Samstag, 27. Juni 2015

Interview mit einem Verfolgten und Krankgemachten

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Bild: cricava / freeimages

 

Zur Paradoxie des alltäglichen Wahnsinns

 

 

Von Hannes Schinder

 

Stefan*, 35 Jahre alt, leidet seit über fünf Jahren an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), welche dadurch ausgelöst wurde, dass der Cannabisnutzer vor einigen Jahren in die Mühlen der Strafverfolgung geraten ist und Dinge über sich ergehen lassen musste, die heute meist als „Mobbing“ oder „Psychoterror“ bezeichnet werden.  Allerdings ist Stefans Geschichte kein Einzelfall, genauso verhält es sich bei einer Vielzahl weiterer Menschen, die aufgrund ihrer Vorliebe für Hanf oder andere Psychoaktiva irgendwann schon einmal mit den Staatsgewalten in Berührung gekommen sind und möglicherweise willkürlicher Polizeigewalt oder ähnlichem hilflos ausgeliefert waren. Doch nun lassen wir Stefan sprechen und ihn seine Geschichte erzählen. So wird er uns im Folgenden berichten, was genau er erleben musste, warum das Ganze so geschehen ist, welche psychischen Folgeschäden er davon trug und wie er diese heute effektiv behandelt.  Kurzum: Stefan raucht Cannabis um die Symptome seiner „Strafverfolgungs-PTBS“ zu lindern.  Klingt paradox? Ist es auch!

 

 

 

Lieber Stefan, sei so nett und erzähle doch mal kurz deine Geschichte. Was genau ist dir damals zugestoßen?

 

Mein damaliger Dealer wurde 2009 verhaftet und hat daraufhin ein umfangreiches Lebensgeständnis abgegeben. Er hat zu Protokoll gegeben, das er binnen eines Jahres insgesamt acht Mal Gras zu jeweils 20 g an mich verkauft hat. Dieses Selbstgeständnis gilt juristisch als handfester Beweis, sodass eine Woche nach seiner Aussage, ziemlich überraschend die Polizei vor meiner Tür stand. Ich wusste ja schließlich überhaupt nichts von seiner Verhaftung und ich wurde auch nicht vorgewarnt. Demnach habe ich auch nicht mit der Polizei gerechnet, als es morgens um 6.30 Uhr wie verrückt an der Wohnungstür klingelte und klopfte. Vielmehr dachte ich, dass es einer meiner Nachbarn ist, der irgendeinen Notfall hat. Vielleicht brennt es ja, dachte ich noch kurzzeitig, doch als ich die Tür noch nicht ganz aufgemacht hatte, kam sie mir auch schon entgegen und ich wurde von insgesamt vier zivilbekleideten Männern zurück geschupst, welche ohne etwas zu sagen einfach herein kamen. „Jetzt werde ich das erste Mal in meinem Leben überfallen“, dachte ich mir, bis mir einer der Männer ein DiN-4-Blatt vor die Nase hielt und meinte, dass dies ein Durchsuchungsbefehl für meine Wohnung sei, da ich unter dem dringenden Verdacht stehe Betäubungsmittel in nicht unerheblichem Umfang gewinnbringend zu veräußern. „Ich habe noch nie Betäubungsmittel verkauft“, gab ich zur Antwort, aber das schien sie nicht zu interessieren.

 

Hast du wegen insgesamt 160 g Gras, die du innerhalb eines Jahres zu jeweils 20 g Portionen erworben hast, tatsächlich unter dem Verdacht gestanden, in großem Stil zu dealen?

 

Ja, das habe ich. Zumindest am Anfang, aber weil sie mir keinen Verkauf nachweisen konnten, blieb es am Ende beim Erwerb nicht geringer Mengen. Aber erstmal unterstellten sie mir Dinge, die ich wirklich noch nie gemacht habe. Entsprechend wurde ich natürlich auch von denen behandelt. Aber wie der Staat auf die Idee kommt, dass man mit derartigen Mengen, wie ich sie erworben habe, viel  Geld machen kann, bleibt mir auch ein Rätsel.

 

Was haben die Polizisten denn mit dir gemacht als sie bei dir in der Wohnung waren?  

 

Die haben mich behandelt wie einen Schwerverbrecher. Zunächst wurde ich gefragt, wo mein „dreckiger Stoff“ den versteckt ist, worauf ich ihnen sagte, dass ich keinen dreckigen Stoff besitze, sondern sich bloß eine kleine Grasblüte auf meinem Wohnzimmertisch befindet, mein Eigenbedarf. Alle sind sie gleichzeitig wie die Irren ins Wohnzimmer gelaufen und haben sie auch gleich entdeckt. Eine Blüte von etwas mehr als 1 g. Dann begann die eigentliche Tortur. Obwohl sie nun alles hatten, was sie bei mir an illegalisierten Substanzen finden konnten, stellten sie die ganze Wohnung auf den Kopf. Dabei ging einiges zu Bruch und wurde zerstört. Geredet haben sie mit mir, in etwa so, als wäre ich ein minderwertiges Geschöpf. Irgendwann kamen sie dann auf die Idee, dass ich mir ja möglicherweise, bevor ich ihnen die Tür aufgemacht habe, etwas von dem „dreckigen Stoff“ in den After geschoben haben könnte, weshalb mich einer der Polizisten, während er seine Waffe fest im Griff hielt, dazu anwies ins Nebenzimmer zu gehen, damit ich einer Leibesvisitation unterzogen werden könne. Ich stand schon zu diesem Moment in einer Art Schockstarre und registrierte gar nichts mehr.  Der Polizist, immer noch mit der Waffe im Griff, zwang mich dann dazu, mich komplett auszuziehen, worauf er mir darauf die Pobacken weit auseinander gezogen hat, während ein zweiter Polizist mit der Taschenlampe reingeleuchtet hat. „Auch nichts!“ Dann kam der Hund, der wie ein Monster durch meine Wohnung rannte und fast alle meine Kopfkissen kaputt gebissen hat. Doch auch der Hund konnte keine weiteren Beweismittel finden und so wurden die Beamten immer zorniger, denn noch immer gingen sie scheinbar davon aus, dass ich irgendwo die Kilos gebunkert hätte. Irgendwann haben sie es dann sein gelassen und sind ohne aufzuräumen wieder abgezogen.

 

Wie hat sich das denn für dich angefühlt?

 

Ich habe mich während der ganzen Zeit unglaublich hilflos und ausgeliefert gefühlt. Ich habe nie gedacht, dass man als harmloser Cannabisraucher, der keiner Fliege was zu Leide fügen kann, so behandelt wird. Die haben zu keiner einzigen Minute normal mit mir gesprochen. Zwar gab es da einen, der wohl den „guten Bullen“ spielen musste, aber darin war er sehr schlecht bzw. unauthentisch. Und die Sache mit der Leibesvisitation war dann der Gipfel. Ich hatte das Gefühl, dass die mich nur schikanieren wollten. Aber was sollte ich dagegen tun? Der Typ hatte seine scheiß Knarre die ganze Zeit noch in der Hand, damit ich mich richtig schön eingeschüchtert fühle. Und außerdem sitzen die am längeren Hebel, dachte ich mir. Und genau dieses hilflose Ausgeliefertsein war es dann letztlich auch, wodurch ich an einer Posttraumatischen Belastungsstörung erkrankt bin. Ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch, der noch nie gegen das Gesetz verstoßen hat, abgesehen von meinem abendlichen Cannabiskonsum. Und das genau diese harmlose Sache aber scheinbar ausreicht, um eine Person aufs Übelste zu schikanieren und seine Rechten mit Füßen zu treten, hat in mir jedweden Glauben an unser Rechtssystem zur Gänze ausgelöscht. Auch die Tatsache, dass sämtliche persönliche Wertgegenstände während der Durchsuchung einfach so kaputt gemacht wurden, hat mich wirklich fertig gemacht. Beispielsweise habe ich ein Kuscheltier auf meiner Couch sitzen gehabt, welches ich von einer sehr guten Freundin geschenkt bekommen habe und mir entsprechend viel bedeutet.  Und die Polizisten haben es dann einfach aufgeschnitten, ausgehöhlt und in Stücke gerissen etc., im Glauben, es sei ein Drogenversteck.

 

Puh! Wie hoch war denn das Strafmaß?     

 

Ich bekam für den achtmaligen Erwerb von jeweils 20 g eine Freiheitsstrafe von acht Monaten, die auf eine Bewährungszeit von zwei Jahren ausgesetzt wurde. Im ersten Jahr der Bewährung musste ich auf eigene Kosten vier Drogenscreenings abgeben. Ich wurde nachmittags angerufen und musste gleich am nächsten Morgen zur Urinprobe.

 

Und wie ging es dann nach der Hausdurchsuchung in deinem Inneren weiter? Wie hat sich deine PTBS bemerkbar gemacht?

 

Die ersten Symptome haben sich gleich nach der Hausdurchsuchung bemerkbar gemacht. Es ging los mit Angst- und Panikattacken. Ich habe über Wochen nachts kein Auge zugedrückt. Und falls es mir doch mal gelungen ist, hatte ich Albträume, von denen ich schweißgebadet aufgewacht bin. Ich fühlte mich in meiner Wohnung, genau wie an anderen Orten, überhaupt nicht mehr sicher. Hat es geklingelt, habe ich sofort Herzrasen bekommen und heftige Panik. Anfangs habe ich die Türe überhaupt nicht geöffnet, dann kam ich auf die Idee, dass ich ja auch aus meinem Badezimmerfenster auf die Straße sehen kann. Gegebenenfalls rief ich den Besuch dann zurück. Wenn ich mal einen Polizisten auf der Straße gesehen habe, hatte ich sofort leichte Atemnot, hohen Herzschlag und Schweißausbrüche, die typischen Symptome für Angst. Das ging über zwei bis drei Jahre so. Ich habe in ständiger Angst gelebt, obwohl ich rechtlich überhaupt nichts mehr zu befürchten hatte. Denn ich habe zu dieser Zeit aufgehört zu rauchen, da ich ja nicht gegen die Bewährungsauflagen verstoßen wollte. Davon abgesehen habe ich mich derart von meinem damaligen Dealer verraten gefühlt, sodass ich keinem mehr vertraut habe. Das Risiko von irgendeinem, der die Klappe nicht halten kann, nochmal in so eine Misere gezogen zu werden, war die Sache nicht wert. Erst seit etwa mehr als einem Jahr habe ich wieder Freunde, denen ich vertrauen kann bzw. bin ich seit dieser Zeit wieder bereit dazu.

 

Warst du wegen deiner Angstsymptome beim Arzt?

 

Am Anfang nicht. Erst nach zwei Jahren habe ich mich getraut. Mein Arzt diagnostizierte Depressionen und eine Panikstörung und wollte mir dann Angst lindernde Psychopharmaka verschreiben, die ich aber abgelehnt habe. Stattdessen habe ich mich kurzzeitig in eine Gesprächstherapie begeben. Diese hat zwar geholfen, das einschneidende Erlebnis ein Stück weit zu verarbeiten und zu integrieren, aber ich schleppe immer noch eine Heidenangst mit mir rum, auch deshalb, weil ich wieder angefangen habe zu rauchen, aber nicht, weil es mir Spaß macht, sondern, weil es mir hilft mit meiner PTBS umzugehen.

 

Verrückt! Du nutzt jetzt Cannabis als Medizin zur Linderung einer psychischen Erkrankung, die du nur deshalb hast, weil du wegen Cannabis zum Opfer der Strafverfolgung wurdest?

 

Genauso ist es. Es ist total verrückt und paradox. Manche Leute finden meine Situation auch zum Lachen, aber ich finde sie eher zum Heulen.

 

Und wie genau hilft dir Cannabis, um mit deiner Belastungsstörung umzugehen?

 

Bevor ich schlafen gehe rauche ich einen kleinen Joint. Der hilft mir dabei, dass ich halbwegs entspannt und ohne Albträume durchschlafen kann.  Cannabis unterstützt mich dabei, dass ich aus diesem dunklen Loch, in das ich plötzlich hineingefallen bin, langsam aber sicher wieder herauskomme.

 

Weiß dein Arzt, dass dir Cannabis hilft?

 

Ja, mein neuer Arzt weiß das. Dieser hat auch die PTBS-Diagnose gestellt und wird mir unterstützend zur Seite stehen, wenn es darum geht eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Aber da ich noch nicht als austherapiert gelte und auch abgesehen von der Angsttherapie mich noch nicht gründlich behandeln lassen habe, dauert es noch ein bisschen. Schließlich bin ich ja auch offen für andere Medikamente, Therapie- oder Entspannungsmethoden, allerdings habe ich kein Bock auf körperliche Nebenwirkungen.

 

Dann wünsche ich dir von Herzen, dass du mit diesem Erlebnis, mit dem du ja übrigens nicht allein da stehst, sondern gemeinsam mit tausenden weiteren kriminalisierter Cannabisnutzern, baldmöglichst abschließen kannst.

 

* Name von der Redaktion geändert

17 Antworten auf „Interview mit einem Verfolgten und Krankgemachten

  1. egofreund

    Das zeigt nur, wo sich der Geist unserer Zeit befindet.
    Cannabis ist verboten. Ich lach mich tot!
    Keine Pflanze ist illegal. Schon garnicht Hanf,
    eine der ältesten Nutz- und Heilpflanzen der Menschheit.
    Ihr kapitalistischen Ochsen! Ihr habt ja so einen Schaden!
    Wieviele Naturvölker konsumieren Cannabis seit Ewigkeiten ?????
    Und was passiert, wenn man diesen Völkern Alkohol gibt?
    Was hat das mit „Nachhaltig“ zu tun?
    Hanf ist nachhaltig, wenn es nicht mit LÜGEN und Vorurteilen belegt wird.
    Hanf ist nachhaltig, wenn es biologisch ist und nicht Schwarzmarkt-üblich gestreckt wird.
    Hanf ist Zukunft, weil es eher selbstlos macht, als egoistisch.
    Das ist es, was die Menschen zwischen Burnout, Krebs und Krieg jetzt brauchen.

    Kommt Leute, lasst uns die Welt nicht weiter kapputmachen.
    GEBT DEN HANF FREI !!!
    Man, macht die Augen auf, das Leben ist so schön.
    Lasst uns unseren Kindern eine schöne Welt schenken,
    eine Welt ohne unsere Waffen, ohne diesen Egoismus, bitte!
    Geld bringt dir nichts man.
    Das letzte Hemd hat keine Taschen.
    Du kannst nichts mitnehmen. Nichts. nix. nadda.
    Das ist doch der Trick man!
    Hier und jetzt. Das ist alles was du bist.
    Du kannst nicht haben, kannst nur sein.
    Für diesen Augenblick… aaaaaah, ist das geil

  2. Jemand

    „seine Rechten mit Füßen zu treten“
    Welche Rechte !? Das Grundgesetz !? Das existiert nur auf dem Papier!
    Das GG widerspricht sich an so vielen Stellen selbst ganz zu schweigen das es einfach ignoriert wird wenn es den Authoritäten grade passt!
    Hartz 4 ? Grundgesetzwidrig! Drogenverbot ? Grundgesetzwidrig!
    Interessiert das irgendwen !? Nein!
    Wir haben deswegen keine ECHTE Verfassung weil man am sogenannten Grundgesetz so schön rumpfuschen kann!

  3. Salah Eddine

    Das sind schon immer meine Worte, nicht das Cannabis macht die Psychosen.

    Die Psychosen werden durch die Verfolgungen ausgelöst, nicht nur wenn Morgens ungeladen Gäste klingeln. Viel mehr dadurch, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegt, und eine Kontrolle wegen einer Kleinigkeit zu befürchten hat.
    Ebenfalls wird Panik geschoben, wenn ein nicht Psychoaktiver Abbaustoff, im Blut noch in Spuren vorhanden ist.

    Der Rest der Psychosen schreibe ich einem Polytox zu.
    Vor allem wenn die Substanz der Alkohol ist.
    Weiter darf man auch die Psychosen die durch Verunreinigungen entstehen nicht verachten.

    Der kleinste Teil der Psychosen, der Langjährigen Beobachtungen meiner Arbeit im Sozialen Bereich, ist wirklich dem Cannabis zuzuschreiben. Selten liegt KEIN Mischkonsum vor. Die Betroffenen die trotzdem versuchen darzulegen das nur Cannabis schuld sei, sind stark anzuzweifeln!

    S.E.

  4. Lars Rogg

    Da fehlen einem fast die Worte. Rechtsfreier Raum Deutschland !!!
    Wenn man aber z.B.aus Süddeutschland kommt, sind einem solche Geschichten (wenn auch nicht immer ganz so krass) nicht neues. Warum solche ekelhaften Charaktere überhapt im Staatsdienst sind, oder besser sein dürfen, ist mir ein Rätsel. Straffrei friedliche Menschen das Leben zu ruinieren, wegen Gras, hat nichts mit Geschichtsbewustsein oder gar demokratischer Rechtsstaatlichkeit zu tun. Und da wundert sich dieser Wendt von der Bullerei Gewerkschaft, dass Polizisten schon lange keine Respektspersonen mehr sind. Die dürfen jeden erniedrigen und im Zweifel ins Krankenhaus prügeln, wenn man sich reflexartig gegen deren Übergriffe wehrt oder sich nicht einer analen Untersuchung unterziehen lassen wollen. Von den juristischen Problemen ganz zu schweigen…WIDERLICH !!!!!!! Dieses Charakterlose Gesi… wird von uns bezahlt um uns zu schützen. Warum nimmt man sich in der Ausbildung solcher Verbrecher nicht mal die Zeit diese darauf hinzuweisen???
    Vor kurzem war die Bullerei bei einem Nachbarn und hat seine Waffen aus dem Haus getragen. Die haben sich freundlich mit ihm unterhalten, gescherzt und sind entspannt wieder weggefahren. Wären die bei einem kleinen Kiffer aus der Nachbarschaft eingelaufen, wäre das sicher anders abgelaufen. Willkommen in Süddeutschland….

  5. Lars Rogg

    Wenn die Bullen erst mal vor der Tür stehen, kannst Du deine Rechte gleich in den Gulli kicken…toller Rechtsstaat…pech für uns !!!

  6. Liebes Kind in mir ... weine ruhig ein wenig ...

    DANKE 🙂 für diese Geschichte. DU bist nicht alleine. Wir werden immer mehr. Wir sind schon VIELE. 🙂

    Wie konnte es in unserer Gesellschaft denn nur so weit kommen?

    WIR werden das ändern!

    Legen wir noch mal einen drauf … die Hanf- und Dampfparade müssen Zeichen setzen. 🙂

    Wir halten zusammen. Wir helfen denen die Hilfe brauchen.

    Nochmals danke für diesen guten Beitrag und für DEINEN Mut.

    ICH fordere alle Menschen, mit Anstand und gutem Willen, zu helfen und zuszustimmen, dass es Veränderungen gibt. So etwas raubt uns doch allen die Würde. Über Generationen …
    ###
    Save the Desert! End Prohibition! NOW!
    ###

    # Wir werden immer mehr Menschen sein, die sehen und spüren wie uns alle das „System
    Prohibition“ verletzt und schädigt.

    # Wir vernetzen uns zunehmend.

    # Wir finden gute Lösungen.

    # Wir lassen uns immer weniger teilen und aufeinander hetzen.

    # Wir sind Menschen: Eltern, Kinder, Opa, Oma, Onkel, Tante, Nachbar, Freunde, … einfach nur MENSCHEN und sonst NICHTS.

    # Wir wollen gesund und in Würde und in Frieden mit dem Hanf leben.

    # Weltweit.

    # Nicht mehr und nicht weniger. 🙂

    🙂 Danke liebes Hanfjournal und liebe HanfreundInnen. Ich liebe EUCH! 🙂 🙂 🙂 Wir sind auf einem sehr guten Weg … Weiter so! 🙂

  7. Ralf

    Ich habe es schon ein paar mal hier geschrieben, das ist nichts gegen das was sie schon vor 30 Jahren mit mir gemacht haben. Da hat nämlich so ein dreckiges Nazibullenschwein mit Namen Hatzenbühler von den Schergen in Germersheim mir in meiner Wohnung die entsicherte Knarre an die Schläfe gehalten und wörtlich gesagt:“Wenn du dich noch einmal bewegst, leg ich dich um“, das hat sich mir bis bis heute in`s Gedächtnis eingebrannt, und ich frage mich dauernd, ob nicht eine kleine Rache meinerseits nötig ist, um dieses durch die Todesangst und die damit einhergehende Verletzung meiner Menschenwürde entstandene Trauma annähernd überwinden zu können, bis heute ist mir das jedenfalls nicht gelungen ! Ich bin ja dank Cannabis pur total gesund was von diesem Alkoholikerarschloch wahrscheinlich nicht zu erwarten ist, sollte ich aber mal Krebs kriegen und wissen, daß ich bald in`s Gras beiße, und der lebt noch, werde ich diese brutale Nazi Drecksau mitnehmen !!!!

  8. Jemand

    Im Germersheim bin ich zu Realschule gegangen (nur ma so nebenbei)
    Hatzenbühler sagt mir jetzt nichts aber mir ist bekannt das die Germersheimer Polizei selbst ne ganze Menge Dreck am Stecken hat!
    Da wird sich wohl gerne mal aus der Aservatenkammer bedient (genau wie in Speyer auch)

  9. Lars Rogg

    Der Typ ist wahrscheinlich auf unsere Kosten inzwischen in Pension. Nur das solch Charakterschw… nie aussterben (Burghausen). Ich weiß nicht wie lang ich bräuchte um so ein Trauma zu überwinden, wahrscheinlich hätte ich mich in dem Moment eingenässt.
    Alles gute für die Opfer der Germersheimer Bullen und den Opfern, der den Rechtsstaat verachtenden Staatsmacht.

  10. Was mich immer (wieder) tröstet ... :-)

    Oh Lars, das ist wirklich schrecklich! 🙁

    Das ist wohl das Erbe unserer Vorfahren, die sich 1933 entschieden haben, das Verbrechen names „Faschismus“ und „Rassismus“ in Deutschland salonfähig zu machen.

    Wo sind diese Menschen nach 1945 alle hin?

    Inwieweit sind diese „Personen“ an der „Volksgesundheit“ interessiert und inwieweit sind „Substanzkonsumenten“ die neue Zielgruppe dieser „Volksfreunde“ geworden? Was ist das für ein Gedankengut und für eine Ethik? Wer sitzt seit 1945 beim BfArM? Recherchiert doch bitte einmal die Historie, IHR werdet staunen. Es ist schon sehr bitter.

    Was mich immer wieder tröstet, wenn ich die Geschichte der Prohibition in Deutschland betrachte, das sind das so kleine Lichtstrahlen der Freude. Zum Beispiel ein Kind, das Dank der Heilwirkung der Cannabinoide den Blutkrebs besiegt hat. Alles Gute und Liebe tapfere Mykayla 😉 🙂 🙂 Gute Besserung und mag Dein Bein bald wieder heile sein: 🙂 und Du wieder auf dem Trampolin herumhüpfen können 🙂 https://www.facebook.com/BraveMyKayla/photos/a.267627340033904.65780.185971814866124/650574498405851/?type=1

    Lieber Ralf, mag Deine Seele Ruhe und Frieden finden. Es tut mir sehr leid für Dich.

  11. Jan Ole

    Der Umgang der Polizei kommt mir irgendwie bekannt vor….. Als 16-Jähriger wurde ich während einer spontanen Durchsuchung in der Stadt Gütersloh mit einer Tüte voll mit Henna „erwischt“. Blöder Weise war ein sogenannter ESA-Vortest in Bezug auf Heroin angeblich positiv. Ergebnis: Hausdurchsuchung in Abwesenheit (Meine Eltern waren auf der Arbeit) mit totaler Verwüstung des gesamten Hauses. Sogar die Slips meiner Mutter wurden durchgrabbelt, wofür es gar keinen Durchsuchungsbefehl gab. Alle Orden und Ehrenzeichen meines Großvaters wurden beschlagnahmt. Ohne Begründung! (Wert=3.500,-€) Ja da waren auch Hakenkreutze drauf. Ich hatte diese nicht, weil ich ein Nazi bin Im Gegenteil!!!. Dies waren Erbstücke, wofür mein Opa seine Knochen hingehalten hatte. Die Symbole standen nun mal im Zeichen der Zeit. Ich musste 2 Mal zum Gericht. Die Polizisten die den Mist verbrockt hatten waren trotz Einladung nicht anwesend. Auch die Beweismittel waren auf einmal verschwunden. Ich bin zwar freigesprochen worden, und die Dinge, die man beschlagnahmt hatte wurden per Gericht freigegeben. Aber ich warte bis heute ( seit 17 Jahren!) auf die Rückgabe, bzw. Entschädigung. Angeblich wurde alles direkt vernichtet…. Zitat Staatsanwalt: „Ich solle mich nicht so anstellen. Sonst würde man ganz anders mit mir umgehen!“ Ich wollte diese Ungerechtigkeit nicht auf mir sitzen lassen und hatte gegen die ermittelnden Beamten geklagt. Als Konsequenz wurde ich, wenn immer ein Polizist in Gütersloh mich oder meine Mofa gesehen hatte angehalten, überprüft und schikaniert. Es wurde mir mehrfach von der Polizei körperlich und auch psychisch gedroht. Frieden habe ich erst, seit dem ich die Stadt verlassen habe. Das war die Hölle! Habe immer noch Angst, wenn ich einen Polizisten sehe… Wer mir nicht glaubt, dem schicke ich gerne alle Gerichtsunterlagen und Briefe meines Anwaltes. Habe alles aufgehoben. Mein Erlebnis hat zwar nichts mit Hanf zu tun, aber es zeigt, wie einige Beamte mit dem Thema Drogen/Suchterkrankung, bzw. Beschwerden gegen Kollegen umgehen. Willkommen im Rechtsstaat BRD.

  12. Jan Ole

    Um nochmal Klar zu Stellen. Gefunden hatte man bei mir Henna — Keine Illegalen Stoffe!

  13. wie sehr ich EUCH liebe :-)

    Lieber @Donald,

    leider kann ich Deine Geeschichte nicht lesen, da ich kein FB-Zugang habe (und auch nicht will) 🙂

    Ich finde es sehr schön und hilfreich, wenn immer mehr Menschen ihre Geschichte erzählen und sich zeigen.

    Wir halten zusammen und wir lassen keine Hanffreundin und keinen Hanffreund im Stich. 🙂

    Gerade WIR wissen was es bedeutet ausgegrenzt zu werden. Jeder und Jede hat es erfahren, auf IHRE/SEINE Art und Weise.

    Ich möchte gerne noch viel mehr von diesen Geschichten und Schicksalen hören, lesen oder sehen.

    Bitte macht weiter und legt noch einen drauf. 🙂

    Schickt EURE Schicksale und Geschichten an die Verantwortlichen und die Medien, damit VIELE es erfahren und ihr Anstand und Menschsein es IHNEN gebietet für Veränderungen zu sorgen.

    Lieben Dank für diesen liebevollen Dienst an ALLEN, die nicht schreiben, sprechen oder sich zeigen können. Danke! 🙂 🙂 🙂

    https://www.facebook.com/CC.e.V.Koeln 😉

  14. Fizzy

    Hallo Leute,

    Ich hatte auch sogar mehrere traumatische Erlebnisse mit der Bullerei. In Siegen. Da habe ich auch ne Menge psychischer Einbrüche davon getragen. Unter Anderem eine Posttraumatische Belastungsstoerung. Leider habe ich noch mehrere psychische Erkrankungen. Die Bullerei in Siegen ist Hammerhart drauf. Die können sich auch alles erlauben. Bei einem Bullen vom Drogendezernat wurden 15 Kilo Kokain bei einer Razzia sicher gestellt, und bei einem Anderen 12 Kilo Heroin. Beide sind straf frei und unbehelligt geblieben; können ihren Dienst oder auch ihre Drecksarbeit weiter machen. Soviel zur Bullerei. Und trotzdem und trotz allem kämpfe ich weiter für die Legalisierung von Cannabis. Bin auch noch von anderen schweren Erkrankungen betroffen, die mit sehr starken Schmerzen verbunden sind, und Cannabis hilft mir dabei sehr.

  15. Lars Rogg

    Ist echt der Hammer…kleine Kiffer werden wegen 0,01 Gram vors Gericht gezerrt und stigmatisiert, terrorisiert und sozial vernichtet. Deutschland ist von einem Rechtsstaat so weit entfernt, wie Russland oder Amerika. Wenn rosa Strampelhosen verboten wären, würden sich deutsche Bullen, Richter und Staatsanwälte finden, die weibliche Säuglinge verprügeln und inhaftieren würden…Scheißstaat !!!!

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