Samstag, 14. Februar 2015

Marlene Mortlers unbegreifliche Lernresistenz

Feuer auf Marlene Mortler

 

Beitrag von Hans Cousto

 

Mortler steht in Flammen

 

Wie in der Apotheken Umschau 1/2015 zu lesen ist, spricht sich Marlene Mortler dafür aus, Zigarettenwerbung weiter einzuschränken und den politischen Schwerpunkt bei Alkohol auf Präventionsmaßnahmen zu legen. Beim Cannabis bleibt sie bei der Verbotslinie: „Da können mir viele erzählen, Cannabis sei nicht so schlimm. Zahlen und Gespräche in den Suchthilfe-Einrichtungen sprechen eine andere Sprache“, sagte sie.

 

Die falschen Zahlen der Marlene Mortler

 

Unter diesem Titel kritisierte das Hanf Journal im November 2014 die in die Irre führenden Angaben der Drogenbeauftragten. In den Statistiken, auf die sich die Drogenbeauftragte beruft, werden Konsumenten von Legal Highs, die aufgrund von Intoxikationen, Überdosierungen oder anderen Komplikationen ärztlich behandelt werden mussten, einfach mit normalen Kiffern in einen Topf geworfen. Das Hanf Journal hat diesen Missstand schon einmal 2012 publik gemacht, doch auch im Folgejahr wurden beim statischen Bundesamt weiterhin nicht zwischen Cannabis Konsumierenden und denen, die die zum Teil hochgefährlichen Substanzen eingepfiffen hatten, unterschieden. Im Umkehrschluss heißt das, dass es seit dem Aufkommen der Legal High-Welle eigentlich gar keine verlässlichen Zahlen mehr darüber gibt, wie viele Personen aufgrund von Cannabiskonsum zum Arzt oder ins Krankenhaus und wie viele aufgrund der Chemo-Keulen behandelt werden mussten.

 

Zu dieser Kritik, die man nicht nur in Kreisen von Experten hören kann, äußerte sich die Drogenbeauftragte Mortler noch nie. Dafür wiederholt sie ihre Schlussfolgerung basierend auf den falschen Zahlen gebetsmühlenartig. So auch im Interview im Handelsblatt, das am 11. Januar 2015 unter dem Titel „Kiffen macht nicht glücklich. Nicht-Kiffen auch nicht“ veröffentlicht wurde. Dort wird sie mit den folgenden Worten zitiert: „Grundsätzlich gilt für mich, dass die Legalisierung einer illegalen Drogen aus gesundheitspolitischer Sicht nicht zu verantworten wäre, da hiervon ein fatales Signal, insbesondere an Kinder und Jugendliche ausgehen würde. Als Drogenbeauftragte sehe ich die Diskussion aus gesundheitspolitischer Sicht. Und der Missbrauch von Cannabis hat insbesondere bei jungen Menschen erhebliches Gefahrenpotential. Die Zahlen aus der Suchthilfe sprechen eine deutliche Sprache. Cannabiskonsum ist der Grund Nummer Eins, warum junge Menschen eine Suchtberatungsstelle aufsuchen.“

 

Zu der Tatsache, dass Menschen aufgrund des Cannabisverbotes sogenannte „Legal Highs“ konsumierten und in der Folge einige dieser Konsumenten verstorben sind, hört man von Mortler nichts. Aufgrund eines Cannabiskonsums ist noch keiner gestorben, aufgrund des Konsums von synthetischen Cannabinoiden – eben diesen „Legal Highs“ – jedoch schon. So sind in Baden-Württemberg im letzten Jahr erstmalig mehrere Todesfälle aufgrund des Konsums von „Legal Highs“ registriert worden. Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete am 30. Dezember 2014 unter dem Titel „126 Drogentote im Südwesten“, dass es erstmals in diesem Jahr sechs Todesfälle aufgrund des Konsums von Substanzen, die als „Legal Highs“ bezeichnet werden, gab. Wörtlich heißt es in dem Artikel „Die unberechenbare und lebensbedrohliche Wirkung solcher Designerdrogen werde völlig unterschätzt, beklagte Innenminister Reinhold Gall (SPD). Unter Einwirkung von synthetischen Cannabinoiden kommt es häufig zu Panikattacken oder Wahnvorstellungen. So hätten sich zwei junge Männer im Alter von 25 und 26 Jahren nach Einnahme von Räuchermischungen aus dem Fenster gestürzt und seien dabei ums Leben gekommen.

 

Eine differenzierte Analyse der Gründe, weshalb junge Menschen eine Suchtberatungsstelle aufsuchen, hätte mehr Klarheit darüber verschafft, wie viele dieser Menschen tatsächlich wegen des Konsums von Cannabis gekommen waren und wie viele wegen des Konsums von synthetischen Cannabinoiden. Eine sachlich korrekte Aufklärung hätte sicher eine präventive Wirkung gehabt und einige Menschen vor dem Konsum von „Legal Highs“ abgehalten. Von einer sachlich falschen Statistik ist dies jedoch nicht zu erwarten. Zudem muss hier hervorgehoben werden, dass eine rechtzeitige Anpassung der gesetzlichen Regelungen an die Gefährlichkeit der Stoffe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Todesfälle hätte verhindern können. Wenn qualitativ gutes Gras mit bekanntem THC- und CBD-Gehalt, dass weder verunreinigt noch gepanscht ist, kontinuierlich legal verfügbar gewesen wäre, hätten sicher viele Menschen auf den Konsum von den weitaus gefährlicheren „Legal Highs“ verzichtet.

 

Bundesgerichtshof: Legal Highs gefährlicher als Cannabis

 

Mit einem Urteil des 1. Strafsenats vom 14. Januar 2015 (1 StR 302/13) hat der Bundesgerichtshof die höhere Gefährlichkeit von „Legal Highs“ festgestellt und die sogenannte „nicht geringe Menge“ für vier synthetische Cannabinoide niedriger festgesetzt als die geltende nicht geringe Menge für Cannabis, die bei 7,5 Gramm THC liegt. Für die synthetischen Cannabinoide JWH-018 und CP 47,497-C8-Homologes hat der Bundesgerichtshof die nicht geringe Menge auf eine Wirkstoffmenge von 2 Gramm festgesetzt. Für die Wirkstoffe JWH-073 und CP 47,497 hält der Senat den Grenzwert der nicht geringen Menge jedenfalls bei einer Wirkstoffmenge von 6 Gramm für erreicht.

 

Der Bundesgerichtshof setzte die nicht geringe Menge für vier Cannabinoide fest, die schon seit langem nicht mehr verwendet werden, da sie in der Zwischenzeit in Anlage II zu § 1 BtMG aufgelistet und somit verboten wurden. Aktuelle Zahlen sagen, dass im Jahr 2014 wohl zum ersten Mal über 100 neue Substanzen in der EU aufgetaucht sind. Der größte Anteil dürfte wieder auf die Cannabinoide entfallen. Es gibt somit immer noch zahlreiche legale Alternativen zu den verbotenen Cannabinoiden. Wie groß das Risiko für Leib und Leben beim Konsum derselben ist, weiß derzeit niemand. Die derzeit noch illegale Alternative, über deren Wirkung und Nebenwirkung sehr viel bekannt ist, und die weit weniger gefährlich ist, heißt Cannabis.

 

Neue gesetzliche Regelung

 

Bei ihrer letzten Justizministerkonferenz im November kündigten die Minister der Länder sowie Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) an, die bestehende Strafbarkeitslücke schließen zu wollen. Dabei denken sie an eine Art Stoffgruppenverbot. Marlene Mortler erklärte hierzu, man arbeite „mit Hochdruck an einer umfassenden und wasserdichten gesetzlichen Regelung“. Ziel sei es, die Verfügbarkeit der nicht auf ihre Inhaltsstoffe deklarierten, aber „hochgefährlichen Kräutermischungen, Badesalze oder Raumlufterfrischer zu unterbinden“.

 

Verbote konnten die Lust auf Drogen nicht mindern und auch die Verfügbarkeit kaum eindämmen. Die Verbote ebneten jedoch den Weg für die Vermarktung von neuen Substanzen, die weitaus gefährlicher sind als klassische Drogen wie beispielsweise Cannabis. Sicher ist, dass der Konsum von klassischen Drogen mit einem Risiko verbunden ist, doch genauso sicher ist, dass der Konsum von etlichen neuen psychoaktiven Substanzen mit einem weitaus höheren Risiko verbunden ist. Eine Legalisierung von Cannabis hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine den Schaden mindernden Effekt, noch mehr Verbote hingegen einen den Schaden maximierenden Effekt. Die große Frage ist, ob die Drogenbeauftragte Marlene Mortler und die Bundesregierung mit ihren Lernresistenzen dies jemals einsehen und entsprechend rational reagieren werden. Im Sinne der Schadensminderung wäre dies auf jeden Fall wünschenswert.

 

23 Antworten auf „Marlene Mortlers unbegreifliche Lernresistenz

  1. Lars Rogg

    Ich hoffe hier ist jetzt niemand entäuscht !! Die Frau heißt Mortler, ist bei der CSU und kommt aus Bayern. Selbst wenn sie genug Hirnmasse hätte und einen eigenen Willen (hihi) durchsetzen wollte, gegen die Übermacht der Ignoranz könnte auch sie nichts ausrichten. Selbst wenn der Özdemir Drogenbeauftragter werden würde-es würde sich nichts, aber auch gar nichts ändern.

  2. Flora

    Lieber Lars Rogg.
    Was sollen diese ominösen Sätze nun aussagen?
    Klingt jetzt schon wie der Anfang einer Verschwörungstheorie. Ich bin enttäuscht von den Hanffreunden, die es ’nicht draufhaben‘ und nichts können, als sich nur im Pessimismus zu suhlen. Ihr geht mir auf den Senkel. Solche Denke ist eine Weltsicht für Loser, keinesfalls Maßstab für Änderungen und Anfänge. Natürlich würde sich was ändern, wenn Legalisierungsbefürwortern sich die Gelegenheit bieten würde. Natürlich braucht es auch ein Umfeld der Stärkung, des Wollens – also ziemlich das Gegenteil, was rechthaberische Pessimisten wollen. Bis jetzt gab es diese seltene Konstellation ja noch gar nicht.

    Gerade Leute, die überall nur Pessimismus ablagern, machen sich zum Komplizen der Ignoranz und sind ein Teil der Prohibition. Ihr seid schlimmer als all die Prohibitions-Verfechter, die es nicht besser wissen wollen oder können. Befürworter aber haben zumindest die Pflicht sich nicht kontraproduktiv zu verhalten.

    Legalisierungs-Pessimisten haben es einfach nicht gerafft, dass sie die Welt mit ihrer Einstellung genauso mitgestalten und ‚einfärben‘ – und weitere labile Leute damit anstecken, die nur ein Argument für ihre Handlungsunfähigkeit brauchen.
    Kommt endlich raus, aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit…

  3. Großväterchen

    Ach Kindchen, leb du erst einmal fast 50 Jahre in der Illegalität und gesellschaftlich ausgegrenzt, dann verstehst du vielleicht den Pessismus, der sich über die Jahrzehnte anstaut.

  4. Nummer14

    @ Flora,

    100% Zustimmung. Wenn ich schon lese 50 Jahre in der Illegalität… Ach Kindchen auch sehr seriös bei dem pessimistischen Weltbild… Aber das ist eben Deutschland. Natürlich sind das Tatsachen ganz klar. Aber vor 50 Jahren hat man maximal dem Bundestagsabgeordneten einen Brief geschrieben… An unsere älteren Freunde habt ihr eigentlich Muttis verhalten nach der Katastrophe von Japan bzgl. Atomausstieg verfolgt? Politik heute ist bestimmt von mehrheitsfähiger Meinung. Ist eine Mehrheit in Deutschland für Liberalisierung dann gibt es diese eben.

  5. Lars Rogg

    @Nr14 & Flora
    Ach ihr zwei…ich bin eigentlich eine offene Frohnatur…allerdings mit einer ordentlichen Portion Realismus. Das hat mich Zeitlebens vor einem ekelhaften Aufschlag bewahrt-ein Aufschlag der euch mir Sicherheit noch bevorsteht. Daher habt ihr nur mein Mitleid.
    @ Flora
    loser ist nun wirklich Definitionssache. Rat mal was ich von Dir halte… 🙂 Bitte die Netiquette beachten.. 🙂

  6. Hannes Heiner

    Sehr geehrter Herr Rogg,
    es ist so schön, offenen Frohnaturen zu begegnen! Mich treiben allerdings Zweifel um, ob ich Sie dazu zählen kann. Ihre Wortwahl lässt mich fast daran zweifeln.
    Realismus? Realismus ist nicht statisch – Realismus wird erschaffen – von allen Menschen und zu jeder Zeit. Da scheinen mir die Äusserungen von @Flora und @Nr14 schon eher geeignet zu sein, an Frohnatur zu glauben.
    Vlt. liegt ja der Widerspruch in den Worten von @Großväterchen. Es ist diese leichte Überheblichkeit der 50+-Generation, die da immer meint, dass aus Alter Weisheit entspringt. Leider ist dies aber kein natürlicher Automatismus. Lernbereitschaft hat schon immer dazugehört.
    Haben Sie weiterhin Mut zur Veränderung – es wird schon 😉

  7. Lars Rogg

    Lieber Herr Heiner,
    Wenn ich Grund zu positiven Erwartungen erkenne, bin ich dazu bereit…doch wo soll dieser sein??? Statik ist falsch-ich bin sehr anpassungsfähig, aber nicht Grundlos. Was ich erlebe ist demonstrierte heißer Luft!! Nein danke, für mich zählen Fakten nicht Träumerein oder haltlose Hoffnungen. Ein gewisses Alter läßt Parallelen erkennen, die andere gerne ignorieren. Dazu benötigt man aber eine gewisse Offenheit im betrachten der Gesellschaft. Wo ist die bitte bei Flora bzw Nr14 zu erkennen?? Sie haben völlig Grundlos Hoffnung und wollen es nicht sehen. Aber bitte jedem seine Meinung 🙂
    Grüße lars 🙂

  8. Junior

    Anstatt hier die kiffenden Opas wie Hans Cousto anzupissen, solltet ihr Grünschnäbel und Bettnässer mal besser auf die alten Hasen hören. Vor Leuten über 65, die seit fünfzig Jahren dabei sind, ziehe ich jedenfalls den Hut. Das ist nämlich eine verdammt lange Zeit. so ein halbes Jahrhundert „Drogenkriminalität“.

  9. Nummer14

    @ Junior, sorry aber was willst du mir damit sagen? Wer auch immer sich hier hinter seinem Nickname verbirgt ist mir so etwas von egal… Für mich zählt das was jemand verbal rüber bringt. Und nicht irgend eine Astro Vita wie ich mir gerade angelesen habe… Leute wacht mal auf wir leben im Jahre 2015…

    Und nett das du mich Grünschnabel nennst ohne mein Alter zu kennen. Wenn du es kennen würdest würdest du dich für den Spruch schämen…

    Aber nun soll es auch gut sein, so ist eben die Realität in Deutschland.

  10. Lars Rogg

    wow Du kennst den Begriff Realität?? Mir schwinden die Sinn…mag am Alter liegen…wie arm!!!

  11. Lars Rogg

    dennoch…sollten wir alle ein wenig zurückrudern. Unser gemeinsames Ziel ist klar. Nur weil uns uneinig über den momentanen Status bzw. den Wert von Politikeraussagen sind, sollten wir uns nicht gegenseitig ans Bein pissen.
    Entschuldigung an alle, denen ich zu nahe getreten bin…
    friedliche Grüße
    Lars

  12. Hannes Heiner

    Tja Herr Rogg,
    mit dem Erkennen ist das so eine Sache… „Ein gewisses Alter läßt Parallelen erkennen“? Nicht automatisch! Aber ausserdem: nebulöse Parallelen sind ein heikles Ding, Nur weil unsere Vorfahren irgend etwas getan haben – oder eben auch nicht – muss es heute nicht auch 1:1 wieder so ablaufen. Nur weil eine Frau Mortler in einem Elefantengehege nur Elefanten sieht, gibt es dennoch auch andere Tiere und andere Menschen müssen nicht den gleichen eingeschränkten Blick haben. (usw.)
    Ehemalige Träumereien und „haltlose Hoffnungen“ sind zur Realität geworden und somit zu sog. Fakten eben. Um das zu erkennen, braucht es in der Tat eine „gewisse“ Offenheit _und_ Kenntnis in der Entwicklung vom gesellschaftlichen Zusammenleben. Vlt. haben ja @Flora und @Nr14 ihnen da doch etwas voraus, was ihre „Offenheit“ nicht zu erkennen mag. Es könnte sein, dass ein Engagement eher dort zu finden ist als bei den frustrierten, traumlosen und hoffnungslosen Zeitgenossen, die sich „Realisten“ nennen. Letztere haben doch wohl schon längst mit dem abgeschlossen, was einige als „das Leben“ bezeichnen würden.
    In diesem Sinne…

  13. Nummer14

    @ Lars Rogg,

    weiss zwar nicht was an meinem Standpunkt arm sein soll aber ich schliesse mich natürlich deinem Aufruf der gemeinsamen Sache an.

    Peace Nummer14

  14. Lars Rogg

    Ui, weit herausgelehnt. Wenn ich von Parallelen gesprochen habe, sind meine persönlichen Erfahrungen mit der Politik gemeint. Mit nichten die Erfahrungen meiner Vorfahren-wenns darum ginge hätte ich aus Geschichtsbüchern rezitiert. Mir ging es um die Situation von 1980-1990 in Deutschland. Da gab es schon mal eine Hochzeit der Befürworter, welche von der Politik mit harten Massnahmen (verschärfte Polizeikontrollen, o.ä.) beantwortet wurden. Wie das heute aussieht muss wohl nicht erwähnen. Ich meine z.B. auch die Tatsache das wir vor einigen Jahren in der Schweiz einen hype hatten, der Tausende Hoffnungsfrohe Kiffer entäuschte-wir wissen alle wie das ausging. Daran ist nichts nebulös, sondern eine durchdachte Meinung basierend auf empirischen Werten. Diese Erfahrungen, sowie das Wissen um den Unwillen der großen Koalition haben mich eben etwas skeptischer gemacht. Das dieser Realitätssinn mich nicht davon abhält eine Frohnatur zu sein, ja dieser meinen ausgeglichenen Charakter gar bedingt, mußt Du nicht verstehen. Wer negatives hinein interpretieren will muss das eben tun. Wenn Du wirklich glaubst das Träumereien und haltlose Hoffnungen zur Realität geworden sind, hast Du die Begriffe nicht verstanden-sorry. Fakt ist das wir vom Cem nur Geschwätz vernommen haben und keine greifbaren Vorhaben- 2017 ??, dass ich nicht lache. Man kann mit offenen Augen durch die Welt gehen oder sich an jeden, noch so schwammigen Strohhalm klammern, weil man es sich wünscht. Wir leben aber nicht in einem Traumland oder einer Insel der Glückseligen. Ich zumindest nicht..!!
    Zu behaupten das die paar Realisten die es noch gibt mit ihrem Leben abgeschlossen, oder gar keines haben ist erstaunlich anmassend. Ich hab im HaJo schon so manches abgesondert…kaum was davon trifft auf deine Meinung oder der von anderen Kritikern von mir zu. Wenn ich faktisch falsch liege, hatte ich noch nie ein Problem mit einer konkreten Korrektur. Hier scheint mir das aber wie in der Religion abzulaufen. Wenn man Hardcore Religiöse sachlich kritisiert, hat man ähnliche geartete Reaktionen zu erwarten.
    Im übrigen…was die oben genannte, deiner Meinung nach, mir voraus haben ist in meinen Augen Traumtänzerei. Meine Meinung mag dir nicht gefallen-gesteh ich dir zu. Wäre aber schön wenn du mir die sehr schwachen Charaktereinschätzungen meiner Person unterlassen könntest. Du weißt NICHTS von mir…ausser das ich nicht deiner Meinung bin und mich meines Verstandes bediene.
    Friedliche Grüße Lars

  15. e.p.falo

    Cannabis vom Schwarzmarkt ist meistens mit giftigen zusätzen Gestreckt und mit Schimmelpilzen belastet . Zudem Konsumieren die wenigsten in Deutschland ausschlißlich Pures Gras ,sondern betreiben munter Mischkonsum ohne auf Wechselwirkungen zu achten .Da wird mit Taback gemischt und gesoffen was die Theke hergibt . Diese Leute landen dann meistens in der Suchtberatungsstelle und werden dann auch noch als Kiffer bezeichnet . Der Faktor der Krimminalisierung und Sozialen Ausgrenzung schafft weitere nicht zu unterschätzende Hürden . Die Frau Mortler macht sich einfach nur Sorgen um die Wöchentlichen Parteispenden der Pharmafirmen ,deren Einahmeqellen rapide schrumpfen werden ,wenn die Leute ihre Medizin im Blumentopf selber züchten dürfen .

  16. traurige Mama

    mein Sohn „raucht“ jetzt seit 4 Jahren (Einstieg mit 16) und ich sehe mit großer Besorgnis dass sich sein Sozialkontakt und seine Einstellung gegenüber dem Leben immer mehr verschlechtert.
    Ich kann sehr gut verstehen, dass Politiker versuchen alles zu verbieten – was auch nicht immer ok ist.
    Wie wäre es denn mit besserer Aufklärung und einem größeren Kampf gegen wirklichen Dreck (Kokain, Badesalz, etc).
    Bin froh dass mein Sohn nicht auf die super harten Sachen steht aber es muss doch definitv eine vernünftige Lösung gefunden werden dass alle „glücklich“ sind.
    Je mehr verboten wird, desto interessanter sind die Sachen – ist ja auch klar. In allen von uns steckt immer noch die kindlichen Neugier (Verbot = ich muss es testen oder probieren).

    @e.p.falo es ist richtig dass immer munter darauf losgemischt wird – ohne Sinn und Verstand.

  17. Lars Rogg

    Ja 16 Jahre ist eindeutig ungesund fürs Gehirn. Viel Vertrauen, echter Wille und miteinander reden kann ein wenig Abstand zu den meisten Drogen schaffen.
    Eine erfüllende Arbeit bzw sinnvolle Aufgabe sowie eine gesunde Beziehung sind in diesem Moment sehr wichtig. Ihnen und ihrem Sohn alles Gute…

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