Dienstag, 7. Juli 2015

The Elder Scrolls Online – Tamriel Unlimited

Autor: mze

 

Foto: Bethesda Softworks
Foto: Bethesda Softworks

 

Tamtam in Tamriel

 

Nachdem im letzten Jahr The Elder Scrolls Online – Tamriel Unlimited bereits auf dem PC-Sektor versuchte, auf dem MMORPG-Sektor Fuß zu fassen; schlug Bethesda Softworks nun auch den Pfad auf den neuen Konsolen ein. Das im bekannten Elder-Scrolls-Universum angesiedelte Riesen-Project, erntete zur Erstveröffentlichung nur bedingte Erfolge, weshalb es nun mit einem ausgebesserten Schlachtplan erneut Vermarktet wurde. The Elder Scrolls Online – Tamriel Unlimited verlangt keine monatlichen Grundgebühren mehr, um sich mit Freunden auf Bethesda-Mega-Servern, durch die Welten von Morrowind, Skyrim und dem Oblivion bewegen zu können.

 

Findet man sich auf dem genannten europäischen Server ein, darf zuerst einmal einer von acht eigenen Charakteren erstellt werden, der aus unterschiedlichen Rassen und Geschlechtern gewählt und dann den eigenen Vorlieben angepasst wird. Ebenso bestimmt eine gewählte Kämpfer-Klasse das kommende Voranschreiten, in einer nicht allzu freundlichen Welt, die man aus der Ego- oder der Third-Person-Perspektive erleben kann. Spezielle Fähigkeiten sind jeder Rasse und Klasse vorbehalten, weshalb hier schon etwas Experimentierfreudigkeit verlangt wird.

 

Begonnen wird das Spiel dann in der Unterwelt, aus der der Spieler entkommt, und sich errettet im belebten Elder-Scrolls-Universum wiederfindet. Neben den NPC-Charakteren – die immer für ein Gespräch offen sind und oft spezielle Wünsche mit sich tragen – ist Tamriel von echten Spielern belebt, die ebenso versuchen, mit ihrem eigenen erstellten Charakter, wahre Abenteuer zu erleben. Zwanghaft miteinander muss man The Elder Scrolls Online – Tamirel Unlimited aber nicht spielen – doch treffen Kämpfer ähnlicher Klassen während gleicher Aufträge in einem Gebiet aufeinander, ist Zusammenarbeit gerne gesehen. Ebenso gibt es aber auch Areale in denen man sich absichtlich mit menschlichen Spielern misst, jedoch dort auch auf tatsächliche Verluste eingestellt sein muss.

 

Die Welt von Tamriel ist schier unerschöpflich und verlangt viel Einarbeitungszeit.

Erst nach mehreren Stunden beginnt man die Größe des epischen Ausmaßes wahrzunehmen, da man zu Beginn des Mega-Machwerks doch eher eine Einzelspieler-Kampagne erlebt, die einen mit den Möglichkeiten der Welt vertraut machen will. So können der eigene Held oder die eigene Heldin knifflige Handwerke erlernen, Alchemie studieren oder sich in die mystischen Tiefen der Zauberei stürzen. Gilden, in welchen man Mitglied werden kann werden ebenso besucht –  und so siedelt man langsam aber sicher in die virtuelle Online-Welt von Bethesda über.

 

Grafisch wirkt das Spiel zwar eher aus der vergangenen Generation; doch gewöhnen sich die Augen nach vielen Stunden Aufenthalt in Tamriel an dieses Bild, sodass man damit gut leben kann und sich näher, um die spielerischen Feinheiten kümmern möchte. Das gesamte Spiel in einen kurzen Test nach einigen dutzend Stunden zu verfrachten ist keine leichte Aufgabe, da sich vieles erst nach wesentlich mehr investierter Zeit offenbart – wenn die Mega-Server erreichbar sind, das eigene Internet funktioniert, man im Falle von Konsolennutzung seine monatlichen Beitrage an die jeweiligen Hersteller für Online-Gaming bezahlt hat und alle zusätzlichen Daten nachträglich aus dem Netz gezogen wurden – dann kann man sich aber sicherlich mit The Elder Scrolls Online – Tamriel Unlimited anfreunden und findet dort vielleicht sogar eine Bande unterhaltsamer Krieger, die einen – neben den nett ausgearbeiteten Geschichten der virtuellen Welt – auch über kommende Jahre ordentlich unterhalten werden.

 

Für Kämpfer (mit) der virtuellen Welt.

 

The Elder Scrolls Online – Tamriel Unlimited

Fotos: Bethesda Softworks

USK 16

Circa 50€

(PC/MAC-ASIN: B00CFJ9DQ6 /PS4-ASIN: B00DC3WTS8 /Xbox One-ASIN: B00DC3WRHQ)

 

Eine Antwort auf „The Elder Scrolls Online – Tamriel Unlimited

  1. Dennis der Hanfologe

    Seid dem ich die Rubrik Spiele beim Hanfjournal verfolge frage ich mich: „Warum? Gibt es nicht genug Themen rund um Cannabis?“ Aber nun gut! Auch ich sitze gern mal Abends vor meine Box und daddel mir Genre übergreifend die Finger wund während ich die ein oder andere Sportzigarette genieße. Soweit, so gut passt dies wohl zusammen. Also war ich wenig verwundert auch hier die Rubrik vertreten zu finden. Was mich verwundert ist die Art der verschiedenen Berichte. Immer oberflächlich, in keiner weise bewertend, manchmal hat man gar das Gefühl der Klappentext würde zitiert…hm…warum dann überhaupt berichten? Nichtmal auf die Story oder das Gameplay wird nur im Ansatz eingegangen. Damit man auch in Zukunft noch ein Presseexemplar anfordern kann? Meiner Meinung, bitte ganz oder gar nicht! Halbherzige „Test“ die nach wenigen Stunden Spielzeit gemacht werden (gerade bei Spielen wie diesem) sind wie als wenn man über ein Buch schreibt obwohl man es nicht ausgelesen hat oder eine Filmkritik aufgrund eines Trailers. Ich würde mich freuen wenn das Thema in Zukunft etwas weniger Stiefväterlich angegangen würde…wenn man es denn angehen muss, ist doch #hanfologisch!

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