Montag, 25. August 2014

Same same, but different?

Kritik sollte sachlich bleiben

 

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Zugegeben, im Vergleich mit so einigen Paraden der vergangen Jahre kann man die Hanfparade 2014 mit fast 7.000 Teilnehmern als einen vollen Erfolg verbuchen. Doch angesichts der aktuellen medialen Präsenz von Cannabis als Medizin, Coffeeshop-Modellversuchen und Cannabis Social Clubs ist die Enttäuschung vom Kopf des Orga-Teams, Steffen Geyer, durchaus verständlich. Doch vielleicht sollten sich die Organisatoren mal fragen, ob sie im Vorfeld vielleicht auch ein wenig dazu beigetragen haben, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Wer gegenüber den Medien äußert, „das sind weniger, als wir uns erhofft haben“ und „es seien wieder nur die Leute da gewesen, die immer kämen“ diskreditiert sich selbst und eben jene 7.000, die sich trauen und sich die Zeit nehmen, das Cannabisverbot öffentlich zu kritisieren. In München, wo die Demonstration für das Volksbegehren zur Cannabis-Legalisierung wegen zu geringer Teilnehmerzahl ausfallen musste, feierte der Pressesprecher dann eben die knapp mehr als 100 Unterschriften als vollen Erfolg. Das ist positive Medienarbeit, auch wenn die Orga ein wenig klemmt.

 

Klar, alle hätten gerne mehr Familien mit Kinderwägen, Rentner, Anzug- und Lackschuhträger anstatt der „Üblichen Verdächtigen“ begrüßt, doch ein oft zitiertes Sprichwort sagt: „Wie ich in den Wald hinein rufe, so schallt es heraus.“ Mir selbst sind im Laufe der vergangenen Jahre viele gute Ideen unterbreitet worden, wie man den Fokus der Aufmerksamkeit noch besser auf Deutschlands größte Hanfdemo lenken könnte, damit sie wieder ähnliche Dimensionen wie in den 1990er Jahren annimmt. Damals konnten sich die Veranstalter regelmäßig über fünfstellige Besucherzahlen freuen, 1998 waren es gar 50.000. Einige dieser Ideen hatten kommerziellen Hintergrund, einige waren undurchführbar, ein paar waren wirklich brillant. Die meisten wurden dem Orga-Team beim wöchentlichen Treffen auch vom jeweiligen Initiator vorgeschlagen, nur wenige davon wurden umgesetzt. Ist eine Idee zu kommerziell oder passt nicht in das politische Weltbild des Orga-Teams, stehen die Chancen schlecht, dass sie auf der Demo umgesetzt wird. Klar, es ist wichtig, eine Demo nicht zur Spaßveranstaltung verkommen zu lassen und die politische Botschaft in den Vordergrund zu stellen. Keiner will eine Horde Spaßkiffer mit bunten Sponsoren T-Shirts, deren Message es ist, sich so dicht wie möglich zu dröhnen, während aus den Lautsprechern Werbung für Growboxen ertönt.

 

Aber ist es deshalb wirklich notwendig, einem liebevoll gestalteten Wagen die Teilnahme zwei Tage vor der Parade diskussionslos per E-Mail zu verbieten, weil die politische Message eines Druckerzeugnisses den Organisatoren nicht in den Kram passt? Angeblich sexistische Tendenzen stehen hier immerhin einer Menge Geld, die für das Fahrzeug im Vorfeld aufgebracht wurde, entgegen. Zum zweiten werden die Corpi Delictii, eine Comic-Reihe über eine Berliner Grower-Community, seit vielen Jahren in allen Grow- und Szeneshops vertreiben. Der Inhalt war dem Orga-Team also schon bekannt, als dem Aktivisten die Teilnahme Wochen vorher zugesagt wurde.

Ist es wirklich zielführend, Händlern, die den größten Teil ihrer Werbefläche einer politischen Botschaft widmen würden, die Teilnahme zu verwehren, weil ihr Wagen mehr Aufmerksamkeit als andere auf sich ziehen könnte? Ist es wirklich nötig, dass man jedes Details eines kreativen Beitrags vorher kontrollieren lassen muss, damit man die Demo aktiv mitgestalten kann? Weshalb entwirft man kein Konzept, das auch denen passt, die frustriert von den Orga-Treffen nach Hause gehen, weil oft weniger als zehn Menschen entscheiden, was der Hanfparade und somit der Re-Legalisierung gut tut und was nicht? Wenn das alles notwendig ist, um Cannabis wieder in die Gesellschaft zu integrieren, dann müssen wir uns nicht wundern, dass auch die Hanfparade 2014 nur von denen besucht wurde, die „sowieso immer kommen“. Es ist unumstritten, dass unsere Arbeit nur erfolgreich sein kann, wenn wir über den Tellerrand hinaus blicken und eben jene mit ins Boot holen, die sich bislang nicht öffentlich äußern. Davon haben die wenigsten ihre Wurzeln in der links-alternativen Szene, der Hang zur „Political Correctness“ schreckt viele sogar eher ab, am ersten Samstag im August für Gras auf die Straße zu gehen. Der CSD hat vorgemacht wie es geht: Alle außer Nazis sind willkommen, die Wagen der größten Schwulen-und Lesben Demo Deutschlands dürfen nur 30 Prozent Eigenwerbung machen, der Rest der Fläche steht dem Veranstalter zur Verfügung. Um ein solch großes Event zu bewältigen, muss man sich eben nach allen Seiten öffnen.

42 Antworten auf „Same same, but different?

  1. Lars Rogg

    Offensichtlich weicht hier ein „politisch korrekter“ Dogmatismus der Realität. Kiffer sind ja nicht nur links gerichtete Anti sexisten. Viele sind begeisterte Wellenreiter und Spasskiffer. Was soll der scheiß mit dem Sexismus?? Solange niemand diskreditiert oder beleidigt, begrapscht und übel angemacht wird ist Sex doch was tolles. War mir echt schon immer ein Rätsel warum man das Natürlichste auf der Welt unbedingt in ein schlechtes Licht gerückt hat. Nichts gegen Gleichberechtigung und Emanzipation sowie selbst Bestimmung. Aber es ist uns Tieren einfach nicht möglich diese Instinkte und Grundtriebe zu verneinen. Kontrolle dieser sollte uns denkenden Menschen selbst ermöglicht werden, ohne das man durch Verbote (typisch Deutsch!!) jeden sinnvollen oder kreativen Werbeansatz zu nichte macht. Das ist doch voraus eilendes Kriechen vor Weltfremdem Feminismus. Es gibt auf so einer Veranstaltung immer genug Menschen mit Herz und Verstand die einem offensichtlichem miesen Grapscher aus dem Verkehr ziehen und im Zweifel auch mit Gewalt separieren (kein Aufruf zur Gewalt!!!!). Das nennt man Zivilcourage und davon findet man auf so einer Demo in der Regel mehr als in der Politik. Leider scheint sich hier eine Mentalität durch zu setzen, die ich als typisch deutsch schon immer als sehr ärgerlich empfand und das unter denkender Kiffern. Für 100 radikale Antisexisten die aus Überzeugung nicht kämen, würden bei einer etwas freieren Gestaltung 1000 Hedonisten und Spasskiffer die Veranstaltung berreichern-wäre das so falsch?? Solltet Ihr allerdings nur für die Weltfremden radikal Feminsten legalisieren wollen, fühle ich mich nicht mehr angesprochen und würde mich in Zukunft anderen Organisationen oder Veranstaltungen zuwenden. Wir werden von unserer Regierung doch schon genug bevormundet und jetzt fängt die Hanfdemo auch noch damit an-nein danke!!!

  2. Gasterl

    Gut geschriebener Kommentar!
    Er trifft ins Schwarze!
    Versteht mich bitte richtig, jeder soll tun und lassen was er möchte, solange er niemand anderem schadet. Aber ich persönlich bin in „Kreisen“ unterwegs, wo z.B. rote Dreads (sorry Steffen!) ein absolutes No-Go sind. Viele andere Personen, die quasi die Köpfe der Hanfparade stellen geben ein ähnliches Bild ab. Ich finde gut, was ihr tut, und ich respektiere und tolleriere Euch und Eure Art zu leben, euch zu kleiden usw. Aber mein Fall ist es nicht und ich kann mich nicht damit identifizieren. Aus diesem Grunde bin ich auch nie bei diesen Veranstaltungen, weil das Klientel, welches dort auffindbar ist absolut nicht meinem Umfeld entspricht.
    Ich sehe mich dort einfach nicht vertreten.
    P.S. Ich wäre solch ein Anzug- und Lackschuhträger…..

  3. Traumtänzerin

    Die kritischen Anmerkungen zur Hanfparade sind sehr wohl berechtigt und könnten hilfreich sein, sofern sich das Orga-Team nicht verschließt.

    Ich hätte da noch einen weitergehenden Vorschlag, um der Hanfparade eine Zukunft zu geben. Ich würde Spaß und Ernst voneinander trennen und die Demonstration in ein zweitägiges Legalize-It-Festival münden lassen. 7000 Demoteilnehmer sind schon mal die Garanten, dass Festival von zahlenden Gästen gut besucht wird und vielleicht auch ein oder zwei echte Highlights geboten werden können. Aber bitte nicht durchweg Reggae-Musik und Rap, sondern auch andere Genres. Kiffende Musikerstars gibt es genug, und einen davon wird man doch wohl mit ein bisschen Handgeld locken können. (Von mir aus auch Miley Cyrus, Rihanna oder Lady Gaga. Hauptsache, die Massen strömen und die Sponsoren können sich austoben.)

    Was ein paar couragierte Landwirte auf einem Acker in Wacken hinkriegen, müssten doch auch unsere Weltstädter bewerkstelligen können. Berlin ist derzeit Europas angesagteste Metropole und hat das Potenzial, über kurz oder lang erfolgreich das größte Legalize-it-Festival der Welt zu beherbergen.

  4. Gasterl

    P.S. Daher, dass sich viele Menschen leider nicht mit den „Köpfen“ der Hanfparade identifizieren können – oder schlichtweg nicht tolerant sind, was Kleidung, Haarpracht usw usf sind, lesen viele das Hanfjournal nicht, schauen kein Exzessiv usw usf. Somit wissen die oftmals gar nichts von einer wichtigen Petition.
    Warum das so ist? Weil man auf die Seiten geht, sieht als erstes die Aushängeschilder, also die Orga und die sieht, wie im Artikel geschrieben „links-alternativ“ aus – konservative Menschen, die dennoch gerne Hanf genießen bleiben keinen Moment länger auf der Seite, weil sie von einer „dummdämlichen Kifferseite“ ausgehen.
    Das ganze wirkt für die Masse an Konsumenten einfach zu wenig seriös.

  5. Steffen

    Es gab eine Zeit, in der war es unter Journalisten üblich, vor der Veröffentlichung eines vermeintlichen Missstandes die kolportierte Geschichte zu hinterfragen – Wenn möglich, indem man mit den Beteiligten spricht. Sowas hieß früher „Recherche“, scheint für die Redaktion des Hanf Journals jedoch Schnee von gestern… Schade.

  6. Lars Rogg

    Was hat das mit der Tatsache einer etwas einseitigen Veranstaltung zu tun?? Keiner stellt euer Angagement in Frage, lediglich die allgemeine Umsetzung. Wärst Du darauf ansatzweise eingegangen, wäre deiner Antwort nicht so dickköpfig rübergekommen. Das Du dir angepisst vorkommst ist verständlich , schließlich hast Du hart dafür gearbeitet. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die wenigsten Kiffer linke feministen oder Hippies sind und sich nur bedingt angesprochen fühlen. Bei diesen Leuten kaufen die meissten nur ihr dope.
    Klar das hier kein Hintergrundwissen zur Sprache kam, aber man kann eben nur das kommentieren was man sieht- ähnlich wie bei unserer Regierung!!! Es gab eine Zeit da haben einfach Kiffer für Kiffer gekämpft, ohne politischen Anspruch. Wer keine Fremdwerbung akzeptieren will, wirḱt einfach etwas rückständig-die eine Hand wäscht die andere…Kompromisse machen (ohne seine Sache zu verraten!!) ist doch nicht verkehrt…oder seid ihr nur noch dogmatisch?? Ist es so unwahrscheilich das ihr, gesellschaftlich etwas breiter aufgestellt, wesentlich mehr Leute erreichen könntet??
    Klär und Unwissende doch mal auf, damit wir den rechten Glauben wieder bekommen und uns nicht auf das Offensichtliche reduzieren müssen.
    Bervor Du dir wieder ans Bein gepisst fühlst- das war kein Angriff, sondern Kritik!!

  7. hasecarla

    na klar steffen mal wieder. nur keine kritik annahmen. ist doch im moment scheißegal ob die sich vorher ihr ok bei einem herrn geyer eingeholt haben. selbst jetzt hast du nix dazu gelernt steffen. wie in der politik: mimimimimi, ich hab den artikel doch gar nicht autorisiert. ich glaub es hakt steffen!!!!!!!!

  8. J2

    Moment mal, Leute. Bevor wir hier den VI. Weltkrieg anfangen: Wie sollte denn die „politische Message“ eigentlich lauten?

  9. Querulant

    Da kann ich gasterl nur zustimmen!
    Solange die Hanf-Parade eben nur eine Parade der typischen Klischee Kiffer ist wird sie nie in der Mitte der Gesellschaft ankommen und entsprechend kontra-produktiv sein.
    Wenn nur die „langhaarigen Bombenleger“ angesprochen werden und die Orga ein inzestuöse Ansammlung darstellt die alle anderen ausschließt- sorry aber das schadet der Sache mehr als es nutzt.
    Ihr solltet mal drüber nachdenken das der Hanf nicht euch gehört- und die Legalisierungsbewegung nicht euer Monopol ist.
    Sonst seid ihr kein Gramm besser als die Prohibitions-Spiesser über die ihr euch immer beklagt!

  10. antonym

    Das hatte ich auch mal an die DEA geschrieben, hat sich auch gebessert. Wenn die (tollen, informativen) Inhalte von total verstrahlten, teilweise stotternden vorgetragen werden und im gleichen Atemzuge die Welt von den total normalen Konsumenten überzeugt werden soll, sollte man das auch zeigen.

  11. Lars Rogg

    Naja es scheint ja so zu sein das sich primär die links alternative scene auch öffentlich engagiert. Das kann man kaum schlecht reden. Politisch bin ich größten Teils auf eurer Seite- optisch gar nicht. Was mich daran irritiert ist das sie irgendwie (rein vordegründig, optisch) auch nur für ihre Sorte Mensch die Bewegung und Party ausrichten. Gegen deren leidenschaftlichen Einsatz ist gar nichts einzuwenden, schließlich kenne ich nicht viele andere(unpolitische normalos) die sich öffentlich dazu bekennen und mit so einem Engagemant sich unserer Sache widmen.
    Vielleicht, in Zukunft, ein paar Anregungen aus der nicht links alternativen Aussenwelt mit einfließen lassen, dann wird die Kritik im nächsten Jahr nur noch minimal sein 🙂

  12. J2

    LOL Es sollte „IV.Weltkrieg“ heißen. 😀

    Der Spruch ist schön, nur hat jemand wohl Kinder vergessen. „Legalisierung – jetzt“ wäre bestimmt gegangen. Das ist echt blöd, denn die Liebe zu Fliegenpilzen wird noch vor KiGa entfacht. Macht euch nichts daraus! 🙂

  13. Lars Rogg

    Sag mal bist Du gerade mächtig stoned???
    Wir hatten erst zwei ( II ) Weltkriege. IV (vier) stimmt wieder nicht-aber knapp vorbei, ich bin selbst ein Mathekrüppel 🙂 Die richtige Zahl wäre drei (III).Was die Kinder, KiGa bzw. Fliegenpilz damit zu tun haben, kapier ich nicht. Mach Dir nichts draus-LOL.

  14. J2

    Schon OK. 🙂 (Den Satz mit den Pilzen hätte ich besser umklammert.) Na ja, es ist doch schon eine ganze Weile her, seit dem Ende des II.Weltkrieges. Der III. ist dafür längst im Gange. Oder gehörst du zu den Glücklich-Naiven, die immer noch Angst davor haben? ;-D Deshalb der IV.

  15. wow123

    wie ist denn der artikel durchgekommen?
    freut mich das auch noch sachen veröffentlicht werden die nicht vorher durch bestimmte rothaarige menschen zensiert wurden. ;D

    nicht sauer sein steffen…aber etwas mehr selbstreflektion würde dir gut tun.

  16. Anon

    hi,
    also wir warwn dieses Jahr das erste mal auf der Hp und nach der Rede vom Steffen dachte ich schon das diese eher seltsam als erbaulich war. Mein Kumpel (Patient) haben insgesamt 1200km zurückgelegt um die Hp zu besuchen und dann wird man dafür noch runter gemacht.. suboptimal. Die Veranstaltung ansich hat mich auch eher geschockt als positiv beeinflusst. Zuviele Kiddis mit Bong und Leute die sich Pulver gegeben haben. Wenn man mitbekommt wie sich KINDER darüber unterhalten das sie sich jetzt METH kaufen .. suboptimal!(Das die Cops da weg gesehen haben war… ohne Worte!) Insgesamt waren es mir einfach viel zu viele Jugendliche -18 am Start und die Veranstaltung eher ne spassige Party mit Wandereinlage. Witzig find ich das ganze nicht und die Leute die eine Hd wegen ein paar g hatten können sich darüber auch nicht freuen. Also die Hp war so das ich mir überlege, unter der Orga, nächstes Jahr wieder hin zu fahren. Da gibt es 100% Verbesserungspotenzial. Das gilt aber auch fürs Hajo & den DHV .. mmn. wird es mit der Legalisierung nichts solange die das in der hand haben. Also zerfleischt euch schön, das schafft platz für neue strebsame Leute;)

  17. Michael Knodt Autor

    Hallo gasterl
    Der Autor des Artikels kleidet sich durchaus genau so wie die Üblichen Verdächtigen und fühlt sich deren Sub-Kultur auch sehr verbunden. Trotzdem versuche ich, über den begrenzten Tellerrand hinaus zu blicken und bin mir eigenen Außenwirkung durchaus bewusst. Aber gerade deshalb ist mir klar, dass die Hanfszene professionalisiert werden muss, was man jedoch nicht am Äußeren der Akteure, sondern an Inhalten und Vielschichtigkeit der angesprochenen Zielgruppe festmachen sollte. Soll heißen: wir brauchen die Steffens und auch die Michas mehr denn je, aber wir müssen uns den neuen Zielgruppen besser öffnen. Die persönliche politische Überzeugung darf nicht Maßstab sein, Ausnahme sind Nazis. Ich sage mal: gerade wenn man so aussieht, muss man sich umso mehr Mühe geben, die Außendarstellung seriös zu gestalten und solche mit ins Boot zu holen, die nicht nur meines gleichen ansprechen. So sehe ich meine Arbeit, das versuche ich seit Jahren. Aber ich werde mir bestimmt nicht die Haare schneiden oder meine Freunde bitten, im Anzug zur Parade zu kommen, damit sich andere wohler fühlen. Authentizität ist etwas, was beim Kampf um Hanf nicht zu kurz kommen darf, deshalb kann man nicht verlangen, dass die, die jahrelang Gesicht gezeigt haben, zu hause bleiben oder sich vorher umziehen. Andere an Inhalten oder auch der Art ihrer öffentlichen Auftritte zu messen ist okay, eine Zusammenarbeit oder die Solidarität vom Haarschnitt oder der Pullover abhängig zu machen dagegen nicht. Das hat wenig mit sachlichkeit zu tun und wäre genauso als würde man sagen: 2keinen Bock auf Anzugträger“…Wozu das führt muss ich nicht erklären.
    Wenn Du Dich von Äußerlichkeiten einzelner Teilnehmer abschrecken lässt, ist das nicht viel besser als die „political Correctness“, die ich hier kritisiere. Nur wenn alle Frisuren, Anzüge, Lackschuhe und Sneaker zusammen marschieren, wird s was.
    beste Grüße
    der Autor

  18. Elrond McBong

    Naja, Steffen, wenn’s schlecht läuft, hat der Bauer den Mist in der eigenen Hose. Statt hier von ach so besseren Zeiten zu fabulieren: Stell doch endlich mal Deine Sicht der Dinge klar (erst die Zusage, dann die Absage: Was ist in der Zwischenzeit passiert?). Darum hatte ich Dich bereits freundlich per E-Mail gebeten, und auch zu Deiner letzten Weiss-der-Geyer-Sendung habe ich die Sache in einen kritischen Kommentar einfließen lassen. Beides scheint Dich nicht zu interessieren. Wenn Du weiter den Kopf in den Sand stecken möchtest in dem Glauben, somit Gesichtsverlust abzuwenden, dann wirst Du hoffentlich bald Deinen Irrtum zu spüren bekommen. Jedenfalls mich enttäuschst Du mit Deiner Aussitz-Taktik, und vermutlich schreckst Du auch diverse andere ab. Ich würde der Online-Szene fast empfehlen, ein No-Geyer-Logo mit Link auf eine Seite wie diese einzurichten. Was Du bisher tust – nämlich nichts bzw. Dich bloß pikiert zu geben – ist charakterlich aus ’ner ziemlich miesen Schublade. Irgendwie scheint sich das, was Du nach außen vorgibst – besonnen, fair, gerecht -, nicht mit dem zu decken, was in Deinem Innern vorgeht. Solange bei Dir nicht wenigstens die mit Entschuldigung einhergehende Einsicht reift, falsch gehandelt zu haben, solange werde ich mich von Dir als meinen Vertreter für die Sache distanzieren. – So, genug geschimpft. Steffen, jetzt bist Du am Zug, wir warten auf Deine unkolportierte Gegendarstellung!

  19. Gasterl

    Hallo Michael!

    Ich gebe Dir uneingeschränkt Recht!

    Mir persönlich ist es auch absolut egal, wie sich jemand kleidet, was er glaubt, was er tut usw. Jeder ist ein freier Mensch (sollte er sein) und kann tun und lassen was er möchte.
    Ich möchte auch auf keinen Fall, dass sich irgendjemand nun genötigt fühlt oder auch nur darüber nachdenkt, sein Äusseres zu ändern, nur um seriöser zu wirken! Das wäre, wie Du ja auch schreibst, nicht authentisch!
    Mein Problem ist auch nicht, dass ich mich nicht mit Menschen mit langen Haaren oder sonstwas abgeben möchte! Das ist nicht der Fall – ich habe auch 1-2 Freunde, die nicht unbedingt in mein sonstiges Umfeld einzuordnen sind. Aber schon aus beruflichen Gründen tue ich mich schwer bei einer Veranstaltung präsent zu sein, wo ich unter umständen mit hauptsächlich „links-alternativen“ Menschen abgelichtet werden würde. Das würde unter Umständen zu vielen unangenehmen Fragen im beruflichen Umfeld führen! Weniger wegen der Thematik der Legalisierung (ich unterschreibe immer offen mit meinem Namen auf Petitionen usw) – dazu stehe ich uneingeschränkt. Aber zu erklären, wie man mit „arbeitsscheuem Gesindel“ (WIRKLICH NICHT MEIN AUSDRUCK!) seine Zeit verbringen kann wird immer schwer – mir ist bewusst, dass das reinste Vorurteile sind. Diese sind aber nunmal leider Gottes in ganz Deutschland verbreitet. Zu unrecht wie ich meine. Das ändert aber nichts daran, dass „Agentur Sowjet“ zusammen mit den Menschen, die dafür gerade stehen eher abschreckend auf viele Konsumenten wirkt.
    Wie gesagt…seht das bitte keinesfalls als Kritik an Euch, eurem Weltbild, oder eurer Art zu leben. Ich spreche einfach nur unverblümt an, was ich jeden Tag so erlebe/höre.
    Es gibt einfach ein grob skizziertes Bild eines Kiffers. Und das ist meist (wie ja auch polizeiliche Dienstanweisungen zeigen) lange Haare (am besten noch verfilzt), arbeitsscheu, kriminell. Dieses Bild wurde von Politik und Medien über Jahre hinweg gezeichnet und ist nur schwer aus den Köpfen zu bringen. Die meisten Kiffer, die ich kenne sind ganz „normale“ Menschen….oft haben sie kleine Kinder, stehen mitten im Leben und leben sehr spießbürgerlich. Die wissen oftmal nichts von Hanfjournal und Co…weil die nie in einem Head-/Growshop sind und im Internet sowas nicht ansehen, wo beispielsweise Agentur Sowjet steht.
    Das Problem liegt also im Prinzip in der langen Prohibition und der Negativpropaganda, die das Bild des Klischeekiffers geprägt hat. Und da die meisten sichtbaren Menschen der Legalisationsbewegung nunmal so aussehen führt eines zum anderen.

  20. Gasterl

    P.S. Noch ein wenig „geschleime“ hinterher:
    Du magst zwar auch aussehen, wie ein Klischeekiffer, machst aber dennoch gut was her auf Exzessiv! Ich schaue das sei Ewigkeiten und das gerne!
    Hans Söllner ist für mich auch so ein Beispiel – der Mann sagt seit gefühlten Ewigkeiten das Richtige – aber was passiert? Er wird als Hinterwäldler abgetan, der sein Hirn verraucht hat. Ich durfte Hans schon persönlich sprechen und kann eigentlich nur exakt das Gegenteil bestätigen…gut, er wurde mittlerweile ein wenig zum „Grandler“, aber das kann ich irgendwie nachvollziehen.
    Demnach – Weiter so, von mir aus! Aber ich dachte, ich schreibe mal meine Sicht der Dinge.

  21. tribble

    Hallo,

    der Autor kritisiert, dass wenig tolle Ideen umgesetzt werden würden. Zitat „Ist eine Idee zu kommerziell oder passt nicht in das politische Weltbild des Orga-Teams, stehen die Chancen schlecht, dass sie auf der Demo umgesetzt wird.“
    Auf der anderen Seite betrauert er, dass über das Schicksal solcher Aktionen angeblich „weniger als zehn Menschen entscheiden“.

    Wenn der Autor schon so lange in der Scene unterwegs ist, warum beteiligt er sich nicht an dem offenen Orgatreffen der Hanfparade? Es ist öffentlich, da kann jedermensch kommen und seine Meinung einbringen.

    Ich finde das etwas sehr seltsam, dass das Schicksal der Re-legalisierung von solchen Wagen wie den Crazy Neighbours – nennen wir das Kind doch beim Namen – abhängen würde. Ist das nicht ein bischen sehr aufgeblasen?

    Es wird zitiert „Es ist unumstritten, dass unsere Arbeit nur erfolgreich sein kann, wenn wir über den Tellerrand hinaus blicken und eben jene mit ins Boot holen, die sich bislang nicht öffentlich äußern.“ und eine angebliche „Political Correctness“ kritisiert.

    Leider passt das auch nicht so richtig zusammen: Wie soll ein Blick über den besagten Tellerrand der eigenen Szene hinaus passieren, wenn man den Blick nicht auf solche Dinge wie Sexismus richten möchte? Klar, man kann auch einfach solche in der Gesellschaft vorhandenen Sachverhalte auch einfach Verneinen. Aber dann bekommt man auch keinen beschworenen Blick über den Tellerrand hin.

    Schade, dass hier einige persönliche Gefühle und politische Punkte vermischt werden, aber der Hanfparade keine Gelegenheit gegeben wurde, darauf davor zu Antworten und den eigenen Standpunkt klarzustellen.

    Grüße

  22. tribble

    Hallo Elron,

    du hast schon mal gemerkt, dass die Hanfparade nicht von Steffen Geyer gemacht wird, sondern von einer Gruppe von Personen?

    Steffen Geyer ist Pressesprecher der Hanfparade, deswegen begegne ihm mit Respekt. Das vermisse ich gerade sehr bei dir.
    Danke sehr!

  23. Lars Rogg

    Soll ich mal raten??alles was von Männern kommt und wagt das äussere Erscheinungsbild einer Frau einseiteig darzustellen, zu bewundern oder mit gierigem Unterton zu behecheln, ist Sexismus. Das ist in etwa der O-Ton der Kartoffelsack tragenden unsympatischen Kampflesben an der Theke meiner linken Stammkneipe. Glücklicherweise hab ich aber zwei Freundinnen die alles was diese oben genannten Frauen bemängeln als „überzogen empfindlich ja peinlich“ beurteilen. Diese Ladys( meine Freundinnen) haben mit Sex und Sexismus nun mal gar kein Problem-diese Klassefrauen haben schon die halbe Innenstadt Flachgelegt (männlein wie weiblein!!) Sie meinen es wäre ein Ausgleich zum Studium-tolle Ausrede für hemmungslosen Sex. Wenn die zwei sich über ihre Eskapaden unterhalten und die Vor- bzw. Nachteile ihrer jeweiligen Sexualpartner ungehemmt erörtern, bekomme ich rote Ohren vor scham… wobei ich nicht zur Prüderie neige. Gegen diese beiden sind alle Männer, in meinem Bekanntenkreis, die sich etwas despektierlich über Frauen unterhalten, lächerliche verklemmte Würstchen. Beinhaltet Sexismus nicht eine Herabwürdigung des andere Geschlechts?? Soll damit nicht der soziale Status des anderen herab gesetzt werden und setzt das nicht eine boshafte und erniedrigende Absicht voraus?? Nun nichts davon liegt mir oder meinen geliebten Freundinne ferner. Wenn ich, wie oben gesagt von „Kartoffelsack tragenden, unsympatischen Kampflesben“ spreche, dann ist das eine objektive Beschreibung dieser an der Bar sitzenden, super arroganten Frauen. Sie schaffen es nicht mal sich zu entschuldigen wenn sie dein Bier umkippen, geschweige denn ein neues zu ordern. Nein sie fahren Dir schnippisch übers Maul (selber Schuld) und beleidigen dich als Macho. Wenn ich mich solch selbstgerechten Frauen anpassen muss um nicht als Sexist zu gelten, dann bin ich mit freude der größte Sexist auf der Welt.
    Solltest Du „tribble“ allerdings auf etwas anderes hinaus wollen, dann warte ich auf deinen Kommentar.

  24. J2

    „begegne ihm mit Respekt“

    Ein guter Tipp, aber für den Respekt, den man bekommt, ist man selbst verantwortlich (Kinder natürlich ausgenommen). 🙂

  25. Elrond McBong

    Hast ja recht, Tribble, mein Statement war vl. ’n bißchen hart. Aber dieses ganze Herumgeschweige, gerade von einem Pressesprecher, macht mich etwas missmutig und wirft nebenbei auch kein gutes Licht auf wen auch immer. So langsam spitzt sich nämlich die Vermutung zu, dass hier aus niederen Beweggründen den Crazy-Neighbours-Verantwortlichen die erst erteilte Zusage entzogen wurde, und das wäre – da braucht man kein Blatt vor den Mund zu nehmen – eine ziemliche Sauerei. Das wäre dann einen deutlichen Rüffel wert, den habe ich schon mal vorweggegriffen. Sollte er gegen den Falschen gegangen sein, bitte ich zutiefst um Entschuldigung. Mir wäre es auch lieber, meine gute Meinung von Steffen aufrechtzuhalten. – Aber noch mal zur Sache: Wenn ihr von Anfang an gesagt hättet ’nee, wolln wa nich, keen Sexsismus uff unsa Demo‘ (unabhängig davon, ob ich diese Kritik teile oder nicht), hätte ich damit kein sonderliches Problem. Ihr veranstaltet die Demo, ihr setzt die Regeln – und euer Einsatz ist natürlich aller Ehren wert, gar kein Frage (unabhängig davon, ob ich darin eine politische Verbindlichkeit sehe oder nicht). Nehmt es mir also nicht krumm, wenn ich vorhin etwas ausfällig geworden bin, aber bitte, klärt den im Raum stehenen Konflikt. Sonst müsste alle Beschwichtigung vergebens sein.

  26. Lars Rogg

    Leider muß ich Dir, zum größten Teil, recht geben. Ich hab schon meinen Job verloren, weil ich offen mein Hobby und den Namen meiner Stammkneipe erwähnt habe. Von wegen linkes Gesockse, Drogensüchtige und so einen Dreck. Ich war plötzlich das Wochengespräch in der Firma. war nur eine Frage der Zeit bis der super Konservative Boss das mit bekam und von meiner Vertragsverlängerung, welche eigendlich nie zur Diskusion stand, plötzlich nichts mehr wissen wollte. Kaum einer der angepassten Pisser in der Firma schauten mir noch in die Augen. Selbst in der Raucherecke stand ich die letzte Woche fast alleine.
    Wenn es um die Existenz geht, ist es nicht ratsam all zu offen mit dem Thema um zu gehen-Herzlichen dank an alle vergangenen Regierungen (die momentane Regierung eingeschlossen) und eure die Gesellschaft vergiftenden Lügen.

  27. tribble

    Hallo Elron,

    schade dass der CN-Verantwortliche in der Story verschweigt, dass er erst 5 Tage vor Veranstaltung mehr oder weniger klar hatte, dass sein Auto überhaupt eine Zulassung für die Straße bekommt und fahren dürfte. Als das klar war, wurde die Orga befragt und diese hatte Nein gesagt.

    Nochmals: ca. 5 Tage vorher war überhaupt klar, dass sein Wagen auf der Straße fahren darf – im Sinne einer Straßenzulassung.

    Vorher gab es keine Zusage, sondern den Weg den alle Anmeldungen für Wagen gehen müssen: Eine Anmeldung per eMail im Sinne der Vorgaben: http://www.hanfparade.de/kontakt-mitmachen/eigener-wagen.html

    Warum schaffen das andere, aber die CN nicht?

    grüße

  28. Michael Knodt Autor

    sag mal geht’s noch? dein komischer comment steht da unten…..rauch mal ein bißchen weniger. weil du tomaten auf den augen hast, beschimpfst du uns hier auf dem niveau eines minderbemittelten. der kartoffelsack wäre schon ein grund, den comment zu sperren, die ärsche sind es definitiv. bitte kommentiere demnächst jene seiten, wo fäkalsprache hip ist. danke

  29. bodner

    Hey wie seid ihr denn drauf????
    Aussehn hin, Wagen her, Sexismus hin, Partyveranstaltung her, – is doch Wurscht – diese Paar Freaks schaffen es jedes Jahr die HP auf die Beine zu stellen UND HALTEN DIE RÜBE DAFÜR HIN daß alles in Ordnung geht.
    RESPEKT!!!!
    Sollen die, die sich beschweren erst mal sowas oder so wie sie sich das vorstellen, auf die beine stellen!
    Die Anzug und Krawatten-Typen hab ich noch nie gesehen wie sie ihre Meinung gesagt haben außer wenn sich was geändert hat, dann waren sie auch schon immer dafür und sind die ersten, die dann aus der Veränderung, die die Freaks für sie erreicht haben, Kapital schlagen.
    Scheiß auf den Geschmack, es geht darum die Prohibition zu beenden, egal wie man aussieht, wie alt man ist und auf welche Drogen man sonst noch steht.
    Wenn man kifft ist man auch mit Anzug und Krawatte ein Krimineller der immer damit rechnen muß mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.

    Also nochmal die Burschen, die die HP organisieren, leisten gute Arbeit
    auch wenn nicht jeder die gleiche Weltanschauung hat, machen sie einen guten Job für „die Sache“, (also für uns) auch wenn ihnen unser Aussehen
    nicht gefällt, sie machen überhaupt was!!!
    Hoffentlich auch nächstes Jahr!!
    Ich werd auch, bis zu Legalisierung, gerne jedes Jahr von Bayern nach Berlin kommen um meine Stimme beizusteuern für so eine guten Zweck!
    (bin von 1998 bis jetzt neun mal dabeigewesen)
    Obwohl mir auch manch Gesicht und Klamotte nicht gefallen hat, werd ich trotzdem kommen! (die Mucke !!!!)
    Hey ihr Organisatoren!
    WEITER SO UND DANKESCHÖN FÜR DIE INITIATIVE!!!!!!!

  30. bodner

    Und wer is dieser Lars Rogg überhaupt hat der hier was zu sagen oder wieso is der überall dabei und mischt mit????

  31. Elrond McBong

    Nur mal, um die Aufregung zu drosseln: Katis Kommentare waren jeweils zu tribble eingerückt, da war kein Lars mit angesprochen. Und was lernen wir daraus? Kritik erreicht nur den, der sich angesprochen fühlt.

  32. Elrond McBong

    Na wenn es vorher keine Zusage gab, dann ist’s mir auch nicht so wichtig, ob ihr CN abgesagt habt. Auf der CN-Facebook-Seite steht’s halt anders, nämlich dass der Wagen unter Einhaltung bestimmter Auflagen zunächst euer bzw. Steffens Ok bekommen hatte. Die Absage steht dort auch, und zwar im Wortlaut. Ihr wesentlicher Grund ist Sexismus. Meint ihr damit das, was die verbittert klingende Kritikerin (die mit der Kacksch… – sorry HJ, ist ein Zitat) von sich gegeben hat? Weil der Künstler Brustwarzenerhebungen unter dem Shirt gezeichnet hatte und weil die Lady der Riege gutes Dope zum Vorwand genommen hat, mit dem Stifter im Nebenzimmer zu verschwinden? Findet ihr weibliche Selbstbestimmung und freie Liebe so verwerflich? – Dann schließe ich mal, wie ich hier begonnen hatte, mit Stromberg: Ist das nicht ein bißchen kleinlich?

  33. Ralf

    Hallo, Steffen !
    Mir gefallen deine roten Haare ausgesprochen gut. So heben sie sich doch wohltuend von den ganzen Spießerfrisuren, von den Lackschuhtypen ab, die man heute so zu sehen kriegt. Und wer glaubt daß man solche Typen überhaupt auf eine Hanfdemo kriegt, der glaubt auch daß die CDU eine christlich humanistische Partei ist. Die einzige Kritik die ich schon seit Jahren äußere ist dir wohlbekannt, die meisten Leute kommen heute nur schwer so weit, wie Berlin von ihnen weg ist. Frankfurt, Köln oder wegen mir Wuppertal würde möglicherweise ein paar mehr Leute auf die Demo bringen. Die Frage ist: würde das was bringen? Wenn ich mir dann diesen Schwachmaten @Lars Rogg reinziehen muß, mit solch himmelschreiend diskriminierenden Kommentaren wie DAS HIER : „Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die wenigsten Kiffer linke feministen oder Hippies sind und sich nur bedingt angesprochen fühlen. Bei diesen Leuten kaufen die meissten nur ihr dope.“
    In einer Zeit in der ein Ronald Reagen und andere Verbrecher die Hanfpflanze komplett von der Erde vertilgen wollte, HABEN DIESE LEUTE ABER VEREHINDERT DASS DIE HANFPFLANZE AUSGEROTTET WURDE und nicht solche kleingeistigen Spießer wie dieser primitive Schreiberling der keine klare Linie und schon gar kein klares Weltbild hat. Die Macher des Hanfjournals als Ärsche zu bezeichnen ist dabei weit unter die Gürtellinie, und mir scheint der Autor dieses Schwachsinns kifft nicht zuviel sondern eindeutig zu wenig. Hanf läßt Hirn wachsen, wo die Defizite liegen sollte damit klar sein. Die Hanfparade wird jedenfalls von mutigen Menschen gemacht, die eine Menge Biß haben. Auch wenn ich persönlich am Erfolg solcher Aktionen zweifele (Stichwort DEUTSCHE HANFPARTEI), muß ich doch den Einsatz und die Initiative anerkennen und den Initiatoren Lernfähigkeit zugestehen. Der Streit um einen Wagen, der mit dem Thema nur am Rande zu tun hat, kommt mir darüber hinaus vor wie das Geheule von Kindern denen man ihr Spielzeug weggenommen hat.

  34. Mörnest

    Es gab eine Zeit, da haben Hanffreunde an einem Strang gezogen und sich nicht nur um Famepunkte gekümmert.

  35. bushdoctor

    Am besten übernimmst DU die „Legalisierung“ in Deutschland… Dazu scheinst Du echt das Zeug zu haben, nach dem zu urteilen, was Du hier schreibst.

    ALLE sind wichtig, die sich auch IN DER TAT (kommt von tun = machen) für die „Legalisierung“ einsetzen! Da gehört der Steffen genauso dazu, wie das Hanfjournal und der DHV… Das sind alles „Typen“, die schon seit Jahren harte „Abeit an der Front“ machen und es sich nicht auf dem eigenen Sofa gemütlich eingerichtet haben.

    Okay, HP war dieses Jahr wirklich unterbesucht und das war sicherlich nicht das Verschulden der Organisatoren! Es liegt schlicht und ergreifend daran, dass die Leute immer noch „Angs“t haben, sich für ihre Interessen einmal einzusetzen. WER taucht aber dann auf den Hanfdemos auf? Leute mit „Arsch in der Hose“ und solche, die jedes Kifferklischee erfüllen, weil diese Leute einfach dazu stehen!

    Nächstes Jahr müssen mehr Leute auf die Straßen!!! Ansonsten wird das mit der „Legalisierung“ nix mehr in diesem Jahrzehnt…

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