Samstag, 20. Juni 2015

Kascha Juni 2015

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

 

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Marlene (ohne Alter und Wohnort) fragt:

„Hi,
ich fahre nächste Woche nach Amsterdam. Es soll zwar hauptsächlich eine
Sightseeingtour werden, ich würde trotzdem gerne einen Coffeeshop mit allem drum und dran besuchen. Ist das für eine deutsche Staatsbürgerin noch legal und möglich?“

 

Kascha antwortet:

„Hallo Marlene,

tatsächlich gab es längere Zeit eine Diskussion darüber, keine Ausländer mehr in Coffeeshops zuzulassen. Das hängt vor allem mit dem so genannten Drogentourismus zusammen, wenn also Menschen aus Prohibitionsländern wie Deutschland und Frankreich ihren täglichen Bedarf nicht im Stadtpark decken wollten, sondern dazu  Coffeeshops in beschaulichen niederländischen Städtchen im Grenzgebiet besuchen. Die Anwohner in diesen Städtchen haben sich davon offenbar gestört gefühlt und wollten dem einen Riegel vorschieben – sinnvoller wäre es natürlich, Cannabis in den angrenzenden Ländern zu legalisieren. Stattdessen sollte ein Wietpass eingeführt werden, der Menschen mit Wohnsitz in den Niederlanden berechtigt, in Coffeeshops einzukaufen. Die entsprechenden Gesetze wurden allerdings von der überwiegenden Zahl der Coffeeshops in den Niederlanden nicht umgesetzt und in Amsterdam sollte es überhaupt keine Probleme geben, als Tourist Gras zu kaufen – ansonsten würde die Stadt wohl einiges an Tourismus einbüßen. Allerdings gibt es auch in den Niederlanden ein Nichtraucherschutzgesetz, man kann also in vielen Shops nicht mehr gemütlich sitzen und das frisch erworbene Blütchen genießen. Außerdem ist die Zahl der Shops insgesamt deutlich zurückgegangen und es gibt immer wieder Beschwerden über schlechte Qualität oder künstlich aromatisiertes Gras: Gib also Acht, dass Du nicht zum Opfer einer Touristen-Abzocke wirst, und informiere Dich am besten vor Ort, welcher Shop in Deiner Gegend empfehlenswert ist.“

 

 

 

Benedikt (22) aus Stuttgart fragt:

 

„Hallo Kascha,

ich sitze im Sommer gerne am Strand und habe da oft das Problem, dass ich bei Wind keine anständigen Joints bauen kann. Ich benutze einen geknickten Flyer für die Mische aber manchmal fliegt mir alles aus dem Flyer heraus und manchmal fliegt alles davon, wenn ich es vom Flyer auf das Paper schütten will. Hast du einen Tipp, wie man bei Wind und ohne Tisch am besten bauen kann? Außerdem habe ich das Problem, wenn ich holländisch, also inside-out, baue, dass beim Paper abbrennen immer Löcher in den Joint gebrannt werden, weil die Flamme wegen dem Wind so flackert. Gibt es da vielleicht Tricks? Das Paper drumherum anlecken funktioniert nur bedingt.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Benedikt,

wenn man bei Wind mit einem Flyer baut kann es sinnvoll sein, einen Flyer mit hohen „Wänden“ zu verwenden. Zum Beispiel nicht entlang der langen Achse falten, sondern entlang der anderen Achse – dann hält man den Wind schon ein wenig fern. Vorteilhaft ist es, die Mische über den Falz langsam aufs Paper zu schütten, so ist das Risiko, dass ein Windstoß alles auf einmal davonfegt, geringer. Am sichersten bei kompliziertem Wetter ist es allerdings, in der Handfläche zu bauen: Die Finger der haltenden Hand schließen dabei möglichst dicht um die mischenden Finger und ansonsten wird die Hand zur schützenden Faust geballt. Am Ende legen Konsumenten, die diese Methode bevorzugen, häufig das Paper einfach auf dem Mischehaufen, legen die Hände aufeinander und drehen alles um: Schon liegt alles fertig im Paper und kann schnell fixiert werden. Da das allerdings ein wenig Übung erfordert, macht es Sinn, die Technik zu Hause ein wenig zu üben, bis jeder Handgriff sitzt. Möchte man den Aufwand möglichst gering halten, kann man auch einfach zur Drehmaschine greifen: Auch wenn sie bei einigen „Profikiffern“ etwas verpönt sind, kann man mit einer Drehmaschine auch unter relativ widrigen Bedingungen noch einen ganz passablen Joint produzieren. Viele Kiffer bevorzugen es aber auch, sich einfach ihren Tagesbedarf an Joints vorzudrehen – dann sind sie vollkommen wetterunabhängig, aber auch weniger flexibel, falls mal mehr Freunde mitrauchen wollen oder sie länger bleiben als geplant.“

 

 

 

Sven (24) aus Berlin fragt:

 

„High Kascha,

ich kaufe mir in letzter Zeit ganz gerne mal diese Haschisch-Eier mit sehr weichem, schwarzem Haschisch. Ich mache mir daraus eine Wurst und lege sie in den Joint. Allerdings brennt die Wurst scheinbar langsamer ab, es ragt immer bis zu 1 cm raus und der ist noch sehr fest. Kann man das irgendwie effektiver rauchen, so dass der Joint langsamer abbrennt?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Sven,

du hast Recht, ein Teil der Lösung ist, dass der Joint langsamer brennt – ein anderer Teil ist, dass das Haschisch schneller brennt. Viele Haschischraucher drehen daher statt einer dicken Wurst lieber mehrere, dünnere Würste und legen diese nebeneinander in den Tabak, so kann das Haschisch besser abbrennen. Für die Brenngeschwindigkeit eines Joints gibt es verschiedene Faktoren: erstens, wie fest er gestopft ist (zu fest raucht sich allerdings nicht gut), zweitens, wie dick das Paper ist (am besten ist dünnes Papier, holländisch gedreht) und drittens, wie dick der Filter ist. Ein dünnerer Filter hat natürlich viel weniger Luftzug, während ein durch einen dicken Filter gerauchter Joint logischerweise auch schneller abbrennt. Drehtabak brennt in der Regel etwas langsamer als Zigarettentabak, wobei in beiden Fällen trockener Tabak schneller brennt als feuchter, frischer Tabak. Außerdem entwickelt Haschisch sehr viel mehr Qualm als Tabak oder Gras. Deshalb reichen bei einem guten Haschischjoint sehr sanfte Züge um dennoch relativ viel Qualm zu inhalieren. Zieht man stärker, entweicht sehr viel Qualm und damit natürlich auch viel THC einfach in die Luft. Da solches weiche, schwarze Haschisch in der Regel nicht ganz billig ist, wollen die meisten Konsumenten das natürlich vermeiden und ziehen sorgsam an ihren Haschischjoints. Eine Variante, die besonders vorsichtige Konsumenten bevorzugen, ist der Purkonsum mit einer kleinen Pfeife: Hierbei geht sehr wenig Rauch verloren. Wenn man das nicht gewohnt ist, kann das aber auch einen ziemlichen Hustenreiz verursachen.“

 

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