Freitag, 17. April 2015

Bürger als Arbeitskraft- ein Kreuzberger Modell?

Anwohner sollen beim Begrünen im „Görli“ helfen– Ein Kommentar

goerli
Der „Görli“ beim Smoke-In am 1.April

Die Anwohner rund um den Görli müssen sich ganz schön verarscht vorkommen. Im vergangenen Herbst hatte das Bezirksamt auf Drängen der Polizei massenweise Bäume und Sträucher absägen lassen, damit die Dealer diese nicht mehr als Bunker nutzen können. Seitdem sieht der Görli aus wie eine verkommene Brachfläche, Weed und Härteres wird auch nach dem Kahlschlag fleißig weiter verkauft.

Das Bezirksamt hatte damals versprochen, den Park neu zu bepflanzen. Wie man jetzt aus dem Grünflächenamt vernehmen kann, soll der Park am 25.April neu gestaltet werden. 500 Sträucher und Bäume sollen den Radikal-Schlag des vergangenen Jahres vergessen machen. Die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks dürfen sogar mitmachen, wie man der Morgenpost entnehmen kann.

Wie bitte? Dürfen mitmachen? Erst zerstört der Bezirk aufgrund der verkorksten Drogenpolitik des Senats die Grünflächen und ein halbes Jahr später sollen die Betroffen helfen, den Bockmist wieder gut zu machen? Wurde vor dem Umhauen des gesunden Grüns irgendjemand gefragt? Schon als kind lernt man eigentlich, dass man Dinge anderer wieder ganz macht, die man vorher absichtlich zerstört hat.

Zum Weghacken ist genug Geld da, aber die Arbeitskräfte zum Einpflanzen sucht man sich billig und verkauft es als Mitmach-Aktion? Natürlich dürfen die Hobbygärtner keine eigenen Ideen oder gar Pflanzen mitbringen, sondern werden von den städtischen Gärtnern als Hilfsgärtner zur Umsetzung des städtischen Bepflanzungsplans eingewiesen. Das Einpflanzen einer Hanfpflanze oder von Hanfsamen würde aufgrund der Zero-Tolerance Regelung im Park seit ein paar Wochen sogar ein Strafverfahren inklusive Verurteilung nach sich ziehen.

So wie Mark Twains Protagonist Tom Sawyer einst eine Strafarbeit an seine Freunde weitergeben konnte, weil er ihnen die ungeliebte Arbeit als sein liebstes Steckenpferd verkaufen konnte. Nachdem seine Kumpels den ganzen Zaun seiner Tante Polly gestrichen hatten, war nicht nur die Strafe erledigt, sondern Tom hatte sogar noch eine halben Apfel und andere Kleinigkeiten für seine Großzügigkeit, andere mitmachen zu lassen, kassiert.

Wer dem Grünflächenamt helfen möchte, ein paar Euro zu sparen, ist aufgerufen, am Sonnabend, dem 25.April zwischen 13 und 17 Uhr am „Hohlweg“ direkt neben dem Kinderzirkus Cabuwazi zu erscheinen. Spart man hier ein wenig Geld, bleibt auch wieder mehr für die fröhliche Kifferjagd übrig, denn die ist nicht gerade billig: Der Bundestagsabgeordnete Frank Tempel (Linke) hat ausgerechnet, dass es den Senat schlappe 219 Euro kostet, um im und um den Görli ein Gramm Gras zu beschlagnahmen. Bei den 219 Euro sind die Kosten des Kahlschlags von 2014 gar nicht mitberechnet. Aber die zahlt ja nicht der Innensenator, sondern der Bezirk. Wenn sich das Modell durchsetzt, bleibt mehr Budget für so tolle Aktionen wie 2014 übrig. Was man heute beim Einpflanzen spart, könnte man ja im Sommer in die Abholzung der Drogenverstecke in der Haseheide investieren, oder?

16 Antworten auf „Bürger als Arbeitskraft- ein Kreuzberger Modell?

  1. hardo

    frank henkel ist zum kotzen,wie unmenschlich diese ratte,wird zeit das man dieses arschloch entfernt aus kreuzberg,was bildet der sich ein wer er ist,kleiner faschist isser,am liebsten würde der die kiffer und dealer alle hinter schloss und riegel bringen,und wer zahlt die zeche,der bezirck,dann doch lieber toleranz und nen coffeeshop,solche arschlöcher gehöhren zum mond geschossen die immer noch im finstersten mittelalter leben,was für eine denkweise der hat,nur scheisse im hirn,lasst die cannabis freunde in ruhe ihr cdu bastards.

  2. hardo

    hallo,wie wärs damit, den görli für immer in eine 0 toleranz zone für CDU politiker zu verwandeln,kein zutritt für henkel bullen und konsorten,lieber natürliches hanf dort anpflanzen als sich von solchen eckelhaften politikern wie merkel,frank henkel u s w,pfui teufel,sich alles vorschreiben lassen zu müssen,die spinnen doch,naturfeindlich sind die,am besten den görli zubetonieren und 2000 beamte jeden tag auf kifferjagt gehen lassen,weg mit den idioten.

  3. hardo

    ich wünsche diesen cdu verbrechern an der menschlichkeit nur gutes,nämlich obdachlosikkeit,armut und knast für ihre taten.können auch mal betteln gehen,anstatt dicke mercedes und villa am grunewald

  4. hardo

    hallo,was ist den verdammt nochmal so schlimm an einer gepflegten feierabend tüte mit gutem weed?saufen was noch viel schlimmer ist, darf man, bis ins grab,aber cannabis wo niemand von stirbt ist strengstens verboten?frank henkel spinnt doch?

  5. hardo

    im grunde genommen können wir froh sein das es die dealer da gibt,immerhin ein fläir von freiheit ,aber den park deswegen zum kargen grünsteifen machen pfui ihr cdu hengste,kehrt erstmal vor der eigenen tür

  6. hardo

    und die neue regelung bringt gar nichts sondern man findet in den seitenstrassen weiterhin viele canabis dealer

  7. hardo

    der park mag ja sauberer werden,aber die nähere umgebung wird es merken,statt im park,an jeder ecke

  8. Lisa

    Wer gut zu Vögeln und anderen Tieren ist besorgt sich halt Vogelfutter und füttert seine Lieblinge im Park, während man anderen dabei zuschaut wie sie freiwillig das ausbaden, was andere verbockt haben . . . .

  9. hardo

    hallo ,dann sollen die das zeug sonst verbrenen´´bzw vernichtew es verschencken ,was sonst? wohin damit?in der aserervatenkammer verbrannt? Dann verschenckt es an leute die kein geld haben,und einen durchziehen möchten mit artzt rezept …

  10. Barbara Hampf

    Das Leben schreibt die beste Satire. Wenns nur nicht immer so teuer wär was die Knallköppe sich so ausdenken!

  11. hardo

    hallo,diese blöden cdu gesetzte schädigen kiffer und unterstützen betrüger unter den dealern,steck weg die bullen kommen?es wird weiter finster gestrecktes grass verkauft mit hormonen zucker, plastik,ganz berlin liebt sein gepanschtes brix grass,mittlerweile gibts fast nur noch abzieher weed im görli,das kann nur falsche drogenpolitik unterstützen,die cdu ist krank und macht krank

  12. hardo

    hallo,gute weed qualität zu bekommen gleicht schon russisch rolette,im görli,die armen konsumenten müssen leiden unter der reppression der abgefuckten politiker,daher wed auf artzt rezept ermöglichen,damit bräuchte man auch keine coffeeshops

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.