Dienstag, 1. Dezember 2015

Transformers: Devastation

 

Platinum Stahlkolosse

 

Autor: mze

 

Foto: Activision
Foto: Activision

 

Platinum Games hat sich einen großen Namen gemacht. Da nahezu jedes Spiel der japanischen Mannschaft vielschichtige, wie hochwertige Inhalte bot und stets termingerecht fertiggestellt werden konnte, auch aus gutem Grund. Action-Gamer kamen in den letzten Jahren um die Werke des Ausnahme-Teams einfach nicht herum.

Nun durften die fleißigen Helden – neben der Produktion exklusiver Spiele für jedes aktuelle System – erneut für Activision einspringen und eine bekannte Marke aufpolieren.

Transfromers: Devastation ist dabei herausgekommen.

 

Erneut lässt der älteste Spiele-Publisher unserer Erde die außerirdischen Roboter tanzen; wollte den zuletzt eingeschlagenen Kurs dabei jedoch verlassen. Nun spielen sich die Abenteuer der bunten Autobots wie ein ganz besonders beliebtes Hack’n Slay, das im letzten Jahr für ordentlichen Wirbel sorgte. Platinum Games sei Dank.

Übernommen wird die Kontrolle verschiedener Charaktere, möchte man nicht nur auf zwei verschiedene Fortbewegungsarten beschränkt sein. Denn wie es sich gehört, können sich die bunten Roboter natürlich per Knopfdruck und zu jeder Zeit in ihre alternative Form verwandeln. Die Wahl muss zwischen den original Zeichentrickversionen von Optimus Prime, Bumblebee, Sideswipe, Wheeljack und Grimlock getroffen werden, mit welchen man anschließend auf Decepticon-Jagd geht.

 

Via Fern- und Nahkampfwaffen – die während Auszeiten allesamt auch entwickelt, geschmolzen sowie gehandelt werden können – legt man sich dann in einer attackierten Metropole mit den Übeltätern im zünftigen Zweikampf an – oder auch Dreikampf…

Eine bekannte Mechanik lässt die riesigen Stahlkolosse flott aufeinander einprügeln, aus Entfernung beschießen und im passenden Moment ausweichen. Da sehr viele Gegner aus der Achtziger-Jahre-Show ihren Auftritt feiern, existieren für jene ebenso viele Roboterverwandlungen mitsamt eigenen Angriffstaktiken. Um diesen zu entkommen, werden wie im spielerischen Vorbild Items und Moves erworben, welche die Kämpfe einfacher gestalten. Ebenso herrscht nach einer gelungenen Ausweichbewegung für einen kurzen Moment lang Zeitlupe, in der man dem feindlich gesinnten Gegenüber ordentlich Paroli bieten kann.

 

Verbunden werden die unzähligen Mecha-Battles durch eine offene Stadt-Umgebung, sowie eine Geschichte, die einen erneuten Versuch Megatrons beschreibt, die Welt zu verbessern – auf Kosten der gesamten Menschheit. Dagegen bieten auflockernde Gameplay-Momente in unterschiedlichen Kameraperspektiven etwas Abwechslung vom harten Roboterarbeitstag.

 

Dargestellt wird das bunte Treiben komplett im Stile der alten Fernsehshow, die auch heute noch einen gewissen Fan-Kreis besitzt. Originalsprecher und passend in Szene gesetzte Zwischensequenzen rufen Erinnerungen wach. Dafür lässt Transformers: Devastation den Bombast vermissen, den die vorangegangene Cybertron-Reihe bereits zweifach erfolgreich nutzte. Auch mit der eigentlich genutzten Bausubstanz des letztjährigen Hexengebräus kann das aktuelle Werkstück aus den heiligen Platinum-Games-Hallen nicht ganz mithalten, da weder dessen beeindruckender Einfallsreichtum noch dessen spielerische Brillanz erreicht wird.

 

Eine Kamera die nicht immer fähig Bilder fängt, die dreifache Belegung eines häufig zu drückenden Knopfes, weit weniger Fairness in der Gegner-Programmierung sowie längere Ladezeiten nehmen der moderneren mechanischen Spaßgranate einiges an Zerstörungskraft. Trotzdem bleibt Transformers: Devastiation ein unzerstörbarer Zeitvertreib mit einem pochenden Eisenherz. Eine willkommene Alternative für alle, die den grandiosen Hexensabbat des letzten Jahres verpassten .

Robots in a Witch disguise.

 

 

Transformers: Devastation

Fotos: Activision

USK 12

Circa 30€

(PC-DVD – ASIN: B00ZUYEJ6C / PS3 – ASIN: B00ZUYETV2  / PS4 – ASIN: B00ZUYEXOA  / Xbox360 – ASIN: B00ZUYF1GE / Xbox One – ASIN: B00ZUYF592 )

 

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