Samstag, 7. Februar 2015

Berlin: Generalmobilmachung gegen Hanf

von Sadhu van Hemp

 

WarOnDrugs
Bild: nokomai/freeimages

 

Nein, es war kein vorgezogener Aprilscherz, als am 14. Januar Innensenator Frank Henkel (CDU) und Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) vor die versammelte Berliner Lokalpresse traten und eine Offensive im Anti-Drogenkrieg ankündigten. Am 1. April soll der Feldzug starten – auf der Rechtsgrundlage eines schärferen Drogengesetzes. Die beiden Etappenhengste wollen keine Mühen und Kosten scheuen und in einer beispiellosen Menschen- und Materialschlacht jeden Bösewicht ausmerzen, der auch nur den Anschein erweckt, dass er den Anschein erweckt.

 

Spezialtruppen der Polizei sollen dann sogenannte drogenfreie Zonen erobern, besetzen und bis zum letzten Blutstropfen verteidigen. Der Plan ist, rund um Schulen, Kindertagesstätten, Bahnhöfen etc. einen Null-Toleranz-Drogenkrieg anzuzetteln und selbst jene Hänflinge den Strafgerichten zuzuführen, die mit nur einem Gramm Gras von der Polizei zur Strecke gebracht werden. Die bislang gültige Eigenbedarfsgrenze von 15 Gramm wird damit de facto aufgehoben, auch wenn die Senatoren kulanterweise verkündeten, in nicht explizit ausgewiesenen drogenfreien Zonen die eingefangenen Kriegsopfer weiterhin nach der „Allgemeinen Verfügung zur Umsetzung des §31a BtMG“ mit einem blauen Auge davonkommen zu lassen.

 

Um den Krieg gegen mehrere Hunderttausend Berliner Hanfkonsumenten und Kleindealer zu gewinnen, will der von sich selbst berauschte Innensenator zunächst rund um den Görlitzer Park die Polizeipräsenz verstärken und im Vier-Schichten-System laufen lassen. Henkel spricht von totaler Abschreckung, die den Handel in den drogenfreien Bereichen nahezu unmöglich machen soll. Zugleich macht der Chef der Berliner Christdemokraten keinen Hehl daraus, dass es ihm auch darum geht, die Residenzpflicht für Flüchtlinge durchzusetzen und im Anziehen der Daumenschrauben jene braune Volksseele zu bedienen, die neuerdings im Schutze der Dunkelheit auf die Straße flitzt und ungeniert Schilder mit der Aufschrift hochhält: „Ali Baba und die vierzig Dealer – Ausweisung sofort!“

 

Auf Nachfrage betonte Justizsenator Heilmann, dass sich die Offensive ausschließlich gegen den Drogenhandel richte, und nicht gegen Konsumenten, die still und leise in den eigenen vier Wänden dampfen. Vielmehr wolle man endlich jene Hanf- und Drogenhändler dingfest machen, die nur kleine Mengen mit sich führen – ob auf der Straße oder in der Clubszene. Die Polizeiaktionen seien im Sinne des „Jugendschutzes“, meint der Justizsenator. Und als wäre dieser Auftritt nicht grenzdebil genug, fügte der Innensenator die Lüge an, dass Cannabis eine Einstiegsdroge sei.

 

Na, denn mal tau, Ihr Superspezialexperten! Doch wundert Euch nicht, wenn Eure Polizeiarmee aus Feigheit vor der Realität kapituliert und Ihr Euch eines nicht allzu fernen Tages für die Verletzung der Bürgerrechte vor dem Tribunal der Sieger verantworten müsst. Die Hanf-Community wird Eure Schandtaten nicht vergessen!

 

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24 Kommentare
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Littleganja
Littleganja
6 Jahre zuvor

Wer in Berlin leben muss tut mir eh leid, noch mehr jedoch die die denken sie leben in einer modernen freien Stadt lol.
In Wahrheit werdet ihr von Schmarotzern regiert die sich am Soli festklammern, da sie selbst nix auch die Reihe bekommen.
Berlin ist für mich wie München Nazi Hauptstadt!

Kwisatz
Kwisatz
6 Jahre zuvor

Super Artikel! 😉 😉 🙂 Wir müssen dieselben Fragen stellen! Immer und immer wieder. Und sage mir bloß keiner, es wirkt nicht … 😉 Quo Vadis Arrakis? … 🙂 „Hanfplanet“ – Berlin = Arakeen (macht was draus) – SAVE THE DESERT – Görli – die Hanf-Wüste … Was bedeutet in der Physik eine „blau-rot-Verschiebung“? Ist es ein Paradoxon? 🙂 Bleibt weiter sooo… kreativ! Verbreitet das Wissen. […] Wir werden uns auf eine Welt hinzubewegen müssen, wo alle von uns zur Durchsetzung beitragen und alle von uns verantwortlich sind für die Durchsetzung. Was wir verlassen müssen, das ist die Welt der gespaltenen Persönlichkeitsstörung, die sagt: Ich bin moralisch für meine Handlungen verantwortlich, aber ich bin nicht verantwortlich für das, was ich… Weiterlesen »

buddy
buddy
6 Jahre zuvor

Kompliment an die Verfasser, die Artikel sind immer sehr amüsant zu lesen, ohne den Kern aus den Augen zu verlieren. Kompliment, macht ne Menge Spaß zu lesen!

Surak
6 Jahre zuvor

Man kann das glaub ich heutzutage fast wohlwollend als paradoxe Intervention verbuchen, oder? Ich persönlich fände es andererseits ganz cool, wenn die Berliner Kiffer auch mal die Sanktionen verschärfen würden; nur so als kleinen Dämpfer für übereifrige Vertreter des ewig überteuerten Beamtenstaates. Aber gewaltsame Konfrontation ist der falsche Weg: Das wollen die ja nur, denn da ließe sich bestimmt ein größerer Etat mit beantragen, was? 😀 Spricht er wirklich von „totaler Abschreckung“, Sadhu? Dann hättest du eigentlich noch die Sportpalastrede von 1943 verlinken können in dem Kontext: Das war schließlich damals auch in Berlin. Jedes Regime, das sich mit Gewaltandrohung gegen Bürger statt reflektierten Argumentationen unnötig lange an der Macht hält, lebt unterbewusst in ständiger kollektiver Furcht vor dem unvermeidlichen… Weiterlesen »

Ralf
Ralf
6 Jahre zuvor

Und zu alleden jetzt auch noch der Krieg an der Westgrenze Rußlands wo der US Finanzkapitalismus gerade verzweifelt versucht durch den Überfall der Kiewer auf die im Osten lebenden Russen einen totalen Krieg anzuzetteln, ohne den dieses dreckige schwarzbraune Versklavungssystem nicht mehr lange überleben kann. Mir jedenfalls geht der Arsch garade auf Grundeis (Das geht sogar dem schwarzbraunen Banken und NSA Büttel Merkel so) und das sollte jedem so gehen der diese AMIKRIEGSTREIBER Machenschaften in der von dem dort lebenden Volk frei gewählten REPUBLIK NEURUSSLAND (In dem fast eine Million Russen schon von den Nazis in Kiew vertrieben worden sind) von Anfang an verfolgt hat. Die Kriegspropaganda läuft hier in nie gekannten Ausmaßen. Dieses unverholene Säbelgerassel dieser selbst ständig das… Weiterlesen »

Migrant aus Beul
Migrant aus Beul
6 Jahre zuvor

Ach Gottchen, wie süß: Berlin gleich München gleich Nazi-Hauptstadt! Dieser Kommentar zeigt, dass Kiffen tatsächlich Doofe noch doofer machen kann. Klein-Ganja sollte sich unbedingt als abschreckendes Beispiel von den Medien vorführen lassen.

vergebt ihnen obwohl sie es wissen
vergebt ihnen obwohl sie es wissen
Antwort an  Surak
6 Jahre zuvor

Vorsicht ernst gemeinte Satire … oder „wahre Lügen“ …
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DUUU bist sooo grausam!!!!!! 😉 🙂 Es graust mir richtig!!!!! 😉 😉 Gänsehaut bis zu den Hoden!!! 🙂 Bitte vergebt IHNEN. BITTE. BITTE. Nicht Gleiches mit Gleichem … sie haben reiche Erben in einer vergifteten Welt, aber heyh … 😉 ihre Seelen fahren sowieso ein Stockwerk tiefer … zu Monsanto. 🙂 🙂 🙂
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Das entschuldigt doch, dass sie seit 60 Jahren versuchen uns zu brechen und uns auszurotten? Seien wir gnädig! Und freuen wir uns über die, die leben dürfen … ONE LOVE 😉
https://www.facebook.com/BraveMyKayla
https://www.facebook.com/CC.e.V.Koeln

YOU never walk alone … 😉

Littleganja
Littleganja
Antwort an  Migrant aus Beul
6 Jahre zuvor

Kleinganja weiß schon von was er spricht, die Nazis haben in München begonnen und Berlin hat´s geendet! Klar ist der Vergleich blöd und ich mag ihn eigentlich selbst nicht, jedoch erinnert es mich an Ghetto Bildung was grade in Berlin abgeht, könnten die wie sie wollten, würden die jedem Kiffer ein Fettes Hanfblatt auf die Brust kleben. Mit München/Bayern fang ich erst gar nicht an, da nehmen die ja sogar den Todkranken mit Sondergenehmigung das Zeug ab. Wiki: “ Die erste bekannte Verwendung des Wortes Nationalsozialist ist laut Angaben der Sprachberatung der Universität Vechta noch älter; so wies Cornelia Berning in Vom »Abstammungsnachweis« zum »Zuchtwart« So und weiterhin verbindet man mit dem Wort Nazis: Ideologie, Kriegsführung & Fanatikern. Und genau… Weiterlesen »

daniel
daniel
6 Jahre zuvor

gut analysiert, denke 🙁

J2
J2
Antwort an  Ralf
6 Jahre zuvor

„Die Kriegspropaganda läuft hier in nie gekannten Ausmaßen.“ Und zwar bereits seit dem letzten Krieg, denn ein Krieg füllt sicher die Staatskassen. Ganze Generationen sind durch dezente Aktionen auf den kommenden Krieg vorbereitet worden: Gespräche im Schulunterricht über Krieg mit praktischen Schießübungen, ja sogar wie man sich bei ev. Bombenexplosionen verhält, lernt man in der Schule, und natürlich alles über verschiedene Waffen- und Munitionsarten. Dokufilme aus den vorherigen Kriegen, mit Leichenbergen und offenen Massengräbern bekommt man schon im KiGa-Alter sonntags zu Familiensendezeit vorgesetzt. Nicht zu vergessen den Pflichtbesuch in einem KZ-Lager (mit weiteren Dokufilmem aus den Lagern). Es ist etwas merkwürdig, aber der Kultfilm „Four tank-men and a dog“ scheint in der französischen Version nur dem polnischen Teil der Bevölkerung… Weiterlesen »

Sternsch I. Gard
Sternsch I. Gard
6 Jahre zuvor

Huijuijui! Also mal ganz kurz. Es ist absolut nicht schlimm in EBrlin zu wohnen und Berliner müssen niemandem Leid tun. Wir sind ein super entspanntes Völkchen und was die Politiker treiben ist ne andere Sache. Nazihauptstadt??? Mhhh, das würde ich absolut nicht unterschreiben. München okay, aber Berlin no way mein Freund. Und unsere Politiker bekomm schon ne bisschen was hin, wir bauen unsere Schulden konsequent ab und zwar sind wir mittlerweile an Platz zwei der Schuldenabbauer. Ich glaub nur Bayern ist noch besser im Abbezahlen. Der Artikel ist wirklich schön, schaurig-schön. Doch dass sowas kommen musste, dass war doch wohl klar. Ich mein Hallo, Schwarz-Rot in der Regierung, da musste sowas ja irgendwann mal kommen. Was der Ralf da mal… Weiterlesen »

ThcFreak34
ThcFreak34
6 Jahre zuvor

Wie Autoritär will sich die CDU eigentlich noch präsntieren ? In NRW wird über Legalisierung diskutiert und in Berlin sollen schon Konsumenten mit illegalen Gesetzesänderungen durch die Hintertür verknackt werden ? Bei solchen Meldungen braucht sich die Regierung nicht wundern wenn irgendwann ein wütender Mob vor ihrer Haustür steht. Selbst der zufriedenste Bürger hat solche am Volk vorbei entschiedenen Gesetze irgendwann endgültiug satt ! Mir scheint es langsam als wolle die CDU es auf einen Bürgerkrieg ankommen lassen, da das nur die Spitze des Eisbergs ist, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis wir wirkliche Probleme bekommen. Hogesa und Pegida sind nur die Vorboten, aber macht ruhig weiter so. Die Polizei wird zukünftig sehr wahrscheinlich wohl andere… Weiterlesen »

Lars Rogg
Lars Rogg
6 Jahre zuvor

Nix für ungut, aber die Probleme (die zum Kotzen sind, kein Thema!! ), die die Berliner haben, sind verglichen mit den Problemen der Süddeutschen ein Witz. In Berlin sollte man in Zukunft einige Gegenden meiden wenn man keine Probleme bekommen möchte. Der Markt wird sich woanders etablieren und alles bleibt beim alten. Mit einem Minimum an Anpassung dürfte das kaum ein Problem sein. Im Süddeutschen Raum ist man immer, an jedem Ort, überall, zu jeder Zeit und in jeder Situation gefärdet von Zivibullen, Uniformierten Schergen, Denunzianten oder anderweitig Charakterlosen Pack (Nachbarn), nach allen Regeln der Kunst, ans Messer geliefert und gefickt zu werden. Ich hätte in BW gerne die Berliner Verhältnisse. Wer dort (BW oder Bayern) einmal in den Mühlen… Weiterlesen »

Bob Harley
Bob Harley
Antwort an  Lars Rogg
6 Jahre zuvor

Die beiden Senatoren bedienen eindeutig die Schreihälse aus der rechten Ecke. Die Ein-Gramm-Regel soll Straftäter unter den Flüchtlingen produzieren, um diese schneller abschieben zu können. Bleibt abzuwarten, ob die Justiz diesen Trick 17 tatsächlich anwenden darf.

Mathias Voigt
Mathias Voigt
6 Jahre zuvor

Naja, lassen wir mal die Kirche im Dorf – die Aussage kam von Sherrif Henkel, der anscheinend immer noch nicht gemerkt hat, dass seine Untergebenen in Uniform jetzt schon überfordert sind. Ich sehe das regelmässig in der Hasenheide: Die Fraggles kommen, machen 30-50 Minuten Stress und dann hauen Sie wieder ab – und nach 10 Minuten ist der Markt wieder geöffnet. Wäre ich Polizist und müsste solche unsinnigen Aktionen durchführen, um einen Krieg zu führen, der ohnehin schon längst verloren ist, würde ich meine Berufswahl mal überdenken….

Drohne 8376587
Drohne 8376587
6 Jahre zuvor

Durch die Verfolgung der Polizei entwickeln die Petroffenen Krankheitsbilder u.a. Postraumatische Belastungsstörungen (PTBS) . Die Symptome dieser Krankheit werden dann als Schädliche Ursachen des Cannabiskonsums verkauft . Ein Fall für Amnesty international , mindestens !

reefermadness
reefermadness
6 Jahre zuvor

Die beiden Senatoren bedienen eindeutig die Schreihälse aus der rechten Ecke. Die Ein-Gramm-Regel soll Straftäter unter den Flüchtlingen produzieren, um diese schneller abschieben zu können. Bleibt abzuwarten, ob die Justiz diesen Trick 17 tatsächlich anwenden darf. Gut erkannt und nun kommt wieder der fräääggel ins spiel!!! http://www.welt.de/gesundheit/article137230917/Suchtexperte-kritisiert-geplante-Cannabis-Zulassung.html Schön das sich der sogenannte „Suchtexperte“ Thomasius mit seiner wahnwitzigen Meinung immer weiter ins Off ballert… Für ihn scheint Hanf die gefährlichste und bösartigste aller Drogen auf diesem Erdenrund – und das noch dazu ohne medizinischen Wert – zu sein… Sogar die viel problematischeren opiathaltigen Arzneimittel von denen alljährlich tausenden Menschen elendiglich verrecken und vermutlich auch den wesentlich gefährlichere Alkohol sieht er als harmloser an als Hanf – „das Teufelskraut aus der Hölle“… Weiterlesen »

reefermadness
reefermadness
6 Jahre zuvor

@Henkel und Konsorten!!!! und an den irren Jugendschützer aus Deppendorf.. !! » Gerade in der 5te Jahreszeit ist der Jugendschutz besonders gefordert und liegt den deutschen Sitten und Mor**waechtern besonders am Herzen ! » » Damit es in der fünften Jahreszeit nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt, weist das Jugendamt an dieser Stelle noch einmal auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen hin. Alle Erwachsenen sind aufgefordert, auf deren Einhaltung zu achten. Insbesondere für die Veranstalter gilt es zahlreiche Dinge zu bedenken. Sie tragen eine hohe Verantwortung, wenn Kinder und Jugendliche mit feiern. » » Der Jugendschutz nimmt die Interessen von Kindern und Jugendlichen wahr, wenn es darum geht, sie vor Gefahren und schädlichen Einflüssen zu schützen. » » So dürfen die sogenannten… Weiterlesen »

Michel
Michel
Antwort an  Sternsch I. Gard
6 Jahre zuvor

Bitte Netiquette berücksichtigen

Leider mussten wir Ihren Kommentar auf hanfjournal.de entfernen, da er nicht der allgemeinen Netiquette entspricht. Um ein angenehmes Diskussionsklima zu bewahren, ist die Einhaltung dieser unabdingbar. Bitte halten Sie sich für weitere Kommentare an die allgemeine Netiquette.

Beste Grüße
Michel
Agentur Sowjet

PS: http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette

Ralf
Ralf
6 Jahre zuvor

@Drohne 8376587
Ich habe AI schon mehrere male aufgefordert sich auch für die beendigung des Krieges gegen Cannabiskonsumenten einzusetzen, leider haben die das bis heute verweigert, was der Grund ist, das ich meine Verbindung zu ihnen abgebrochen habe.