Dienstag, 24. November 2015

Rauschsimulation für Fahranfänger

 

Autohersteller entwickelt Anzug für die Simulation von Drogenfahrten

 

Ganz entspannt: Sativex-Patienten hinter dem Steuer, Grafik: marker
Grafik: marker

 

Drogen beeinflussen das Reaktionsvermögen sowie die motorischen Fähigkeiten, soviel ist allgemein bekannt. Wenn man sich unter dem akuten Einfluss der jeweiligen Substanz befindet, gerät diese Erkenntnis jedoch gerne mal in Vergessenheit. Laut PC Duncan Stableford sei das größte Problem mit Drogen, dass die Konsumenten nicht realisieren wie stark diese ihr Fahrverhalten beeinträchtigen. Daher träfen sie die gefährliche Entscheidung sich hinters Steuer zu setzten, was verheerende Folgen für die Fahrer, als auch für andere Menschen haben kann.

 

Um Fahranfängern und jungen Fahrer_innen die Gefahren von Drogenfahrten zu verdeutlichen, hat Ford jetzt den „Drug Drive Suit“ entwickelt. Dieser soll simulieren wie sich die kognitiven Fähigkeiten und die Körperbeherrschung unter dem Einfluss von Alkohol, Cannabis, Kokain und Co. verändern. Der Anzug besteht aus einer Brille, die einen Tunnelblick erzeugt, Kopfhörern die mit diversen Geräuschen ablenken sollen, kleinen Motoren, die die Hände zum Zittern bringen und Gewichten, die den Träger aus der Balance bringen und das geradeaus Laufen erschweren. Mit dem Anzug hatten sogar erfahrene Testfahrer Mühe das Fahrzeug zu kontrollieren.

 

Der Anzug soll zukünftig in Fahrlehrprogrammen eingesetzt werden, um Neulingen im nüchternen Zustand zu verdeutlichen wie gefährlich eine Drogenfahrt sein kann. Wie realitätsnah die Rauscherfahrung dabei simuliert wird, bleibt fraglich, zumal die konkreten Effekte auch immer von der Art der Drogen und der Dosierung abhängen. Was der Anzug aber auf alle Fälle verdeutlichen kann ist, dass es nie eine gute Idee ist sich im Rauschzustand ans Steuer zu setzten.

7 Antworten auf „Rauschsimulation für Fahranfänger

  1. Surak

    Bin mal gespannt wie das BMG verhindern will, daß dieser Anzug irgendwann illegal auf dem Schwarzmarkt erhältlich ist… 😀

  2. Littleganja

    Die müssten auch mal Simulieren wie sich als Opa mit 75 nach 2 Schlaganfällen und künstlichen Hüfte in einem 300 PS Mercedes auf der Autobahn verhält. Dabei darf man die vermutlich 12 verschieden Pillen (Blutsenker, Schmerzmittel usw.) nicht vergessen, dann ist er zusätzlich noch halb Blind und halb taub, kann sein Kopf nicht drehen und die Schulter will auch nicht mehr.
    Die erzählen einem die Story vom Pferd, traurig aber wahr, selbst wenn ein Durchschnittsmensch mit 30 Jahren total zugeballert auf was auch immer Auto fährt, hat der wohl immer noch bessere Reaktionen wie der oben beschriebene Opa der auch noch LEGAL fährt.
    Kein Mensch juckt das in Deutschland und warum weil die alten die Kohle haben, die kann man im Autohaus schön übers Ohr hauen. Wenn die Medizinische Tests ab 50 einführen würden, wie es z.b. in anderen Ländern ganz normal ist, dann hätten wir auch mehr Platz auf der Autobahn und weniger Unfälle!!!

    Jeder sollte sich selbst und vor allem seinen Mitmenschen gegenüber so fair sein und wenn man Zweifel an seiner Tagesform hat das Auto besser stehen lassen!

  3. X-KIFFER

    Zittrige Hände… ROFL…. das ist wohl eher ein Opa-Simulationsanzug mit Parkinsoneffekt. Habe nach einem Joint noch nie zittrige Hände gehabt.

    Da sieht man mal wieder was dabei herauskommt wenn sich absolute Laien mit dem Thema beschäftigen. Kabarett ist nix gegen das was uns diese Clowns vorführen.

    Die häufigste Unfallursache ist überhöhte Geschwindigkeit und Selbstüberschätzung.
    Die häufigsten Drogenfahrten finden unter Alkoholeinfluß statt da Alkohol als Lebensmittel und nicht als Droge angesehen wird. Dadurch fehlt die Sensibilität unter Alkoholeinfluß nicht Auto zu fahren („Ach wat, nach 5 Bier kann ich noch fahrn.“)

    @Littleganja
    Ich stimme Dir grundsätzlich zu, bis auf den Punkt medizinische Test’s ab 50 einzuführen. Für Dich sind also Leute ab 50 schon altes Eisen oder? So etwas kann nur von jemand kommen der noch sehr jung ist und sich wohl nicht mal ansatzweise vorstellen kann jemals 50 Jahre alt zu sein. Was ist den mit den jugendlichen Halbstarken die in geschlossenen Ortschaften illegale Autorennen veranstalten?
    Die meisten 50+ jährigen fahren wohl sicherer als die überheblichen, jungen Heißsporne weil die kaum Fahrerfahrung haben. Die Unfallstatistiken sprechen da eine deutliche Sprache. Es geht im Straßenverkehr nicht alleine um Reaktionszeiten. Mindestens genauso wichtig ist jahrelange Erfahrung um gefährliche Situationen bereits frühzeitig zu erkennen oder auf unübersichtlichen Strecken die Fahrweise anzupassen. Stichwort rasen. Deshalb wäre es zb. angebracht Fahranfänger die ersten 5 Jahre nur auf Autos zu lassen die eine technische Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 80-100 km/h haben und nicht mehr als 50 PS.
    Also bitte keine Altersdiskriminierung!
    Die meisten Unfälle habe ich in jungen Jahren verursacht.

  4. Littleganja

    @ X-Kiffer

    Ich bin 35 Jahre, von mir aus können die den Test auch schon ab 35 machen mir egal.

    Es geht hier nicht um Diskriminierung von älteren sondern auf mein Recht auf Unversehrtheit!

    Ab 50 Jahren +/- fangen eben die körperlichen gebrechen an oder bist du noch so Fit wie mit 18 als du deine Führerschein gemacht hast?
    Das die Fahranfänger einen hohen Anteil an den Unfällen ausmacht das stimmt so nicht, der Hauptanteil wird von „alten“ 40+ verursacht.

    2014 sind bei den 18-21 Jährigen 23.579 Männer und 11.026 Frauen verunglückt.

    In deiner Altersgruppe 45-55 / 72.792 Männer und 38.089 Frauen

    In meiner ähnlich wie in deiner 35-45 / 52.217 Männer und 32.455 Frauen

    Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/223266/umfrage/alter-der-beteiligten-von-unfaellen-im-strassenverkehr/

    Also stimmt deine Aussage nicht.

    Zu dem Punkt „“Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 80-100 km/h haben und nicht mehr als 50 PS.““

    Ist keine schlechte Idee ähnlich wie beim Motorrad, jedoch sollte das Auto schon max. 130 Fahren und 75 PS zwecks Beschleunigung auf der Autobahn wäre auch nicht schlecht.
    Noch ne Blackbox rein, dann kann man das Kind auch gleich tadeln wenn es in der 50er Zone 60 gefahren ist, so viel zur Diskriminierung.

    Liebe Grüße

    Ein immer noch Kiffer 😉

  5. NurMalSoNebenbei

    @LittleGanja:

    Die mit Abstand meisten Unfälle im Straßenverkehr werden von leichtsinnigen Vollidioten im Alter von 18-25 Jahren verursacht, weil sie voller jungblütigem Übermut auf die wahnwitzige Idee kommen, dass ihre Körper massiver sind, als zerschmetterndes Metall, Stein und Holz.
    In der Altersgruppe von 18-25 gibt es mehr Unfalltote, als im Alter von 0-17 und 26-Tod zusammen!(zumindest hat man uns das gesagt, als wir in der Fahrschule waren, bei mir war das 2007)
    Ich bin selbst 29, also kein „ich wolle als Betroffener die Alten verteidigen“, mit nichten! Ich habe selbst kein gutes Verhältnis zu einem Großteil der älteren Bevölkerung aufgrund ihrer völlig realitäsfernen politischen Wahrnehmung, doch im Straßenverkehr sind es die mit Abstand ungefährlichsten.

    Die Zahlen die du zitierst sind nichtssagend, da sie nicht berücksichtigen, dass es zig-fach mehr Autofahrer gibt, die in der Altersklasse XY sind, als in der Altersklasse AB. Natürlich gibt es mehr Unfälle durch Ü30er, wenn es 20 Mio Ü30-Fahrer und 2 Mio Ü18-Fahrer gibt. (Zahlen sind jetzt Beispielhaft)

    Zumal deine Zahlen keinen Aufschluss darüber geben, ob die Menschen Opfer oder Verursacher waren. Was soll denn sowas? Das ist so, wie wenn die BILD-Zeitung einen „Artikel“ verfasst, dass Flüchtlinge einen deutschen Todgeprügelt hätten, dabei aber nicht erwähnen dass eben dieser zuvor deren Schwester vergewaltigt und ein Flüchtlingsheim angezündet hat.

    Sei bildend, nicht BILD!

    Peace!

  6. Littleganja

    Zahlen lügen nicht siehe Quelle!

    Und das mit der Bildzeitung ist unter meinem Niveau Sorry 😉

  7. NurMalSoNebenbei

    Ich unterstelle Dir auch garkeine Lüge, es ist aber Schlicht Fakt, dass die Zahlen von BETEILIGTEN ( 😉 ) sprechen und nicht von Verursachern.

    Nochmal: Auch ist es keine Lüge, wenn ü30er 1Mio Unfälle verursachen, wenn es davon 20 Mio Fahrer gibt.
    Auch keine Lüge, wenn ü18er 500k Unfälle verusachen, es davon aber nur 2 Mio gibt.

    So haben die ü30er deutlich mehr unfälle verursacht, in absoluten Zahlen gerechnet. Das ist aber eine Wertlose Zahl. Denn 25% aller ü18er haben Unfälle verursacht in meinem Beispiel und nur 5% aller ü30er! Das ist das, was du nicht verstehst. (ich nehme auch die Sache mit der BILD zurück, da du jetzt ja erklärt hast, dass du das einfach nicht verstehst und nicht böswillig falsch informierst. Ist ja alles kein Problem 🙂 )

    Zahlen Lügen in der Tat niemals, aber die Interpretation kann es sehrwohl. Böswilligkeit unterstelle ich Dir nicht. Das überlassen wir der BILD 😉

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