt.

 

Bis Anfang Dezember 2015, hat der Verein von keiner behördlichen Stelle eine Antwort oder eine Stellungnahme erhalten. Nach Beratung mit dem Vereins-Anwalt, wird der Verein aufgrund eines festgestellten Fristversäumnisses der Behörden, die beschlagnahmte Natur-Medizin juristisch zurückfordern.

 

Seit der Fernseh-Sendung “Schauplatz” im ORF im Juli 2015 (das Video ist auf der Homepage www.csc-salzburg.at unter “Blog” zu sehen) werden die Vereine mit Hilfsgesuchen aus ganz Österreich und angrenzenden EU-Nachbarstaaten, von verzweifelten Patienten direkt überschwemmt. Die Betroffenen sind mehrheitlich im Rentenalter und ohne jegliche Erfahrung mit Cannabis.

 

„Cannabis-Medizin ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, eine Medizin, die bezahlbar und sehr hilfreich ist“, so die Vorstände der Clubs. „Wir können diese Menschen nicht im Stich lassen und versuchen, den schlimmsten Fällen, also schwerkranken Patienten mit aller Tatkraft zu helfen.“

Die ausnahmslos positiven Rückmeldungen bestärken alle Cannabis Social Clubs in Österreich. Man sei auf dem richtigen Weg, nämlich das medizinische Cannabis, sinnvoll und gezielt, vor allem aber individuell einzusetzen. „Wir helfen und schützen uns gegenseitig, denn hier geht es um eine Sicherung der Lebensqualität“, so Mario Danne.
Die vielen Patienten berichten positiv, nach der Einnahme von Cannabis einen guten Schlaf zu haben. Es stärkt das Wohlbefinden und treibt Lebenskräfte an und vielen hilft es erfolgreich gegen ihre starken Schmerzen. Außerdem hilft es bei Entzündungen und vielen weiteren Symptomen. Viele Ärzte und Therapeuten befassen sich mittlerweile mit der Jahrtausende alten Heilpflanze und möchten diese gerne legal einsetzen. Aus allen Bundesländern werden Patienten von Ärzten zu den Clubs geschickt, obwohl man weiß, dass man sich im illegalen Bereich befindet.

 

Der CSC ist der unumstößlichen Überzeugung, dass diese Naturmedizin endlich frei verfügbar sein muss, zumindest ab sofort straffrei für Patienten. Die Politik darf nicht länger warten, dafür kämpfen viele kranke Menschen und Aktivisten. Es gehe hier keineswegs um einen Genussfaktor, welcher Patienten nicht im Geringsten interessiert, sondern um hilfreiche Natur als Medizin. Durch die Oralmedikation in Form von Butter, Ölen, Tees, Tinkturen oder Dampfinhalationen. Hierüber gibt es bereits hunderte positive Studien.

 

Die Zeiten, medizinisches Cannabis als illegal und kriminell zu brandmarken sind längst vorbei,  wie man auch in Amerika, Kanada, Spanien und vielen anderen Ländern sehen kann. Schwer erkrankten Mitgliedern unserer Gesellschaft den Zugriff auf diese Heilsubstanz zu verwehren, ist menschenunwürdig und moralisch nicht vertretbar. „Wir fordern die sofortige Umsetzung der Liberalisierung von Cannabis allgemein“, so der Obmann Mario Danne von Österreichs Cannabis Social Clubs.

 

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Es gibt eine kanarische Insel, über welche die Urlauber streiten, ob sie wie der Mars oder der Mond aussehe. Im Norden jener Insel liegt ein Fischerort, der viele Surfer anzieht. Das Dorf ist seit 30 Jahren mein liebster Urlaubsort. Großes Staunen meine
5 Jahre zuvor

Danke Jakob Augstein 🙂 und den “Freitag”. [… Otsuka Pharmaceutical Co.(USA+Japan), LtdNovartis Pharma AG (Australia, Asia (excluding Japan, Hong Kong) Afrika), Almirall S.A. (Europa,Türkei) , Bayer HealthCare AG (England +Kanada) Ipsen Pharma S.A.S (Südamerika) Neopharm Group(Israel/Palestene). Haben zusammen ca 500 Millonen Euro für Verkaufsrechte für die Produkte aus Hanf bezahlt. Sie glauben stark daran,das Hanf gegen Krebs und Alzheimer hilft,sonst hätten Sie nicht soviel für Verkaufsrechte bezahlt. Die Krebskranken und Alzheimerpatienten haben keine Zeit zu warten bis Sie die Medikamente teuer kaufen können. Es ist unethisch, unmoralisch und unmenschlich, aus Geldgier Erkentnisse dem Volk vorzuenthalten und gegen die Legalisierung zu arbeiten. 100 Milliarden Euro und noch mehr (jährlich) würde in Deutschland gespart werden,wenn jeder Bürger seine Medizin auf dem Balkon,… Weiterlesen »

Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel behauptet öffentlcih, das Cannabis [Hanf] deshalb verboten bleiben MÜSSE, weil es unheimlich süchtig machen würde, ihrer Auffassung nach! 'Wieviel Euro kostet so eine "Auffassung" die Pharmabranche?
5 Jahre zuvor

Liebe Salzburger und Salzburgerinnen 🙂 ihr habt ja so Recht. Aber ihr wisst ja: Recht haben und Recht bekommen sind nicht selten zweierlei! Wir unterstützen EUCH und stellen deshalb wieder die Frage an die derzeitige Amtsinhaberin, die bundesdeutsche Kanzlerin Frau Dr. Angela Merkel [Doktor der Quantenphysik]. Das ist viel Text – wir erwarten dringend Ihre Antwort auf diese drängenden Fragen – bitte trotzdem lesen Frau Dr. Angela Merkel! Arbeiten Sie (zusammen mit anderen Regierungen) gegen krebskranke Menschen, um Reibach zu machen? [… Liebe Frau Dr. Merkel, wir gehen davon aus, dass sie eine exzellente Wissenschaftlerin (promoviert) auf ihrem Fachgebiet sind und Sie über hervorragende Berater in Ihrem Hause (sogar privat) mit überragenden Qualifikationen und Expertise verfügen. Die Thematik beschäftigt Sie… Weiterlesen »