Dienstag, 22. September 2015

Steuereinnahmen mehr als verdoppelt:

 

 

Colorado erwartet 125 Millionen Dollar

 

Auch in Washington State läuft es besser als erwartet

 

Schon ein wenig beeindruckend / Grafik: Washington State Liquor and Cannabis Board
Schon ein wenig beeindruckend / Grafik: Washington State Liquor and Cannabis Board

 

 

 

Hatte Colorado 2014 noch 44 Millionen an Euro Cannabis-Steuern zu verbuchen, werden im laufenden Jahr 125 Millionen Dollar erwartet. Ende August waren bereits 75 Millionen in der Staatskasse, von denen bislang knapp 20 Millionen direkt in das Schulsystem investiert wurden. Insgesamt ging von Januar bis August 2015 Gras im Wert von 540 Millionen Dollar über die Ladentheke. Bereits im zweiten Jahr nach der Re-Legalisierung wird  Colorado mehr Steuern durch den Verkauf von Cannabis als durch Alkoholverkäufe einnehmen.

 

Auch in Washington State, wo der Verkauf erst Mitte 2014 begann, steigen die Einnahmen von Monat zu Monat. Waren es zu Januar noch drei Millionen, konnte die Finanzbehörde Ende August bereits auf Gesamteinnahmen in Höhe von 83 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Cannabisblüten verweisen. Das sind im Schnitt über 10 Millionen Dollar im Monat.  Geht es in Washington auch nur annähernd in dem Tempo weiter, werden in diesem Jahr über 120  Millionen in die Staatskasse fließen.

 

Washington State hat sieben Millionen Einwohner, in Colorado sind es nur 5,3 Millionen. Selbst wenn wann die zu erwartenden Verkaufszahlen auf einen regulierten Markt für Deutschland um einiges niedriger ansetzt, käme man hier auf über eine Milliarde, die der Fiskus einnehmen könnte. Nicht mitgerechnet dabei sind die Kosten durch den Wegfall repressiver Maßnahmen gegen Konsumenten, Fachhändler und Gärtnereibetriebe.

5 Antworten auf „Steuereinnahmen mehr als verdoppelt:

  1. Alex

    Ist schon ziemlich beeindruckend wie das legalisieren von Cannabis die Steuereinnahmen sprudeln lässt. Sollte man vielleicht mal Herrn Schäuble zeigen, der würde sich darüber sehr freuen. Was ich noch sehr positiv finde ist es das man bis heute nichts von den negativen Auswirkungen der Legalisierung hört.

  2. Surak

    Gibt’s auch eine Statistik über die Entwicklung der Waffenexporte im Zeitraum? Wenn die irgendwann rückläufig wären, würde Deutschland sich sicher nur ungern darauf einlassen: Außer Automobil- und Rüstungsindustrie haben wir dem internationalen Markt nicht viel zu bieten, leider.

  3. X-KIFFER

    So sehr ich eine Relegalisierung von Cannabis befürworte so erbärmlich fände ich wenn es wegen der Steuereinnahmen geschähe und nicht aufgrund der Einsicht das jedwede Prohibition ein Verbrechen bzw. eine Verletzung der Menschenrechte darstellt. Leider würden auf diese Art die Prohibitionskrieger, die nach meiner Meinung Schwerverbrecher (gleichzustellen mit Massenmördern) darstellen nicht zur Verantwortung gezogen würden, da eine rechtliche Aufarbeitung dieses Holocaust an den Konsumenten dann nicht stattfände. Ich würde es gerne sehen wenn die Prohibitionskrieger vor Gericht gestellt, abgeurteilt und für viele Jahre (oder Jahrzente) eingekerkert würden, möglichst in die gleichen Zellen in denen zuvor die friedlichen Cannabiskonsumenten ihr trauriges Dasein fristen musten. Dazu eine Generalamnestie für alle nach dem BTMG verurteilten plus Entschädigung für das erlittene Unrecht/Leid und eine öffentliche Entschuldigung von Seiten der Politik.
    Aber es ist eben leider so daß Geld und Fußball die Welt regieren.
    Armselige Menschheit, was sind wir doch für erbärmliche Würmer!

  4. X-KIFFER

    @Surak
    Deutschland hat noch viele Exportwaren, es müssen nicht immer Panzer sein:
    Wir liefern auch:
    Giftgas, Krematorien, Spritzgifte für zum Tode verurteilte, Stacheldraht, Pestizide, Fungizide, Fleisch aus Massentierhaltung mit Antibiotika

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