Dienstag, 3. März 2015

Je früher, desto besser

Die sieben wichtigsten Gründe, nicht mehr zu warten

 

 Autor: Michael Knodt

 

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Eigentlich ist die Re-Legalisierung in Deutschland trotz des derzeitigen Stimmungshochs noch ganz schön weit weg. Wir brauchen sicher noch zwei oder drei Regierungen, bis Cannabis endlich vollumfänglich reguliert statt kriminalisiert ist. Dass sie kommen wird, ist angesichts der Entwicklung in den USA und Südamerika immer wahrscheinlicher. Die meisten Beobachter erwarten jedoch, dass Deutschland sich hier nicht vordrängeln wird, sondern Cannabis irgendwann volens nolens regulieren muss. Doch dann ist es vielleicht schon zu spät, einige Chancen, die sich aus der Re-Legalisierung ergeben, so effektiv zu nutzen, wie man das derzeit noch könnte. Viele Aspekte werden auch in zehn oder fünfzehn Jahren gelten, doch der ein oder andere Zug ist dann bereits abgefahren. Hier sind die sieben wichtigsten Gründe, weshalb wir besser heute als morgen re-legalisieren.

 

Dem Staat entgehen Steuereinnahmen. Schätzungen reichen hier von 300 Millionen bis mehrere Milliarden jährlich, die zweckgebunden zur Prävention eingesetzt werden könnten, damit der problematische Konsum wirklich sinkt.

 

Deutschlands Wissenslücke wird mit jedem Tag, in dem Technik und Know-How für einen legalen Markt  in andere Ländern entwickelt und produziert werden, größer. Wird legalisiert, wird man auf dem Cannabis-Sektor weit hinterher hinken.

 

Es gibt noch viel Forschungsbedarf bei medizinischem Cannabis. Länder ohne Prohibition können billiger und effektiver forschen. Auch hier wird Deutschland abhängig von Importen sein, wenn nicht umgehend gehandelt wird.

 

Jährlich blockieren hunderttausende Verfahren Polizei und Justiz, während ständig beklagt wird, dass die Innere Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Statt Cannabiskonsumenten und Pflanzen könnten mehr Terroristen, Diebe und Mörder gefasst werden, ohne den finanziellen Einsatz zu erhöhen. Der Schaden, den ein Warten hier anrichtet, ist kaum in Zahlen auszudrücken.

 

Der Jugendschutz liegt fast brach, die Konsumentenzahlen steigen seit beinahe zwei Generationen.  Wir brauchen nicht noch eine unaufgeklärte Generation, um Folgeschäden durch staatliche Desinformation zu vermeiden. Täglich werden junge Konsumenten, besonders in Bayern, kriminalisiert und traumatisiert. Viele junge Lebensläufe, die normal verlaufen könnten, werden früh negativ geprägt. Wer wegen einer Tüte vom Gymnasium fliegt, wird später auch nicht Bürgermeister oder Richter.

 

Immer mehr Menschen ohne kriminelle Energie werden zu Straftätern gemacht und verlieren so das Vertrauen in den Staat anstatt sich für ihn zu engagieren. Da auch immer mehr Menschen Cannabis konsumieren und die Überwachungsmaßnahmen immer effektiver werden, wird hier ein schwerwiegendes Missverhältnis entstehen, sollte Cannabis in zehn Jahren immer noch illegal sein.

 

 

Last but not least wären da noch die Griechen, die uns die ganze Kohle vielleicht sogar bald zurückzahlen könnten, wenn wir sie statt Wein und Obst endlich Gras für die Nordlichter der Gemeinschaft anbauen ließen.

 

 

Also, legalisieren alleine reicht nicht. Wir sollten uns beeilen.

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