Freitag, 20. Februar 2015

The Five Woman Army

Buddy macht es mit Sensi Seeds                                  

 

Fotos: Bud Spencer / Text: mze

 

 

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Lange, viel zu lange, gab es keine Neuigkeiten von unserem dickbäuchigen Freund Bud Spencer. Nachdem seine letzte Ernte, ohne neue Saat zu Ende ging, musste sich der italienische Dampfhammer selber auf die Suche nach passenden Freundinnen für den Wohnzimmerschrank machen und fand sich nach eigener Aussage zuletzt in Afghanistan ein. Nun gab es endlich Rauchzeichen aus dieser Richtung, die erfahrende Großstadt-Indianer auch sogleich zu deuten wussten. Buddy Budstacker ist zurück und er will berichten, was und wen er alles in den vergangen sechs Monaten kennenlernen durfte. Auf geht’s.

 

 

HaJo: Buddy altes Haus, haben wir deine Rauchzeichen richtig gedeutet, schön dass du wieder daheim bist.

 

Bud: Jojo Junge, auch schön, dich wiederzusehen. Was macht die Kunst?

 

 

HaJo: Sie entfremdet sich, aber wir sind doch eigentlich deinetwegen hier.

 

Bud: Haha, guter Gag, aber danke für die Blumen. Meinetwegen erzähl ich euch was ihr wissen wollt, es dreht sich doch sicher wieder um den illegalen Anbau von grünen Marihuana-Pflanzen oder?

 

 

HaJo: Du hast es erfasst, dass ist schließlich unsere Kunst, darüber zu schreiben.

 

Bud: Na dann zück den Zeichenstift und mal dir ein eigenes Bild meiner wilden Geschichte; über meine Wenigkeit und die Five Woman Army, die ich in den vergangen Monaten züchten konnte. Eine kleine Sensi Seeds Armee.

 

HaJo: Oh, Sensi Seeds, die sind ja ordentlich begehrt, haben einen sehr guten Ruf und die Firma selbst ist ja auch immer freundlich gegenüber allen Re-Legalisierungs-Versuchen gestimmt. Exzessiv.TV sponsern die doch sogar auch. Leider sind die Nüsse nicht das günstigste im weitgefächerten Angebot der vielen Hanfsamenbanken. Was hast du denn für Erfahrungen machen können?

 

Bud: Zum einen, da geb ich dir recht, hat Sensi einen außergewöhnlichen Ruf. Zum anderen, ja die Samen sind teuer. Glücklicherweise traf ich auf meinen Reisen aber einen verrückten Araber, der mir neben einer Kopie eines frisch gedruckten Necronomicons auch eine handelsübliche Northern Lights Packung von Sensi Seeds zusteckte. Ich kam also günstig weg. Zehn feminisierte Samen der wohl bekanntesten Indica-Züchtung vom Hersteller mit dem besten Ruf, und das nur für einen kleinen Teil meiner Seele, ist doch ein guter Deal.

 

HaJo: Klingt aufregend…

 

Bud: War es, aber wurde es dann noch weitaus mehr, als ich die kleinen Nüsschen ins Wasserglas schmiss. Alle gingen nach wenigen Stunden direkt auf Tauchstation, um zu signalisieren, dass es Sinn mache sie in Erde zu setzten. Leider keimten dann aber nur fünf der zehn Qualitätssamen aus der Kokos-Erde und zeigten ihre grünen Köpfe. Warum nur 50% Prozent der Saat das Licht der Welt erblickten, scheint ein kleines Rätsel, denn in Foren und nach Berichten waren bisher selten solche Ausfälle erlebt worden. Glücklicherweise benötigte ich jedoch auch nicht mehr, da in meiner kleinen Grow-Kammer bei spätestens sechs ausgewachsenen Pflanzen nicht mehr genügend Platz geboten würde. Naja, etwas skeptisch macht mich die Sache aber immer noch.

 

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HaJo: Ja, da hast du recht. Auch unsere Berichte von Sensi Seeds Samen klangen bisher eigentlich immer sehr zufriedenstellend. Gib mir doch mal die Verpackung der Samen mit, dann kümmern wir uns da nochmal drum und fragen die Jungs in Holland, ob sie das schon öfter hatten oder dir wenigstens eine Erklärung bieten können.

 

Bud: Macht das mal, würde mich wirklich interessieren und eure Leser sicherlich auch.

Dafür ging das mit den kleinen Ladies anschließend alles gut über die Bühne. Nach dem Anziehen der Samen unter meiner Grow-Armatur, wurden sie noch circa zwei Wochen unter 250 Watt Halogen-Metalldampf-Licht im Harvester gesonnt, dann schnitt ich bereits die ersten Triebe, um meinen kommenden Stecklings-Hort aufzubauen. Die beschnittenen Muttis wurden einen Tag später in die Blüte geschickt. Bis dahin verwendete ich die typischen GHE Dreikomponenten-Dünger bei einem EC-Wert von 1,0. Ab dem Moment in dem die Bräute unter das Blüte-Licht gestellt wurden, ließ ich den Wert von Gießgang zu Gießgang leicht steigen. Die Northerns zeigten aber neben einem stark unterschiedlich gewachsenen Äußeren, auch was die Düngeversorgung betraf ein ziemlich unterschiedliches Verhalten. Hätte ich nicht gewusst, dass alle Pflanzen aus der gleichen Packung kamen, hätte ich von unterschiedlichen Sorten gesprochen. Eine der fünf zeigte auch direkt an den ersten Blättern eine leichte Mutation, dies wunderte mich auch erst, später war sie aber einer der schöneren Modelle. Schwamm drüber.

 

 

HaJo: Strange, gerade dies liest man eben in Berichten, wie homogen die Pflanzen seien. Was war denn bei deinen so anders?

 

Bud: Zum einen die Wuchshöhe. Zwei schossen hoch, zwei blieben eher gedrungen und eine, gut diese musste sich einen Topf teilen, blieb ein mickriges Mauerblümchen. Dann eben auch die eigentliche Form. Wie vorstellbar, waren die hochwüchsigen eher schmal, die gedrungenen eher buschig und die mickrige war eigentlich nur ein Top-Bud. Dazu reagierten sie eben vollkommen unterschiedlich auf die Düngermenge. Zwei waren meist leicht übersättigt, der Rest zeigte sich dagegen äußerst zufrieden. Am Ende zeigte eine der hochgewachsenen dann auf einmal ein wesentlich dunkleres Grün und weit festere Blätter. Alles in allem wirklich erstaunlich – dass ich insgesamt aber nicht über einen EC-Wert von 1,8 gekommen bin, wundert mich am meisten. Bisher schafften es alle Bräute ohne Nebenwirkungen auf 2,0 – 2,1, doch die wirklich sehr schnell zur Ernte frei gegebenen Northern Lights, wollten keine starke Kost vertragen. Dafür waren sie, den Angaben des Herstellers entsprechend, tatsächlich schon nach 45 Tagen ausgereift. Das ist ein nicht zu verachtender Faktor, wenn man so lange wie ich gezwungener Maßen auf den dunklen Schwarzmarkt angewiesen war.

 

HaJo: Hat es sich denn trotz der beschriebenen Ausfälle rentiert?

 

Bud: Rentiert? Ach so, ob es sich gelohnt hat wieder den grünen Daumen zu schwingen?

Logo. Auch wenn immer etwas Action und Zeit von einem abverlangt wird, ist der Ernte dank, immer ein großer Freudenfaktor zu verspüren. Seine betreuten Zöglinge in die Pfeife zu stopfen, hat schon immer eine ganz eigene Qualität. Da ich neben der Ausbeute, die sich in gewohnten Mengen befindet, auch mit der Stecklingszucht zufrieden war – hier bildeten sich die Wurzeln schon nach wenigen Tagen – bin ich besonders happy, dass zuhause die Lichter wieder weiter brennen können. Der Vergleich von Strom und Arbeitsaufwand gegen die Misere des illegalen Handels, schmiert mir doch regelmäßig ein breites Grinsen auf die Schnute.

 

HaJo: …und schmecken tut es auch weit besser, als vieles was uns schon unter der Hand angeboten wurde. Danke dir daher Bud Spencer, für deine glorreiche Wiederkehr und das Teilen deiner individuellen Erfahrungen, mit dem doofer Weise immer noch verbotenen Kraut. Mach’s gut!

 

Bud: Macht’s besser!

 

 

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