Freitag, 2. Januar 2015

Hitlers Drogen verwirren Touristen und Medienlandschaft

Nur ein paar Klicks zur Lösung

 

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Welt, B.Z. und RBB berichteten über die Feiertage über den Urheber des Plakats „Hitlers Drogen erobern Berlin“, das rund um die „Sylvestermeile“ am Brandenburger Tor seit ein paar Tagen die Aufmerksamkeit zahlreicher Passanten auf sich gezogen hatte.

Im Rahmen ihrer Recherche (O-Ton RBB: „Wir sind der Frage nachgegangen, was genau es damit auf sich hat.“) schaffte man es dann gerade noch so auf die Facebookseite des Initiators, ohne die im Bericht selbst aufgeworfenen Fragen zu beantworten:

 

 

Was soll das mit „Hitlers Drogen?“

 

Pervetin ist, anders als im RBB-Bericht von einem Befragten dargestellt, nicht in Nazi-Deutschland, sondern in den 1930er Jahren in Japan entwickelt worden. Richtig ist, dass es auch von deutschen Kampfpiloten genutzt wurde, Hauptabnehmer war allerdings die reguläre Wehrmacht, die es in Form von Panzerschokolade an Soldaten verteilte. Zudem gibt es Forscher, die wissen wollen, dass Hitler selbst Chrystal genommen hat. Diese These ist unter Historikern allerdings umstritten.

 

 

Wer oder was steckt dahinter?

 

Die Facebookseite der Verantwortlichen „Berliner Stadtmusikanten & tough“ gibt sowohl Auskunft über den Initiator als auch über die Hintergründe der Aktion. Wenn man beim Recherchieren ein wenig nach unten scrollt, anstatt nur die ersten drei Einträge zu lesen, sind die angeblichen Rätsel zum Sinn und Zweck sowie zum Ideengeber schnell gelöst:

 

B-tough ist eine private Initiative, die durch schockierende Plakate und Aktionen seit circa einem halben Jahr öffentlich auf die negativen Auswirkungen der aktuellen Drogenpolitik hinweist und aus der Berliner Clubszene entstanden ist. B-tought setzt eigener Aussage zufolge auf „radikales Marketing“, so wie bei diesem Plakat, das die Folgen von Ketamin-Mißbrauch plakativ umsetzt:

 

 

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B-tough über b-tough:

 „tough“ versucht der Gesellschaft klar machen, das der Kampf gegen Drogen verloren ist. Tough kann Drogen nicht verharmlosen, möchte aber den allgemeinen Bürger von einem Drogen- und Substanzentest sowie von einer Teillegalisierung überzeugen, denn niemand kann Substanzen wie Nagellackentferner, Hustensaft, Badesalz, Industriereiniger, Waschpulver und tausende andere im Alltag vorhandene Substanzen verbieten.“

3 Antworten auf „Hitlers Drogen verwirren Touristen und Medienlandschaft

  1. Rudi

    der krieg gegen die drogen kann auch niemals gewonnen werden…obwohl es immer nur auf einer seite opfer gibt…und dass auch fast nur dadurch, dass aus menschen, die sonst nie jemandem geschadet haben, erst täter gemacht werden müssen, wenn man drogenpolitik mit dem strafrecht durchsetzen will. andre schulz, vorsitzender ‚bund deutscher kriminalbeamter‘, „Wir als Polizei“, sagt er, „vergeben den Stempel ,Drogenkrimineller‘. Es gibt Karrieren in diesem Bereich, die wir selber schaffen. Wir legen Akten an, wir stigmatisieren Drogenkonsumenten.“

  2. jan

    Als Esel und Hahn bei den Berliner Stadtmusikanten möchte ich Euch bitten mal alles für mich zu sammeln, was so durch die Medienlandschaft geht.. Ich hänge nämlich gerade in Indien ab und bekomme gar nix mit was unsere Initiative vor Ort betrifft! Was geht denn so? Gerne auch via whats app 0177 7190315 Wie gesagt es gibt noch massenweise Plakate die gerne in verschiedenen Schüben verteilt werden sollen.. Wir werden solange Dampf machen und für Verwirrung sorgen, bis Klarheit in der Politik durch Substanzen check und andere Anliegen geschaffen wird.. Auch wünscht tough in Deutschland Freiräume in untergehenden Dörfern und Regionen durch Abschaffung zahlreicher Gesetze und Steueroasen innerhalb Deutschlands zur Umsetzung neuer Lebensformen und zur Beendigung der Stsdtflucht! Dieses und mehr.. ZB tough Parade durch Europa.. Detox events.. Shanti & flow festival nearvarna findet ihr unter meiner Internetseite http://www.b-tough.net „drauf – halten“ tough.. Berliner stadtmusikanten I.A. esel !

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