Montag, 21. Juli 2014

Dreckig produziertes Hasch führt zum Lizenzentzug

Colorado: Eine alte Waschmaschine ist nicht für Lebensmittel geeignet

 

Nachhaltig: Erst die alten Socken, dann das Eishasch

 

„At-Home Baked“ ist eine kleine Firma aus Colorado, die sich auf Cannabis-haltige Backwaren für anerkannte Patienten spezialisiert hat. Gegen Vorlage der ärztlichen Empfehlung kann man dort Backmischungen online oder im Ladengeschäft in Denver kaufen, die eine genau dosierte Menge Cannabis-Extrakt enthalten. „Wasser dazu und fertig“ heißt es auf der Webseite der Firma, die Sativa- oder Indica-haltige Küchlein zum Selberbacken anbietet.

 

Bei einer Routinekontrolle der staatlichen Lebensmittel-Inspekteurin wurde dem Betrieb jetzt vorläufig die Lizenz zur Produktion seiner Backmischungen entzogen, ferner muss der Inhaber alle im Umlauf befindlichen Produkte zurückrufen. Der Grund hierfür waren nicht etwa ein zu hoher THC-Gehalt oder eine andere, Betäubungsmittelrechtliche Bestimmung, sondern die Hygienezustände bei der Produktion:  „At Home Baked“ soll zum Herstellen des Cannabis-Extrakts, in Fachkreisen auch unter dem Namen Eishasch bekannt, eine alte Waschmaschine benutzt haben. Die Maschine soll zahlreiche Schimmelspuren aufgewiesen haben und zudem vor ihrem Einsatz als Haschtrommel zum Waschen ordinärer Wäsche gedient haben.

 

Der Inhaber hat sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und verspricht, zukünftig auch bei der Haschproduktion auf höchste Hygiene-Standards zu achten. Außerdem weist die Firma darauf hin, dass die Kontrolle nicht aufgrund von Hinweisen auf verunreinigte Backwaren statt gefunden habe.

 

12 Antworten auf „Dreckig produziertes Hasch führt zum Lizenzentzug

  1. Carstón

    Genau an solchen Beispielen kann man wunderbar sehen, wie die Konsumenten von der Legalisierung profitieren. In der Illegalität interessieren doch Schimmelspuren oder Hygienestandards niemanden, keiner weiß, was er da raucht und wie das produziert wurde (es sei den Eigenanbau).

  2. Jack

    So kann es gehen 😀 Darum geht es uns doch allen bei der Legalisierung: Die Gewissheit sauber produziertes gutes Material zu bekommen. Finde es gut und richtig das auch die Hygienestandards überprüft werden und gegebenenfalls auch dementsprechende Konsequenzen kommen. Das ist einfach ein Paradebeispiel wie es gehen kann 😀

  3. Harry

    „Dreckige produziertes Hasch“… Schreibt ihr jetzt schon die Schlagzeilen mit italienischem Akzent, oder was? 😀 Ich liebe die Artikel im HanfJournal eigentlich, aber bin manchmal bestürzt über die Tippfehler. Man nähme manches davon ohne diese wohl auf breiter Front durchaus ernster, glaub ich, aber andererseits müllt uns heute selbst die Springerpresse mit ganz ähnlichen Tippfehlern zu. Das ist wohl leider der Preis des Fortschritts – und ich bin vielleicht einfach zu altmodisch in diesen Dingen?

  4. nobrainer2

    Hallo Harry,

    das geht mir manchmal genau so. Gerade in der letzten Grow! war es ganz schlimm, aber ich glaube, dass liegt einfach daran, dass die Leute stoned schreiben und da passiert das recht schnell 🙂
    Auf den Inhalt kommt es ja an und der ist wie so oft gut

    Grüße,

    Gonzales

  5. Lars Rogg

    Die Grow! hat auch so manchen fachlichen Makel. Sie haben doch tatsächlich mal von Sensimilla Samen gesprochen oder Schimmel Afghanen für ein nennenswertes Exportprodukt aus Afghanistan bezeichnet.
    Das hat wohl kaum etwas mit Kompetenz zu tun…Die erstklassigen aber leider nicht mehr existierenden Zeitschriften „Hanfblatt“ und „Hanf“ fehlen mir doch sehr..!!!

  6. Harry

    Gute Hypothese, Speedy… aber demnach wäre jeder Besitzer einer Tastatur im deutschsprachigen Raum wohl dauerstoned: Egal ob Produktbewertungen auf Shoppingportalen oder Kochrezepte in Hausmannskost-Foren oder wie genannt die Springerpresse und was auch immer: Es ist einfach der Geschwindigkeit geschuldet, mit der man die Sachen raushauen zu müssen meint. Meine Erfahrung ist, daß man aber gerade stoned genug Geduld hat, sich jedes Wort einzeln so lange anzusehen, bis man sicher ist wie es einem gefällt mit der Schreibweise – die Ungeduld ist darum eigentlich eher ein Wesensmerkmal der Nichtkiffer… Aber dankenswerterweise wurde es gleich korrigiert, was das Team direkt in ein sympathisches Licht rückt. Bei der Bildzeitung wäre ich hingegen vermutlich gleich abgeblitzt mit meinem Kommentar… 🙂

    Also: In der Ruhe liegt die Kraft – denn als Gott die Zeit erschuf, hat er viel davon gemacht! Man sollte darum vielleicht auch nicht den Fehler machen, vor lauter politischem Aktivismus am Ende noch versehentlich viel zu wenig zu kiffen… 😀

  7. nils

    Komisch; Verlust der Muttersprache durch kiffen?!? Nenee,geht nicht durch.Eher schlechte Schulbildung &iIgnoranz; meine Vermutung. Lässt sich offenbar nicht mehr beheben…

  8. steve wenzel

    der größte schaden entsteht für alle parteien durch das verbot, nicht andersrum!

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