Sonntag, 22. Februar 2015

Kascha Februar 2015

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

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Marvin und Anne (ohne Alter und Wohnort) fragen:

 

“ Hey Kascha,

meine Freundin und ich haben uns vor ein paar Tagen 3 Glas-Bongs bestellt. Nur die Eltern von ihr wissen nicht, dass wir täglich die Bongs benutzen. Wir fragen uns, wie wir die Bongs am besten aufbewahren können, ohne dass das ganze Zimmer stinkt. Wir haben an eine Tasche für jede Bong gedacht, die wir mit Watte auspolstern wollten, aber ist das wirklich so schlau? Die Bongs müssen nicht weit getragen werden, also grade max. 2 Min Fußweg.“

 

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Marvin und Anne,

gleich drei Glasbongs – ihr habt ja was vor. Ich nehme an, dass ihr noch recht jung seid, daher möchte ich euch natürlich auch bitten, es nicht zu übertreiben. Watte ist als Polstermaterial nur bedingt geeignet, wenn man benutzte Bongs aufbewahren möchte: Irgendwann stinkt die Watte mehr als die Bong selbst. Besonders wichtig, wenn man eine Bong geruchsarm lagern möchte, ist die tägliche Reinigung. Das ist ein bisschen aufwändig aber es lohnt sich: Eine mit dem entsprechenden Reinigungsmittel geputzte Bong ist idealerweise so sauber, dass du sie sogar unauffällig im Geschirrschrank oder bei den Vasen lagern könntest. Es gibt nur zwei Probleme: die Bong unauffällig ins Bad zu tragen und dort nicht so eine große Sauerei zu veranstalten. Im Grunde musst du, leider, auch meist das Waschbecken danach noch reinigen. Der Trick beim Reinigen besteht im Grunde daraus, mit Reinigungsmittel, kochend heißem Wasser und einer Flaschenbürste den Schmand möglichst häufig und restlos zu entfernen. Ist eine Stelle erst einmal völlig undurchsichtig und verkrustet, wird der Reinigungsaufwand häufig umso größer. Ansonsten ist eine mit zugeschnittenem Styropor (aus Produktverpackungen oder aus dem Baumarkt) verkleidete Kiste die wohl sicherste und geruchsneutralste Verpackungsweise, wenn ihr die Bong mal transportieren wollt. Das Styropor kann man so genau auf die Form der Bong zuschneiden, dass sie fest und sicher sitzt, das Chillum kann man in einem „Extrafach“ auch sehr praktisch lagern.“

 

 

Marlene (24 aus Berlin) fragt:

 

„High Kascha,

ich habe in meinem Gras ein paar Samen gefunden und wollte mir mal aus Neugier eine Pflanze ziehen – ich kiffe noch nicht sehr lange und habe so etwas noch nie gesehen. Und wenn ich das dann am Ende noch rauchen kann, umso besser. Ich glaube aber, das ist jetzt noch etwas früh für den Balkon? Wann fange ich denn am besten an, und wie lagere ich die Samen, damit sie nicht schon vorher keimen?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Marlene,

die Lagerung der Samen dürfte relativ unproblematisch sein, da bereits im März mit der Pflanzung begonnen werden kann. Am besten ist ein kühler, nicht gar zu trockener Ort, zum Beispiel in einer Plastiktüte in einer Schrankecke. Feucht, wie in einem feuchten Kellerraum, sollte es aber doch nicht sein. Es gilt weniger, zu verhindern, dass die Pflanze keimt – vielmehr soll der Samen weder schimmeln noch austrocknen. Weißt du, aus was für Gras die Samen kommen? Samen aus Indoor-Züchtungen sind möglicherweise nicht robust genug für eine Aussaat an der frischen Luft, während bei Outdoor-Sorten eine Wuchshöhe von bis zu 4 Metern möglich ist. Vor etwa Mitte des Jahres wirst du aber wahrscheinlich einschätzen können, woran du bist. Mit der Aussaat kann bereits Anfang März, wenn die Tage lang genug und sonnig sind, begonnen werden – viele Grower beginnen die Saison indoor auf dem Fensterbrett. Sobald die Pflänzchen etwas kräftiger und die Nächte frostfrei sind, stellen sie die jungen Sprösslinge dann auf den Balkon. Viele Infos und Erfahrungsberichte rund um den Anbau findest du auf der Hanfjournal-Website unter „Guerilla Growing“ – eine empfehlenswerte und interessante Lektüre. Ich muss dich aber auch darauf hinweisen, dass der Anbau, auch wenn es nur eine Pflanze aus Interesse ist, prinzipiell strafbar ist. Sollte die Polizei zufällig im September eine Handvoll erntereife Pflanzen mit je ca. 30–40 g Gras daran bei dir auf dem Balkon entdecken, kann dir das durchaus schon einigen Ärger einbringen. So lange die Regierung also bevorzugt, dass Cannabiskonsumenten sich auf dem illegalen Schwarzmarkt versorgen, kann ich aus der rechtlichen Perspektive nicht dazu raten. Einige Grower mit neugierigen Nachbarn sichern sich übrigens ab, indem sie die Pflanzen tarnen oder herunterbinden, damit sie nicht so leicht zu entdecken sind.“

 

 

Mathias (19) aus Köln fragt:

 

„Hallo Kascha,

meine Freundin nimmt seit kurzem die Pille und hat gelesen, dass Drogen die Wirkung beeinträchtigen können. Sie sagt aber aus Spaß auch immer, dass ich ja jeden Tag kiffe und meine Spermien eh alle nicht mehr schwimmen, habe sie mal gelesen. Was stimmt davon? Kann die Pille vom Kiffen unwirksam werden und haben Kiffer „unfähige“ Spermien?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Mathias,

zunächst einmal zu deiner Freundin. Cannabis scheint nicht zu den Rauschmitteln zu gehören, die die Wirkung der Pille beeinträchtigen. Eventuell macht Cannabis allerdings etwas vergesslich – und eine nicht genommene Pille schützt auch nicht vor Schwangerschaft. Einige Menschen verspüren nach dem Kiffen auch Unwohlsein, eine kurz nach der Einnahme wieder erbrochene Antibabypille ist ebenfalls unwirksam. Ansonsten besteht aber – so scheint der gängige Stand der Wissenschaft zu sein – keine Sorge. Was die Spermien angeht, geistern allerlei Horrormeldungen durch die Presse. Tatsächlich sind aber die meisten Studien mit sehr hohen THC-Dosen und an Tieren durchgeführt worden – in der Praxis sieht man wiederum, dass auch Cannabiskonsumenten, die für Europa unübliche Mengen rauchen, beispielsweise in der Karibik oder in Indien, dennoch in der Lage sind, gesunde Kinder zu zeugen. Zudem haben verschiedene Faktoren einen Einfluss: neben Drogenkonsum zählen auch Ernährung, genetische Veranlagung und die Ejakulationshäufigkeit dazu. Ich bin kein Arzt und kann dementsprechend keine endgültige Antwort auf die Frage geben (im Zweifelsfall gibt es natürlich Untersuchungsmethoden) – ich kann aber mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass Cannabiskonsum kein sicheres Verhütungsmittel ist. Die notwendigen Dosierungen, um die Spermien vorübergehend komplett „außer Gefecht zu setzen“, würden vermutlich auch einen erfolgreichen Geschlechtsverkehr unmöglich oder wenigstens zu einer großen Herausforderung machen.“

 

 

Eine Antwort auf „Kascha Februar 2015

  1. Paul

    …das mit dem: Cannabis ist ein gutes Verhütungsmittel 😉 bzw. Cannabiskosum mach das Sperma weniger schwimmfähig!
    Kann ich auch nur „nicht bestätigen“, meine Freundin hat im September die Pille abgesetzt und jetzt ist sie in der 10Woche. *happy

    Ich kiffe 1x die Woche, es sei denn ich bin auf Vorbildung oder so, dann auch öfter! B-)
    Wobei, zur Zeit nur wenn ich weiß dass ihr nicht spuckendübel ist und das kommt z.Z. selten vor. 🙂

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