Montag, 16. März 2015

49.000 Einsatzstunden gegen Cannabis im „Görli“

Erstes Cannabis-Fachgeschäft könnte kommen- falls die Regierung zustimmt

Handel Legalisieren - Steuern Kassieren

Wer hätte gedacht, dass die Idee des DHV so hohe Wellen schlägt? Denn anders als oft vermeldet, war es das Hanf Journal, das zum ersten Mal über die Idee eines Coffeeshops zur Lösung des Problems im Görlitzer Park berichtet hatte. Der Vorschlag war eine Reaktion des Deutschen Hanfverbands auf die Forderung nach einer Bürgerwehr für den Park. Genau am 17.7.2013 erschien auf hanfjournal.de ein Artikel, in dem Max Plenert diese Lösung zur Befriedung des „Görlis“ vorschlug. Ganze fünf Tage bevor der gleiche Vorschlag von Herrmanns Vorgänger Hans Schulz kam. Leider haben es die Kreuzberger Grünen dann versäumt, auch Konsumentenvertreter zur Ausarbeitung des Modellprojekts einzuladen, hier wurde wieder lieber über Kiffer anstatt mit ihnen geredet. Trotzdem arbeiten Frau Herrmann und ihre Mitarbeiter gerade an einem brauchbaren Papier, das noch dieses Jahr an die Bundesopiumstelle geschickt werden soll.

 

Am vergangenen Samstag diskutierten Florian Rister (DHV), Steve Feldmann (GdP), Robin Juhnke (CDU) sowie ein Konsument und eine Elternvertreterin auf Einladung der „B.Z“ über die Pläne der Bezirksbürgermeisterin. Rister vom DHV bewertet die Veranstaltung im Nachhinein sehr positiv:

 

„GDP-Vertreter Steve Feldmann kritisierte angesichts der 49.000 Einsatzstunden, die die Polizei 2014 im Park leisten musste, die Kriminalisierung von Konsumenten. Robin Juhnke von der CDU argumentierte, in Berlin seien Konsumenten ‚in der Rechtspraxis‘ sowieso nicht kriminalisiert. Auf die Frage, warum CDU-Innensenator Henkel das ändern wolle, meinte Junhke, man müsse eben die Probleme im „Görli“ in den Griff kriegen‘ .“ Die „B.Z.“ meint sogar zu wissen, dass die Berliner SPD jetzt eine kontrollierte Abgabe unterstützt. Andere halten den Vorstoß des gesundheitspolitischen Sprechers der SPD, Thomas Isenberg, für eine Einzelmeinung, die angesichts der Mehrheitsverhältnisse auf Landesebene noch keine echte Chance hat.

 

12 Antworten auf „49.000 Einsatzstunden gegen Cannabis im „Görli“

  1. Littleganja

    Berlin hat kein Geld, nur Schulden.

    Deswegen hat Berlin keinen Handlungsspielraum, hätte Berlin Geld und könnte das Projekt ohne Gelder vom Bund verwirklichen würde die Sachlage anders aussehen.

    Ich halte daran fest, den ersten Coffeeshop oder Abgabestelle wird es in Frankfurt a.M. geben, die haben die Kohle, die müssen nicht betteln (siehe Heroinabgabestellen).

    Für mich ist Berlin genau wie Bayern ein Korrupter Sumpf aus Politikern, die nur an ihr eigenes Wohl denken. Und nur weil den Grünen in Berlin nix besseres einfällt, Atomkraft hat ja Mutti gelöst, machen die jetzt auf Samarita, als sie die Chance hatten, haben die lieber Harz 4 eingeführt und Krieg in Jugoslawien geführt.

    In Frankfurt haben die andere Beweggründe, die haben kein Bock auf das Diktat von oben, weil die die oben bezahlen. Beim Heroinprojekt waren die oben auch nicht begeistert und es kam und besteht bis heute. Und das haben die gemacht um den Menschen zu helfen, die in Berlin ziehen nur ne Riesen Show ab und ihr fallt drauf rein lol.

  2. Sternsch I. Gard

    Na warten wir mal ab, was dieses Jahr noch so alles kommt und vllt kann ich ja dann doch nicht erst mit 60 meinen ersten Coffeeshop eröffnen.
    Übrigens ist mir im Text aufgefallen, dass ihr dort 49.00 Einsatzstunden geschrieben habt. Da könnte man denken, ihr meint es wären nur 49 Stunden und Null Minuten gewesen, die die Polizei im Görli an Einsatzzeit hatte. 😉

  3. Lars Rogg

    49000 Stunden um genussfreudige Menschen und ihre Lieferanten zu belästigen?? So gehen die mit unseren Steuergeldern um?? Als ob die deutsche Bullerei nix wichtigeres zu tun hätte als Zeit und Geld zu verschwenden. Und alles nur wegen ein paar durchgeknallten, politischen Hardlinern. Anstatt die Bullerei die Grokotze komplett einkassieren, wegen ihrer dilletantischen unfähigkeit ein vernünftigen Mindestlohn einzurichten, eine echte Mietpreisbremse zu installieren oder dafür zu sorgen das unsere zukünftige Renten- bzw Pflegesituation nicht außer Kontrolle gerät. Nein, dieses beschissene Pack (sorry) kümmert sich um Symbolpolitik und läßt die Opfer dieser immer verrohter werdenden Gesellschaft im Dreck sitzen…bravo liebe Politiker, bravo !!!

  4. wasweisich

    Die Politiker sin überall genuso korrupt und zwar all aprteien.

    Selbst die grünen mit ihrer Sabotageaktion einen Antrag in zu reichen von dem sie vorher wissen mussten dass er abgelehnt wird da keine geschlossene Kontrollgruppe vorgesehen ist.
    Da hätten die nur mal irgendeinen beliebigen Pharma Anwalt fragen müssen.

    Politik ist eine Nu….

    Deshalb auf die Straße Legalisierung selber machen!

  5. Quengler

    Hmm…
    So toll ich es auch finde, dass endlich ein Schritt in Richtung Legalisierung gemacht wird, erscheint mir die „Görli-Problematik“ doch als schwierigre und komplexer. Ihr wisst doch alle, wer da das Weed verkauft, oder? Was wird denn aus denen? Anscheinend haben viele Refugees keine andere Möglichkeit, als den Verkauf von Cannabis, um überleben zu können. Ein Coffee-shop würde doch nur dazu führen, dass den Jungs die Existenzgrundlage entzogen würde. Was machen die dann? Koks? Überfälle?
    insofern bin ich da leider, leider etwas sekptisch. Cool wäre es, wenn die ganzen Pusher ein legales Gewerbe draus machen könnten. Aber so läuft es ja nicht. Ich könnte mir sogar vorstellen (jetzt mal ganz pessimistisch), das der Cannabisladen Opfer von Vandalismus seitens der nun arbeitslosen Ex-Verkäufer wird. Wie seht ihr das?

  6. Lars Rogg

    Ganz klar, die illegalen Verkäufer müssen das Recht auf legale Arbeit bekommen, schon allein der Menschenwürde wegen. Gegen reguläre Abgabstellen gibt es keine echten Argumente. Es sollten nur genug davon werden, damit sich die Schlange nicht durch halb Berlin zieht und der Laden nicht 24 h am Tag geöffnet sein muss. Ansonsten hat es nix gebracht und die irregulären Händler werden genauso weiter machen. Solange aber der Bezug des Abgabegutes für die Händler nicht legalisiert und vernünftig geregelt ist, wird da eh nicht viel passieren. Diese Regelung könnte dann als Beispiel für den Rest von Deutschland fungieren. Allein mir bleibt der Zweifel…

  7. carito

    An alle Cannabis Freunde Werdet Mitglieder beim Hanfverband damit die viele Mitglieder haben um Druck auf die Politik zu machen Einen Weg über die Grünen Linken oder Piraten wird es nicht geben DHV ist der einzige Interessenverband Deutschlands 60€ im Jahr für die Legalisierung

  8. X-KIFFER

    Das Grass welches dann in dem Coffeshop verkauft wird wäre legal erworben?
    Dürfte man es auch kaufen wenn man nicht in Berlin wohnt?
    Dürfte man es mit nach Hause nehmen oder müste es im Stadtgebiet von Berlin verbleiben?
    Wer bekäme die Linzenz für dieses Millionengeschäft?
    Wie wird die Lizenz vergeben?
    Rechtsstaatlich oder wird es dann wiedermal unter den korrupten Schweinepolitikern ausgeschachtert?
    6-8 Mio Cannabiskonsumenten in D und nur 1 Shop in Berlin- ROFL.
    Man stelle sich den Autokonvoi vor der dann täglich gen Berlin rollen würde.
    Selbst eine 10 Spurige Autobahn würde nicht reichen.
    Warscheinlich würde wieder eine Mauer gebaut werden müssen, diesmal jedoch von den Berlinern zum Schutz gegen den Rest der Nation.

  9. Jemand

    Nehmen wir mal an es gäbe so ein Geschäft bald in Berlin…durch die overlast wie der Niederländer es gerne ausdrückt vermutlich sogar zu Recht wieder geschlossen und damit gibt es nur wieder ein „Argument“ mehr den Status von Cannabis genau so zu belassen wie er eben ist! Das kennt man ja alles zur Genüge mittlerweile…

    „Das Grass welches dann in dem Coffeshop verkauft wird wäre legal erworben?“
    Nein ausser es handelt sich um einen offiziell genehmigten Modelversuch
    „Dürfte man es auch kaufen wenn man nicht in Berlin wohnt?“
    Falls es ein offiziell genehmigter Modellversuch ist kommt es darauf an ob das mitbedacht wurde oder nicht
    „Dürfte man es mit nach Hause nehmen oder müste es im Stadtgebiet von Berlin verbleiben?“
    Vermutlich nicht ausser man könnte nachweise wo es her stammt
    „Wer bekäme die Linzenz für dieses Millionengeschäft?“
    Der mit dem meisten Geld vermutlich
    „Wie wird die Lizenz vergeben?“
    Wer den grössten „schwarzen Koffer“ rüberschiebt gewinnt

  10. Olle

    Es gibt nur einen Weg zur Legalisierung und der ist einfach nur LEGALISIEREN, sonst nix!!!!!
    Um die Qualität der verkauften Produkte können sich dann Prüfstellen wie auch immer geartet kümmern.
    Wer Schrott verkauft landet innerhalb kürzester Zeit automatisch bei dem was er verkauft, fertig. Mehr braucht es nicht, alles andere sind Machenschaften aus Eigeninteressen !

  11. Jemand

    Zumal man jemanden der Schrott verkauft auch meiden wird wie der Teufel das Weihwasser wenn es mehr als genug alternativen gibt!

  12. Seeliger

    Danke für den Hinweis, dass die tollen Charaktere vom Hanfverband schon wieder eine meiner Ideen geklaut haben. Meine Kolumnen dazu waren vorher, ihr Millionäre.

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