Dienstag, 3. März 2015

Wenn bekiffte Hasen grasen

Jetzt dreht die DEA völlig durch

 

hanf_hasen
Opfer einer verantwortungslosen Politik?

 

Utah ist einer der 31 US-Bundesstaaten, in denen eine Reform der Cannabis-Gesetzgebung so gut wie beschlossene Sache ist. Die DEA (Drug Enforcement Administration) ist traditionell Gegner jedweder Liberalisierung und untermauert ihre fanatische Einstellung nicht selten mit hanebüchenen Statements. Die jüngste öffentliche Äußerung eines DEA-Agenten zur Regulierung von medizinischem Cannabis in Utah erinnert dann auch eher an einen Auftritt eines Stand-Up Comedians als an den eines Beamten.

 

Special Agent Matt Fairbanks ist der Meinung, dass Hasen und andere Wildtiere im Falle einer Re-Legalisierung von medizinischem Cannabis gefährdet seien, aus Versehen an potenten Buds zu naschen. Die DEA macht sich nicht nur total lächerlich, sondern liegt auch noch komplett falsch: Gras, das nicht decarboxyliert ist, törnt nicht, weil die THC-Säure erst beim Trocknen oder beim Erhitzen in psychoaktives THC umgewandelt wird. Also könnte das Reh im Video unten den gesamtem Busch auffressen, ohne high zu werden. Die positiven Effekte der Cannabinoide kommen beim Genuss frischer Blüten jedoch trotzdem zur Geltung, ohne dass man breit wird. Dieses in den USA als „Juicing“ bezeichnete Nutzung von frischen Blüten zu medizinischen Zwecken ist noch relativ unbekannt und bedarf einer Menge frischen Materials, um medizinisch zu wirken. Aber stoned, liebe DEA, wird kein Mensch und auch kein Tier davon.

 

Das Weed-Reh:

Cannabis-Juicing

4 Antworten auf „Wenn bekiffte Hasen grasen

  1. Surak

    Ist Utah nicht überdurchschnittlich stark durch die Lehre der Mormonen geprägt? Ob man nun sehr evolutionsbiologisch denkt oder ob man Hasen und Rehe vor allem als Teil eines segensreichen Schöpfungsplanes sieht: Warum sollten Hanf und Hasen auf demselben Planeten existieren, wenn sie sich dort gegenseitig schädigen würden?
    Klar kann ein Reh einen Hanfbusch so weit abfressen, daß das Schicksal dieser einen Pflanze besiegelt ist: Aber es wird doch mit all seinen Artgenossen gemeinsam weder eine Spezies ausrotten können, noch an einer konkreten, einzelnen Pflanzenart jemals zugrunde gehen oder echten Schaden durch sie nehmen.
    Von krassen Nachtschattengewächsen wird einem je nach Dosis übrigens schnell um einiges mulmiger als vom sanften Hanf: Und selbst die wachsen da draußen allenthalben unbehelligt und werden zum Teil auch ackerbaulich kultiviert – also diese Beamtenstatements kann man wirklich so langsam irgendwo zwischen Kindergarten und paradoxer Intervention verbuchen. Warum sagen die nicht einfach, wie es nun mal ist? Ein Formulierungsvorschlag könnte sein: „Wir haben furchtbare Angst, in Zukunft nicht mehr auf Kosten einer irrationalen Rechtspraxis und der durch diese in Bedrängnis gebrachten Menschen mit erhobenem moralischen Zeigestab für immer faulenzen zu können!“
    Man sollte die ersten Läden einfach schon mal eröffnen. Was da an Gegenwind kommen mag hält doch keiner rationalen Begutachtung mehr stand, so wie’s inzwischen aussieht.

  2. Rage Davis

    Oh je…
    Vor ein paar Jahren hieß es noch : „Die Kinder, die KIIINDER, die ARMEN KIIIINDER!“, jetzt müssen die Wildtiere herhalten. Und das, obwohl doch in der freien Natur ganz andere Sachen (giftige (also tödliche) Pflanzen, Petizide und andere vom Menschen verbreitete Umweltgifte, Jäger (menschliche wie tierische), Krankheiten etc.) unterwegs sind. Aber Cannabis ist natürlich DER Killer für die armen, armen Pflanzenfresser, die ja dann auch auf einmal keine Auswahl mehr haben…

    Gott, ist das lächerlich. Aber sei es drum, in ein paar Jahren hat man dann um so mehr Grund, diese albernen Berufs-Prohibitionisten mit noch mehr Schimpf und Schande vom Hof zu jagen, wenn sie für ihre jetzige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auch noch Rentenansprüche geldtend machen wollen.

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