Montag, 23. März 2015

Kascha März 2015

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

Grafik: Lukas Tkotz
Grafik: Lukas Tkotz

 

 

Ein Leser (30) aus Bayern möchte wissen:

 

„Hallo Kascha,
Ich setze mich gerade aufgrund einer Krankheit mit dem Thema Cannabis als Medizin auseinander. Nach derzeitigem Stand (Gespräche mit Ärzten usw.) ist bei mir eine Medikation mit natürlichem Cannabis sinnvoll und sollte laut Aussagen der Ärzte auch erteilt werden, wenn ich den Antrag stelle.
Nun stellt sich mir allerdings die Frage, was passiert, wenn ich die Genehmigung erhalte. Darf ich dann weiterhin ein KFZ führen oder habe ich dann zwar keine Schmerzen mehr, durch die Einnahme von Cannabis, darf aber nicht mehr Auto fahren? Man liest dazu verschiedene Aussagen im Internet, aber wirkliche Rückschlüsse daraus zu ziehen, ob man mit ärztlich verschriebenem Cannabis und einer Genehmigung noch Auto fahren darf, kann ich nicht. Ich bin Alleinverdiener und unbedingt beruflich auf das Autofahren angewiesen um meine Familie zu versorgen. Darum möchte ich gerne Informationen zu dem Thema.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo,
das ist eine sowohl interessante als auch wichtige Frage, die sich leider nicht ganz genau beantworten lässt. Wer Cannabis auf ärztliche Verschreibung hin einnimmt, zählt eigentlich nicht als Rauschfahrer – sollten allerdings Anzeichen wie Fahrfehler auftreten oder sollte bei einem Verkehrsunfall der Cannabiskonsum als Unfallursache angesehen werden, schützt einen die Verschreibung in der Regel nicht. Darüber hinaus gibt es – wie für alle anderen Cannabiskonsumenten in Deutschland – für Hanf-Patienten die ständig drohende Gefahr durch die Fahrerlaubnisverordnung. Danach sind nämlich regelmäßige Cannabiskonsumenten prinzipiell für den Straßenverkehr nicht geeignet und man müsste, sobald die Fahreignung in Zweifel gezogen wird, in einer medizinisch-psychologischen Untersuchung nachweisen, dass man für die Teilnahme am Straßenverkehr geeignet ist. Für medizinische Verwender von Cannabisprodukten kommt erschwerend hinzu, dass die Indikation für die medizinische Verwendung von Cannabis in Frage gestellt werden kann, wenn sie wegen einer MPU den Konsum plötzlich einstellen.
Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, sich zu diesem Thema mit dem Deutschen Hanfverband oder der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin zu unterhalten: Noch ist das eher ein Problem, das nicht sehr viele Leute betrifft. Das kann sich aber schnell ändern. Mehr Informationen findest Du unter anderem unter https://hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2011/133_juli/s03_0711_theo_reetig.php
In den USA, wo, meines Wissens der Konsum von medizinischem Cannabis in den entsprechenden Staaten der Teilnahme am Straßenverkehr nicht widerspricht, ließ sich übrigens eine deutliche Verringerung der Verkehrsunfalltode jährlich erkennen: Einige von diesen Staaten wie Kalifornien oder Washington liegen da etwa 1/3 unter dem USA-Durchschnitt.“

 

Pascal (ohne Alter und Wohnort) fragt:

 

„Hi Kascha,
Ich möchte gerne einen etwas längeren Auslandsaufenthalt machen. Und da habe ich mir überlegt, es wäre sicher sehr bereichernd, wenn ich auf einer Hanffarm arbeiten könnte. Doch wo gibts das momentan? In den USA, und in Uruguay! Und da habe ich doch mal was gelesen, dass es in Urugay trotz legalen Rahmenverhältnissen, an solchen an allen Ecken und Enden fehlt. Und so würde ich nun gerne selbst nach drüben gehen und einem Bauern oder einem anderen Mitglied dieser Kette bis zum Konsumenten unterstützen oder helfen. (Oder ist einem Touristen auch der restliche Umgang neben dem Konsum weiterhin verboten?) Ich weiß, das ist vielleicht etwas gewagt. Aber kennt ihr möglicherweise bereits solche Programme, die das anbieten, die Leute suchen oder habt ihr eine Idee, wer da der richtige Ansprechpartner sein könnte? Wäre allenfalls die USA doch der bessere Aufenthalt um den Umgang mit der Hanfpflanze mal in größerem Stil zu festigen, als nur auf 1 Quadratmeter?“
Kascha antwortet:

 

„Hi Pascal,

da Uruguay nicht nur positive Resonanz aus der internationalen Gemeinschaft für die Cannabislegalisierung bekommt, glaube ich nicht, dass es solche Projekte in größerem Rahmen gibt. Und da Du ja ein Visum bräuchtest, wird es auch ein Projekt in einem professionellen Format sein müssen, um den Aufenthalt legal zu gestalten. Zudem ist, wie Du schon vermutet hast, legaler Cannabiskonsum nur für Bürger Uruguays vorgesehen, die zudem zentral registriert werden. In den USA bin ich da noch aus einem anderen Grund skeptisch: Produktion und Handel von Cannabis sind in den USA nur in bestimmten Staaten unter den jeweiligen lokalen Voraussetzungen legal – nach Bundesgesetz sind sie es nicht. Die Bundes-Einwanderungsbehörden wiederum lassen im Visumsantrag ankreuzen, ob man vorhat, kriminelle oder unmoralische Handlungen in den USA zu begehen – in der Regel wird dann, naheliegender weise, die Einreise verweigert. Kreuzt man „nein“ an und gibt als Arbeitgeber eine Marihuanafarm an, kann dies wiederum als Falschaussage bei der Kreuzchenfrage interpretiert werden, und es kann wiederum die Einreise verweigert werden. Dem legalen Weg sind da also auch einige Hürden in den Weg geworfen. Einige Coffeeshops in den Niederlanden haben ihre eigene Produktion: Dort kannst Du Dich als Deutscher visumfrei aufhalten. Auch wenn es in der Regel dort keine Farmen in der Größe gibt, die Du Dir vorstellst, ist dies wohl noch die für mich denkbarste Variante, ein wenig „echte Grower-Experience“ zu sammeln.“

 

Ein Leser (ohne Alter und Wohnort) hat eine Frage:

 

„Hallo Kascha,
ich beschäftige mich erst seit kürzerem mit dem Thema „Growing“, habe ein paar Bücher darüber gelesen und in einigen Foren recherchiert, aber egal welches Forum ich besucht habe, ich habe einfach keine Antwort auf die Frage erhalten, ob man auch mit sehr viel einfacheren Mitteln und ohne große Lüftungs- oder Bewässerungssysteme, Growboxen-/Schränke, teuren Lampen, etc. anbauen könnte.
Deshalb wollte ich euch zum einen fragen, ob es möglich ist, einfach mit einem umgebauten Schrank, einem Umluftventilator, einer ESL mit 125W, Düngern und natürlich entsprechenden Samen (SensiSeeds?) einen mittelmäßigen Ertrag zu erzielen und zum anderen, welche Dünger Ihr mir empfehlen könntet, die den EC-Wert nicht so stark beeinflussen?“

 

Kascha antwortet:

„High,
man sagt immer, dass das Ergebnis so gut wird, wie die schwächste dieser drei Komponenten: Saatgut, Düngung und Beleuchtung. Hat man 100 % potentes Saatgut und düngt perfekt, kommen mit einer ESL aus dem Supermarkt, die aufgrund von Lichtstärke und Lichtfarbe nur sehr schwach performen dürfte, vielleicht nur 20-30 % dabei raus – das ist sicher enttäuschend, selbst wenn man nur mittelmäßiges Weed erwartet. Wenn die Lichtfarbe zu weit ab vom Schuss ist, gehen die Pflanzen vielleicht sogar ein – da ist dann selbst das Fensterbrett besser. Es gibt teures und günstiges Growzubehör und manchmal stehen die günstigen Lösungen den teureren in der Leistung etwas nach, ich würde aber auf jeden Fall darauf achten, dass die wichtigen Aspekte eingehalten werden. Mehr dazu kannst Du zum Beispiel in der Hanfjournal-Rubrik Guerilla Growing erfahren, wo Du mehr über Lichtfarben, Beleuchtungsdauer, Belüftung und Bewässerung lernen kannst. Hier findest Du auch Infos über den passenden Dünger für Wachstums- oder Blütezeit und für die verschiedenen Substrattypen von Erde über Kokosfaser bis zu hydroponischen Lösungen.“

 

5 Antworten auf „Kascha März 2015

  1. Indianer

    Hallo Kascha,
    schön das es sowas gibt, das man Fragen stellen kann. Ich habe das Buch von Wernard Bruining „Hanf Heilt“ gelesen, wollte dort Hanföl bestellen wegen Heilung Epilepsie, aber diese Stiftung Mediwiet liefert nicht nach Deutschland und kann z.Z. auch nicht in Holland liefern. Hatte dann im Internet die Firma dutch-headshop gefunden, dort 4x 10ml CBD-Öl ( Cibdol) 4% in bester Bio-Qualität a. 35,00 € bestellt. Auf dem Ettikett keine Herstellerfirma, 4 Personen haben dieses Öl getestet, anfangs wenig Tropfen, später bis zu 20 Tropfen, keine Wirkung, für mich ist das Betrug.
    Habe die Firma dutch-headshop angeschrieben, diese sagt: sie können keine Garantie für dieses gelieferte CDB-Öl wie vorher genannt geben, sie geben auch den Hersteller nicht preis.
    Was kann ich machen, ist Ihnen die genannte Firma bekannt, ist diese vertrauenswürdig? Oder aber besser noch: können Sie mir eine vertrauenswürdige Lieferadresse für einwandfreies medizinisches Hanföl nennen? Ich brauche dieses so dringend!!
    Lieben Gruß von Indianer Bernd

  2. Indianer

    Hatte heute um 10:03 Uhr eine Mitteilung/ Fragen abgeschickt, wie geht es jetzt weiter?
    Habe keine Mitteilung erhalten das meine Zeilen gesendet wurden. Lieben Gruss von Indianer

  3. Sebastian Clausen

    Um Himmels Willen niemals solch eine Low-Budget Growaktion starten. Wenn Du schlampig mit der Lüftung bist und keine Aktivkohlefilter verwendest kannst Du für die Polizei gleich schon mal Kaffee aufsetzen, die kommen dann kurz nach der Blüte, wenn’s so richtig duftet 😉

  4. Gasterl

    Hallo Kascha!

    Danke für die Beantwortung meiner Frage. Daraus ziehe ich für mich das Fazit, dass ich erstmal keine Genehmigung beantragen werde. Mir ist das Risiko den Führerschein abzugeben viel zu groß. Denn wenn mir eine MPU verordnet werden würde, dann hätte ich über einen gewissen Zeitraum ja keinen Führerschein. Und müsste dann entweder die Cannabistherapie abbrechen (was zur Folge hätte, dass unterstellt wird, Cannabis sei gar nicht indiziert) – oder ich könnte meine Familie nicht mehr versorgen.
    Somit bleibt mir wohl vorerst nichts anderes übrig, als mit den Schmerzen zu leben, bis irgendwann eine für Patienten erträgliche, rechtliche Situation vorherrscht.

    Vielen Dank für Deine Infos!

    Ich drücke die Daumen, dass baldigst viele Menschen Ihre Schmerzen durch Cannabis in den Griff bekommen, ohne Repressalien erwarten zu müssen! Ich wäre einer – und zwar enorm Dankbarer – davon.

  5. Boynton David

    Mein Name ist Mr. Boynton David aus den USA, glaube ich nicht, meine Frau würde das Jahr 2014 Es ist mit Vergnügen, dass ich danken Dr. Gareth Walsh für die Rettung meines sterbenden Frau mit Hanföl zu sehen. Wir hatten schon die Hoffnung auf ein besseres Leben verloren, wenn der Bericht kam, dass meine Frau kann nicht für mehr Chemo mehr funktionieren. Aber nach so vielen Online-Forschung, erhielt ich das Öl, das ich von Dr. Gareth Walsh, dessen Kontakt ich online, um ein Zeugnis von seiner früheren Arbeit und Ruhm zu lesen kauften. Das Öl wurde mir innerhalb von 4 Tagen von der UPS-Lieferservice nach Auftragsvergabe geliefert. Meine Frau hat gerade seine 3 Monate Behandlung. Ich bin so glücklich, jetzt sagen, dass meine Frau seines Stadium 4 Lungenkrebs innerhalb von 90 Tagen nach der Behandlung geheilt. Dank Dr. Walsh und vor allem Dank an Gott. Heute erkenne ich die Größe der Hanföl. Dr. Walsh Kontakt: drwalshmedicalservice@outlook.com.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.