Dienstag, 13. Januar 2015

Die Gras-Millionäre

Wie an Gras-Aktien jetzt schon Geld verdient wird

 

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Spekuliert wird schon vor der Legalisierung

 

 

In der Finanzwelt ist das Thema Cannabis gerade heiß diskutiert. In den USA, in Kanada und seit neuestem auch in Deutschland gibt es zahlreiche Bestrebungen, mit Cannabis-Aktien die Börse zu entern. Meist geht es dabei um Medizinisches Cannabis, dessen Produktion in Teilen der USA und ganz Kanada unter gewissen Voraussetzungen bereits legal ist. 2014 gab es sogar fünf Personen, die durch den Verkauf von Cannabis-Aktien Millionenprofite eingefahren haben. Ganz oben auf der Liste steht Bill Chaaban, der CEO von CEN Biotech Inc. Das Unternehmen steht gerade in Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium „Health Canada“, um eine Anbaulizenz im Rahmen des kanadischen Programms für „Medical Marijuana“ zu erhalten.

 

Nachdem klar wurde dass Chaaban bereits fleißig spekulierte, Gewinne in die Firma investierte und mit der Lizenz prahlte, bevor er sie überhaupt in der Tasche hatte, wurden Insider vorsichtig. Außerdem soll es noch um eine gefälschte Unterschrift gehen. Googelt man den Namen des CEO, so kommt als erster Vorschlag Crook, also Betrüger. Chaaban soll sich seit der kritischen Äußerung eines Mitarbeiters des Gesundheitsministeriums gegenüber der Presse in der Ukraine verstecken.

 

Ebenso nicht sehr vertrauenserweckend scheint die Global Hemp Group, die auch in Frankfurt aktiv ist,  zu sein. Ihr CEO von Charles Larsen, der bislang außer ein paar importierten Nutzhanfsamen nur seine schwankenden Aktien anzubieten hat, wird von Börsianer als gescheitert angesehen.

 

Nach einem Boom in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres haben die zahlreichen Cannabis-Aktien die hohen Erwartungen bislang meist nicht erfüllt. Schaut man sich auf Insider-Seiten ein wenig genauer um, scheint sich zu bestätigen, dass einige Firmen viel heiße Luft produzieren, um erst einmal liquide zu werden. Die wenigsten börsennotierten Unternehmen bauen wie Bedrocan Kanada bereits echtes Gras an und scheinen auch an der Börse bereits auf soliden Beinen zu stehen. In Deutschland tritt die Deutsche Cannabis AG bislang noch am seriösesten auf, allerdings fehlt auch hier noch eine Menge Kapital, das man sich durch US-Investoren erhofft.

 

Kanada hatte bis vor Kurzem ein System, in dem Patienten auswählen durften, ob sie Cannabis vom Staat bekommen oder es lieber selbst anbauen wollten. In einer Art Gewaltakt gegen Cannabis-Patienten wurden die Lizenzen widerrufen und die Patienten gezwungen, Gras von Health Canada zu beziehen. Einige alte Lizenzinhaber wie „Urban Grower“ Remo haben erfolgreich gegen den Entzug ihrer Pflanzen geklagt, wobei das letzte Wort auch hier noch nicht gesprochen ist. Viele haben freiwillig aufgehört und sich auf die Versprechungen von Health Canada verlassen. Jetzt, ein knappes Jahr nach dem Entzug der Anbaulizenzen für Patienten, ist deren Versorgung immer noch nicht flächendeckend gewährleistet, obwohl bereits zahlreiche Firmen echtes Gras produzieren.

2 Antworten auf „Die Gras-Millionäre

  1. Scanny

    In den USA und Canada scheint es ja zu klappen, mal sehen wann unsere Regierung es mal kapiert.
    Irgendwie merken die es noch nicht, das man damit Steuern einnehmen kann und das wichtigste, das Patienten entlich nicht mehr wie Schwerverbrecher behandelt werden.
    Ich bin Patient und fühle mich von unserer Regierung verdammt im Stich gelassen, auch wenn man eine Genehmigung für Blüten hat, bringt es gar nichts, entweder kann nicht geliefert werden oder man kann es nicht bezahlen.
    Danke FRAU MERKEL FÜR IHRE FÜRSORGE!!!!
    Aber der Alkohol, wo jedes Jahr über 40.000 (vierzigtausend) Menschen dran verrecken, der wird auch noch beworben.
    Auch wenn man kein Cannabis-Patient ist und es nur zum Genuss konsumieren möchte, ist derjenige ja gezwungen, Alkohol zu konsumieren, weil die ungefährlichste Heilpflanze, die der Menscheit bekannt ist, das Cannabis, wo keiner dran stirbt, verboten ist.
    Ich meinte immer, das eine Regierung eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber ihrer Bevölkerung hat.

  2. marihuanaaktien

    Hallo, dass sich bisher gewöhnliche privatinvestoren am Aktienmarkt im unbekannten, vollkommen intransparenten Raum bewegen und bisher nicht an dem augenscheinlichen boom haben partizipieren koennen kann ich nur bestaetigen. Der Markt war bisher wohl lediglich fuer insider rentabel, die wohl zum groessten teil bereits Kasse gemacht haben duerften, s. Artikel oben. Wer mehr ueber die Machenschaften der Drahtzieher in Erfahrung bringen moechte der findet unter http://www.marihuana-aktien.de vielleicht die passende Antwort dazu…

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