Samstag, 17. Januar 2015

Hanf Museum feierte zwanzig jähriges Jubiläum

Herzlichste Glückwünsche

 

Autor: mze

 

hanfmuseum

 

Mit einem Tag der offenen Tür sowie einem umfangreichen Rahmenprogramm wurde am diesjährigen Nikolaustag das zwanzigste Jubiläum des Bestehens des Hanf-Museums gebührend zelebriert.

 

Kurz nach der Wendezeit zog das Team hinter dem heutigen Dirketor Rolf Ebbinghaus in die Räumlichkeiten eines ehemaligen Werkzeug Museums, dessen Hauseigentümer wohl glücklich über einen direkten Neubezug waren. Pro Hanf.

Im bedeutenden Nikolaiviertel, informiert und stellt das einzige Museum Deutschlands – das sich dauerhaft ausschließlich der Hanfpflanze widmet – seit zwanzig Jahren bedeutende Relikte der Cannabisverarbeitung, der Konsumformen, Cannabis relevante Kunstwerke und historische Aspekte in den Vordergrund, die während unserer jetzigen Prohibitionszeit oft gerne vergessen oder verdrängt werden. Da auch genügend Lügen über Cannabis im Umlauf sind, hat sich das Hanf Museum natürlich auch die Aufklärung als Prämisse erkoren. Zwanzig Jahre Hanf Museum sind zwanzig Jahre Cannabis Aufklärung. Daher fanden sich zu der Podiumsdiskussion anlässlich des Jubiläums auch die richtigen Vertreter auf der kleinen Bühne im Hanf Café des Hanf-Museums ein.

 

Hanf Museums Direktor Rolf Ebbinghaus traf hier auf Matthias Brökers, der Hanf affinen Freunden durch die Übersetzung des bekanntesten Jack Hearer Werkes „The Emperor wears no Clothes“ bekannt sein sollte, auf Martin Müncheberg, der als freier Hanf-Redakteur und früherer Planer der Hanfparade ein Begriff sein sollte, auf Wolfgang Neškovic, einen ehemaligen Bundesrichter und deutschen Politiker der vor dem Verfassungsgericht prüfen ließ, ob die Cannabiskriminalisierung Verfassungswidrig sei  sowie auf Matthias Schillo, einen ehemaliger Richter, der nun als Anwalt kürzlich erst einen kleinen Erfolg für Cannabispatienten vor Gericht erzielte, diesen aber nun erst richtig zu festigen gedenkt.

 

In mitten dieser illustren Runde wurden die vergangenen zwanzig Jahre Cannabislegalisierung in Deutschland aufgeblättert und analysiert. Es wurde versucht zu erörtern, was sich in dieser Zeit tat und wie es weiterzugehen hat.

Die zwischenzeitlich schwächelnden Teilnehmerzahlen auf der Hanf Parade ließen sich dabei wohl am wenigsten erklären. Dafür stehen dank U.S.A und Südamerika fast alle Zeichen auf Grün. Davon waren alle Gesprächsteilnehmer überzeugt.

Lange sei die in Deutschland geführte Kriminalisierungsstrategie nicht mehr durchzuhalten und langsam kämen auch die verhärteten Gegner auf diese Spur. Das natürlich noch große Hürden zu überwinden sein werden, dürfe aber nicht vergessen werden. Doch dank der Diskussion um den Görlitzer Park und sicherlich auch aufgrund der finanziellen Mittel die der Deutsche Hanf Verband auf einmal zur Verfügung hatte, hätte die Diskussion insgesamt an Fahrt wie seit langem nicht mehr aufgenommen. Alle an der Podiumsdiskussion beteiligten schienen Überzeugt, dass sich in den nächsten fünf Jahren vieles zum Guten ändern werde.

 

Bei einem schmackhaften Geburtstagskuchen von Backmeisterin Kathrin Gephart, in Gesellschaft von Power Ameise Stefen Geyer sowie vielen weiteren freundlichen Hanf-Aktivisten, die das Museum immer Dienstag Abends zur Hanf Parade Planung nutzen, stand der sechste Dezember 2014 im Berliner Nikolaiviertel unter der grünsten Weihnachtstimmung mit einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft.

 

Vielen Dank für die Einladung zu diesem gelungenen Jubiläum und beste Wünsche für die kommenden, aufklärenden Jahre!

 

 

Hanf Museum Berlin
Mühlendamm 5, 10178 Berlin-Mitte
Telefon +49 (0) 30 / 242 48 27 info@hanfmuseum.de

 

Öffnungszeiten:
Di-Fr: 10-20 Uhr
Sa/So: 12-20 Uhr
Montags Ruhetag

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