Donnerstag, 29. Januar 2015

Fünf Jahre für’s Kiffen

Balis Touristen leben gefährlich

 

bali
Schöne Aussichten/ Foto via FB

 

 

Bali ist für Europäer oft ein fernes Traumziel, für Australier hingegen hat es einen ähnlichen Status wie bei uns Mallorca. Die Gegend um Kuta hat sich zu einer regelrechten Party-Meile mit den üblichen Randerscheinungen entwickelt. In Australien wird der Besitz kleiner Mengen Cannabis sowie der Konsum trotz des Verbots noch liberaler gehandhabt als in Deutschland. Das führt immer häufiger dazu, dass in Bali kiffende Touristen von der Polizei ertappt werden, worauf in Indonesien drakonische Strafen stehen. Allein der Konsum kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden, der Besitz des Eigenbedarfs mit bis zu 12 Jahren. Drogenhändlern schießt man im Inselstaat schon mal eine staatlich legalisierte Kugel in den Kopf, da helfen auch ein australischer oder ein EU-Pass wenig. Die Niederlande und Brasilien verfassen derzeit eine Protestnote nach der anderen, weil ein Brasilianer und ein Niederländer am 19. Januar exekutiert wurden. Demnächst sollen zwei Australier vor dem Henker erscheinen.

 

Australische Medien berichten aktuell von Nicholas James Langan, der Anfang der Woche am Strand von Kuta mit einem Indonesier einen Joint geraucht hatte. Dabei wurde er von Security-Leuten beobachtet, die die Polizei verständigten. Die fand bei ihrem Eintreffen einen angerauchten Joint mit einem Gesamtgewicht von knapp 0,2 Gramm sowie ein Tütchen mit Gras. Das Gras soll 0,8 Gramm wiegen, wobei es auf dem Foto eher so aussieht, als hätten die Beamten die Tüte gleich mitgewogen. Dafür drohen dem Indonesier bis zu 12 Jahren Haft, der „Aussi“ könnte bis zu fünf Jahre für’s Mitrauchen bekommen. Vorerst sitzen beide in Untersuchungshaft. Die Häufung solcher Vorfälle erweckt den Anschein, die Polizei in Indonesien setzt seit einer Weile gezielt darauf, ausländische Drogenkonsumenten zu erwischen, um durch die Schlagzeilen in deren jeweiligem Heimatland eine abschreckende Wirkung zu erzielen.

 

Der brasilianische Staatsbürger Marlon Eduardo Bezrutchaka sitzt seit einem halben Jahr für insgesamt 0,27 Gramm Gras, dem Besitz einer Bong und Alufolie im Knast. Der 24-jährige Franzose Jawad Hendri Bitar sitzt seit August 2014 wegen 3,14 Gramm Koks in Untersuchungshaft und erwartet seinen Prozess. Beiden drohen bis zu 12 Jahren Haft.  Der erste drogentote Ausländer 2015 war übrigens der Brasilanier Marco Archer Cardoso Moreira, der nach 10 Jahren Todeszelle am 15.Januar aufgrund des Schmuggels von 13,4 Kilo Heroin erschossen wurde.

4 Antworten auf „Fünf Jahre für’s Kiffen

  1. Lars Rogg

    Ok mag blöd klingen….aber da bin doch froh in der BRD zu leben. Man wird digital vergewaltigt, die Wohnung verwüstet, dein Hund erschossen, du verlierst deine Wohnung und dein Führerschein sowie deine Arbeitsstelle wird vernichtet. Aber wenn man nicht zu echten Verbrechern in den Knast geschickt wird oder man den Bullen nicht den Hinterkopf zeigt, hat man noch die Chance ein Leben danach zu haben. Schon pervers das man sich über eine staatliche Vergewaltigung freuen muss, nur weil es in anderen, noch kaputteren Staaten, echte Todesstrafen oder an sich irre, unverhältnismäßige Bestrafungen gibt. War das in Burghausen nicht auch eine Hinrichtung??? Hab ich als solche empfunden!!
    So groß ist der Unterschied wohl nicht zwischen einer offiziellen Hinrichtung und einer inoffiziellen wie in Burghausen. Wie so mancher von der RAF wirklich gestorben ist, ist auch noch nicht endgültig geklärt…ich bitte um korrektur, falls ich mal wieder falsch liege…

  2. X-KIFFER

    Grundsätzlich stimme ich Dir zu bis auf eines: Ich bin nicht froh in der BRD leben zu müssen. Ich würde gerne in den Niederlanden leben. Es wird leider noch etwas dauern aber ich bereite meine Auswanderung bereits vor. Deutschland wird von mir dann nur noch eines zu sehen bekommen: meine Kontoverbindung wohin Deutschland dann meine Rente zu überweisen hat. Diese werde ich vollständig dort ausgeben, nicht 1 Cent davon in Deutschland.
    Wenn ich es geschafft habe werde ich dann der Drogenlügenbeauftragten und den verantwortlichen Politikerschweinen eine Email mit meinem Foto schicken, glücklich einen Joint rauchend, mit einem ganz herzlichen FUCK YOU drunter.

  3. Lars Rogg

    Den Wunsch hatte ich auch, bevor meine Mutter Pflege bedürftig wurde. Leider hat sich in den Niedelanden der Wind übelst gedreht. Anbauer sind dort krass auf der Abschussliste. Die ziehen da alle Register. Das neueste ist das zukünftige Verbot von Anbauläden und Förderer des illegalen Anbaus, vergleichbar mit Udopea o.ä. In Zukunft ist die BRD dagegen ein liberaler Staat. Nicht um sonst gibt es so viele große Anbaufabriken auf der Deutschen Seite, deren Produkte in Niederländischen Coffeeshops verkauft werden. Das nennt man Ausweichverhalten. Ich, als gelernter Elektriker, würde mich in Holland strafbar machen, wenn ich einen Anbauraum verdrahte würde. Üble Entwicklung in einem Land, das mal für eine liberale, menschenfreundliche Politik stand.

  4. Free West Papua

    Andere Länder andere Sitten ! Die Kaste der Traditionälen Häncker ist eines der größten Arbeitgeber ,Beile ,Messer, Äxte , Hänckerklamotten ,Hänckerreme, Fallbeile ,Streckbänke, Fackeln u. Fackelhalter ,Gefängnisse ,müssen alle Fachmännisch Produziert werden . Ohne Häncker würden viele Männer an die Kriegs-Front nach West Papua verlegt werden , in den Jungel, um gegen Kiffende Ureinwohner einen Krieg zu führen, die sich mit Pfeil und Bogen verteidigen .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.