Sonntag, 1. November 2015

Durchbruch für Cannabis-Patienten

Cannabis aus der Apotheke
Foto: marker

 

Gesundheitsministerium kündigt staatlich kontrollierten Cannabis-Anbau an

 

Heute Morgen verkündete die Welt die freudige Botschaft, dass sich das Gesundheitsministerium nach langem Hin und Her dazu durchgerungen hat, den Aufbau eines staatlich kontrollierten Cannabis-Anbaus in die Wege zu leiten. Das Ministerium und die CSU Drogenbeauftragte Marlene Mortler hatten bereits vor Monaten angekündigt, mehr Patienten Zugang zu ihrer dringend benötigten Medizin verschaffen zu wollen. Da in der Vergangenheit die wenigen bereits anerkannten Cannabis-Patienten ihre Medizin nicht nur selbst bezahlen, sondern auch immer wieder Lieferengpässe seitens des niederländischen Lieferanten hinnehmen mussten, soll der Anbau zukünftig in Deutschland statt finden.

 

Dazu soll eine sogenannte Cannabisagentur eingerichtet werden, die als staatlicher Dealer fungiert. Der Anbau wird von der BfArM kontrolliert. „Die Cannabisagentur schreibt den voraussichtlichen Bedarf an Medizinalhanf nach den Vorgaben des Vergaberechts aus, vergibt in wettbewerblichen Verfahren Aufträge über die Belieferung mit Medizinalhanf an Anbauer und schließt mit diesen zivilrechtliche Liefer- beziehungsweise Dienstleistungsverträge“ zitiert die Welt die Begründung des Gesetzestextes. Die Cannabisagentur solle dann die Anbauprodukte an Medikamentenhersteller, Großhändler und Apotheken weiterverkaufen. Dabei sollen auch die Kosten vorgeschrieben werden, die Krankenkassen zukünftig für Patienten zu übernehmen haben.

 

Dieser Schritt ist begrüßenswert und die Drogenbeauftragte, die sonst schnell dabei ist Cannabis als gefährliche Einstiegsdroge und Konsumenten als Drogensüchtige zu verteufeln, scheint zumindest, was die Rechte und Bedürfnisse der Patienten angeht, endlich zur Vernunft gekommen zu sein. Das Parlament soll in den kommenden Monaten die nötigen Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes beschließen. Ab wann Patienten dann tatsächlich ihre Medizin über die staatliche Einrichtung bekommen können, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

7 Antworten auf „Durchbruch für Cannabis-Patienten

  1. Lars Rogg

    Hahahaha, toll… aber ihr habt das Datum verwechselt. Heute ist der erste November, nicht der erste April. Aber dennoch schön 🙂 Sorry, aber ich kann einfach nicht glauben, dass sich unsere Politiker vernünftig verhalten. Die Installation einer Cannabisagentur und selbstangebauter Medizinalhanf ist sehr vernünftig. Passt also so gar nicht zu unserer Regierung…irgendwie irritierend

  2. Jemand

    Blöd nur das weder das Gesundheitsministerium nocj die olle Mortler sowas zu entscheiden haben…das muss erstmal noch vom Bundestag abgesegnet bzw umgesetzt werden! Also noch lange kein Grund zu feiern! Der Bundestag wird sicher bereits eine lahme Ausrede zurechtklöppeln warum man das ganze doch nicht umsetzt!
    Und selbst wenn das kommen sollte (was ich ums verrecken nicht glauben kann!) wird das ganze für unser Politikerpack Grund genug sein um die „Legalisierung“ damit ad acta zu legen man habe ja dem „öffentlichen Interesse“ zur genüge nachgekommen!
    Irgend nen Haken würde das auf alle Fälle haben darauf könnt ihr einen lassen!

  3. Littleganja

    Jetzt muss es aber auch mal Blumen oder so auf Marlene Mortler regnen anstatt nur Feuer!

    D.h. wir müssen die gute Frau dann auch mal Loben anstatt ihr nur Hass Mails zu schreiben.

  4. Jemand

    @Littleganja Noch muss das Ganze erst umgesetzt werden (und Marlenchen keinen Rückzieher machen) dann gerne vorher nicht!

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