Donnerstag, 7. Mai 2015

Beleidigter Todesschütze

Polizist verklagt Leser

 

sadhu-maulwurf
„Auf die Beine gezielt und den Kopf getroffen“

 

Nachdem zahlreiche Medien 2014 über den Vorfall, bei dem ein bayrischer Polizist  einem Cannabis-Händler von hinten in den Kopf geschossen hatte, kritisch berichtet hatten, gab es im Internet zahlreiche Kommentare. Auch ein Leser des „Vice“  äußerte seine Empörung als Antwort auf einen anderen Kommentar: „Was für ein Bullshit, hier geht’s um nur einen asozialen Penner, und das ist der Bulle.“ Dieser zugegeben dämliche Kommentar brachte dem Verfasser jetzt eine Verurteilung wegen Beleidigung und Geldstrafe von 1200 Euro ein. Brisant daran ist, dass der Kommentator vom Todesschützen höchstpersönlich angezeigt wurde. Der vom Dienst suspendierte Polizist muss also, ein paar Tage nachdem er einen unbewaffneten von hinten erschossen hatte, die Kommentare zu den Artikeln über die Todesschüsse im Netz nach eventuellen Beleidigungen durchforstet haben. Denn der Verurteilte war Angaben des Vice-Magazin zufolge nicht der einzige Kommentator, gegen den wegen Beleidigung ermittelt wurde.

 

Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung  gegen den Beamten sind, anders als die Beleidigungs-Prozesse,  bislang noch nicht abgeschlossen.

 

15 Antworten auf „Beleidigter Todesschütze

  1. Lars Rogg

    Da wurden hier aber ganz andere Kommentare abgegeben. !!
    Liebes Hajo: könntet ihr meine Kommentare von damals löschen???
    Ich brauch mein Geld für besseres 🙂

  2. NichtFalsch

    So dämlich finde ich dieses Kommentar garnicht.
    Es lässt sich doch deutlich herauslesen das er das Opfer verteidigt. Ist doch die typische Antwort auf „das hat der asoziale Drogendealer auch verdient“.

    Was erwartet der Polizist? Lobeshymnen weil er einen Flüchtigen in den Hinterkopf geschossen hat?

    Aber wie konnte dieser User ermittelt werden? Hat er seinen Klarnamen angegeben oder war er gutgläubig genug seine wahre IP nicht zu verschleiern.

  3. Florian Söllner

    Hätte ich einem Menschen hinterrücks in den Kopf geschossen wäre ich etwas vorsichtiger damit andere Menschen wegen einer etwas zu spitzen Zunge anzugreifen. Also ich würde warscheinlich eher jede Nacht davon träumen wie ich schieße und das Blut aus dem Kopf eines meiner Mitmenschen spritzt und hätte genug mit meinem eigenen Gewissen zu tun um im internet zu surfen und Chatkommentare zur Anzeige zu bringen…

  4. Klarname

    Im Rahmen meines Rechts auf Freie Meinungsäußerung teile ich mit, das dieser Menschenschlag von mir gemeinhin als Abschaum angesehen wird.

  5. M. Nice

    Solche Subjekte haben kein Gewissen, da darfst Du nicht von dir ausgehen.
    Dieses Subjekt macht sich nur um seinen Beamtenstatus sorgen.

  6. Jemand

    Wenn ich mal groß bin werd ich Polizei!
    Ich darf völlig harmlose Leute erschiessen mit Drogen dealen und allgemein so ziemlich alles was ich will…und wenns raus kommt ja gut den Job ist man los aber das wars dann schon so ziemlich…und wenn man sich das Resthirn weggekokst hat kann man ja immernoch Politiker werden!

    Aber mal ehrlich…warum zeigt man Leute wegen Beleidigung an ?! Das kommt mir dann immer so vor wie : „MAAAMAAAA DER KEWWIN HAT MICH MIT DER SCHÜPPE GEHAUEEEEN!“ Völlig lächerlich dieser Drecksbulle!

  7. Copsmustdie

    Also nachdem ich die Literatur zu diesem Thema intensiv studiert habe, möchte ich auf die Stellungnahme, der beliebten Gute-Laune Celo und Abdi verweisen, die in gewohnter Zurückhaltung, das ganze in Euphemisierter Prosa wie folgt beschreiben
    https://www.youtube.com/watch?v=L-kxgSzt0wc

    „Was hier passiert ist nicht zu vermeiden
    Wie Adolf Hitler in den alten Zeiten
    All Cops Are Bastards“

    Wie kann sowas produziert werden?

  8. Jesuisverurteilter

    Interessant das ganze,was ist wenn ich sage,dass der erste Mensch auf der Welt ein asozialer Penner war?Wird man dafür auch bestraft?Oder wie?Wie kann jemand wegen Beleidigung verurteilt werden,wenn er nur sich frei äußert?Gibt es in diesem Staat kein Recht auf freie Meinungsäußerung?Der Kommentarschreiber hat ja sicherlich nicht gesagt:Herr Schmidt ist ein asozialer Penner,sondern er hat lediglich eine anonyme Person beleidigt.

    Ich würde es noch annährend verstehen, wenn der Name des Polizisten bekannt war,aber so hat er leidiglich eine anonyme Person beleidigt,keiner wusste wer der Polizist also war.Wieviel Menschen beleidigen jeden Tag Merkel zb. aufs übelse?Sicherlich einige Hunderte,trotzdem kommt keiner auf die Idee,dadurch eine Anzeige zu schreiben.

    Dieser Staat ist das übelste was es gibt,in den USA wird wenigstens gegen Polizeimorde demonstriert,in der BRD GmbH interessiert das niemanden.Polizisten können hier umbringen,wen sie möchten,am Ende wird das Verfahren eh eingestellt,weil Polizist XY sagt:er hat mich angegriffen,sein Kollege bestätigt es etc.

    Sonst wird rumgeheuchelt von wegen,Mohammed Karikaturen und die Leute heulen rum,wenn jemand dafür getötet wird,dann wird Laut:Meinungsfreiheit geschrien.Ich wunder mich nicht,wenn immer mehr Leute sich radikalen Gruppen anschließen,da dieser Staat sie im Stich gelassen hat,kein Wunder,dass niemand mehr was von der „Demokratie“ hält.

  9. Copsmustdie

    demokratie ist für dummköpfe die ihre Entscheidungsfreiheit an noch größere dummköpfe abgeben abgeben um selber am seil zu landen. das schiff ist schon lange untergegangen und wer das nicht realisieren will, dem ist nicht zu helfen

  10. bodner

    So is Bayern!!!
    Kommt nach Bayern!!!!
    Hier herrschen Recht(s) un(d)Ordnung!!!!!
    Ich Freue mich daß ich so gut bewacht werde!!!!!!
    KOTZ!!!!!!!!!

  11. MegaHosea

    Aber wenn Nazis Morddrohungen ins Netz stellen, zuckt der Staatsanwalt nur mit der Schulter und sagt „da kann ich nix machen“

  12. Pirat

    Da verstehst du was falsch, du darfst deine meinung äußern ohne jemanden direkt zu beleidigen!

    es gibt einen unterschied zwischen:“assozialer penner“ und „wie ein assozialer penner“ oder „meiner meinung nach assozial“
    das ist wie der unterschied zwischen: „du bist dumm“ und „bist du dumm?“

    du solltest es so formulieren, sodaß es sich nicht nach einer eindeutigen beleidigung anhört.

    meiner meinung nach hat dieser polizist weder was im öffentlichen dienst, noch in der öffentlichkeit zu suchen.
    der hat seine aggressionen offenbar nicht im griff und ist nicht geeignet ein fahrzeug geschweigedenn eine waffe in der öffentlichkeit zu führen.

    andererseits hat er sich an das motto meines ausbilders beim bund gehalten:
    „immer auf die beine zielen: schlüsselbein, nasenbein, schläfenbein! und wenn du zufällig den kopf triffst, sag der ist genau in dem moment hingefallen!“

    RIP

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