Sonntag, 24. Januar 2016

Kascha Januar 2016

 

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

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Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

Manuel (22) aus Berlin fragt:

 

„Hi Kascha,

ich habe in meinem Weed ein paar Samen gefunden, so fünf oder sechs Stück. Das war echt gutes Weed und ich würde gerne mal probieren, mir aus den Samen eine Pflanze zu ziehen, um zu sehen, ob es noch mal so gut wird. Also einfach nur so auf dem Balkon, ohne Lampen. Meinst Du, das wird was? Und kann ich da jetzt schon anfangen auf dem Fensterbrett, bzw. wie lange halten sich die Samen? Und manche sind noch ziemlich grün, woran erkennt man, dass ein Samen „reif“ ist?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Manuel,

zunächst muss ich dich darauf hinweisen, dass der Anbau von Hanf ohne Genehmigung in Deutschland verboten ist. Wenn das alles gut geht und du hast am Ende fünf Pflanzen mit je sagen wir mal 20 Gramm dran, dann sind das schon 100 Gramm und würde zu einer Anklage führen. Ich darf an dieser Stelle keine Anleitung zum illegalen Anbau von Hanfpflanzen geben. Theoretisch würde aber – vorausgesetzt, dass die Sorte ohne Lampen klarkommt, die Samen weiblich sind und die Pflanzen mit ausreichend Sonne und Düngung gut versorgt werden – bei guten Samen sicher auch ein brauchbares Ergebnis möglich sein. Man kann natürlich auch Pech haben und alle Samen produzieren männliche Pflanzen, dann erhält man keine brauchbare Ernte. Oder die Samen sind noch unreif, dann keimen sie nicht. Sind die Samen noch grünlich, dann sind sie in der Regel noch nicht reif. Ein reifer Hanfsamen ist bräunlich, hell oder dunkel oder hell mit dunklen Punkten oder Mustern, und hat eine glatte, leicht glänzende Oberfläche.

Das Problem, wenn man ohne Lampen arbeitet, ist, dass man an die Saison gebunden ist. Im Gegensatz zu tropischen Regionen, wo ganzjährig etwa 12 Stunden Sonnenscheindauer herrschen, sind wir hier in Europa auf die langen Tage des Sommers angewiesen. Jetzt angepflanzt würden die jungen Pflänzchen auch auf dem Fensterbrett nicht ausreichend Sonne bekommen und wahrscheinlich nicht überleben. An einem kühlen, trocknen und dunklen Ort lassen sich Hanfsamen aber, idealerweise zusätzlich verpackt, auch über einige Monate aufheben. Ich nehme an, dass sie so gelagert bis zur Aussaatsaison ab Ende März frisch bleiben dürften. Dann sind die Tage lang genug, um gute Keim- und Wachsbedingungen zu bieten.“

 

 

 

Anne (20) aus Frankfurt möchte wissen:

 

„Hallo Kascha,

ich mache mit meinen Freundinnen jedes Jahr Winterurlaub und dazu gehört auch, dass wir mit ein bisschen Gras auf den Berg fahren und dann die Aussicht genießen. Dabei ist aber schon öfter mal was schiefgegangen: Eine Bong ist mal zerbrochen und einmal sind die Papers in den Schnee gefallen und waren nass. Gibt es irgendwelche outdoortauglichen Rauchtechniken, die im Tiefschnee gut geeignet sind?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Anne,

da hoffe ich natürlich, dass ihr immer gut den Berg wieder runter kommt – ich bin gar nicht besonders geschickt im Schnee. Umso besser weiß ich aber, wie man sich zu behelfen weiß, wenn die Papers erst einmal nass geworden sind oder die Bong zerbrochen ist. Recht beliebt ist in solchen Fällen das so genannte Schnee-Eimern: Das funktioniert wie normales Eimern, aber im Schnee. Falls dir Eimern kein Begriff ist, erkläre ich es hier mal kurz. Eine Plastikflasche, bei der der Boden abgeschnitten wurde, wird in einen Eimer mit Wasser getaucht, bis nur noch der Verschluss oben einige Zentimeter herausragt. Danach (!) wird ein improvisierter Pfeifenkopf aus Alufolie aufgesetzt, in dem ein paar kleine Löcher sind. Der ist oben konkav gewölbt, so dass man die beabsichtigte Rauchmischung einfüllen kann. Diese wird dann angezündet und währenddessen wird die Flasche langsam mit kreisenden Bewegungen aus dem Wasser gezogen. Dabei entsteht ein Unterdruck in der Flasche und sie füllt sich mit Rauch von der verbrennenden Räuchermischung. Dabei muss die Flasche in einer stetigen Aufwärtsbewegung sein – drückt man sie wieder runter, springt eventuell der „Kopf“ mit der Glut ab und landet im Wasser. Wenn man auf einem Berg mit Tiefschnee ist, kann man sich den Eimer mit dem Wasser sparen: Die Flasche kann auch direkt in den weichen Schnee gedrückt werden. Bei beiden Varianten nimmt man am Ende den „Kopf“ von der Flasche und inhaliert den Rauch durch die Trinköffnung. Der Vorteil ist, dass alle benötigten Teile, Plastikflasche und Alufolie, relativ robust, wasserfest und billig zu beschaffen sind. Damit ist diese Variante für die Outdoor-Anwendung gut geeignet (wenn auch nicht so edel wie eine Eisbong oder ein guter Vaporizer) und lässt sich auch im Sommer im See gut anwenden.“

 

 

Tim (19) aus Hamburg fragt:

 

„Hallo Kascha,

ich trinke manchmal abends zum Einschlafen ein Glas heiße Milch mit Honig. Neulich habe ich mir nach einer Anleitung aus dem Internet Grasbutter hergestellt, die auch gut reinfährt. Eigentlich habe ich damit immer Kekse gebacken, aber das müsste doch auch in heißer Milch gehen, oder?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Tim,

tatsächlich müsste das auch in heißer Milch funktionieren. Wenn du wissen willst, ob das eine gute Idee zum Einschlafen ist gebe ich aber zu bedenken, dass die Wirkung bei der oralen Aufnahme erst nach bis zu einer Stunde einsetzt und, wenn du aus Versehen zu viel Cannabis-Butter genommen hast, auch anders ausfallen könnte als gewünscht. Bei einer versehentlich zu hohen Dosierung wirst du möglicherweise ein paar Stündchen brauchen, bis du in Einschlafstimmung bist. Im Zweifelsfall würde ich also erst einmal vorsichtig anfangen. Außerdem wirkt so konsumiertes Cannabis natürlich erheblich länger, als wenn du einen Joint oder Vaporizer nimmst – bis zu 12 Stunden. Das bedeutet, dass du wahrscheinlich am nächsten Morgen immer noch breit bist. Das lohnt sich also eigentlich nur, wenn man ausschlafen kann – und es einen nicht stört, so ziemlich die gesamte Wirkung zu verschlafen. Wenn du nach sechs Stunden wieder aufstehen und zur Schule oder Arbeit fahren musst, schlimmstenfalls noch mit dem Auto, würde ich eher davon abraten. Der Vorteil gegenüber einem Einschlafjoint ist allerdings, dass so kurz vor dem Schlafengehen die Schleimhäute weniger stark belastet werden. Wenn man statt Einschlafproblemen eher Probleme hat, durchzuschlafen, ist die lange Wirkungsdauer außerdem unter Umständen sogar positiv – dauerhafte Schlafprobleme haben aber möglicherweise auch andere Ursachen, um die man sich dann kümmern sollte – zum Beispiel die Matratze oder den Rhythmus der Nahrungsaufnahme oder ganz einfach Stress. Ach ja, eine Variante wäre noch, einen der Kekse, mit denen du ja Erfahrung hast, einfach mit einem Glas heißer Milch mit Honig einzunehmen. Dann weißt du ungefähr, worauf du dich einlässt.“

 

2 Antworten auf „Kascha Januar 2016

  1. www.diehanfinitiative.de

    Kascha, was genau ist eigentlich BRIX und wer stellt so etwas her … oder ist das eine Legende, dass es Zucker und flüssige Kunststoffe enthält und Hormone usw.?

    Wenn man so ein Zeug raucht, dann nimmt man fremde Hormone, Dioxine und Furane (u. a. als Verbrennungsprodukte von Kunststoffen) und Zucker (Karamelisierung der Atemwege) in Kauf.

    Gibt es da Erkenntnisse oder sind das Legenden?

    Die Frau Mortler sagt ja: „Zweifelsfrei gilt: Rauchen ist ungesund. Wer raucht, hört besser heute als morgen damit auf. Aber muss ich dieses Ziel mit einem Gesetz zu erreichen versuchen, das ein Klima der Angst erzeugt und Menschen gesellschaftlich ausgrenzt, die ein legales Produkt konsumieren?“

    … hmm was passiert dann wenn man zu Brix auch noch die Tabakgiftstoffe konsumiert? Hmmm stimmt … sowas sollten wir WIRKLICH nicht durch Gesetze regeln. Es könnte sonst der „Volksgesundheit“ schaden … Ich verstehe diese „Logik“ nicht! Bitte erklären … 😀

    LG Die Hanfinitiative 🙂

  2. www.diehanfinitiative.de

    Kascha 🙂 seit Jahren wird ja darüber gestritten, ob Cannabis [lat. der Cannabis, umgangssprachlich: Hanf] zur Krebsbehandlung „einsetzbar“ ist. (gaanz vorsichtig formuliert). 😀

    Von der CSU/CDU wird ja im Zusammenhang mit Cannabis sogar davon gesprochen, dass diese Pflanze ein „Schadstoff“ sei (was immer diese „ExpertInnen“ auch mit Schadstoff meinen?). 😀

    Wie ist es aber nun möglich, dass es seit Jahren Patente gibt, die eine Wirksamkeit bei der Behandlung von Krebsarten belegen? Wie werden solche Patente vergeben? Wie sorgfältig wird da vorgegangen? Sind solche Patente einfach erhältlich? Ist das ein alles Fake? Wer erteilt diese Patente?

    Also lügt die CSU/CDU, wenn sie sagt Cannabis ist ein „Schadstoff“. oder haben die noch kein Internet um nach Cannabis-Studien und Cannabis-Patenten zu suchen? 😀 … hmmm ! #Neuland 😀

    Nur ein Beispiel: und wieder ist es GW 😉

    Use of a combination of delta-9-tetrahydrocannbinol and cannabidiol in the treatment of brain cancer
    CA 2726258 A1
    Zusammenfassung
    The invention relates to the use of a combination of cannabinoids, particularly tetrahydrocannabinol (THC) and cannabidiol (CBD), in the manufacture of a medicament for use in the treatment of cancer. In particular the cancer to be treated is a brain tumour, more particularly a glioma, more particularly still a glioblastoma multiforme (GBM).
    Ansprüche(12)
    1. Use of a combination of cannabinoids in the manufacture of a medicament for use in the treatment of cancer.
    2. Use as claimed in claim 1, which comprises at least tetrahydrocannabinol (THC) and cannabidiol (CBD).
    3. Use as claimed in claim 2, wherein the THC and CBD

    are in a ratio of from between 20:1 to 1:20 (THC:CBD).
    4. Use as claimed in claim 2, wherein the THC and CBD
    are in a ratio of approximately 1:1.
    5. Use as claimed in any of the preceding claims, wherein the cannabinoid content is in the range of between 5 and 100mg of the total cannabinoids present.
    6. Use as claimed in any of the preceding claims where each cannabinoid is used at a level which would be considered sub-optimal if being used alone.
    7. Use as claimed in any of the preceding claims, wherein the cancer to be treated is a brain tumour.
    8. Use as claimed in claim 7, wherein the brain tumour is a glioma tumour.
    9. Use as claimed in claim 8, wherein the brain tumour is a glioblastoma multiforme (GBM).
    10. Use as claimed in claim 1, wherein the one or more cannabinoids are present as plant extracts, as pure compounds, or a combination of the two.
    11. Use as claimed in claim 10, wherein the plant extract is in the form of a botanical drug substance.
    12. Use as claimed in any of the preceding claims, wherein the one or more cannabinoids are administered separately, sequentially or simultaneously to one another.
    Beschreibung (OCR-Text kann Fehler enthalten)

    ANTI-TUMOURAL EFFECTS OF CANNABINOID COMBINATIONS

    The present invention relates to the use of a combination of cannabinoids in the manufacture of a medicament for use in the treatment of cancer. In particular the cancer to be treated is a brain tumour, more particularly a glioma, more particularly still a glioblastoma multiforme (GBM) and the preferred cannabinoid combination comprises tetrahydrocannabinol (THC) and cannabidiol (CBD).
    BACKGROUND TO THE INVENTION

    Cancer a disease in which a group of cells display the traits of uncontrolled growth. This means that the cells grow and divide beyond the levels of normal limits. The cells are also able to invade and destroy surrounding tissues. In addition cancer cells sometimes also metastasize, meaning that they spread to other locations in the body via the blood or lymph.

    Most cancers are caused by abnormalities in the genetic material of the cells. These abnormalities may be due to the effects of carcinogens. Other cancer-promoting genetic abnormalities may be randomly acquired through errors in DNA replication, or are inherited, and thus present in all cells from birth.

    Gibt es noch andere Beispiele, die dem wissenschaftlichen Rat der Bundesregierung nicht geläufig sind? Lieber Kascha, bitte kläre uns auf.

    Lieben Dank und liebe Grüße 😀 😀 😀

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