Mittwoch, 15. Juli 2015

Obama begnadigt 46 Drogenhändler

„In einigen Fällen übersteigt die vorgesehene Strafe die Schwere des Verbrechens bei Weitem“

 

Grafik: schmiddie
Grafik: schmiddie

 

 

Präsident Obama hat zu Wochenanfang 46 nicht gewaltbereite Drogenhändler begnadigt, von denen die meisten zu lebenslangen oder zu Haftstrafen von über 20 Jahren verurteilt waren. In einem Brief nahm erklärte Obama den US-Bürgerinnen und Bürgern, weshalb er sich zu diesem Schritt entschlossen habe:

 

„Als ehemaliger Mitarbeiter der Bundesstaatsanwaltschaft und Rechtsanwalt weiß ich, dass Verurteilungen nach Bundesrecht in zu vielen Fällen dazu führen, dass nicht gewalttätige Drogenhändler Jahrzehnte oder gar ihr ganzes Leben hinter Gittern verbringen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, viele Menschen verbüßen ihre gerechte Strafe, weil sie der Gemeinschaft geschadet und Gewalt angewendet haben. Aber in einigen Fällen übersteigt die vorgesehene Strafe die Schwere des Verbrechens weit.[…].“

 

Von den insgesamt 90 Personen, die Obama während seiner zweiten Amtszeit begnadigt hat, waren die meisten nicht gewaltbereite Drogenhändler. Die stellvertretender Generalstaatsanwältin der Vereinigten Staaten, Sally Quillian Yates, hat unterdes angekündigt, dass der Präsident weiterhin Einzelfälle prüfen lasse, um weitere Begnadigungen auszusprechen.

 

 

3 Antworten auf „Obama begnadigt 46 Drogenhändler

  1. Sebastian

    Wen es interessiert, es waren in der Mehrzahl der Fälle Crack/Kokain weshalb diese Menschen verurteilt wurden, und sie werden erst am 10 November diesen Jahres entlassen. Nur 5 von den 46 entlassenen hatte eine Verurteilung wegen Cannabis, davon nur zwei ausschließlich deswegen.
    Richard DeLisi oder Eddy Lepp sind nicht dabei.

    Hier gibt es eine Liste der von Obama begnadigten Menschen.
    http://clemencyreport.org/obama-commutes-46-drug-sentences/

    Grüße

  2. Papa

    Ist doch ein guter Anfang jetzt dauerts nicht mehr lange bis die Mortler und Merkel einlenkt.

  3. Littleganja

    In den Nachrichten wurde gesagt nur nach Kapitalverbrecher ins Gefängnis müssen.

    Schade ist nur das es keine genaue Juristische Definition von Kapitalverbrechen gibt.

    Für mich sind Kapitalverbrechen schwere Verbrechen wie z.b. Mord, Vergewaltigung, schwere Körperverletzung, extrem hohe Steuerhinterziehung, töten von Schutzbefohlnen, schwere Folter usw.

    Das würde bedeuten das in Zukunft niemand mehr in den USA wegen Drogendealen, solange er niemanden direkt körperlich oder Geistig schadet mehr ins Gefängnis muss. Kleinkriminelle die Scheckbetrug begehen Autos klauen oder einer Oma die Rente stehlen ohne sie zu verletzten, müssten keine Angst mehr haben in das Gefängnis zu kommen?!?!?

    Entweder haben die Nachrichten hier Scheiße gelabert wie so oft oder die USA steht vor einem großen Wandel.

    Bei Drogen finde das das vorgehen OK, niemand sollte nur wegen Drogen oder Drogenhandel (sofern niemand Verletzt wurde oder Seelisch beeinträchtigt) in das Gefängnis wandern.
    Jedoch nur noch wegen Kapitalverbrechen ins Gefängnis zu kommen finde ich nicht gut, da entsteht ein neuer großer Graubereich in dem sich die Kleinkriminellen dann tummeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.