Mittwoch, 30. Dezember 2015

Die Cannabis-Highlights 2015

 

Was war euer hanfiges Glanzlicht des Jahres?

 

 

Foto: weinertfilm
Großes Kino zu Jahresbeginn: Die DHV-Spots / Foto: weinertfilm

 

2015 war in Sachen Cannabis ein ereignisreiches Jahr. Auf nationaler Ebene gab es die die Ankündigung der Gründung einer Cannabis-Agentur, den Berliner Coffeeshop-Antrag, die bayrische Cannabis-Initiative, mehr und positivere Medienberichte als je zuvor oder auch die Veröffentlichung von „Kiffen und Kriminalität“, in dem Jugendrichter Andreas Müller dem Cannabis-Verbot und dessen Folgen eine niederschmetternde Bilanz attestiert. Dann gab es noch das Cannabis-Kontrollgesetz der Grünen, den ersten Cannabis freundlichen CDU-Politiker sowie den erfolgreichsten Global Marijuana March, den Deutschland je gesehen hat. Und, ein erstes Umdenken in der SPD und, last but not least, natürlich die Hanfparade. Negatives Highlight des Jahres war sicher der Tod von Cannabis-Patient Robert Strauß im Januar. Auch die Zero-Tolerance Regelung im Görlitzer Park zu Berlin, die der Berliner Innensenator „Haschgift“-Henkel fast im Alleingang durchgezogen hat, stört den Frieden im Szene-Bezirk, ohne den Gras-Verkauf im Park auch nur ansatzweise zu unterbinden.

 

Auf internationaler Ebene ist die Liste der Erfolgsmeldungen noch länger. Die wichtigste ist wohl, das Kanada noch in dieser Legislaturperiode Cannabis legalisieren wird, was Politik und Medien hier noch gar nicht so recht begriffen haben. Wenn ein G7-Staat legalisiert, hat das sicher mehr Folgen als in Uruguay 2013. Mit Oregon verkauft jetzt der dritte Bundesstaat der USA legal Weed an Erwachsene, in Washington D.C. hat die neue Bürgermeisterin Muriel Bowser klare Kante bekannt und die Legalisierung gegen Widerstände der Bundesregierung umgesetzt. Das war in D.C., wo den Bundesgesetze aufgrund des Status des Districts of Columbia eine besondere Bedeutung zukommt, gar nicht einfach und hätte auch in Beugehaft enden können.

 

Kolumbien, Chile, Georgien und noch eine ganze Reihe andere Staaten sowie US-Bundesstaaten haben die medizinische Verwendung von Cannabis ganz oder teilweise legalisiert, in Mexiko hat das höchste Gericht den Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf für legal erklärt, in Österreich sind Stecklinge noch legaler als zuvor schon und Saudi-Arabien köpft immer noch für Cannabis. Aber das, liebe Leserinnen und Leser unserer täglichen News, wisst Ihr ja sowieso schon. Haben wir bei unserer Aufzählung was vergessen? Was hat uns 2015 der Re-Legalisierung ein Stück näher gebracht? Was war Euer persönliches Hanf-Highlight 2015? Nachdem Ihr uns das über die Comments mitgeteilt habt, wünschen wir einen Guten Rutsch und ein noch erfolgreicheres 2016.

 

 

8 Antworten auf „Die Cannabis-Highlights 2015

  1. Der Hans

    Für mich eines der Highlights die Nachricht, das im November 2016 im Bevölkerungsreichsten und wirtschaftliche stärksten Staat Kalifornien über die volle-Legalisierung abgestimmen wird. Und sie nach jetzigen Umfragen auch eintritt. Was laut Beobachtern und „Experten“ zur Folge hat, das die Legalisierung in den USA nicht mehr aufzuhalten sein wird. Wen ein Demokrat nach den kommenden Wahlen ins Weiße Haus einzieht erst recht.

    Und das Statment des Bayrischen Verfassungswidrig zum Volksbegehren in Bayern:

    „Die Verfassungsrichter äußerten sich am Dienstag zur Argumentation der Initiatoren des Volksbegehrens noch nicht, wiesen aber auf noch etwas anderes hin: Das Bundesverfassungsgericht habe sich in seinem Cannabis-Beschluss von 1994 auf 81 Seiten sehr ausführlich zur Problematik geäußert und unter anderem den Gesetzgeber aufgefordert, die Praxis auch unter Beachtung von Erfahrungen im Ausland immer wieder zu überprüfen. So müsse man gegebenenfalls prüfen, ob nicht das Betäubungsmittelgesetz verfassungswidrig sei – und ein verfassungswidriges Bundesgesetz könne einem Landesgesetz nicht entgegenstehen. Seine Entscheidung will der Verfassungsgerichtshof am 21. Januar verkünden.“

    Ich denke ein Fall für das Bundesverfassungsgericht.

  2. underground-grower

    Keine Atempause, Geschichte wird gemacht… es geht voran…Anslinger ist TOT. Mortler ist Drogen-politisch, Drogen-technisch-schriftlich-ausführlich am Ende der Fahnenstange angelangt. Nachfolger können nur aus der Naturwissentschaft kommen und zwar gekoppelt mit dem Gesundheitspolitischen Aspekt=Rette Leben=klein oder groß=das wäre famous. Eure Chemie kommt mit Cannabis nicht mit. Ich praktiziere zivilen ungehorsam,rauche mein eigenes weed auf bio-basis wie schwieirg auch immer und mein weed kommt nicht auf street . Alles selbstexperimente, naja grower wissen dies, denn nicht jedes weed ist gleich. Ja und zuguterletzt ist das Beste2015 das es Euch noch vom Hanf-heute- Journal gibt. Guten Rutsch, Gesundheit und schöne grüne Momente.Es gibt keine Atempause, Geschichte wird gemacht es geht voran…

  3. Mörnest

    Meine Highlights wahren, die DHV Werbespots, die grundsätzliche Stimmung in Deutschland, bezüglich Cannabis, die Ankündigung unserer Regierung eine Cannabisagentur zu gründen Und die aussieht darauf dass die USA legalisiert. Dann dauert es uns auch nicht mehr lange.

  4. Sternsch I. Gard

    Mein Highlight war die Zusammenarbeit mit dem Exzessiv-Team, die entspannte Art und Weise, wie dass mit dem THC Franziskaner FC alles eingefädelt wurde und das grandiose Video, welches entstanden ist. Es ist noch immer Thema im Verein und sorgt auch heute noch für einige Lacher.
    Ihr macht einen großartigen Job und wir freuen uns schon auf 2016 und auf eine weiterer, entspannte zusammenarbeit.

    Libe Grüße vom THC Franziskaner FC und speziell auch nochmal von mir!!!

  5. Thomas

    Mein Highlight 2015 war neben den vielen bereits erwähnen Erfolgen die Heilung meiner Frau von Morbus Chron, Sie hatte über einen Zeitraum von 3 Monaten täglich Cannabis eingenommen und Ihre langjährige Qual hatte ein Ende! Sie hat auch seit ihrer Heilung kein Cannabis mehr angerührt, ist halt nicht Ihr Ding, aber das ist eine andere Geschichte.

  6. Susanne

    Mein Highlight war das Buch «Der Cannabis-Irrsin – Warum uns das Verbot schadet» von Mischa Hauswirth, das im Nachtschatten Verlag erschienen ist. Kann nur jedem und jeder die Lektüre empfehlen. Ein journalistisch recherchiertes Buch, das mit Mythen und Vorurteilen aufräumt. Ein Must-Lektüre für alle Eltern!

  7. Ralf

    Kein Highlight, es hat sich für mich nichts positiv verändert was für unser Leben hier relevant wäre. Alles ist wie jedes Jahr, nur noch schlimmer geworden, die Bullen noch brutaler die Staatsanwälte noch hinterhältiger und gemeiner, die Richter noch ungerechter und arroganter und die Verwaltungen noch brauner!

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