Donnerstag, 12. November 2015

Nürnberger fordern Cannabis Social Club

 

CSCistOK! – Petition in Nürnberg

 

Grafik: Schmiddie
Grafik: Schmiddie

 

 

Die Kampagne CSCistOK!, die sich für die Eröffnung von Cannabis Social Clubs in Deutschland nach spanischem Vorbild einsetzt, hat in Zusammenarbeit mit dem CSC NBG e.V. eine Petition an den Nürnberger Stadtrat gestartet. Die Petition wurde bereits im Sommer 2013 dem Stadtrat vorgelegt, wurde von diesem jedoch nicht einmal behandelt. Auf Grund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und ersten positiven Erfahrungsberichten aus einigen US-Staaten, Uruguay oder Spanien und Chile sowie ersten deutschen Initiativen in Berlin, Münster oder Stuttgart, wird jetzt ein neuer Versuch unternommen.

 

„Die Stadt Nürnberg möge gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Modellversuch zur Abgabe von Cannabis zur medizinischen Nutzung und als Genussmittel konzipieren und eine entsprechende Ausnahmegenehmigung hierfür nach §3 (2) BtMG beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte beantragen.“ heißt es in der Petition. Konkret soll der Club für seine Mitglieder (Mindestalter 18 Jahre) Cannabis anbauen und gegen einen Unkostenbeitrag an diese abgeben. Jedes Mitglied solle maximal 1 Gramm Cannabis täglich erhalten, bei Cannabis-Patienten kann die Menge bei Bedarf angepasst werden. Der Handel und die Abgabe an Dritte bleibt dabei illegal. „Die Gemeinde sorgt für einen ordnungsgemäßen Betrieb, kontrolliert die Sicherheit, Qualität, den Wirkstoffgehalt und Verbleib des Cannabis. Zudem sorgt die Gemeinde für bedarfsgerechte Präventions-, Informations-, Hilfs- und Schadensminderungsangebote, u.a. durch die Förderung von Konsumformen ohne Verbrennung, wie sie anhand eines Vaporizers (Verdampfer) möglich ist.“ so der Petitionstext.

 

In der Petitionsbegründung heißt es unter anderem: „Zweck und Ziel des geltenden Betäubungsmittelgesetzes ist (laut Regierungsvorlage des Betäubungsmittelgesetzes 1981, BTDrucks. 8/3551, S. 23 f.) der Schutz der menschlichen Gesundheit, sowie eine Regelung des Verkehrs mit Betäubungsmitteln, um deren Sicherheit und Kontrolle zu gewährleisten, die notwendige medizinische Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen und den Missbrauch von Betäubungsmitteln sowie das Entstehen oder Erhalten einer Betäubungsmittelabhängigkeit zu verhindern.“

 

Sieben Tage lang haben die Nürnberger und Nürnbergerinnen Zeit die Petition zu unterschreiben, die anschließend dem Stadtrat überreicht werden soll. Die Petition kann unter http://nbg.petition.cscistok.eu/ unterzeichnet werden. Wenn ihr in Nürnberg wohnt, beteiligt euch so schnell wie möglich!

 

5 Antworten auf „Nürnberger fordern Cannabis Social Club

  1. Jemand

    „Jedes Mitglied solle maximal 1 Gramm Cannabis täglich erhalten“
    Innerhalb eines Modellversuchs mag das vllt(!) sogar akzeptabel sein aber generell lasse ich mir von NIEMANDEM sagen wieviel Cannabis ich täglich konsumiere! Ich käme zwar als potenzieller Cannabispatient durchaus für einen „gesteigerten Bedarf“ in Frage aber darum geht es (mir) nicht!
    Auch begrenzte Besitzmengen sind in der Öffentlichkeit wahrscheinlich garnicht sooo blöd (sofern diese Grenze sinnvoll und praxisorientiert ist!)
    Ebenso müssen Dinge wie der Steuersatz (fester nicht veränderbarer Satz!) und andere Dinge in einem Mofellversuch anders geregelt werden als in einer möglichen „finalen Umsetzung“

    Falls wir überhaupt eine Art von Legalisierung/Entkrimminalisierung bekommen sollten dann wird es danach noch eine gaaaaaanze Weile dauern bis mein Gewissen damit leben kann diesen Verbrechern (Politikern „Wissenschaftlern“ wie Thomasius und anderen Prohibitionsbefürwortern) Geld in den Arsch zu schieben!
    CSC ist OK ? Aber nur mit vernünftiger Umsetzung und das unsre Politversager dazu nicht in der Lage ist sollte man mittlerweile wissen!

  2. Papa

    Mal ne Frage.

    Wenn einer der in Amiland ein Rezept für Weed hat, darf der dann in D ungehindert sein Weed zu sich nehmen oder nicht? Und wie kann der sich in D mit sein Arzneimittel versorgen? Er hat ja ein Rezept.

    Wär interessant das mal zu wissen

    A hanfigs Grüssle

  3. Gasterl

    @Papa
    Nein, ein Ami, der ein Rezept hat darf in D genausowenig, wie Sie.

    Deutsche mit Sondergenehmigung dürfen auch nicht beispielsweise in Österreich kiffen, besitzen oder sonstwas.

  4. reefermadness

    Deutsche mit Sondergenehmigung dürfen auch nicht beispielsweise in Österreich kiffen, besitzen oder sonstwas.
    PS. the dark side of the moon,da kiffen,bzw konsumieren auch die pickelhaubentragenden piefkes…..aber pssssssssssssst!!

    mfg

  5. Hero Lucky King Unchanged

    Ehrlich gesagt habe auch ich keine Lust all den ehemaligen Cannabis-Gegner dann das Cannabis abzukaufen. Denn eines ist klar: Sobald Cannabis Gewinne erwirtschaftet, sind Ärzte, Apotheker und all die, die Cannabis jahrzehntelange verteufelt haben, die ersten, die sich in den Gewinnen suhlen wollen und jedem erzählen: Ihnen geht es nur um die Gesundheit Ihrer Mitbürger am Ort.
    Und dann vermutlich bald täglich Telefonanrufe, ob ich, der das Kiffen am Ort erfunden hat, schon weiß wie gesund Cannabis ist und ob ich dem Anrufer nicht jetzt sofort das gesunde Cannabis abkaufe. Wenn nicht, dann gibt’s gleich ein paar belehrende Beleidigungen. So ist halt unser Mafia-Land. Die Leute bei mir am Ort müssen sich genauso verhalten, wie sie sich verhalten. Alternativen habe die nicht.

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