Freitag, 19. Juni 2015

Schulverweis trotz negativem Drogentest

Die Martin-Schule in Kempen sanktioniert auf Verdacht

 

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Schulverbot auch für diese Dame?

 

Die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet heute von vier Schülern aus dem Nordrhein-Westfälischen Kempen, die bis zum Ende des Schuljahres einen Schulverweis bekommen haben. Grund für den Ausschluss vom Unterricht sei der Verdacht einiger Eltern gewesen, dass die vier in der Kempener Martin-Schule gekifft hätten. Obwohl ein aufgrund des Verdachts durchgeführter  Drogentest negativ war, wurden alle vier mit einem mehrwöchigen Schulverweis sanktioniert. Trotz des negativen Tests ginge die Schulleitung davon aus, dass es Verstöße gegeben habe. Deshalb wurde die Polizei ebenfalls über die angeblichen Vorfälle in Kenntnis gesetzt.

 

Drogen-Schnelltests zeigen bei Cannabis zurückliegenden Konsum über mehrere Tage an, ihr so genannter „Cut-Off“- Wert liegt, je nach Ausführung, bei höchsten 5ng/THC pro Liter Blut. Hätten die Schüler während der Schulzeit gekifft, so wäre der Test auf jeden Fall positiv gewesen. Die Rechtsauffassung, die diese Lehranstalt ihren Schülern mit auf den Lebensweg gibt, gleicht der des „Hexenhammers“ aus dem 15.Jahrhundert. Fragt sich nur, was im Falle eines positiven Tests passiert wäre?

12 Antworten auf „Schulverweis trotz negativem Drogentest

  1. Revil O

    Ob auf der politischen, der verwaltenden oder der gesellschaftlichen Ebene, zeigt dieses Beispiel wieder einmal bestens auf das wir von dem letzten und scheinheiligsten Gesockse regiert, verwaltet und für blöd verkauft werden!!
    Wie lange lässt Mensch sich das mehrheitlich noch alles gefallen??

    Greetz

  2. DekayLama

    Was Bitte sollen die Schüler daraus lernen? Die UNSCHULDSVERMUTUNG wird da anscheinend einfach mal über Bord geworfen. Für mich nur wieder ein Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft einfach ein FASHISTOIDES SYSTEM ist. NAZI REKTOR KALLA

  3. Jemand

    Angst hällt den Menschen vom aufbegehren ab…das wwr schon immer so denn es hat sich nunmal bewehrt! Ob es nun angebliche Terroristen sind angeblich drohende Pandemien oder die „bösen Drogen“ spielt dabei keine Rolle!
    Ich gehe davon ais das die Schulleitung hier ein Exempel statuieren wollte das abschrecken soll!
    Das das nich funktioniert wissen inteligente Menschen! Aber faschisten sind das leider sehr selten!

  4. Lars Rogg

    Je früher die Menschen konform gepresst werden, desto größer der Erfolg. Sich dagegen wehren, können die Jugendlichen nicht. Eine Unverschämtheit, auf Verdacht Kinder zu kriminalisieren. Es bleibt immer was hängen. Das ist das Gegenteil von demokratisch orientierter Rechtsstaatlichkeit. Der Rektor agiert wie geschichtsvergessener Sonnenkönig. Hier werden Kinder zu Opfern einer verfehlten Drogenpolitik, durch einen desinfomierten, dogmatischen Brüllaffen gemacht. Zum Glück hab ich keine Kinder. Der Gedanke meine Brut solchen unbelehrbaren Kinderschindern zu überlassen, würde mich Krank machen. Zum Verbrecher gestempelt…ohne Beweis, ohne Schaden (ausser durch das Verhalten des Rektors), einfach mal so den Ruf der Schüler in den Gulli gekickt. Gleichzeitig die Staatsschergen zur Fortführung seiner Untat einzuschalten und riskieren die Schüler dauerhaft zu schädigen, macht ihn als Respektsperson komplett unglaubwürdig. Wie wichtig das in dem Alter, im sozialen Umfeld ist müßte der König der Schule eigentlich wissen. Das es im offensichtlich am Arsch vorbeigeht, macht in faktisch untragbar. Wäre das meine Brut würde ich alle juristischen Hebel in bewegung setzten um gegen diesen Rektor und sein Verhalten vorzugegehen. Wenn er so einen Verdacht hat, könnte er den Schülern eine Sonderaufgabe auferlegen. Wie wäre es denn mit einem ein Stündigen Referat vor der gesamten Schule über die realen Gefahren von legalen und illegalen Drogen. Infos gibt es ja mehr als genug. Da hätte sogar der Rektor noch was lernen können und die Schüler müßten jetzt nicht angst vor der Versetztung haben, da sie ja nun wegen des Schulverweises nichts mehr lernen dürfen. Der König hat eine sinnlose Strafe gewählt die nix bringt und ausschließlich einschüchtern soll- toller Pädagoge…bravo

  5. Thomas H.

    Ich kann nur hoffen, das sich die Eltern hier juristischen Beistand holen, um sich so ein Ding der Unmöglichkeit nicht gefallen zu lassen. Diesem Rektor gehört jegliche Kompetenz abgesprochen, sich auch weiterhin „pädagogisch“ zu betätigen. Sind wir im vermeintlich aufgeklärten Jahrhundert oder im tiefsten Mittelalter, muss ich mich hier wirklich fragen. Wie sollen gerade Jugendliche, nach so einem Verweis, an Gerechtigkeit im weiteren Verlauf Ihres Lebens glauben ? Hier kann ich diesem Herrn Kalla nur mein wirklich verächtlichstes „Pfui“ entgegen schleudern . Selbst „wenn“ geraucht wurde, wäre hier ein intensives Gespräch 1000 mal mehr Wert, als ein Verweis…..nochmals PFUI !!!

  6. Aurora

    „Das fängt dann schon damit an, dass bei ihm, der stets eine offene Tür für alle hat, es Bedingungen gibt. Die Schüler müssen beim Eintritt ins Sekretariat grüßen, es gelten für alle Bitten und Anfragen die „Zauberworte“, nämlich Bitte und Danke. …Wichtig ist Kalla, dass seine Schüler in Anschluss an die Schule eine gute Ausbildung finden. … Schon früh werden die Kinder an das Berufsleben herangeführt. Seit langem gibt es die Partnerschaft mit Richter Chemie, nun auch mit den Kempener Stadtwerken. …
    Zurückblickend macht Kalla einen sehr zufriedenen Eindruck. In seiner Schule herrscht gegenseitiger Respekt, erst kürzlich habe er das Kompliment gehört, die Schule sei so friedlich. Und wo es Grenzüberschreitungen gibt, wird sofort eingegriffen. “

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kempen/hubert-kalla-der-mann-hat-viel-bewegt-aid-1.5175441

    Hört sich mehr nach einem Klima der Angst an.
    Ob das hier „Dabei ist er jemand, der Neuerungen gerne forciert, wenn er ihren Sinn einsieht.“ auch für seine SchülerInnen gilt ?

  7. Lars Rogg

    Wie gesagt, ist man konform stehen einem alle Türen offen, weicht man ab und agiert selbst bestimmt oder erweckt auch nur den Anschein sich nicht seinem Willen zu unterwerfen, wird man der Schule verwiesen und riskiert seine Zukunft. Erpressung in Reinkultur. Der besc…. Rektor suhlt sich in seinen (durch erzwungene Disziplin ) Erfolgen und tritt die, die einen eigenen Weg wählen in den Dreck. Was für ein widerwertiges möchtegern Vorbild. Kalla, was ich von Menschen wie Dir halte darf ich hier nicht sagen, der Netiquette wegen…wer mich kennt, kanns sichs denken !!!

  8. Mike Montana

    Ist es da verwunderlich das die Jugendlichen die vielleicht wirklich Probleme mit dem Kiffen haben bei uns in Deutschland sich NICHT um Hilfe fragen trauen? #vonwegenJugendschutz

  9. Jemand

    Nicht nur das! Es ist auch sehr warscheinlich das ein Jugendlicher denkt : „Ja wenn Gras doch so viel harmloser ist als man immer behauptet trifft das doch bestimmt auch auf andere Drogen zu“
    Bzw diese Lügen zB über Cannabis führen zwangsläufig dazu das den Erwachsenen weniger geglaubt wird wenn es um Gefahren gewisser Dinge angeht

  10. X-KIFFER

    Nunja immerhin wurde die Prügelstrafe mit dem Rohrstock abgeschafft. Da darf man jetzt auch nicht gleich undankbar sein!

    Ich habe in der Schule eine 6 in Mathematik bekommen weil ich die Hausaufgaben programmiert habe (Ende der 70er wo es noch keine PC’s gab) und anstatt der geforderten 10 Aufgaben gleich die von den nächsten 5 Seiten mit durchgerechnet habe. Der Lehrer meinte auf die Beschwerde meines Vaters: „Die Hausaufgaben hat ja nicht Ihr Sohn, sondern ein Computer gemacht.“

    30 Jahre später hat meine Tochter eine 5 in Politik kassiert weil sie das Landeswappen nicht wie alle Mitschüler bequem aus dem Internet heruntergeladen und mit dem Tintenstrahldrucker ausgedruckt hat, sondern sich in der Bibliothek eine Buch auslieh wo die Flagge drin war und diese dann in mühevoller Arbeit mit Buntstiften abgezeichnet hat.

    So ändern sich halt die Zeiten. Das einzige was gleich bleibt ist die Dummheit der Pauker wenn es um pädagogische Fragen geht. Es ist heute immer noch wie im Heinz Rühmann Film.

    Soweit ich den Artikel verstanden habe ging die Initiative übrigens von den Eltern aus und ich frage mich: Was sind das für Eltern die ihr eigen Fleisch und Blut frei Haus an den Henker liefern?

    Selbst wenn meine Kinder an dem Attentat auf die Twin-Tower beteiligt gewesen wären würde ich sie niemals verraten!

  11. Lars Rogg

    Offensichtlich hat die Jahrzehnte andauernde Gehirnwäsche, sprich die uralten, falschen Vorurteile bei den Eltern, sich im Gehirn festgesetzt. Die Sorte Eltern hat in der Regel kein Problem damit, vor ihren Kindern bei einem Bier und Korn die Bild zu lesen. Wahrscheinlich „Christen“, die aus ihrem religiösen Wahn auch die CDU /CSU wählen. Der eigene Kopf komplett ausgeschaltet. Perfekt konditionierte Eltern…arme Kinder.

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